Das Sonnensystem

von S. Levent Oezkan

Die Umlaufbahn eines Trabanten ist eine Ellipse. Einer ihrer Brennpunkte liegt im Schwerezentrum des Systems

Johannes Kepler

Damals betrachtete man die Planeten als die umherirrenden Wanderer des Himmels. Daher kommt auch das Wort Planet, welches vom griechischen planáomai (umherirren, umherschweifen) herrührt. Um in dieses Weltbild eine Ordnung zu bringen, versuchte als Erster der im 3. Jhr. v. Chr. lebende Astronom Aristarchos von Samos die Sonne als den Mittelpunkt des Universums zu verstehen. Er ging davon aus, dass die Welt viel größer war, als bisher angenommen. Doch ähnlich wie bei dem im 16. Jhr. lebenden Astronomen Galileo Galilei, wurde Aristarchos für diese Behauptung von Kleanthes, einem Philosophen der Stoa, wegen Gottlosigkeit angeklagt. Erst durch Johannes Kepler wurde die Theorie eines heliozentrischen Weltbildes im 16. Jahrhundert allgemein anerkannt.

Das Weltbild Keplers beruhte auf der hermetischen Tradition. Diese alte Tradition erstreckte sich von Pythagoras’ Ideen der kosmischen Harmonie bis in die ferne Vergangenheit des von Dionysios zitierten Hermes Trismegistos, dem Gott der Astronomie, der Wissenschaften und der Sprache.
In der griechische Antike treten die sieben klassischen Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn auf. Sonne und Mond wurden hinzugenommen um die Zahl der heiligen Sieben komplett zu machen. Man kann auch sagen, dass sie die sieben kosmischen Gesetze widerspiegeln und durch sie  die sieben Hauptgötter des Pantheon verkörpert werden, nämlich Hermes, Aphrodite, Ares, Zeus und Kronos, sowie Helios und Selene
Jedem der 12 astrologischen Tierkreise entspricht ein Planet, wobei sich zehn Zeichen jeweils einen Planeten teilen. Man sagt, dass jedes Zeichen seine Qualitäten an den Planeten übermittelt, der dort beheimatet ist.

Der Planet wird sozusagen vom Tierkreis ausgesandt, um bestimmte Informationen zu übermitteln. Entweder solche die bereits in der Gegenwart stattfinden oder in der Zukunft stattfinden werden.

Mit dem Wissen über die Planeten, kann man sich der verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten bedienen, die das jeweilige Zeichen bietet, denn die Tierkreiszeichen stehen im Herrschaftsbereich eines Planeten und auf ähnliche Weise auf der physischen Ebene des Menschen. So wie auch der Mond den Zyklus der Frau regelt, wirken alle klassischen Himmelskörper auf den Organismus und den spirituellen Körper und damit auf das Leben des Menschen.

Es sind alle sieben klassischen Planeten mit dem bloßen Auge sichtbar und bewegen sich unterschiedlich schnell durch den Tierkreis. Damit haben sie auch andere Schwingungen als die Erde, die für einen Zyklus ein Jahr benötigt. Der Mond benötigt ca. 27 Tage für einen Zyklus, der Merkur ca. 3 Monate, die Venus, ca. 7 1/2 Monate, der Mars, ca. 2 Jahre, der Jupiter - ca. 12 Jahre und der Saturn  ca. 29 Jahre (zum Vergleich die anderen Planeten unseres Sonnensystems: Uranus ca. 84 Jahre, Neptun ca. 165 Jahre, Pluto - ca. 248 Jahre)

Obwohl die Entstehung der Planeten bis heute nicht vollständig geklärt ist, geht man davon aus, das sich Partikel zu Vorläufern und Bausteinen der Planeten verdichteten. Da sich praktisch alles im Sonnensystem in die gleiche Richtung bewegte, verharkten sich diese Planetenbausteine zu immer größer werdenden Körpern. Die sonnennahen Planeten, die sich jetzt gebildet hatten, verloren nun allmählich die leichteren Elemente wie Wasserstoff oder Helium, wobei die äußeren Planeten diese Stoffe besser behalten konnten. Dies lag am starken Sonnenwind, der zu dieser Zeit geherrscht haben muss, und an der geringen Schwerkraft der inneren Planeten. Die Hüllen der näheren Planeten wurden einfach weggefegt, die äußeren konnten sie zum Großteil behalten. Innerhalb von einigen hundert Millionen Jahren »verfestigten« sich die Planeten unseres Sonnensystems zu Ihrer heutigen Form.

 

 

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