Okkulte Ebenen der Realität

von S. Levent Oezkan

Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch. / Wahrlich, Wir erschufen den Menschen, und Wir wissen, was er in seinem Innern hegt und sind ihm doch näher als seine Halsschlagader

- Lukas 17:20f, Sure 50:16

Dimensionen - ewigeweisheit.de

In den Schriften der modernen Theosophie ließt man von Chakras und feinstofflichen Körpern des Menschen. Sie sind stellvertretende Konzepte für etwas, das ein Mensch mit einem höheren Bewusstsein, auch tatsächlich wahrzunehmen vermag.

Alle Menschen die zum ersten mal über die Existenz eines Höheren Bewusstseins erfahren, glauben aber oft, dass das etwas sein muss, das auf einer räumlich höheren Position liegt. Was aber obige Zitate aus den Evangelien und dem Koran andeuten, ist, dass sich das Adjektiv »höher«, nicht etwa auf eine dreidimensionale Ebene bezieht, sondern auf etwas, dass sich auf einer höherdimensionalen Stufe befindet. Das heißt: Wenn hier über Spiritualität gesprochen wird, erfolgt das im Raumzeit-Gefüge – hier und jetzt. Die dazugehörigen Erfahrungen aber ereignen sich eben auf einer Ebene der Realität, die anscheinend außerhalb der Raumzeit erlebt und nirgendwo sonst, erst erahnt werden muss.

Neben unserer physisch wahrnehmbaren Welt, existieren weitere Realitäten. Unser alltägliches Sinnesbewusstsein, ist aber nicht automatisch für diese Realitäten empfänglich. Doch mit der Zeit, lassen sich im materiell-physischen Gefüge, durch das wir uns in unserem Leben bewegen, gewisse Muster erkennen, die auf eben jene weiteren Realitäten hindeuten. Einzige Voraussetzung, eine solch feinsinnige Sichtweise zu entwickeln, ist die eigene Wichtigkeit immer mehr abzubauen.

Wer nämlich alles auf sich bezieht, läuft Gefahr, in seinem Sein und Handeln, willkürlich Ereignisse überzubewerten.

Die Dimensionen

Die Meisten von uns wissen, dass sich unser Leben räumlich und zeitlich in die weltlichen Ausmaße einordnen lässt.

Als Dimension Null gilt der Punkt als Zentrum. Wenn man so will, besteht alles aus einer unendlichen Anzahl von Punkten. Seite an Seite erfüllen sie das gesamte Universum. Unvorstellbar ist der Umfang dessen, da ein Punkt ja noch keine Ausmaße besitzt.

Wenn Sie auf die Spitze Ihres Zeigefingers schauen, lassen sich dort unendlich viele Punkte nebeneinander setzen, da sie, geometrisch gesehen, ja unendlich klein, also gleich Null sind.

Von so einem Punkt aus aber, lässt sich nun die Dimension Eins aufspannen, indem man eine Verbindung herstellt zwischen einem Ort und einem anderen Ort – zwischen einem Punkt und einem weiteren Punkt. Schauen Sie noch einmal auf die Spitze Ihres Zeigefingers: Irgendwo darauf denken Sie sich einen Punkt. Nun strecken Sie zusätzlich ihren Daumen aus, und können sich so zwischen Ihrer Daumenspitze und der Spitze Ihres Zeigefingers eine Strecke denken.

Sobald sie nun einen weiteren Punkt hinzufügen, der nicht exakt auf dieser Linie zwischen Ihrem Daumen und Ihrem Zeigefinger liegt, gibt es drei Punkt, die notwendig sind, um eine Ebene zu beschreiben. Denken Sie etwa an einen dreibeinigen Stuhl: so einer sitzt perfekt auf einer Ebene. Drei Punkte bilden eine Ebene: die Dimension Zwei. Das können Sie selbst erfahren, wenn Sie ihre Hand mit drei Fingern auf den Tisch stellen: Es entsteht ein Dreieck, das eine bestimmte Fläche besitzt.

Wenn Sie nun zu diesen drei Punkten, einen vierten Punkt in Beziehung setzen, schaffen Sie eine Räumlichkeit. Denn ein Punkt, der sich auf den Abschnitt einer Ebene beziehen lässt, erzeugt etwas, das man in der Geometrie einen Körper nennt.

Denken Sie noch einmal an die Position Ihrer drei Finger auf dem Tisch: Ihre Spitzen berührten eine Ebene. Doch zwischen dieser Ebene und ihren Fingern, wurde auch ein Raum aufgespannt. Das ist die Dimension Drei. Und in diesem beispielhaften Raum, gibt es unendlich viele Positionen. Sie aber lassen sich zueinander in Beziehung setzen.

Probieren Sie es einmal aus:

Nehmen Sie erneut ihre eine Hand und stellen Sie sie mit drei Fingern auf die Tischplatte. Sie haben nun wieder einen kleinen Raum geschaffen, der sich zwischen Ihren Fingern und dem Tisch aufspannt. Ganz gleich nun, auf welche Weise sie sich diesem Beispielraum, zum Beispiel mit der anderen Hand nähern, bewegen Sie sich entlang einer Linie, entlang der sie ihre Hand durch den Raum bewegen; und zwar in einem bestimmten Zeitabschnitt. Das gilt natürlich für jede Bewegung eines Gegenstandes, das heißt also eines Körpers. Auch wenn Sie sich mit Ihrem Auto oder zu Fuß von Hier nach Dort bewegen: Immer benötigen Sie eine gewisse Zeit. Das ist die Dimension Vier.

Beide Erfahrungen, eine räumliche und eine zeitliche, können wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen.

Doch es entsteht noch eine weitere Dimension, und zwar genau dann, wenn das Licht ins Spiel kommt.

Die Relativität

Noch zu Zeiten Isaac Newtons (1642-1727) glaubte man das Licht breite sich unendlich schnell aus. Ende des 19. Jahrhunderts, konnten die Wissenschaftler Albert Michelson (1852-1931) und Edward Morley (1838-1923) jedoch beweisen, dass Licht eine begrenzte Zeit benötigt, um sich zwischen zwei Orten zu bewegen. Das brachte eine Revolution der gesamten Physik in Gange. Und Anfang des 20. Jahrhunderts dann, entwickelte Albert Einstein (1879-1955), auch auf Grundlage dieser Erkenntnis, das Gesetz der Masse-Energie-Äquivalenz, definiert durch die berühmte Formel:

E = mc2

Übersetzt: Energie ist das Produkt von Masse multipliziert mit dem Maß der Lichtgeschwindigkeit im Quadrat.

Die Relativitätstheorie Einsteins hier zu erklären wäre recht müßig. Doch es lässt sich aus dieser Formel ableiten, dass Energie, Masse und Licht in einem besonderen Verhältnis zueinander stehen. Jede einzelne dieser drei Größen, lassen sich jeweils aus dem Zusammenspiel der beiden anderen erklären. Energie ergibt sich, sinngemäß aus dem Zusammenspiel von Lichtgeschwindigkeit und Masse. Die Lichtgeschwindigkeit lässt sich erklären aus dem Wirken von Masse und Energie, sowie sich auch Masse bzw. Materie erklären lässt, aus einer besonderen Verknüpfung von Lichtgeschwindigkeit und Energie.

All das hat sich aber nicht nur rechnerisch, sondern auch physikalisch bewahrheitet. Und genau darin liegt der Knackpunkt: Das oben beschriebene Zusammenspiel von Energie, Masse und Licht, lässt sich mathematisch zwar erklären, doch nicht durch unsere fünf Sinne in der Raumzeit erfassen. Es benötigt dazu eine fünfte Dimension. Sie beschreibt ein komplexes »Feld« von Mustern. Diese Muster aber sind nicht an Raum und Zeit gebunden, sondern können jenseits von Hier und Jetzt existieren. Sie können jedoch auch psychisch realisiert werden. Das heißt, dass sie Symbolen ähneln, mit denen sich ein bestimmtes Ereignis oder Erlebnis erinnern, empfunden oder in Gang setzen lässt.

Die Silberschnur

In diese Welt der Muster und Symbole, gehört auch die Traumwelt. Denn im Traum bewegen wir uns nicht nur variabel durch den Raum, sondern sind auch nicht gebunden an die Zeit. Wir erleben da Ereignisse, bei denen wir zum Beispiel mit Menschen sprechen, die wir lange nicht gesehen haben oder die sogar bereits gestorben sind. Auch finden wir uns in Träumen an bekannten Orten, doch auch an solchen, die uns äußert fremd erscheinen.

Auch im Wachbewusstsein ereignen sich Dinge, die uns aufmerken lassen. Da fokussieren seltsame Zufälle unsere Wahrnehmung. Selbst aber wenn es ganz eindeutige Zeichen sind, die uns fast schon als Antworten auf wichtige Lebensfragen erscheinen, gehen wir manchmal trotzdem andere Wege.

Je mehr aber sich solch eigenartige Fügungen des Schicksals häufen, desto vorsichtiger sollten wir sein. Denn ab so einem Zeitpunkt im Leben, öffnet sich das vier-dimensionale Raumzeit-Bewusstsein hin nach dem, was wir oben als die Traumwelt einführten: Eine Dimension, in der sich unser Bewusstsein beliebig durch Raum und Zeit bewegt.

Auch hier gibt es wieder eine Verbindung, zwischen dem was sich in der Raumzeit (vier-dimensional) befindet und dem was wir hier als die »Traumzeit« (fünf-dimensional) bezeichnet haben.

ehe noch die silberne Schnur zerreißt, und die goldene Schale zerbricht, und der Eimer am Born zertrümmert, und das Rad am Brunnen zerbrochen wird

- Kohelet 12:6

Solange ein Mensch auf Erden, in der Raumzeit wandelt, solange ist sein Körper mit seinem höheren Selbst verbunden, über diese Silberschnur. Nachts über löst sich das höhere Selbst vom körperlichen Selbst, bleibt aber über die Silberschnur verbunden. Sobald diese Schnur reißt, stirbt ein Mensch in der vier-dimensionalen Raumzeit, während sich sein höheren Selbst zwar von ihm löst, jedoch fortbesteht.

Zu Lebzeiten aber ist dieses höhere Selbst, quasi parallel existent zu seinem irdischen Sein. Es ist etwas Himmlisches (astral) im Irdischen, ungetrennt, immer gegenwärtig, doch nicht mit ihm gleich.

Die Inkarnation

Damit kämen wir wieder zurück an den Anfang dieses Gedankenganges: denn was wir als die Dimension Null bezeichneten – den Punkt – als solchen dachten sich die Alten jenen Teil der Seele, der sich gleich einem Strahl in die Welt senkt: Das nannten sie die Monade (Dimension Eins). Sie trifft auf die Oberfläche der Erde (Dimension Zwei), wo sie in einem Körper inkarniert (Dimension Drei), der über einen gewissen Zeitraum (Dimension Vier) hinweg die Erde bewohnt, doch stets mit ihrem Ursprung (Dimension Fünf) verbunden bleibt.

Menschen, die also eine höhere Bewusstheit entwickelten, im zuvor definierten Sinne, werden sich dieser angenommenen Verbindung von Sein und Ursprung bewusst. Und zwar immer dann, wenn sich ganz eindeutige Symbole in ihrem Leben häufen – wie die Zeichen an einem Wegesrand, die sie ihrem eigentlichen Lebenssinn näher bringen.


 

 

Urheimat Arktis: Wahrheit oder Wahn?

Johan von Kirschner

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wo die indoeuropäische Kultur ihren Ursprung nahm. Ihre Nachkommen aber bilden heute eine Zivilisation, die sich mehr als 10000 Kilometer über die Nordhalbkugel unserer Erde erstreckt. Kamen die Vorfahren dieser Kultur vielleicht aus dem hohen Norden?

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