Über die göttliche Eins

von S. Levent Oezkan

Zwar ist die Eins das Prinzip der Zahl, selbst aber ist sie keine Zahl.

Es ist die Eigentümlichkeit einer jeden Zahl, dass sie die Hälfte der Summe ihrer beiden Grenzzahlen ist. Addiert man nämlich diese beiden, erhält man als Wert das Doppelte der Ursprungszahl.

Für die Zahl Neun etwa gilt, dass man die Acht und die Zehn zusammenzählt, so dass man die Achtzehn erhält, welche durch Zwei geteilt wieder die Neun ergibt. Für die Fünf wären es die Vier und die Sechs, die zusammen Zehn ergeben, das Doppelte der Fünf.

Was aber bedeutet das?

Für alle Zahlen größer als Eins gilt: sie sind zum einen empfangend, Eindruck wahrnehmend - zum andern spendend, Eindruck ausübend. Sie stehen also mit ihrem Vorgänger und ihrem Nachfolger im Verhältnis von Ursache und Wirkung. Nur die Eins, wird durch keine Ursache beeindruckt. Sie enthält in ihrer Einheit alle Ursachen, enthält als allumfassendes Prinzip des Ganzen, alle Dinge, die als Teile aus ihr geboren werden.

Die Eins hat nur eine Grenzzahl, und das ist die Zwei. Selbst wenn man die Null als Zahl ansähe, gelte dennoch dieses Zahlengesetz - denn: 0 + 2 = 2 : 2 = 1. Die Null aber ist keine Zahl, da sie keinen Wert hat. Sie ist eher das Gegenteil allen Zahlseins. Darum auch war sie den Alten unheimlich. Wie nämlich konnte etwas einen Namen tragen, das nichts ist?

Auf diesem Gesetz basiert die gesamte Wahrheit über die ganzen Zahlen. 

Doch kehren wir wieder zurück zur Eins. Sie ist die Wurzel der Zahlen und bildet alle Zahlen, gerade und ungerade. 

Warum aber nannten die Alten die Zahl Eins göttlich? Da für sie Gott der Schöpfer, zu dem in der Welt Vorhandenen, im selben Verhältnis steht, wie die Eins zu den Zahlen. Alle Zahlen setzen sich aus ihr zusammen und wachsen aus ihr hervor. So ist ihre Wurzel in allen Zahlen enthalten.

Nun hatte man in alter Zeit versucht, die Einheit Gottes damit zu beweisen, dass die Zweiheit aus der Eins hervorwächst und sich aus ihr zusammensetzen lässt. Denn daraus wird deutlich, wie Gott die Dinge aus seinem Licht entstehen ließ. Also schlussfolgerte man, dass das Verhältnis von Gott zu seinem Gechaffenen ist, wie die Eins zur Zahl. Die Eins ist als Wurzel jeder Zahl, Anfang und Ende der Selben. Und auch Gott ist der Grund aller Dinge, ihr Erschaffer, ihr Anfang und ihr Ende. 

So wie der Eins Teile fehlen und keine unter den Zahlen ihr gleich ist, so ist auch Gott. Er kennt alle Dinge, ihre Endziele und ihre Qualitäten durch ihre Zahl. Er zählt sie als Gerade und Ungerade, kennt ihr Wie und Wieviel.

Dem entsprechend, bestehen alle Dinge aus Gott und in Gott. So wie auch alle Zahlen in der Eins und aus der Eins entstehen. Die Weltschöpfung aber ist nicht etwa zu vergleichen mit dem Werk eines Baumeisters. Vielmehr ist die Schöpfung und die in ihr enthaltenen, geschaffenen Dinge, mit den Worten eines Sprechenden zu vergleichen. Seine Worte stehen für die geschaffenen Dinge und das, nur solange er spricht. Sobald er aber schweigt, ist es auch mit dem Sprechen vorbei.

Vielleicht erkannte das in ähnlicher Form auch der weise Johannes in seinem Evangelium, dass ja mit den Worten beginnt:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.

- Johannes 1:1-3

 

 

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