Die Tradition Teil 2

von Artemis Barthenius

Mitte des 9.Jh. kam die Kabbalah durch Aaron ben Samuel von Babylon nach Italien.* Von dort aus gelangte sie auch nach Deutschland, wo sie praxisorientierter wurde. Nach Frankreich und Spanien kam sie ebenfalls, wo sie mehr philosophischer war.** Das Zentrum der Kabbalah-Studien war die Provence und Spanien. Die Kabbalah wurde daraufhin in dem Werk "Sohar" niedergeschrieben, was "zur Grundlage der schriftlichen Kabbalah wurde.*** Dann im 16.Jh. erschienen kabbalistische Schriften von Isaak Luria, die eine Neuinterpretation der Kabbalah waren.**** Trotz der Phasen des Mißbrauchs der Kabbalah durch einige Wenige im Zusammenhang mit Magie, setzte sich ihre Tradition weiter fort.
Sie erreichte die Chassidim Osteuropas und die Juden des Orients.*****  Es folgt bei einer Tradition " auf die Initiation, das Wachstum und die Erfüllung einer Aufgabe stets der Verfall und der Tod." ******  Uneingeweihte versuchen den Meister nachzuahmen und sie lehren ohne über die Regeln zu wissen und ohne Tiefgang, weil sie den Inhalt der Lehren nicht kennen.-  Wenn man auf der Suche nach der verborgenen Tradition ist, kann sie sich einem auch mitteilen, z.B. über mündliche Überlieferung.*******  Es kann eine glückliche Fügung oder eine Verhaltensänderung des Menschen bewirken. Im richtigen Moment trifft man dann auf seinen passenden Lehrer.******** 

 

*Zev ben Shimon Halevi, Der Weg der Kabbalah, München 1993, S.22  
**Halevi S.22   *** Halevi S.22  **** Halevi S.23  *****Halevi S.23  ******Halevi S.23
*******Halevi S.24  ******** Halevi S.25
 

 

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