Jesus Christus und die Frucht am Baum des Lebens

von S. Levent Oezkan

Der judäo-christlichen Tradition entnehmen wir, dass es einst einen Garten gab, mit dem Namen Eden. Dieses hebräische Wort bedeutet "Ort der Freude", was das heilige Areal ist, dass man auch das "Paradies" nennt. Der Name Paradies ist persischen Ursprungs und bezeichnet eine "Umfriedung" (pers. pairi = um, herum; daeza = Zaun, Wand).

In diesem umzäunten Freudengarten, befand sich eine sprechende Schlange. Eva, der ersten Frau, erzählte die Schlange von den wunderbaren Eigenschaften der Früchte eines gewissen Baumes, der sich hier im Paradies befand. Von diesem Baum zu essen, hatte Gott dem ersten Menschenpaar aber verboten. Doch da sie sich wider dieses Gebot versündigten, kam es zum "Fall" der Menschheit und damit der Tod in die Welt. Drum nennt man jenes Paradiesgewächs auch den Todesbaum. Weil die Schlange die Menschen verführte, büßten sie dafür mit der Vertreibung aus Eden. Und dafür gab es für Gott einen Grund: denn inmitten des Paradieses stand noch ein zweiter Baum, dessen Früchte ihnen das ewige Leben verliehen hätten. Darum verfluchte sie ihr Schöpfer, weil er anscheinend fürchtete, sie würden nun auch davon nehmen und essen und genauso allwissend und unsterblich werden wie er selbst.

Nachdem Gott sie aus dem Freudengarten vertrieben hatte, verriegelte er durch zwei Cherubim, mit einem feurig-blitzenden Schwert, den Weg zum Baum des Lebens. So also mussten Adam und Eva dafür büßen, dass sie von der Frucht der Erkenntnis von Gutem und Bösem aßen.

Erst nach der Kost von diesem Baum, erkannten sie Gegensätze und sahen, dass sie selbst voneinander verschieden waren und schämten sich.

Doch wie die biblische Legende ja auch meint, wäre Adam tatsächlich möglich gewesen:

dass er ... ausstrecke seine Hand und breche auch vom Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich.

- Genesis 3:22

Genau dazu fordert jenes christliche Bild vom gekreuzigten Erlöser auf. Jesus Christus gab den Menschen die Unsterblichkeit zurück. Daher heißt es, dass das Christus-Kreuz auf Golgatha, aus dem Holz vom Lebensbaum verfertig war. Die Frucht dieses Baumes, war der Christus selbst, der daran sein Fleisch und Blut darbrachte, um den Christen "wahre Speise" (Brot) und "wahrer Trank" (Wein) zu sein:

Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.

- Johannes 6:55

Jesus Christus hatte auf gewisse Weise, ohne sich zu fürchten, einfach die Schranke der Cherubim mit dem blitzenden Feuerschwert, kühn durchschritten. So ließ der Heiland seinen an den Lebensbaum genagelten Leib zurück und vollzog die geistige Versöhnung und Sohnwerdung mit dem Vater - auf dass die Gläubigen ihm folgen mögen, zurück auf dem Weg ins Paradies.

 

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