Die acht Glieder des Yoga

von Johan von Kirschner

Moderne westliche Medizin verfolgt hauptsächlich die rasche Rehabilitation eines Menschen, damit er so schnell wie möglich wieder als Arbeiter oder Angestellter eingesetzt werden kann. Das erfüllt durchaus seinen Zweck und ihm soll hier auch nicht der Sinn abgesprochen werden. Die Vorstellungen von Zeit, sind damit aber ganz anders geartet, als bei den Indern, auch wenn heute der westliche Einfluss, dort immer deutlichere Züge annimmt.

Um das eigene Leben zum Guten zu führen und die Chakras zu harmonisieren, kann man sich auf den sogenannten achtgliedrigen Yoga-Pfad begeben. Er führt zu mehr Ruhe, Gelassenheit, harmonisiert die Chakras und verbessert den Zustand der körperlich-psychischen Gesamtkonstitution. Letztendlich führt dieser Weg zur vollkommenen Klärung des Geistes und zur vollständigen Befreiung von Ärger, Sorgen, Wut und Angst. Denn ein ruhiger, klarer Geist ist Voraussetzung für seelisches und körperliches Wohlbefinden.

Der Weg des Yoga ist lang, führt aber, wenn man ihn geduldig geht, zu Gesundheit, Heilung und schließlich zu Erleuchtung – so der große Patanjali, Autor der Yoga-Sutras. Dieser indische Heilige bietet in seinen Sutras Hilfe zur Überwindung von Lebenshindernissen (Kleshas), die letztendlich zu Leid führen. Patanjali spricht von einem praktischen Weg (Kriya-Yoga) und einem königlichen Weg (Raja-Yoga). Diese beiden Wege beschreitet ein Yogi im Umgang mit dem Selbst, dem Atem, dem Körper und den Sinneswahrnehmungen aus seiner Umwelt. Wer diese fünf unteren Yoga-Übungen des praktischen Weges gemeistert hat, kann sich auf den geistigen Weg begeben. Damit übt er Konzentration, Meditation und die höchste, innere Befreiung seines Geistes.