Warum die Sonne ein Vorbild ist

von S. Levent Oezkan

Alle großen Helden in der Mythologie waren Sonnenhelden. Ihnen war die Sonne ein Vorbild und ein Bild der Vollkommenheit. Sie war ihr Wegweiser, denn so wie die Sonne im Jahreslauf mal heller, mal trüber ist, so sind auch die Reisen der Helden auf ihrem zyklischen Weg mal leicht, mal beschwerlich - bis sie zur Vervollkommnung ihrer selbst und der Welt gelangen.

Seit dem Altertum wurde Gold als Metall der Sonne und der Weisheit angesehen. Das goldene Sonnenlicht gerinnt zum gleichnamigen Metall in den Tiefen des Erdbodens - so lehrt uns die hermetische Wissenschaft.
Dies vergegenwärtigend, können wir die Lichtteilchen (Photonen) die die Sonne unbegrenzt aussendet aufnehmen und so an den göttlichen Tugenden ihres Lichts teilhaben. So passen wir uns ihr unbewusst an und schon bald bemerken wir wie ihre strömende Lebenskraft nach einiger Zeit in uns zu wirken beginnt. Etwas beginnt in einem zu schwingen, zu heilen - wird lichtvoller und warmherziger.
Wenn man von einem "Erleuchteten" spricht, spricht man da nicht auch von einem Menschen, von dem eine geheimnisvoll wärmende und liebevolle Strahlung ausgeht? So jemand scheint das sonnenhafte in sich freigesetzt zu haben - jemand der gibt, ohne etwas dafür zu verlangen - eben so wie die Sonne. Sie ist sein Ideal.

Das Aufnehmen der Sonnenkraft können auch wir üben und uns zu einem Leitbild der Vollkommenheit machen. So können wir uns tagtäglich mit dem großen Himmelsvater verbinden (im Französischen z. B. ist die Sonne männlich, während der Mond weiblich ist) und seine Kräfte an unsere Mitmenschen weitergeben.

Die Sonne ist in unseren Breiten das große Bild eines weitherzigen, Wärme und Liebe aussendenden Wesens. Wie aber in allen Dingen, ist in ihrem Licht auch die Zerstörung enthalten, denn wie jeder weiß, braucht die Erde auch die Nacht, die Finsternis, sonst würde die Sonne alles verbrennen. In der Wüste ist die Sonne des Lebens Feind, ebenso wie an den Polen, da sie sich dort sechs Monate im Jahr vor dem Erdenleben verbirgt.

So ist die Sonne das beste Abbild vom Wesen des Lebens. In den gemäßigten Zonen spendet sie Kraft und Leben. Ihr gemäßigtes Licht ist dort eben ausgewogen. Im Frühling und Herbst bringt die irdische Natur durch das Licht der Sonne alles Leben hervor und berauscht die Wesen die auf der Erde leben.

Wer sich der Sonne zuneigt und versucht ihr zu gleichen, von dem geht Licht und Wärme aus, das von seinen Mitmenschen wahrgenommen wird.
 

Inspiration: "Auf dem Weg zur Sonnenkultur", Omraam Mikaël Aïvanhov
Foto: Sunrise Jequiá da Praia in Alagoas, Brazil. By Geannygalvao. Quelle: Wikipedia

 

 

Der Weg der Einweihung

Johan von Kirschner

In den Großen Mysterien des Altertums wurden die Initianden in die Geheimnisse von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt eingeweiht. Die Teilnehmer erfuhren dabei eine tiefgreifende Transformation. Sie starben in der Rolle ihres alten Lebens und wurden in ein neues Leben wiedergeboren. Aus dem Teilnehmer an den Mysterien wurde jemand, der vom Tode gekostet, die Angst davor für immer verloren hatte.

Unter Androhung der Todesstrafe waren die Eingeweihten dazu verpflichtet, über das darin erfahrene Wissen zu schweigen. So blieben die religiösen Lehren und Riten der Mysterien, Außenstehenden für immer unbekannt.

Dieses Buch lüftet die Schleier der alten Mysterientempel Ägyptens und Griechenlands, und gibt dem Leser die Chance selbst den Weg der Eingeweihten zu gehen. Es wird außerdem gezeigt, wie die alten Mysterienkulte vor 2.000 Jahren das junge Christentum beeinflusst haben könnten. Ist das Osterfest vielleicht die Fortsetzung dieser uralten Einweihungs-Riten?

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