Außerirdische, UFOs, Sirius und Aldebaran

Nicht nur Verrückte glauben an Außerirdische. Sogar Politiker behaupten: »Aliens besuchen unseren Planeten seit tausenden von Jahren. Viele von ihnen sind unter uns, doch nur schwer von 'anderen' Menschen zu unterscheiden.« Selbst der Vatikan erwägt die Existenz außerirdischen Lebens und veranstaltete hierzu in Rom eine Konferenz.

Interessanterweise sind es vor allem pensionierte Politiker, Staatsbedienstete und aus dem Dienst ausgeschiedene Offiziere, die offen über Außerirdische oder das UFO-Phänomen sprechen. Paul Hellyer, Jahrgang 1923, ehemaliger Verteidigungsminister Kanadas, beschuldigt Regierungsoberhäupter verschiedener Staaten, die Existenz außerirdischer Wesen zu verheimlichen. Man lenke bewusst davon ab, dass Außerirdische gegenwärtig auf unserem Planeten leben. Er drängt die Weltmächte freizugeben, was der Öffentlichkeit bisher vorenthalten wurde: Geheimdokumente über UFO-Sichtungen, so Hellyer, werden von den Medien einfach ignoriert. Es stellt sich die Frage: fürchten Journalisten ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren, wenn sie über UFOs berichten? Oder bringen sie sich um Kopf und Kragen, wenn sie geheimes UFO-Filmmaterial veröffentlichen würden?Auch wenn sie in der Überzahl sind, sprechen anscheinend nicht nur versponnene Verschwörungstheoretiker über das UFO-Phönomen und Außerirdische. Es gibt sogar einige Journalisten, die sich an dieses Thema heranwagen. Insbesondere die englische Presse, wie »The Independent«, »Huffington Post« oder »Dailymail«, schreiben ausführlich über Paul Hellyer's Behauptungen.

Michael Gorbatschow und Ronald Reagan

Zu anderen UFO-Gläubigen zählen solche Lichtgestalten wie der ehemalige sowjetische Staatspräsident Michael Gorbatschow. In einem Interview 1991, meinte er:

Das UFO-Phänomen existiert und es muss ernst genommen werden.

Auch der ehemalige Kino-Revolverheld und spätere US-Präsident Ronald Reagan, galt als glühender Anhänger von UFO-Theorien. Er hielt sogar die Bedrohung unseres Planeten, durch Wesen aus fernen Galaxien, für äußerst real. Diese Bedenken wiederholte er immer wieder auf Pressekonferenzen in Washington oder vor den Vereinten Nationen in New York. Auf einem Treffen der American Jewish Historical Society (AJHS) kommentierte Gorbatschow Reagans Äußerungen so:

President Reagan sagte einmal zu mir: 'Was würden Sie tun, wenn die Vereinigten Staaten von Außerirdischen angegriffen würden? Würden Sie uns helfen?' Da sagte ich: zweifellos würden wir ihnen helfen. Reagan darauf: 'Auch wir wären an Ihrer Seite!'

Manche UFOlogen glauben sich durch Gorbatschows und Reagens Aussagen in ihrer Vermutung bestätigt, dass Außerirdische sogar die Geschicke der derzeitigen Menschheit lenken. Zumindest stehen die Namen Gorbatschow und Reagen in der Öffentlichkeit für die Beendigung des kalten Krieges.

Krieg der Welten

Als am 30. Oktober 1938 der amerikanische Sender CBS eine Radioshow mit dem Drama »Krieg der Welten« von H. G. Wells ausstrahlte – am Mikrofon Orson Welles – brach unter den vielen Zuhörern in Amerika eine Massenpanik aus, denn sie hielten die Radiosendung für eine reale Warnung der Regierung. Überall in Amerika verließen tausende von Menschen ihre Häuser in Angst vor einem außerirdischen Angriff. Schwärme von Hilflosen versammelten sich auf den Straßen, mit hilflosem Blick in den Himmel.

In Anbetracht all der unzähligen Falschannahmen über Außerirdische, die man online findet, scheinen viele Erdlinge die Möglichkeit außerirdischen Lebens äußerst interessant zu finden. Das UFOs auch tatsächlich immer wieder gesichtet werden, daran besteht kein Zweifel. Fast jeder zehnte Amerikaner gibt an, in seinem Leben selbst schon mal ein UFO gesehen zu haben.

Sicher verschweigen Regierungen das UFO-Phänomen bewusst. Nicht nur aus Angst, so unerwartete Nebeneffekte im öffentlichen Leben zu entfachen, wie es 1938 durch die CBS-Radiosendung geschah. Welches Geheimnis aber hüllt sich in diesen Mantel dieser Verschwiegenheit?

Paul Hellyer - ewigeweisheit.de

Paul Hellyer, Kanadischer Verteidigungsminister (1963-1967)

UFO-Phänomen und Public Relations

Wie Paul Hellyer, der sich als erster Politiker mit Äußerungen über das UFO-Thema an die Öffentlichkeit wandte, so scheint auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Jahrgang 1946, jetzt alt genug zu sein, um öffentlich Vermutungen über Außerirdische anzustellen. Als Talkshow-Gast äußerte er sich einmal so:

Wir leben in einem sich ständig ausdehnenden Universum mit Milliarden von Sternen und Planeten. Unsere Teleskope verraten uns, dass in den vergangenen Jahren mehr als 20 Exoplaneten (Exoplaneten sind Himmelskörper die denen unseres Sonnensystems ähneln) außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurden. Diese Planeten waren weit genug von ihrer Sonne entfernt, von ihrer Beschaffenheit dicht genug und darum möglicherweise fähig, um auf ihrer Oberfläche Leben hervorzubringen. So etwas macht es eher unwahrscheinlich, dass wir allein sind. […] Ich wäre darum nicht überrascht, wenn wir eines Tages Besuch von Aliens bekämen.

Auch wenn wir nicht ausschließen können, dass es Leben in entfernten Galaxien gibt: was wäre der Grund für Außerirdische die Erde aufzusuchen? Wieso sollten sich Aliens auf den weiten Weg machen, um unseren Planeten zu finden? Es bräuchte unglaublich lange, von einem anderen Stern zu uns zu kommen. Der uns nächste Stern Alpha Centauri, den ein etwa erdgroßer Exoplanet umkreist, ist mehr als 4 Lichtjahre von der Erde entfernt; das entspricht einem Abstand von umgerechnet mehr als 40 Billionen km! Um solche Strecken in einer angemessenen Zeit zurückzulegen, bräuchten Außerirdische riesige Energiemengen. Sie hätten sicherlich einen triftigen Grund zu uns zu kommen. Bei uns angekommen, gliche ihre Mentalität wohl der von Schiffbrüchigen, die endlich Land gefunden haben.

Ausschließen lässt sich so ein Ereignis aber wirklich nicht. Die NASA forscht hierzu seit 1995 und auch andere Wissenschaftler halten außerirdische Reisen, über sehr große Distanzen, für durchführbar. Wie aber heißen wir die Außerirdischen willkommen? Oder könnten sie die Menschheit sogar bedrohen?

Außerirdische die sich um uns sorgen

Paul Hellyer geht davon aus, dass 80 verschiedene, außerirdische Spezies unbemerkt unter uns auf der Erde leben. Begegnete man einem auf der Straße, man würde ihn nicht erkennen. Irgendwie erinnert mich das an John Carpenters Film »Sie Leben« (1988): durch eine besondere Brille erkennt ein Arbeiter auf den Straßen seiner Stadt, unter den normalen Passanten immer wieder fremdartige Gesichter von Außerirdischen. Außerdem entlarven sich Werbetafeln als üble Mainpulationswerkzeuge, auf denen er Befehle ließt wie »Konsumiere«, »Schlafe 8 Stunden«, »Kaufe« oder »Gehorche«.

Nach Meinung Hellyers beeindruckt das irdische Zivilleben die Außerirdischen unter uns aber nur wenig. Zwar verfügen sie über bessere und höher entwickelte Technologie als wir, sie würden sie uns aber nicht zur Verfügung stellen, da wir immer noch sinnlose Kriege gegeneinander führen, unseren Lebensraum weiterhin zerstören und die Umwelt vergiften:

Die Geschichte der UFOs ist sehr alt und natürlich gewann ihre Aktivität in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung, insbesondere seit der Erfindung der Atombombe.

Hellyer meint, dass die Außerirdischen äußerst besorgt seien, was die gegenwärtige politische Lage angeht, da sie befürchteten, dass es erneut zu einem Atomschlag kommen könnte. Nicht aber weil die Aliens so viel Mitleid mit der Menschheit haben, sondern so ein Ereignis auf andere Mensch(heit)en im Kosmos zurückwirken könnte. Hellyer sagt aber:

Die meisten der Aliens sind auf unserem Planeten, um uns zu helfen.

Er nennt sie »Helfer-Aliens«, die angeblich auch Mikrochips, LED-Licht und Schusswesten erfunden hätten. Zwar ist er selbst nie einem außerirdischen Fremdling begegnet, doch er sah nach eigenen Angaben einmal ein UFO fliegen über dem Muskoka-See im kanadischen Bundesstaat Ontario. Aus nicht ganz erklärlichen Gründen weiß er aber, wie Aliens aussehen: Manche von ihnen werden die »Kleinen Grauen« genannt, die auf ihrem ca. 1,50 m kleinen Körper einen riesigen Kopf tragen. Andere sind sehr groß und hellblond, ähneln Skandinaviern. Diese Alien-Spezies arbeitetet angeblich zusammen mit der US-Regierung, in einem Geheimprojekt in der Wüste von Nevada. Zu ihnen äußerte sich in einem Fernsehinterview der ehemalige US-Luftwaffen-Offizier Jay Earnshaw:

Ich war damals Kommadeur auf einem Luftwaffenstützpunkt, als ich morgens um 3:30 Uhr einen Anruf von der Sicherheitskontrolle erhielt. Der Beamte am Telefon sagte 'Sir – da sind ein paar wirklich seltsame Flugobjekte unterwegs', ich darauf: 'Was meinen Sie damit?' Es kam heraus, dass die Mitarbeiter der Basis fünf riesige Lichter am Himmel beobachteten, die sich auf spektakuläre Weise übereinander schichteten. Weder schienen sie irgendwelchen Schaden anzurichten, noch irgendwelche Scheinwerfer zu verwendeten, um die Gegend zu erkunden. Sie schienen eher freundlich.

Earnshaw versicherte dem Reporter aber, dass kurz darauf alle Dokumente und Aufzeichnungen über diesen Vorfall spurlos verschwanden.

Auch Major Gaylan King, ebenfalls pensionierter Mitarbeiter der US-Luftwaffe, sprach von einer UFO-Sichtung in der Nähe eines Atom-Luftwaffenstützpunkts. Er sah ein UFO dass über einer Rakete schwebte und mit einer Art rotem Laserstrahl die Basis zu erkunden schien. Auch in der Nähe von Fort Knox (Kentucky), dem angeblichen Goldlager der Vereinigten Staaten, sah man im Januar 1948 ein Objekt, das gemäß US-Offizier Quinton Blackwell »die Form eines Trichters hatte, aus dem unten rotes Licht herauskam«.

Wir haben wahrscheinlich alle schon zu viele Science-Fiction-Filme gesehen, als das unsere Vernunft solche Berichte nicht sofort belächeln würde. Das bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass, wie Hellyer betont, Regierungen gewisse Dinge ungesagt lassen oder sogar mit allen Mitteln untersagen darüber öffentlich zu berichten.

Krieg der Welten - ewigeweisheit.de

Außerirdisches Leben auf der Erde - Comic-Illustration aus dem Jahre 1906 von Alvim Corréa für das Buch "Krieg der Welten" von H. G. Welles

Sumerer von Aldebaran

Kamen in grauer Urzeit »erhabene Wesen« auf unseren Planeten vom Sonnensystem des Aldebaran? Mit dieser Frage beschäftigte sich bereits im Jahr 1917 ein Kreis von Okkultisten auf einem geheimen Treffen in Berchtesgaden – unter ihnen: Rudolf von Sebottendorf, Begründer der Thule-Gesellschaft, der deutsche Esoteriker Karl Haushofer, der Pilot Lothar Waiz, Maria Oršić, ein Channel-Medium aus Zagreb und der Prälat Gernot von der Societas Templi Marcioni (Erbengemeinschaft der Tempelritter). Auf diesem Treffen wurden die Ergebnisse einer telepathischen Kommunikation des Mediums Oršić mit Außerirdischen besprochen. Das Transkript ihres seltsamen Channelings erinnerte die Anwesenden an die alte Schrift der Sumerer. Oršić erhielt anscheinend Nachricht aus dem Sternbild Stier, vom Stern Aldebaran. Ihr wurde mitgeteilt, dass dort, auf dem Planeten Sumi-Er, der um den Stern Aldebaran kreist, eine außerirdische Zivilisation lebe, die vor sehr langer Zeit auf die Erde kam. Die Geschichte ist nicht allzu abwegig, denn man weiß heute, dass sich tatsächlich ein Exoplanet auf einer Umlaufbahn um Aldebaran befindet. Zwar ist er wegen der großen Hitze auf seiner Oberfläche nicht bewohnbar, doch vermutlich könnte er, wie auch Jupiter oder Saturn, einen bewohnbaren Mond besitzen.

Gernot war von diesem Treffen tief beeindruckt. Er lud Sebottendorf nach Marktschellendorf (Bayern) ein, wo er ihn in seinen geheimen Templerorden der »Herren vom Schwarzen Stein« einführte. Die Mitglieder dieses Geheimordens waren überzeugt, dass die Vorfahren der alten Sumerer und Urarier von Aldebaran stammten. Wissenschaftler wissen faktisch nicht, woher die Sumerer kamen, denn sie sind nicht etwa aus einer anderen Hochkultur hervorgegangen, sondern plötzlich aufgetaucht, mit all ihren zivilisatorischen Wundern. Was Sebottendorf von Gernots Geheimorden erfuhr, dürfte ihn vor ähnliche Rätsel gestellt haben.

Der Order der Herren vom Schwarzen Stein wurde anscheinend 1221 gegründet. Es heißt in esoterischen Kreisen, dass Mitglieder des Ordens bereits im Mittelalter mit Wesen von Sumi-Er in Kontakt gestanden hätten. Wirklich brauchbare Informationen die das bestätigen könnten, sind jedoch äußerst rar. Was es mit diesem tief dunkelvioletten, magischen Stein auf sich hat, der ja diesem Geheimorden seinen Namen gab, darüber lässt sich auch nur spekulieren. Die Ordensbrüder Gernots sahen in dem Schwarzen Stein ein Symbol für das kommende tausendjährige Reich der Deutschen. Nicht zufällig inspirierte Sebottendorfs Thule-Gesellschaft später die Ideologie der NSDAP: Bezeichnungen wie »Führerprinzip«, »Führer«, die Anrede »Heil«, »Deutschland erwache«, das Hakenkreuz und die SS-Runen übernahmen die Nazis aus der Thule-Gesellschaft.

Als die Nazis im Jahr 1934 die Macht ergriffen, verließ Sebottendorf Deutschland für immer. Er arbeitete von Konstantinopel (heute Istanbul) aus, für die Spionageabteilung der Deutschen. 1937 wurde seine Thule-Gesellschaft aufgelöst und verboten. Am 9. Mai 1945, einen Tag nach Kriegsende fand man Sebottendorfs ertrunkene Leiche im Bosporus.

Die »Reichsflugscheibe« der Nazis

In den 1950er Jahren kursierten in deutschnationalistischen Kreisen vermehrt Gerüchte darüber, dass die Nazis bereits vor Ende des Zweiten Weltkriegs UFOs entwickelt und getestet hatten. Nach der deutschen Kapitulation 1945, verfrachtete man diese Hightech-Superwaffe angeblich in die Arktisregion (altes Thule), nach Südamerika (Argentinien oder Chile) und die Antarktis (neues Thule). Laut einiger rechtsnationaler Autoren, soll die deutsche Reichsmarine während des Zweiten Weltkriegs Arbeitsmaterial und ein großes Heer disziplinierter und ausgebildeter Fachleuten (vermutlich aus der SS-Elite), in die Eisregion Neuschwabenlands auf der Antarktis gebracht haben. Dort grub man riesige Höhlen ins Gestein, die als Produktionshallen für Reichsflugscheiben ausgestattet werden sollten. Eine andere Bastion der Nazis wurde von der »Division Schwarze Sonne« der SS, in einer geheim gehaltenen Region Nordkanadas errichtet: am arktischen Punkt 103 – möglicherweise ein Hinweis auf den 103. Längengrad West. Von dort aus sollen immer wieder UFO-Flüge nach Neuschwabenland unternommen worden sein, um das geheime Nazireich zu erhalten. Angeblich führt von hier aus, eine verborgene Nazi-Elite seit Ende des Zweiten Weltkriegs einen geisterhafter Machtkampf gegen den Rest der Welt.

Neuschwabenland - ewigeweisheit.de

Drygalskiberge im zentralen Neuschwabenland.

Nazi-UFOs über Amerika

Die unzähligen UFO-Sichtungen in den USA nach Kriegsende, schrieben viele Nazi-Autoren immer wieder dieser angeblich im Verborgenen agierenden Gruppe zu. Die von Punkt 103 und Neuschwabenland gestarteten Untertassen, sollen von den letzten Nazi-Battalions über den Himmel gesteuert werden, die angeblich mit den Außerirdischen von Aldebaran alliiert sein sollen.

Ein sehr beliebtes Gerücht in der Neonazi-Szene ist, dass Adolf Hitler und Eva Braun, kurz vor Kriegsende, in einer Nazi-Untertasse nach Patagonien (Argentinien) gebracht wurden. Darüber schrieben ganz ausführlich US-amerikanische und europäische Zeitungen wie »New York Times«, »Baltimore Sun«, die Londoner »The Times« und die französische Zeitung »Le Monde«. Könnte es also vielleicht sein, dass Ingenieure schon während des Dritten Reichs fliegende Untertassen entwickelten? Bereits 1942 hatten Hitler und Mussolini Versuche mit UFOs durchführen lassen. In den aus Leichtmetall angefertigten, 10 m breiten Flugscheiben, die mit Ferngeschossen ausgestattet waren, erhofften sich die Faschisten über ein Superwaffe zu verfügen. Der amerikanische Geschäftsmann Kenneth Arnold traute seinen Augen nicht, als er am 24. Juni 1947, neun solcher Untertassen auf einem Flug über den Mount Rainier (Washington) sah. Sie flogen in völliger Stille bei einer Geschwindigkeit von 2.000 km/h über den Himmel. Kurze Zeit später meldeten sich Menschen aus Seattle (Washington), die solche Untertassen am Himmel erblickt haben wollen. Auch in Portland (Oregon) sahen zwei Sheriffs UFOs am Himmel.

All das erschiene vielleicht fragwürdig, wenn nicht einige Wochen später zwei erfahrene Flugkapitäne der United Airlines, über ihre UFO-Sichtungen eidesstattliche Erklärungen abgegeben hätten. Von ihrem Flug nach Portland berichteten sie:

Fünf UFOs flogen mit großer Geschwindigkeit an uns vorbei. Ihre Oberseite sah gewellt aus, ihre Unterseite schien glatt zu sein.

Amerikanische Wissenschaftler hielten diese Aussagen aber für Täuschungen. Keine der Sternwarten konnten bestätigen, wofür die beiden Piloten ihren Eid leisteten. Auch die US-Luftwaffe dementierte die UFO-Meldungen. Nach einigen Wochen aber gab es erneut UFO-Sichtungen von verschiedenen Menschen im Norden der USA.

Dies sind nur einige Beispiele von Sichtungen die Anfang der 1950er Jahre in den USA gemacht wurden. Wenn es aber tatsächlich irgendwelche Reichsflugscheiben der Nazis sind, wie in aller Welt konnten sie schon in den 1930er Jahren solche Hightech entwickeln? Wurden ihre Ingenieure etwa angeleitet von halbgöttlichen Außerirdischen von Sumi-Er?

Paul Hellyer glaubt auf jeden Fall, dass Aliens schon lange unsere Zivilisation begleiten. Sie planten gegenwärtig außerdem die Einführung einer neuen Weltordnung. Darüber sprach er vor 400 Teilnehmern im April 2015 in Calgary (Kanada), als Hauptredner auf der Disclosure Canada Conference.

Warum außerirdisches Leben wahrscheinlich ist

Bei all dem Gesagten, sollten wir uns der Dimensionen bewusst werden, die unseren vergleichsweise winzigen Planeten umgeben. Zu glauben, dass nur auf der Erde Leben existiert, ist eher abwegig. Denn unsere Sonne ist einer von ca. 300 Milliarden Sternen in der Milchstraße. Schwindelerregender aber noch, dass die Milchstraße wiederum eine von 100 Milliarden weiteren Galaxien im Universum ist. Wenn nun vor etwa 14 Milliarden Jahren, nicht lange nach dem Urknall, die Bildung von Lebensformen einsetzte: wäre es nicht die reinste Verschwendung, wenn Leben nur auf der Erde existierte? Seit 2016 sind der Astronomie mehr als 3.400 Exoplaneten bekannt. Man geht schätz heute, dass sogar um die 40 Milliarden erdgroße Planeten im Universum existieren könnten, die sich in habitabler Entfernung um ihre Sonne drehen. Den nächsten Exoplaneten auf den das zutrifft, vermutet man im Sternbild Ophiuchus, in etwa 13,8 Lichtjahren Entfernung.

Marsianer

Was wenn aber Leben bereits auf unseren Nachbarplaneten existierte noch bevor auf der Erde Leben entstand? Wichtigster Kandidat für solche Vermutungen ist der Mars. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts spekulierten viele Astronomen fieberhaft über die Existenz von Marsianern. Doch auch auf den Monden von Jupiter (Europa) oder Saturn (Titan) erwägen Wissenschaftler die Existenz biologischer Lebensformen.

Gemäß der Hypothese der Panspermie ist es durchaus denkbar, dass irdisches Leben nicht auf der Erde entstand, sondern aus dem Weltall auf die Erde kam. Bei Untersuchungen an Meteoriten fand man Spuren von außerirdischem Leben, in Form von versteinerten Mikroorganismen. Im Jahr 2011 veröffentlichte die NASA hierzu einige Forschungsergebnisse, wonach in verschiedenen Meteoriten fossile Reste extraterrestrischer Organismen gefunden worden sind.

Doch es kommt noch besser. Der pensionierte General Albert Stubblebine (* 1930), einstiger Chef des US-amerikanischen Militärgeheimdienstes, sagte mal über den Mars:

Es gibt bestimmte Strukturen auf der Marsoberfläche. Ich teile Ihnen aber auch zur Niederschrift mit, dass es auch unter der Marsoberfläche Strukturen gibt, die von den Voyager-Kameras 1976 nicht aufgenommen werden konnten. Es gibt Maschinen auf der Marsoberfläche und Maschinen unter der Oberfläche des Mars, die man sich ansehen kann: man kann viel über sie herausfinden und sehen, was sie sind, wo sie sind und eine Menge Details über ihre Eigenschaften erkennen.

Astrobiologen beim Papst

Gab es auf der Erde also eine biologische Evolution, deren Ursprung vielleicht auf außerirdisches Lebens zurückgeht? Nicht nur Naturwissenschaftler erwägen diese Möglichkeit. 2009 tagte hierzu auch die Päpstliche Wissenschaftsakademie in Rom. Auf einer fünftägigen Konferenz, unter dem Vorsitz von Bischof Marcelo Sanchez Sorondo, beschäftigte man sich mit der Suche nach außerirdischen Lebewesen. Erführen die Inquisitoren des italienischen Priesters Giordano Bruno (1548-1600) davon, sie drehten sich wohl in ihren Gräbern. Gemäß Brunos Weltanschauung nämlich, gab es überall im Kosmos, auf vielen anderen Planeten im Universum, intelligente Lebewesen – denn eine unendlich, allmächtige Gottheit, so Bruno, konnte auch nur ein unendlich vielfältiges Universum erschaffen. 1600 wurde Giordano Bruno nach achtjähriger Kerkerhaft wegen Ketzerei und Magie angeklagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Etwas mehr als 400 Jahre nach Brunos Hinrichtung, spekulieren nun tatsächlich päpstliche »Gesandte« über die Existenz von Aliens. Die Päpstliche Akademie sucht nach Antworten auf die Frage, wie das Leben auf der Erde ganz unbiblisch entstanden sein könnte.

Vater Jose Funes, Direktor vom Observatorium des Vatikans, und treibende Kraft hinter der vatikanischen Astrobiologie-Konferenz, spricht davon, dass auch die Außerirdischen unsere »Brüder und Schwestern« seien! Das widerspreche der katholischen Theologie keineswegs. 400 Jahre nach der Kopernikanischen Wende, scheint, als müsse sich der christliche Glaube erneut wissenschaftlichen Tatsachen beugen. Irgendwann wurde schließlich anerkannt, dass nicht die Erde das Zentrum des Universums ist. In ähnlicher Weise wird wohl auch die Logik der Astrobiologie, zukünftig Wegweiser auf der Suche nach unseren außerirdischem Leben sein.

Wenn es also um Außerirdische geht, hat anscheinend selbst der Vatikan den »Kicherfaktor« überwunden. Man bereitet sich sogar darauf vor, dass vielleicht schon bald bahnbrechende Entdeckungen gemacht werden, die alles in der Welt des Glaubens verändern könnten. Ziemlich wahrscheinlich wird man bald mikrobiologisches Leben in der ausgetrockneten Marsoberfläche finden – spätestens auch wenn 2024 das Raumfahrtunternehmen SpaceX (Elon Musk) eine bemannte Mission zum Mars schickt.

Laut theosophischer Einschätzung, werde unser Marsbesuch aber zu unvorhergesehenen Veränderungen in unserem Sonnensystem führen, da sich der Mars gerade in einer Ruheperiode befindet. Außerdem dürfte der tatsächliche Nachweis außerirdischen Lebens auf dem Mars, Millionen gläubiger Menschen ziemlich desillusionieren und damit das geozentrische Weltbild der Genesis weiter untergraben.

Fantasiebild eines Außerirdischen - ewigeweisheit.de

Fantasiebild eines Außerirdischen.

Außerirdische im Koran

Der Islam scheint weniger Probleme mit Aliens zu haben. Im Koran ist sogar explizit die Rede von außerirdischem Leben:

Und zu Seinen Zeichen gehört die Schöpfung der Himmel und der Erde und jeglicher Lebewesen, die Er beiden (Himmel und Erde) eingegeben hat. Und Er hat die Macht dazu, sie allesamt zu versammeln, wenn Er will.

- Sure 42:29

Außerdem spielt der Stern Sirius eine nicht unbedeutende Rolle im Koran, wo es in Sure 53 heißt, dass Allah auch der »Herr des Sirius« ist. Insbesondere die westafrikanischen Dogon glauben, dass ihre Vorfahren vom Sirius-Sternensystem stammen. Solche Behauptungen mögen einem Wissenschaftler fantastisch erscheinen, doch bevor Astronomen das Sirius als Doppelsternsystem entlarvten, wussten die Dogon bereits von dieser Konstellation. Sie sagen dass der Stern Sirius, Sigu Tolo, vom kleineren Begleiter Po Tolo umkreist wird, was Wissenschaftler heute bestätigen. Die Wesen die von dort vor etwa 5.000 Jahren auf die Erde gekommen sein sollen, gaben Anstoß für den Aufstieg der ägyptischen Zivilisation. Wie die Sumerer geben die Ägypter der modernen Archäologie und Altertumswissenschaft nach wie vor eine Menge Rätsel auf. Von den Pyramiden in Gizeh ganz zu schweigen. Unzählige Erklärungsversuche für diese architektonischen Wunder wurden entwickelt und wieder verworfen. Wurden die ägyptischen Pyramiden vielleicht von Außerirdischen gebaut?

Dogon, Sirius A und Sirius B - ewigeweisheit.de

Zeichnung eines Dogon-Priesters mit Sirius A und Sirius B

Urbi et Orbi et Galaxia

Viele christliche Gelehrte fürchten sich vor der Entdeckung außerirdischen Lebens. Es ist nicht die Angst vor bösen, grünen Männchen, die unsere Welt gefährden könnten, als vielmehr die Gefährdung des Glaubens an sich. Da die göttliche Schöpfung sich insbesondere auf die Menschheit dieses Planeten Erde konzentriert, sind vor allem christliche Fundamentalisten sehr besorgt über den Eifer der Forscher im Gebiet der Astrobiologie. Nur wenige Christen haben schon mal darüber nachgedacht, was es bedeuten würde, fände man plötzlich nicht nur intelligentes, sondern sogar moralisch bewusstes Leben. Könnten die christlichen Konzepte von Fleischwerdung, Auferstehung und Erlösung dann an Bedeutung verlieren?

Kein Theologe oder Guru weiß, wo sich die irdischen Messiasse, Buddhas und Avataras von der Erde aus hinbegeben. Es heißt ja immer sie würden zum Himmel auffahren. Von Außen betrachtet wäre das ja der Orbit – den der Papst zu Ostern segnet mit dem Urbi et Orbi. Zwar äußerst häretisch aber dennoch denkbar erscheint mir dabei die Möglichkeit, dass vielleicht auch schon von anderen Planeten ein Christus oder Avatara zum Himmel aufgefahren sein könnte. Wenn diese äußerst fantastische Annahme ein Fünkchen Wahrheit enthielte, wäre es dann nicht auch wahrscheinlich, dass diese aufgestiegenen Wesen, als kosmische Repräsentanten ihres Planeten, wegen ihres universalen Bewusstseins auch untereinander bekannt wären? Ergäbe sich damit nicht eine Art Bewusstseinsnetz aller planetarischen Welten, von der wir Erdlinge nur ein Teil sind? Zumindest förderte das Paul Hellyers Vermutung über die irdische Anwesenheit Außerirdischer. Auch Vater Jose Funes Bezeichnung der »außerirdischen Brüder und Schwestern« bekäme mehr Sinn.

Fragt sich nur, ob es unter den »außerirdischen Brüdern« auch richtig üble Schurken geben könnte, die sich als Verbündete eines Teils unserer Zivilisation, in UFOs über den Himmel bewegen.

Feature Tick: 

 

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