Astrologie / Astrotheologie

Das Schicksal der Seelen im Jenseits

von S. Levent Oezkan

Seele - ewigeweisheit.de

Platons Hauptwerk »Der Staat« schließt mit einem recht ungewöhnlichen Diskurs. Es geht da um das Leben der Seelen im Kosmos nach dem Tod. Über viele Jahrhunderte hinweg, sollte die darin beschriebene, außergewöhnliche Fabel das religiöse und philosophische Denken im Westen beeinflussen.

Es ist ein Dialog des Philosophen Sokrates mit seinem Schüler Glaukon, einem älteren Bruder des Platon. In dieser beeindruckenden Erzählung erfahren wir von einem Mann namens »Er« (griechischer Genitiv von »Heros«, der Held), der anscheinend in einer Schlacht zu Tode kommt. Als man die Leichen der Gefallenen jedoch einsammelt, war die des Er noch nicht verwest und nach zwei Tagen erstand er, wie durch ein Wunder, zu neuem Leben auf. Hierauf erzählte er jenen die ihn trafen, von seiner zwölftägig erlebten Reise durch das Jenseits.

Zwischen Himmel und Erde

Worüber Er da sprach, war seine zwölftägige Vision im Jenseits – ja also die seiner Seele –, wo er in seinem Astralleib durch die himmlischen Sphären reiste, auf dem Weg zu eben dieser, seiner Wiedergeburt. Und das hatte einen Grund. Er nämlich erfuhr so, wofür die Menschen, die ein rechtschaffenes Leben führten, belohnt und jene schlecht oder unmoralisch handelnden, nach dem Tode bestraft wurden:

Nachdem seine Seele aus ihm gefahren, sei er mit vielen anderen gewandelt, und sie seien an einen wunderbaren Ort gekommen, wo in der Erde zwei nahe an einander stoßende Öffnungen gewesen seien, und am Himmel gleichfalls oberhalb zwei andere ihnen gegenüber.

- Aus dem 10. Buch der Politeia, »Der Staat«

Zwischen diesen Öffnungen saßen himmlische Richter, die den Seelen befahlen diesem Weg zu folgen: Die guten Seelen führte man von dort gen Himmel, jene aber an denen Sünde und Frevel haftete, sie kamen unter die Erde, wo über sie erneut gerichtet wurde.

Als sich nun aber Er den Richtern näherte, sagte man ihm, er solle innehalten, um diesem und weiteren sagenhaften Ereignissen beizuwohnen, damit er dereinst seinen Mitmenschen über diese Erfahrungen berichte.

So kam es also, dass sich vor seinem Angesicht ganz sonderbare Dinge abspielten. Die geläuterten Seelen reiner Gemüter kamen da aus der einen Himmelsöffnung herab und erzählten ihm von der paradiesischen Pracht derer sie ansichtig werden durften. Sie alle ließen ihn Anteil haben an wahrhaft ehrfurchtgebietenden Vorahnungen.

Als er aber jene sah, die da ganz besudelt aus irdischem Untergrund hervorkrochen, erschrak er: Sie waren vollkommen erschöpft, verstört und weinten jämmerlich, während sie zitternd verlauten ließen von dem Schrecken, der ihnen dort widerfahren war. Jede von ihnen, so erfuhr Er, hatte einen zehnfachen Preis dafür zu bezahlen, was sie an bösen Taten in ihrem Menschenkörper der Vergessenheit zu Lebzeiten begangen hatten. Andere davon sogar waren dazu verdammt, in jenen höllischen Tiefe des Untergrunds zurückzubleiben. Zu ihnen zählten alle Mörder, doch auch die schrecklichen Tyrannen und auch andere Kriminelle die zu Lebzeiten Menschen schlimmes Leid angetan hatten.

Er und jene anderen dort angekommenen Seelen aber waren an diesem sagenhaften Ort über sieben Tage und mussten, wie man im 10. Buch der platonischen Politeia, »Der Staat«, weiterliest

sich an dem achten (Tag) aufmachen und von hier an weiterwandern, und da wären sie dann am vierten Tage in eine Region gekommen, wo man von oben herab einen durch den ganzen Himmelsraum über die Erde hin ausgebreiteten geraden Lichtstrom gesehen habe, wie eine Säule, ganz dem Regenbogen vergleichbar, aber heller und reiner.

Diese Säule hieß »Spindel der Notwendigkeit«, in deren Nähe sich mehrere Frauen aufhielten: Annanke – die Personifizierung des blinden Zufalls im Leben, jene oberste Macht, der selbst die Götter gehorchen –, sowie ihre drei Töchter Lachesis, Klotho und Atropos und die sagenhaften Sirenen (deren Name anscheinend sinnverwandt ist mit dem Namen des Fixsterns Sirius, der im Alten Ägypten zwar heilig, den Griechen aber anscheinend als unheilbringend galt).

Die Seelen – mit Ausnahme der des Er – ordnete sie reihenweise und aus dem Schoß der Schicksalsgöttin Lachesis, nahm einer Lose, auf denen viele verschiedene Grundrisse für Lebensweisen verzeichnet standen. Von diesen Losen gab es mehr, als Seelen anwesend waren. Jede von ihnen erhielt davon, ihrer Reihenfolge nach, also ein ganz einmaliges Los. Daraufhin bat man sie den Grad ihrer Tugend für ihre nächste Inkarnation auszuwählen.
Ihre Wahl brachte dabei einen vollkommenen Wechsel der Lebensverhältnisse der folgenden Inkarnation mit sich, im Vergleich zu ihrem früheren Leben.

Als Er da sprach, erinnerte er sich dabei an die ersten Seelen, die sich für ein neues Leben entschieden hatte. Darunter war ein Mann, der weder die Schrecken des Untergrunds kannte, noch irgendwelche Mühsal, doch für seine Tugenden im Himmel reichlich belohnt worden war. Der entschied sich mal eben schnell dafür ein mächtiger Diktator zu werden, ohne zu realisieren, welche Bedeutung das für seine Existenz, im für ihn darauf folgenden Jenseits für Konsequenzen hatte. Leichtsinnig wählte er somit die falsche Lebensform. Denn bei weiterer Betrachtung stellte er plötzlich fest, dass er unter anderem zu Grausamkeiten bestimmt war, wie dass er seine eigenen Kinder fressen werde. So vernommen erkannte diese Seele dann ratlos, dass es schon zu spät war noch umzukehren.

Die Seelen, die dagegen in der Unterwelt bestraft wurden, waren mit der Mühsal vertraut und wählten daher nicht übereilt, eine bessere Inkarnation. Viele bevorzugten da ein Leben, das sich von ihren früheren Erfahrungen vollkommen unterschied. Tiere wählten Menschenleben, während Menschen oft das scheinbar einfachere Leben von Tieren wählten.

Nachdem diese Wahl nun erfolgt war, beobachtete Er, wie jeder Seele ein Schutzgeist zugewiesen wurde, der ihr durchs Leben helfen sollte. Sie passierten unterhalb des Thrones der Annanke und reisten hernach weiter in eine Ebene, wo die Lethe rauschte – der Fluss des Vergessens.

Notwendig müssten nun freilich alle ein gewisses Maß von diesem Wasser (der Lethe) trinken; die aber durch Vernunft sich nicht wahren ließen, tränken über jenes Maß, und wer immerfort davon tränke, der vergesse alles.

- Aus dem 10. Buch der Politeia, »Der Staat«

Während sie tranken, konnte sich ihre Seele also an nichts mehr erinnern, was ihr da im jenseitigen Zwischenreich widerfahren war, noch an das, was sie in früherem Leben war. All das erlebte Er jedoch nicht selbst, sondern schaute wieder nur dabei zu, wie sich all das vor seiner Seele abspielte. Des Nachts im Schlaf wurde dann jede Seele zu ihrer Wiedergeburt in verschiedene Richtungen gehoben, um ihre Reise abzuschließen.

Als aber Er, das heißt also seine Seele, in seinen Körper zurückkehrte, da öffnete er die Augen und fand sich des Morgens, zusammen mit den anderen verstorbenen Leibern, auf einem Scheiterhaufen. Er aber lebte, denn er sollte sich an seine Reise, die ihn durch das Leben nach dem Tod führte, erinnern, um das dort Erfahrene mit den lebenden Menschen zu teilen.

Die Bedeutung des Beschriebenen

In seinem Dialog mit Glaukon lehrte ihm Sokrates, dass die Seele unsterblich sein muss und nicht zerstört werden kann. Was Glaukon daraus vor allen Dingen erkannte, war, dass die Entscheidungen, die er im Leben traf, und der Charakter, den er um seine inkarnierte Seele entwickelte, für diese, nach seinem Tod, Konsequenzen haben müsse. Was Sokrates nämlich mit seinem »Mythos des Er« beschreiben wollte, war, wie die wahren Charaktere der Seelenträger, nach dem Tod des Körpers, an die Oberfläche kommen, so als wären sie plötzlich aus einer verborgenen Lebensmitschrift aufgetaucht und verwandelt worden, in tiefgreifende Gerichtsurteile, die man in einem Tribunal der Seele vor göttlichen Richtern fällte (man vergleiche etwa die Rolle des Schreibergottes Thoth des ägyptischen Mythos vom Seelen-Gericht, der Notiz führte, über jede Handlung, jedes Gefühl und jeden Gedanken der Seele während ihrer Inkarnation).

Jene Seelen heuchlerischer Frömmler aber, sowie derjenigen, die ein habgieriges oder materialistisch geprägtes Leben führten, wurden dort zwar gebeten das Los eines anderen Lebens zu wählen, entschieden sich aber dennoch für die Inkarnation in das Leben eines Tyrannen.

Andere, die in ihrem früheren Leben ein glückliches, aber mittelmäßiges Leben geführt hatten, wählten meist dasselbe für ihr zukünftiges Leben. Nicht aber aus Weisheit, sondern schlicht ihrer Gewohnheit nach.

Alle Seelen aber, die man während ihrer letzten Inkarnation mit unendlicher Ungerechtigkeit behandelt hatte, zweifelten an der Möglichkeit eines guten menschlichen Lebens. In ihrer Resignation wählten sie dann als Tiere wiedergeboren zu werden.

Das Leben des Philosophen aber ermöglicht es gute Entscheidungen zu treffen, wenn es, so Sokrates, zu dieser Wahl einer neuen Inkarnation kommt. Solch »philosophisches Leben« nämlich identifiziert ein Lebensgefühl, das geprägt ist durch erfahrene Welterkenntnis. Während hingegen Erfolg, Ruhm und Macht zwar vorübergehende himmlische Belohnungen oder hingegen höllische Strafen bringen, wirken sich philosophische Tugenden immer zum eigenen Vorteil aus.

Die Spindel der Notwendigkeit

Schema von der ptolemäischen Unterteilung des Himmels - ewigeweisheit.de

Das Schema der Himmelssphären nach Petrus Apianus (1539):

11. Feuerhimmel, Wohnstatt Gottes und aller Auserwählten
10. Himmel der ersten Ursache
9. Kristallhimmel
8. Das Himmelsfirmament
7. Himmel Saturns
6. Himmel Jupiters
5. Himmel des Mars
4. Himmel der Sonne
3. Himmel der Venus
2. Himmel Merkurs
1. Himmel des Mondes

Im Zentrum die Erde.

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Richten wir unseren Blick nun aber noch einmal auf den weiteren Verlauf des Dialoges zwischen Sokrates und Glaukon. Da war ja die Rede von einem Lichtstrom, der sich über die Erde hin ausbreitet. Wahrscheinlich wurde damit angespielt auf ein aus dem Feuerkern des Erdinnern aufsteigendes Strahlen. Mitten in diesem Licht hatte Er beobachtet

wie die äußersten Enden der Himmelsbänder am Himmel angebracht seien; denn nichts anderes als jener Lichtstreif sei das Land des Himmelsgewölbes, wie etwa die verbindenden Querbänke an den Dreiruderern, und halte so den ganzen Himmelskreis zusammen; an jenen Enden aber sei die Spindel der Notwendigkeit angebracht, durch welche alle möglichen Sphären bewegt würden; daran seien nun Stange und Haken aus Stahl, der Wirtel aber (d. h. der Quirl, der alles in seiner Drehbewegung hält) habe aus einer Mischung aus Stahl und anderen Metallarten bestanden.

- Aus dem 10. Buch der Politeia, »Der Staat«

Jene »Spindel der Notwendigkeit«, von der oben bereits die Rede war, und die sich auch als kosmische Lichtsäule betrachten ließe, wird im Schoße der Göttin Annake, von ihren drei Töchtern und den Sirenen, in kreisförmiger Bewegung gehalten.

eine jede auf einem Throne, nämlich die Töchter der Notwendigkeit, die Parzen (griechisch »Moiren«), in weißen Gewändern und mit Kränzen auf dem Haupte: Lachesis, Klotho und Atropos, und sängen zu der Harmonie der Sirenen; Lachesis besänge die Vergangenheit, Klotho die Gegenwart, Atropos die Zukunft. Und Klotho berühre von Zeit zu Zeit mit ihrer rechten Hand den äußeren Umkreis der Spindel und drehe sie mit, Atropos ebenso die inneren Umkreise mit der linken, Lachesis aber berühre abwechselnd die inneren und äußeren mit beiden Händen.

- Aus dem 10. Buch der Politeia, »Der Staat«

Hiermit, und im weiteren Verlauf »Des Staats«, lesen wir wie Sokrates dem Glaukon den Umlauf der Himmelskörper um die Erde erklärt, wo also im Zentrum sich unentwegt die Spindel der Notwendigkeit dreht.

Auf dem Wirbel dieser »Himmelsspindel« aber befinden sich acht »Umlaufbahnen«, von denen jede einen perfekten Kreis bildet. Platon beschreibt Sokates' Schilderungen dazu, als eine bestimmte Farbe tragend, was sich jedoch als die Himmelsbahnen der Fixsterne und der sieben klassischen Planeten identifizieren lässt:

  1. In der Farbe des Regenbogens erscheinen da die Sterne des Tierkreises,
  2. die Umlaufbahn des Saturn ist gelblich,
  3. ganz weiß die des Jupiter,
  4. rötlich die Umlaufbahn des Mars,
  5. gelblicher die des Merkur,
  6. ein leichteres Weiß trägt jene der Venus,
  7. am glänzendsten aber ist die der Sonne, und
  8. die silbrige Umlaufbahn des Mondes beleuchtet die Sonne.

In dieser Topographie des Weltalls, beschreibt Platon damit also quasi das System, über das die Seelen in eine weitere irdische Inkarnation zurückkehren, da diese ja eben an der Spindel der Notwendigkeit, in ein weiteres Menschenleben eintreten. Die Spindel aber gleicht einem ganzen Strom von Seelen, die die Annake aus ihrem Schoß in ein neues Leben, in den Tierkreis entlässt. Über die »Stufenleiter« der sieben klassischen Himmelskörper, kommen diese Seelen von dort zu einem bestimmten Zeitpunkt auf die Erde, einen neuen Körper annehmend.

Was jenen Seelen aber widerfährt, die, wie Sokrates meinte, aus einem philosophischen Leben dorthin zurückkehrten, könnte einer Errettung gleichen:

wir werden dann glücklich über den Fluss Lethe setzen und uns an unserer Seele nicht besudeln. Wenn wir daher meiner Meinung folgen, so wollen wir daran festhalten, dass die Seele unsterblich ist und alle möglichen Übel überlebt und alles Gute bekommen könne, wollen immer den Weg nach oben im Auge haben, wollen mit vernünftiger Einsicht auf allen unseren Wegen Gerechtigkeit üben. Und so werden wir mit uns selbst und den Göttern lieb sein, sowohl in diesem jetzigen Leben als auch dann, wenn wir den Kampfpreis dafür davontragen, und ihn wie die Sieger ringsum einsammeln, und werden sowohl hienieden als auch in der von uns beschriebenen tausendjährigen Wanderung glücklich sein.

- Schluss des 10. Buch der Politeia, »Der Staat«

Werden sie danach überhaupt je wiederkehren müssen?

 

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Bauernregeln

Bauernregeln

Seit alter Zeit gibt es die sogenannten "Bauernregeln", die im Jahreslauf das Wetter deuten und welche Folgen sich daraus für die Landwirtschaft ergeben. Schon im alten Griechenland unternahmen die Bauern Versuche, besondere Wetterregeln zu ergründen.

Folgend sind einige der vielen Bauernregeln, für unser alltägliches Leben geeignet, aufgeführt für alle Monate, von Januar bis Dezember.

Januar

Morgenrot am Neujahrstag Unwetter bringt und große Plag.
Eis und Schnee im Januar, künden ein gesegnet' Jahr.
Wie das Wetter zu Markarius (2. Januar ist der Tag der heiligen Markarius) war, so wird's auch im September - trüb oder klar.
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß.
Braut der Januar Nebel gar, wird der Frühling nass fürwahr.

Februar

Wenn der Hornung (Februar) warm uns macht, friert's im Mai noch oft bei Nacht.
Scheint zu Lichtmess (Mariä Lichtmess am 2. Februar) die Sonne heiß, gibt's noch sehr viel Schnee und Eis.
Im Hornung Schnee und Eis macht den Sommer lang und heiß.
Rauer Februar, schöner August.
Hornung hell und klar, gibt es gut's Frühjahr.

März

Märzenstaub und Märzenwind, guten Sommers Vorboten sind.
Wenn es Kunigunde (3. März ist der Tag der heiligen Kunigunde von Luxemburg) friert, man's noch vierzig Tage spürt.
Märzensonne - kurze Wonne.
An Vierzigritter (10. März ist der Tag der heiligen vierzig Märtyrer) kalter Wind, noch vierzig Tage windig sind.
Soviel Nebel im März, soviel Gewitter im Sommer.

April

Wenn's viel regnet am Amantiustag (8. April ist der Tag des heiligen Märtyrers Amantius), ein dürrer Sommer folgen mag.
Gibt's im April mehr Regen als Sonnenschein, wird warm und trocken der Juni sein.
Grollt der Donner im April, ist vorbei des Reifes Spiel.
Gehst du im April bei Sonne aus, lass nie den Regenschirm zu Haus.
Im April ein tiefer Schnee, keinem Dinge tut er weh.

Mai

Windet's am ersten Mai, dann das ganze Jahr.
Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.
Heiligkreuz (3. Mai ist der Tag der Auffindung des Kreuzes Christi) nass, wächst nirgends Gras.
Der Florian (4. Mai ist der Tag des heiligen Märtyrers Florian), der Florian, noch einen Schneehut setzen kann.
Ein kühler Mai wird hoch geacht', hat stets ein gutes Jahr gebracht.

Juni

Juniregen und Brauttränen dauern so lange wie's Gähnen.
An Sankt Medardus (8. Juni wird des heiligen Medardus) wird ausgemacht, ob vierzig Tag die Sonne lacht.
Sankt Medard (Heiliger Medardus) keinen Regen trag', es regnet sonst wohl vierzig Tag'.
Wenn es regnet an Gervasius (19. Juni ist der Tag des heiligen Märtyrers Gervasius), es vierzig Tage regnen muss.
Regnet's am Siebenschläfertag (27. Juni), es noch sieben Wochen regnen mag.

Juli

Was der Juli nicht siedet, kann der August nicht braten.
Wenn der Juli fängt zu tröpfeln an, so wird man lange Regen haben.
Wenn im Jul' das Vieh nicht schwitzt, es im August oft donnert und blitzt.
Wie's Wetter am Siebenbrüdertag (10. Juli ist der Tag der Sieben Brüder), es sieben Wochen bleiben mag.
Macht der Juli uns heiß, bringt der Winter viel Eis.

August

Trübe Aussicht an den Hundstagen (23. Juli bis zum 23. August), trübe Aussicht das restliche Jahr.
Hundstage heiß - Winter lange weiß.
Wenn's im August aus Norden weht, beständiges Wetter vor dir steht.
Nebel im August - ein kalter Winter.
Wird's an Dominik (8. August ist der Tag des heiligen Dominikus) sehr heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.

September

Wie Sankt Ägidientag (1. September ist der Tag des heiligen Ägidius), so der ganze Monat mag.
Ist Ägidi (Tag des heiligen Ägidius) ein heller Tag, ich dir einen schönen Herbst ansag'.
September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen.
Im September schwitzen - im Dezember sitzen.
Donnert's im September noch, liegt der Schnee um Weihnacht hoch.

Oktober

Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Januar milde Zeit.
Warmer Oktober bringt fürwahr uns sehr kalten Februar.
Der Oktober freundlich und mild, der März dann rau und wild.
Oktoberregen verspricht ein Jahr voller Segen.
Im Oktober Sturm und Wind uns den frühen Winter künd't.

November

Allerheiligen (1. November dem Gedenken aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen) feucht, wird der Schnee nicht leicht.
Wenn im November die Wasser steigen, dies nassen Sommer will anzeigen.
November nass, bringt jedem was.
Hat Martini (11. November ist der Tag des heiligen Martin von Tours) einen weißen Bart, dann wird der Winter lang und hart.
Donnert's im November gar, so folgt ihm ein gesegnet' Jahr.

Dezember

Wenn's regnet am Bibianstag (2. Dezember ist der Tag der heiligen Bibiana), regnet's vierzig Tage und eine Woche danach.
Geht Barbara (4. Dezember ist der Tag der heiligen Barbara) im Klee, kommt's Christkind im Schnee.
Regnet's an Sankt Nikolaus (6. Dezember ist der Tag des heiligen Nikolaus von Myra), wird der Winter streng und graus.
Wird es kalt, kommt der Winter bald. Schneit es zu Sankt Nikolo (Nikolaus), ist der Winter auch schon do.
Wenn die Kälte in der ersten Adventswoche kommt, hält sie zehn Wochen an.

 

Marsianische Einflüsse im Eisernen Zeitalter

von S. Levent Oezkan

Marsoberfläche - ewigeweisheit.de

Lange bevor man Uranus, Neptun und Pluto als Planeten identifizierte, war unser roter Himmelsnachbar einer von fünf Planeten, die mit Sonne und Mond, zu den sieben klassischen Himmelskörpern zählen. Diese astrale Siebenheit korrespondiert zudem mit sieben Zahlen und sieben klassischen Metallen.

Die Sechs der Sonne strahlt golden, die Neun des Mondes glänzt silbern, die Fünf des Mars rötelt eisern, Merkurs Acht ist quecksilbrig, Jupiters Vier zinnern, und die Drei des trägen Saturn ist schwer wie Blei. Der Mars also entspricht der Fünf und befindet sich tatsächlich als fünfter Globus am Rande des inneren Asteroidengürtels unseres Sonnensystems.

Dass außerdem das Metall Eisen mit dem Planeten Mars zu tun hat, liegt auf der Hand: die grenzenlosen, roten Wüsten, die seine Oberfläche unter sich begraben, bestehen hauptsächlich aus Eisenoxid (siehe Titelfoto). Damit ist der Mars ein buchstäblich "rostiger Planet", denn das rote Eisenoxid seines Gesteins, ist die gleiche Substanz, die auch beim natürlichen Zerfall von Eisen oder Stahl auf der Erde entsteht. Bis auf das Eisen, sind alle anderen klassischen Metalle entweder zu edel um zu oxidieren (wie Gold, Silber, Quecksilber) oder bilden einen dünnen Schutzfilm, der sie vor weiterer Korrosion bewahrt (wie bei Kupfer, Zinn, Blei). Eisen fehlen solche Eigenschaften und es scheint sich regelrecht danach zu sehnen, in Stücke zu gehen.

Trotz der charakteristischen Unbeständigkeit des Eisens, ist es dennoch das härteste aller klassischen Metalle. Oberflächlich betrachtet ein Widerspruch. In Wirklichkeit aber verbirgt sich darin ein tiefes Geheimnis, das den ewigen Kreislauf allen Werdens und Vergehens im Universum bedingt.

Mundöffnungsritual – ewigeweisheit.de

Das alt-ägyptische Mundöffnungsritual, Darstellung aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. im Papyrus Hunnefer. Unten links im Bild die sogenannte "Mundöffnungsdeichsel" aus Himmelseisen.

Heiliges Metall aus dem All

Seit dem Altertum diente Eisen wegen seiner Härte der Herstellung von Waffen. Bevor man ab etwa dem 5. Jahrhundert v. Chr. begann Eisenerz zu verhütten, also aus Eisen Stahl herzustellen, verwendete man außerirdisches Eisen.

Sowohl im alten Tibet, in Mesopotamien, wie auch im alten Ägypten, wussten kluge Schmiede, wie sie aus niedergegangenen Meteoriten ein Metall isolierten, dass sie das "Himmelseisen" nannten – einer besonderen Eisenlegierung. Von diesem außerirdischen Metall spricht auch der Koran in der Sure Al-Chadid - "Das Eisen":

Und wir haben das Eisen herabkommen lassen, das viel Kraft in sich birgt und für die Menschen auch von Nutzen ist.

- Sure 57:25

Auch den Alten Ägyptern galt dieses Himmelsmetall als etwas Heiliges. Schon vor über 3.300 Jahren ließ sich der berühmte Pharao Tutanchamun daraus einen Dolch fertigen, der aber weniger eine kriegerische Waffe war, als er vielmehr ein Symbol seiner gottgleichen Macht darstellte. Schließlich war er aus himmlischem Stahl gemacht. Im Ägyptischen Totenbuch ist dieses außerirdische Metall ebenfalls von Bedeutung. Daraus nämlich ließen die ägyptischen Hohepriester ein besonderes Werkzeug schmieden: Die Mundöffnungs-Deichsel. In einem heiligen Ritual öffneten man damit symbolisch den Mund der Mumie des Pharao, um einen Teil des Seelenleibes aus dem dahingeschiedenen Körper zu erlösen.

Zwar indirekt, doch auch hier wieder war Eisernes an einem Degenerationsprozess beteiligt. Gewiss könnte man darum behaupten: Nicht nur seinem physikalisch-chemischen Wesen nach versinnbildlicht Eisen den Wechsel zwischen Strukturierung und Verfall. Aus roter Erde gewonnen lässt es sich im Feuer zu härtestem Stahl schmieden, womit in unserer materiellen Welt Wichtiges gebaut, doch damit auch immer wieder zerstört wird, wie etwa durch stählerne Waffen von Panzern, Kanonen und anderem Kriegsgerät. Doch selbst die sanftesten der vier Elemente, Wasser und Luft, korrodieren das harte Eisen über die Zeit hinweg zu rotem Rost.

Stahlarbeiter – ewigeweisheit.de

Ein Stahl-Arbeiter in der Hochofenanlage des Stahlwerks Thyssen in Duisburg (Foto: Deutsches Bundesarchiv; Quelle: Wikimedia; Lizenz CC BY-SA 3.0).

Die Geburt des Patriarchats

Wie Eingangs erwähnt, wirkt im Eisen der Erde ein marsianischer Kräftestrom. Als die Sonne vor 4.200 Jahren zu Frühling im Sternzeichen Widder aufging, überwog der Einfluss des Mars. Er nämlich ist der planetarische Regent des astrologischen Widders.

Die damalige Weltkultur stand unter dem Einfluss dieser marsianischen Regentschaft, die seitdem an Bedeutung sogar zunahm. Auch wenn heute viel grausamere Kriege geführt werden, sind sie jedoch nur Nachzügler dessen, was damals das astrale Bewusstsein unseres Planeten prägte: der Archetyp des Patriarchats.

Am Ende des Widder-Zeitalters strebte diese martialische Kultur auf ihren Höhepunkt zu. Alexander der Große eroberte weite Teile der damals bekannten Welt. Im 2. Jahrhundert v. Chr. gründeten die Römer ihr großes Weltreich. Das war aber auch die Zeit, als man Begann Waffen aus norischem Eisen zu schmieden.

An der Bedeutung des Eisens aber, hat sich für die Menschheitskultur nichts geändert. Wir verwenden dieses "ambivalente Metall" überall: in Stahlbewährungen in Häusern, Strommasten, Bahngleisen, Fahrzeugen, Maschinen, Waffen, Smartphones, Computern, Telefonen, Essbesteck und in allen nur erdenklichen Werkzeugen. Alle samt werden aus oder mit Eisen- beziehungsweise Stahlteilen hergestellt.

Das Planetarische Gedächtnis des Mars

In dieser Hochphase der Eisennutzung, scheint sich jedoch das esoterische Wesen jenes alten Planetengeistes, im maskulinen Archetypus Mars allgegenwärtig zu manifestieren. Unser Nachbarplanet selbst aber, befindet sich gegenwärtig in einer Ruheperiode. Seine Oberfläche ist tiefgefroren – fast tot.

Gab es vielleicht einst aber Leben auf unserem Nachbarplaneten?

Im Jahr 1888 schrieb die russische Theosophin Helena P. Blavatsky dazu in ihrem Buch "Die Geheimlehre":

Über die aryanische Menschheit und ihre Ursprünge weiß die Wissenschaft ebenso wenig, als über die Menschen von anderen Planeten. Mit Ausnahme von Flammarion und ein paar Mystikern unter den Astronomen, leugnet man zumeist sogar die Bewohnbarkeit anderer Planeten. Hingegen waren die Gelehrten der frühesten Gesellschaften des aryanischen Stammes solch große Adept-Astronomen, dass sie weit mehr über die Gattungen auf dem Mars gewusst zu haben scheinen, als der moderne Anthropologe von jenen der frühen Stadien der Erde weiß.

Es wäre meines Erachtens nach jedoch unsinnig Überlegungen anzustellen, wie solche Wesen einer Marskultur wohl ausgesehen haben könnten. Denn sicher unterschieden sie sich von unserem Leben ganz und gar - innerlich wie äußerlich. Doch das Leben auf dem Mars bestanden haben könnte, ist durchaus anzunehmen. Denn wie man seit Längerem weiß, besteht die Mars-Atmosphäre zu 95% aus Kohlendioxid. Und da Kohlenstoff, wie auch Wasser, Voraussetzungen für biologisches Leben sind, könnte es vielleicht sein, das einst eine verheerende Katastrophe, alles Leben auf dem Mars auslöschte.

Man sagt das Leben auf der Erde kam aus dem Meer. Umso faszinierender darum, dass sich am Südpol des Mars ein riesiger Salzwasser-See befindet. Ist er der Überrest eines einstigen Meeres das vielleicht sogar große Teile des Planeten bedeckte?

Planet Mars – ewigeweisheit.de

Bläulich-weiße Wassereiswolken über den marsianischen Vulkanen von Tharsis.

Übergang in eine neue Zeit

Was wir über den Mars, seine Geologie und Atmosphäre wissen, ist der Tatsache geschuldet, dass die Menschen in den vergangenen 50 Jahren mehrere Dutzend Raumsonden auf den Weg zu unserem eisernen Himmelsnachbarn sandten. Als sich die erste Raumsonde 1962 auf den Weg dorthin machte, gab es in Deutschland weder Farbfernsehen, noch Home-Computer, geschweige denn Mobil-Telefonie. Nicht einmal den Geheimdiensten stand das zur Verfügung, was heute jeder in seinem Leben als Internetzugang voraussetzt.

Vor genau 3 Monaten nun, startete eine weitere Marsmission: die NASA-Raumsonde InSight, landete Ende 2018 auf dem Mars, um das Innere des Planeten zu inspizieren, doch auch Wetterdaten auf dem Mars auf die Erde zu senden. All das sind Vorbereitungen auf eine für 2030 geplante bemannte Mars-Mission.

Wenn sich unsere Erde als eigenes planetarisches Bewusstsein denken lässt (Gaia), ließe sich solche Vorstellung ebenso auf unseren Nachbarn Mars anwenden. Man könnte darum sagen, dass wir in unserer Verbindung zum Mars, den Fluss eines Kräftestroms in Gang gesetzt haben, dessen Auswirkungen wir bisher noch nicht kennen, meiner Meinung nach aber bereits deutlich spüren.

Es treibt uns Menschen die Neugier, selbst in die kosmischen Überwelten einzugreifen, um mehr über ihr inneres Wesen zu erfahren. Auch die vom mythischen Schmied Hephaistos erschaffene Pandora, war nur zu neugierig. Ihr Wissensdurst aber brachte nur Sorgen und Leid über die Welt. Scheinbar jedoch hat die menschliche Entdeckerfreude für den Mars, einen unsichtbaren Kraftstrom angezapft, dessen martialische Einwirkungen vielleicht stärker als denn je auf unseren Planeten Erde zurückwirken.

Das Eiserne Geschlecht

In diesem Augenblick wohl schauen Sie in den Bildschirm eines Computers oder Smartphones. Doch was Sie da vielleicht in Händen halten, wäre inexistent, wären die Vorgängermodelle seiner Bestandteile, nicht ursprünglich zu militärischen Zwecken entwickelt worden.

Der englische Mathematiker Alan Turing entschlüsselte mit riesigen Rechenmaschinen den Enigma-Code der Nazis, was einen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg markierte. Er war einer der Urväter des heute allgegenwärtigen Internets, dass aber erst nach dem Ende des Kalten Krieges für die Zivil-Gesellschaft freigegeben wurde. Heute befriedigt es menschliche Neugierde mehr denn je.

Relation Erde / Mars – ewigeweisheit.de

Der Krieg ist der Vater aller Dinge.

- Heraklit

Vor 2.700 Jahren entwickelte der griechische Dichter Hesiod eine Anti-Utopie von einer finsteren Zukunft. In seinem monumentalen Gedicht "Werke und Tage", nannte er fünf Menschheitszeitalter, von denen das Eiserne das letzte ist:

Denn jetzt hauset ein eisern Geschlecht, das weder am Tage ausruhen wird von Mühen und Leid, noch während der Nachtzeit, völlig verderbt; auch senden die Götter noch lastende Sorgen. Trotzdem wird auch ihnen zum Bösen sich Herrliches mischen. Doch auch dieses Geschlecht hinfälliger Menschen vertilgt Zeus, wenn gleich nach der Geburt an den Schläfen die Kinder ergraut sind. Einig sind nicht mit dem Vater die Kinder, nicht dieser mit jenen; nicht mit dem Wirte der Gast, der Gefährte nicht mit dem Gefährten; nicht wird teuer der Bruder noch sein, wie einst er's gewesen ist.

Was Hesiod darin präsentiert, passt recht gut auf die Verfassung der Gegenwart. Auch wenn manche sich nach einem Ende dieser Welt sehnen oder gar als Hiobsbotschafter den Jüngsten Tag heraufbeschwören, scheint zumindest die Welt, wie sie unsere Urgroßeltern kannten, sich grundlegend zu verändern.

Neben der menschlichen Intelligenz, wächst gerade eine neue, global umspannende digitale Intelligenz, die schon in wenigen Jahren gescheiter sein wird, als die gesamte Menschheit. Bleibt zu hoffen, dass sie auch eine Schläue entwickelt, die hilft, aus unserem Planeten Erde, für alle Menschen einen besseren Ort zu machen.

Bei all den Endzeiterwartungen vieler Esoteriker steht fest: Nichts endet, ohne dass ihm ein Neuanfang folgt. Zeit ist zyklisch und nicht linear. Manches wiederholt sich zwar, doch immer auf neue Art. Der indische Weise Sri Yukteschwar schrieb hierüber von einem großen Zyklus von ungefähr 24.000 Jahren, an dessen Tiefpunkt wir uns gerade befinden: dem Kali-Yuga – dem "Zeitalter des Streits". Dieser dunklen Weltperiode aber wird wieder ein lichtvolles, goldenes Zeitalter folgen.

Matriarchat – Patriarchat – Lumenarchat

Vor einigen Jahren hatte ich die Ehre mit dem polnischen Philosophen Henryk Skolimowski (1930-2018) eine Unterhaltung über den Zustand unserer Weltgesellschaft zu führen. Skolimowski schilderte dazu eine sehr interessante Perspektive:

Wenn wir zurückblicken in die ferne Vergangenheit vor 7.000 Jahren, standen die Menschen unter dem Einfluss einer göttlichen Ordnung, wo Gerechtigkeit und Mitgefühl herrschten. Leider aber drängten manche Menschen in patriarchal geprägten Gesellschaften, die ursprüngliche Ordnung auf unserem Planeten zu missachten. Im Matriarchat galt ein "Leben und Leben lassen", was aber anscheinend dem patriarchalen Gedanken eines "Lebenmüssens" weichen sollte. Die patriarchal geprägte Weltgesellschaft aber hat uns Menschen offensichtlich die Voraussetzungen genommen, weiterhin ein gutes Leben zu führen. Doch ebenso unmöglich lässt sich das alte Matriarchat wieder einführen. Wohin also bewegen wir uns?

Vielleicht kann die Menschheit Matriarchat, Patriarchat und Anarchie transzendieren, um Licht als große kosmische Mutter zu vermitteln – als Quelle aller Energie und Nahrung. Das wäre die Geburt des Lumenarchats: dem Zeitalter des Lichts.

 

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Jetzt ist die Gegenwart

Jetzt ist die Gegenwart

Wenn ich "heute" sage, spreche ich von der Zeit zwischen gestern und morgen, zwischen Vergangenem und Kommendem. Alles was stattfindet jedoch, ereignet sich heute, denn gestern ist unwiederbringlich vorbei und was morgen sein könnte, kann niemand versprechen.

Zwar kann ich mich an die Vergangenheit, die Geschichte, meine Herkunft oder an die Ursachen meines Daseins erinnern, anwesend aber kann ich nur heute sein, in der Gegenwart, im Jetzt.

Meine Visionen aber können sich am besten entfalten, wenn ich ohne zu hoffen, ohne Angst mir jetzt die Zukunft vorstelle, so wie ich sie gerne hätte.
Zwar wird die Zukunft immer anders sein als das, doch wer weiß: Vielleicht wird sie meiner Vision doch mehr ähneln, als ich zu träumen wagte!

Bleibt also die Frage: Wovon will ich träumen und was davon als Bild vor meinem inneren Auge auferstehen lassen?

Was zeigt das Schaubild an?

Unterhalb der Anzeige des Datums, sieht man vier Spalten, betitelt mit "Geist", "Seele", "Körper" und "Welt".
Diese vier Größen beschreiben die gegenwärtige Phase eines Kräftegleichgewichts, dass sich aus den Synergie-Effekten ergibt, die durch das zyklisch-kosmische Wechselspiel von Erde und Sonne, auf den Menschen ausstrahlen.

Alle angezeigten Werte sind genau errechnet und keine Zufallswerte. Die Bebilderung dient dem intuitiven Erfassen der esoterisch-zeitlichen Motive.

Geistige Vorgänge spielen sich dabei im Zeitraum von Stunden ab, seelische Prozesse innerhalb von Tagen (oder Wochen), körperliche Umwandlungen beziehungsweise unsere Verhaltensweisen in Bezug auf die materielle Welt, innerhalb von Monaten oder sogar Jahren.

In der Spalte "Welt" wird das Thema des Tages angezeigt, dass sich aus dem Datum errechnet und wofür eine entsprechende Karte der Großen Arkana des Tarot angezeigt wird.

Die anderen Bilder stammen aus der Kleinen Arkana und geben das Thema an, dem ihre Spalten zugeordnet sind.

Im unteren, schwarzen Teil des Schaubilds sieht man die Mondphase und in welchem der 12 astrologischen Tierkreiszeichen sich der Mond gegenwärtig befindet.

Die 12 Sternzeichen im Chinesischen Tierkreis

Die 12 Sternzeichen im Chinesischen Tierkreis

Der chinesische Tierkreiszeichen, den man den "Shengxiao" nennt ("Kreis der ähnlich Geborenen") ist ein Symbol, worin innerhalb 12 Jahren, jedes Jahr durch ein anderes Tier repräsentiert wird und mit dessen Attributen verbunden ist.

Da die chinesische Astrologie keine direkte Berechnung der Geburtspositionen von Sonne, Mond und Planeten zum Zeitpunkt der Geburt kennt, unterscheidet sie sich von der westlichen Astrologie.

Das Schwein im chinesischen Tierkreis

Energie:

Yin

Element im Tao:

Wasser

Glückszahlen:

2, 5, 8

Farben:

Gelb, Braun, Gold

Das Schwein ist das zwölfte der 12 Tierkreiszeichen im chinesischen Horoskop. Als solches symbolisiert es Ehrlichkeit, und ist loyal und ehrlich.

Wer in einem Jahr des Schweins zur Welt kam, ist ein unabhängiger Mensch, dessen Tun ein Optimismus begleitet und Verantwortung übernimmt. Er erträgt gnädig die Fehler und Schwächen anderer, um seine Verhältnisse zu ihnen zu wahren.

Schwächen des Schweines sind Naivität und Leichtgläubigkeit. Es neigt auch zu Trägheit und kann manchmal plötzlich unbeherrscht und gereizt reagieren.

Sie können Ihr chinesisches Tierkreiszeichen auf meiner Webseite berechnen.

Der Hund im chinesischen Tierkreis

Energie:

Yang

Element im Tao:

Erde

Glückszahlen:

3, 4, 9

Farben:

Grün, Rot, Purpur

Der Hund ist das elfte der 12 Tierkreiszeichen im chinesischen Horoskop. Als solches symbolisiert er Tapferkeit, und ist loyal und verantwortungsbewusst.

Wer in einem Jahr des Hunds zur Welt kam, ist ein starker Mensch, der in seinem Tun nichts fürchtet und sich Schwierigkeiten stellt. Er bildet einen wahrlich lebendigen, doch vor allem treuen Zeitgenossen.

Schwächen des Hundes sind Sturheit und teils zu sensible Emotionalität. Er neigt auch dazu etwas zu konservativ mit dem Gegebenen umzugehen.

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Der Hahn im chinesischen Tierkreis

Energie:

Yin

Element im Tao:

Metall

Glückszahlen:

5, 7, 8

Farben:

Gold, Gelb, Braun

Der Hahn ist das zehnte der 12 Tierkreiszeichen im chinesischen Horoskop. Als solches symbolisiert er Lebendigkeit, und ist wohl wie kein anderer, als Hahn immer pünktlich.

Wer in einem Jahr des Hahns zur Welt kam, ist ein ehrlicher Mensch, in seinem Tun liegt Kommunikativität und Klarheit. Ein so hübsch geborener Hahn, bleibt aber weitgehend teilnahmslos.

Schwächen des Hahnes sind seine Ungeduld und selbstsüchtige Exzentrik. Er neigt auch dazu etwas eingeschränkt zu denken.

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Der Affe im chinesischen Tierkreis

Energie:

Yang

Element im Tao:

Metall

Glückszahlen:

1, 7, 8

Farben:

Weiß, Gold, Blau

Der Affe ist das neunte der 12 Tierkreiszeichen im chinesischen Horoskop. Als solches symbolisiert er Klugheit, doch auch eine flexible Lebendigkeit.

Wer in einem Jahr des Affen zur Welt kam, ist ein liebenswürdiger Mensch, in seinem Tun liegt Enthusiasmus und er ist ein ehrlicher Zeitgenosse. Ein selbstsicherer Affe, umgänglich und initiativ.

Schwächen des Affen sind seine Eifersucht und arrogante Selbstsucht. Er neigt auch dazu schnell andere zu verdächtigen.

Sie können Ihr chinesisches Tierkreiszeichen auf meiner Webseite berechnen.

Freundeskreis der Edition Ewige Weisheit

Innere Weisheiten vermitteln - Spirituelle Erfahrungen teilen: Gemeinsam.

Riesige, immer neue Wogen an Informationen münden heute mehr und mehr ins Uferlose. Nur sehr wenig davon verdient als wahres Wissen gewertet zu werden.

Wer aber in Berührung kam mit innerer Welterkenntnis, der vermag auch, jenseits dieser gegenwärtigen Informations-Krise, neue Wege zu entdecken, die ihn zu wahren Weisheiten führen können.

Was man heute Wissen nennt, hat mit Weisheit doch nur wenig zu tun. Eher vergrößert vieles davon die Probleme unseres Daseins, im Informations-Strudel einer sich ständig verändernden Welt der Moderne.

Das, woraus sich unser alltägliches Wissen ursprünglich bildete, geht zurück auf ein inneres, ein esoterisches Wissen, das sich als Urwissen der Menschheit bezeichnen ließe. Vielen Menschen der Gegenwart aber ist nicht bewusst, dass so etwas überhaupt existiert – oder – sie solch Wissen nur oberflächlich betrachtet, als unwichtig einschätzen.

Wer jedoch von dem Urwissen der Ewigen Weisheitstraditionen der Welt erfährt, dem dürfte sich auch der Sinn unseres Daseins allmählich entfalten.

In solch universalem Bewusstsein, für eine allem Wissen zugrunde liegenden Urtradition, können wir entsprechend handeln und unsere gemeinsame Zukunft verantwortungsvoll bewältigen.

Das Ziel des Freundeskreises

Das Wirken des Freundeskreises prägt ein zentrales Ziel: Die traditionellen Weisheitslehren aus West und Ost stärker mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld, im deutschsprachigen Raum zu verbinden – durch Bildungsarbeit und die ideelle Unterstützung von Menschen in Ihrer Bewusstseinsfindung.

Er trägt dazu bei, die geistigen und kulturellen Werte, einer allen spirituellen Traditionen zu Grunde liegenden Weisheit, zu fördern und zu verbreiten. Diese Weisheit nahm ihren Ursprung in den alten Menschheitskulturen. In ihr spiegeln sich bis heute die Wesensmerkmale eines inneren Wissens der Menschheit.

Dazu zählen die Weisheiten und Erkenntnisse aus der Hermetik, der Alchemie, der Kabbala, des Neuplatonismus, der Gnosis, der christlichen Mystik,  des Sufismus, des Vedanta, des Taoismus, des Schamanismus und der Traditionen indigener Spiritualität.

Die damit zusammenhängenden Überlieferungen führen den Einzelnen an die Tore höherer Bewusstheit für das, was in ihm verborgen ist, doch erkannt werden will.

Aus der im Freundeskreis erfolgenden Zusammenarbeit, soll im Jahr 2022 eine Stiftung hervorgehen, die Menschen im deutschsprachigen Raum ermöglicht, Freundschaften zu schließen, im Bewusstsein eines gemeinschaftlichen Ursprungs der traditionellen Weisheitslehren der Menschheit.

Diese Stiftung will Orte auf Erden schaffen, die spirituelle Zufluchtsstätten für all jene bereitstellen, die sich dem Trubel der modernen Welt des Alltags entziehen möchten – mit dem Zweck, einen kraftvollen Strang im tief verwurzelten Urwissen der Menschheit für sich zutage zu fördern.

Die Arbeit des Freundeskreises

Das, was aus der Wiege unserer Menschheitskultur, sich als spiritueller Impuls so kraftvoll in Bewegung setzte, um sich auf der Erde auszubreiten, will der Freundeskreis Menschen unserer Gesellschaft vermitteln, die die wesentlichen Weisheitslehren oben genannter Traditionen zu erfahren wünschen.

Es ist im Sinne des Freundeskreises der Edition Ewige Weisheit, wegen einer scheinbar überall aufdämmernden Zeitenwende, möglichst vielen Menschen das nahe zu bringen, was das innere Wissen der Kulturen in West und Ost zu tragen vermag – im Leben des Einzelnen, wie auch im Zusammenleben der Menschen untereinander.

Hier Kontakt aufnehmen >>

 

Interesse mehr zu erfahren?


Schreiben Sie bitte eine Email an: freundeskreis@ewigeweisheit.de

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