Die Dschinn: Unsere gespensterartigen Mitbürger

von S. Levent Oezkan

Dschinn - ewigeweisheit.de

Trotz dass der Islam eine monotheistische Religion ist, scheint doch ein Teil muslimischen Glaubens, aus dem alt-arabischen Heidentum zu stammen. Und das ist der Glaube an die Dschinn (Genien). Sie sind halb irdisch und halb himmlisch und werden im Islam als die Reste einer früheren, untergegangenen Schöpfung betrachtet.

Diese Vorstellung lebt in der Fantasie der meisten semitischen Völker fort. Man denkt sich die Dschin als ein Volk, dass bis heute neben der Menschheit auf diesem Planeten existiert. Die Araber fassen sogar die Dschinnen und die Menschen zu einem Volk zusammen, dass sie die "zwei Gemeinschaften" nennen: Ath-Thaqlaan. Sie stehen gegenüber der Gemeinschaft der Engel - Al-Ruchanijjun - den geistigen Wesen (von "ruh", der Geist).

Während die Engel aus reinem Geiststoff zusammengesetzt sind, bestehen die Engel aus ätherischer Substanz, die in der islamischen Überlieferung auch als "Feuerflammen" bezeichnet werden. Beide aber, Engel und Dschinnen, stehen dem Menschen in seinen intellektuellen Fähigkeiten nach. Darauf verweist die berühmte koranischen Überlieferung vom Sturz des aus Feuer geschaffenen Iblis:

Wolken-Dschinn in der Nähe von Dahab (Sinai, Ägypten) - ewigeweisheit.de

Eine Wolkenform im Himmel des Süd-Sinai. Dieses Gebilde fotografierte ich 2010, bei einer Wüstenwanderung nahe der Stadt Dahab. Es erscheint fast unwirklich, dass diese Figur als solche dort tatsächlich zu sehen war. Doch sie ist echt, auch wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, es wäre eine computerbearbeitete Grafik.
Die Sinai-Halbinsel ist magisch. Hier sollen die 72 Heiligen Namen der Genien oder Dschinnen entstanden sein.
Insbesondere bei dieser Wolkenform, könnte man glauben, einer dieser Dschinn zeige sich.

Und wir haben euch (die Menschen) ja erschaffen. Hierauf haben wir euch gestaltet. Hierauf haben wir zu den Engeln gesagt: Werft euch nieder vor Adam! Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er gehörte nicht zu denjenigen, die sich niederwarfen.
Er (Allah) sprach: Was hindert dich, dass du dich niederwirfst, wie ich geboten habe? 
Er sprach: Ich bin besser als er (Adam). Du hast mich aus Feuerflammen erschaffen, doch ihn hast du erschaffen aus Lehm.
Er sprach: Hinab mit dir von hier; so ist nicht für dich, dass du hochmütig bist, hier hochmütig zu sein. Dann tritt heraus; du bist wahrlich einer der Gestürzten.
Er sprach: Gewähre mir (Iblis) Aufschub bis zu dem Tage, da sie abberufen werden.
Er sprach: Dir sei Aufschub gewährt.
Er sprach: So dafür, dass du mich hast abirren lassen, bleibe ich gewiss auf deinem zielgerichteten Pfad sitzen.
Daraufhin werde ich sie gewiss überkommen von vorn und von hinten, von ihrer Rechten und von ihrer Linken. Und Du wirst die meisten von ihnen nicht dankbar finden.
Er sprach: Hinaus mit dir, Verachteter, Verstoßener. Wahrlich, wer dir von ihnen folgt, von denen fülle ich gesamt Dschahannam (die Hölle).
O Adam, ruhe du mit deiner Partnerin in dem Garten und esst beide, wovon ihr gewollt habt, und nähert euch nicht diesem Baum, dann seid ihr unter den Unterdrückern.
Da flüsterte ihnen der Satan (also Iblis) ein, um ihnen offen zu zeigen, was ihnen von ihrer Blöße verborgen war. Und er sagte: Euer Herr hat euch diesen Baum nur verboten, damit ihr nicht Engel werdet oder zu den Ewiglebenden gehört.

- Sure 7:11-20

Die Engel sind ihren Sitten gemäß dem Menschen überlegen, während die Dschinnen in ihrer Kunstfertigkeit dem Menschen überlegen sind. Letztere aber sind Wesen einer vergangenen Zeit unseres Planetens. Manche sagen, sie stammten aus der Zeit der alten Polaris.

Die Dschinnen sind gespensterartige Wesen. Die Beduinen der Wüsten glauben sich von ihnen umgeben. Auch heute noch ist der Glaube im Orient verbreitet, dass Menschen mit psychischen Störungen in Wirklichkeit von Dschinnen besessen sind.

 

 

Auf dem Pfad der Sufis - ewigeweisheit.de

Auf dem Pfad der Sufis

S. Levent Oezkan

Die meisten Sufis sind Muslime, die ihr Leben auf Rücksichtnahme, Selbsthingabe und Ergebenheit ausrichten: als Helfer der Schutzlosen und Unglücklichen. 

Um solch edles Streben drehte sich auch das Leben des großen Eingeweihten Mevlana Rumi, den viele Millionen Menschen weltweit als Heiligen verehren. 

Ein Sufi weiß aber, dass die Welt nicht das wahre Zuhause seiner Seele ist. Sie befindet sich auf einer Reise, auf der sich ihr Träger dem Pfad der Wahrheit nähert.
Im Dhikr - der ekstatischen Praxis der Sufis - geht es darum, sich auf dieses erhabene Ziel zuzubewegen, um für sich selbst und seine Mitmenschen, Frieden und Erfüllung zu bringen.

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