Die 64 Hexagramme des I-Ging

Das Buch der Wandlungen - das taoistische I-Ging - ist das älteste aller chinesischen Wahrsagebücher. Heute gehört dieser alt-chinesische Text zu den meist gelesenen Schriften der Welt. Ob aus Religion, Psychoanalyse, der Geschäftswelt, Literatur und der Kunst: Seit mehr als 2500 Jahren liefern die Weissagungen der 64 Hexagramme des I-Ging vielen Menschen wichtige Inspirationen.

Jedes Hexagramm wird von zwei Trigrammen gebildet, die ihrerseits aus einer Kombination dreier Einheiten zusammengesetzt sind: Yang - als ganze Linie - oder Yin - als unterbrochene Linie. Aus mathematischer Sicht, entsprechen diese Symbolkombinationen dem, was man in der Mathematik als duale Zahlen kennt: Nummern die sich nur aus Einsen (Yang) und Nullen (Yin) zusammensetzen.

Das I-Ging-Orakel

Als Orakel befragt man seit jeher das I Ging als Orakel. Die I-Ging Befragung ist sehr einfach. Alles was man benötigt, sind drei gleiche 1-Cent-Münzen (zahl = Yang, Eichblatt = Yin). Man kann seine Orakelfrage mit sechs Würfen dieser drei Münzen stellen. Der Wert jedes Wurfs wird notiert. Hieraus ergibt sich das Hexagramm für die Antwort des Orakles.

Beispiel

Nach dem Wurf ordnet man die Reihenfolge der Münzen nach Belieben. Was zählt ist die Summe der Ergebnisse:
Blatt = 2, Zahl = 3

Wurf Ergebnis Punkte Yin-Yang Symbol
1. Blatt-Blatt-Zahl 7 Yang ___
2. Zahl-Zahl-Zahl 9 Altes Yang _9_
3. Zahl-Zahl-Blatt 8 Yin _  _
4. Zahl-Zahl-Zahl 9 Altes Yang _9_
5. Blatt-Blatt-Zahl 7 Yang ___
5. Blatt-Blatt-Blatt 6 Altes Yin _6_

Hiermit erhalten wir das Hexagramm. Wenn einer der Würfe ein Altes Yang oder Altes Yin enthält, wird noch ein zweites Hexagramm erzeugt. Entsprechend gibt es also diese beiden Hexagramme: aus dem Alten Yang wird also im ersten Hexagramm ein ___ und im zweiten Hexagramm ein _  _ während aus dem Alten Yin im ersten Hexagramm ein ___ und im zweiten Hexagramm ein _  _ wird.