Vom Glauben der Berge versetzt

von S. Levent Oezkan

[...] So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mögt ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich von hinnen dorthin! So wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.

- Matthäus 17:20

Während in Ihnen ein Wunsch (nach Liebe, Freundschaft, Erfolg, finanzielle Unabhängigkeit) entsteht, ist er noch klein wie ein Senfkorn. Aber das Korn kann zukünftig zu einem großen Baum werden, der fest im Erdreich verwurzelt ist.

D. h.: In einem winzigen Samenkorn liegt das Geheimnis des Wachstums. Und aus diesem Geheimnis wird sich einmal etwas sehr Großes entwickeln, etwas Bewegendes.

Um seine Samen zu pflanzen, braucht ein Bauer Geduld. Er muss warten können, bis aus dem in die Erde gesäten Korn ein großes Gewächs geworden ist. Würde er jeden Tag die Ackerkrumen aufmachen und nachschauen, ob die Samen schon gekeimt haben, dann gingen diese Samenkörner mit Sicherheit kaputt. Er braucht also Vertrauen, dass durch die Kraft der Sonne die Pflanze aus dem Samenkorn hervorgebracht wird.

Lassen Sie dieses Bild in Ihrer Seele aufsteigen und sich zu einer Vision Ihres Willens entwickeln. Im Denken liegt die Zukunft, die Sie durch Ihren Willen einfordern werden. Sobald Sie sich dafür entschieden haben, was in Ihrem Leben wachsen und entstehen soll, sagen Sie: »Ich will sein.« Solange Sie leben, kann Sie nichts auf der Erde daran hindern. Sie sind frei in Ihrem Denken!

Immer wieder sagen Sie zu sich »Ich will sein« – nicht nur in Gedanken, sondern auch im Handeln. Ihre Vorsätze sollen sich nicht ändern oder durch ungeduldige Zweifel kaputt gehen. Wenn Sie alles in Ihrem Leben nach Ihren Vorsätzen und Zielen ausrichten, und das was Sie vorhaben niemandem schadet, wird es früher oder später Ihr Eigen sein.

Stellen Sie sich vor, sie seien selbst dieses winzige Korn. Ziehen Sie Ihr Bewusstsein zusammen. Konzentrieren Sie Ihr ganzes Wesen in Ihren Wunsch – werden Sie selbst zu diesem Wunsch. Visualisieren Sie sich, wie Sie von einem himmlischen, magischen Sämann mit ein paar anderen Senfkörnern in die Erde gelegt werden. Es ist nun dunkel um Sie herum. Ruhig liegen Sie dort – wie im Schlaf. Irgendwann spüren Sie wie die wärmenden Strahlen der Sonne Sie durch die feuchte Erde hindurch berühren. Das tut gut. Die alte Schale der Zweifel beginnt zu jucken, spannt sich, platzt auf und pellt sich um Sie herum - fällt ab. Was Sie einst begrenzte, ist nun weg. Als kleiner Halm arbeiten Sie sich durch die Erde, dem sonnigen Himmel entgegen. Sie sind Inbegriff Ihres eigenen Wunsches geworden. Erst sind Sie klein und zart. Langsam strecken Sie sich in die Höhe, während Ihre Wurzeln Sie in der Erde halten. Sie sind nun stark und befreien sich aus der Enge, bilden Äste in alle Richtungen. Sanft wiegen Sie im Wind. Auch in stürmischen Zeiten stehen Sie fest verwurzelt. Ihr Blätter bilden ein großes Dach unter dem andere Lebewesen Schutz und Ruhe finden.

Lassen Sie immer alle Menschen und Dinge, die Ihnen beim Wachstum Ihres Wunsches behilflich waren, an diesem Wachstum teilhaben. Ihr Erfolg sollte auch zum Erfolg der anderen werden.
So können die Himmelsvögel im Schatten ihrer eignen Senfkornstaude einen Nistplatz finden.

Gleichwie ein Senfkorn, wenn das gesät wird aufs Land, so ist's das kleinste unter allen Samen auf Erden; und wenn es gesät ist, so nimmt es zu und wird größer denn alle Kohlkräuter und gewinnt große Zweige, also dass die Vögel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen können.

- Markus 4:31-32

Tatsächlich kann eine Senfstaude bis zu zehn Meter hoch werden; ein riesiges Gewächs. So ist das Gleichnis vom Senfkorn ein reales Beispiel für das Geheimnis des Wachstums.

 

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