Buchrezension: "The Seven Rays" (Die Sieben Strahlen) von Ernest Wood

Rezensent: S. Levent Oezkan

Ernest Wood (1883-1954) war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft (TG) in Adyar (Indien).
Das Konzept der sieben Strahlen geht auf Helena P. Blavatsky (1831-1891) zurück. In ihrem Werk "Die Geheimlehre" gibt es Hinweise auf die Bedeutung der sieben Strahlen, deren Ursprünge in den Veden zu finden sind. Was in der Geheimlehre über die sieben Strahlen zu lesen ist, empfing Blavatsky von den Mahatmas (Meister).

Es heißt, dass auch Ernest Wood mit den Mahatmas in Verbindung stand. Als er in Indien an seinem Buch über die sieben Strahlen schrieb bekam er besondere Eingebungen, die ihm halfen, dieses besondere Werk zu verfassen:

"Manchmal war da eine Stimme, doch es hatte den Anschein, als wären mir die Ideen aus einer Quelle in meinem Geist zugeflossen - das geschah mit dem Gefühl der Gegenwart einer Intelligenz, die nicht meine eigene war. Aus diesen Eingebungen sammelte ich viele Notizen zum Thema."

Wood verweist in seinem Buch häufig auf esoterische Konzepte der Lehren des Hinduismus und Buddhismus. Er leitet das Wesen der Sieben Strahlen von sieben Prinzipien ab, die aus der yogischen Tradition stammen und sich wie folgt zusammensetzen.

Brahma, Vishnu und Shiva

Aus dem Gott Brahma - dem Erschaffer der Welt - ging der Urstoff hervor, der sich in seinen drei Erscheinungen als Materie (Tamas), als Energie der Natur (Rajas) und als reines Naturgesetz (Sattva) bildete.

Drei weitere Prinzipien beziehen sich auf die Bestandteile des Bewusstseins: Willen (Ichchha), Weisheit (Jnana) und Tat (Kriya), verbildlicht durch den Gott Vishnu - den Erhalter der Welt.

Der Gott Shiva - der "Umformer der Welt" - repräsentiert das duale Prinzip von Gutem und Bösem, von Anfang und Ende, von Licht und Finsternis. Shiva steht für die Täuschungen in der Welt, wie sie der Mensch in der Aufteilung von Außen und Innen, von Subjekt und Objekt wahrnimmt - dem, was die Hindus "Maya" nennen. In Maya harmonieren alle Gegensätze.

Sieben Prinzipien - Sieben Strahlen

Aus diesen sieben Prinzipien lässt sich das System der Sieben Strahlen entwickeln, das Ernest Wood als göttliches Ideal und als Ausdruck menschlicher Belange wie folgt darstellt:

1. Strahl: Willen - Freiheit - Staat
2. Strahl: Weisheit - Einheit - Menschenliebe
3. Strahl: Tat - Verstehen - Philosophie
4. Strahl: Dualität - Harmonie - Vorstellungskraft
5. Strahl: Naturgesetz - Wahrheit - Wissenschaft
6. Strahl: (natürliche) Energie - Güte - Religion
7. Strahl: Materie - Schönheit - Kunst

Diese Beschreibung der Sieben Strahlen, wie sie im Buch von Ernest Wood dargestellt werden, ähneln dem, was durch die Theosophin Alice Bailey (1880-1949) über die Sieben Strahlen veröffentlicht wurde.

Jede dieser Prinzipien verband Wood ganz gekonnt mit den göttlichen Idealen eines jeden Menschen, und der Weise, wie er sie im Alltag zum Ausdruck bringen kann. Wood beschreibt in seinem Buch die Konzepte, die hinter den Sieben Strahlen stehen, ganz klar verständlich und im Leben anwendbar.

 

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Johan von Kirschner

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