Sich entscheiden - für den einen, spirituellen Weg

von S. Levent Oezkan

Um metaphysisches Wissen erlangen zu können und es im Selbst zu integrieren, muss man einem spirituellen Pfad folgen – einem Weg, der eine entsprechende spirituelle Disziplin zur Verfügung stellt, die aus einer der Traditionen der Völker dieser Welt stammt. Das ist der Ausgangspunkt.

Sich der Metaphysik der Dinge zu nähern, sollte man einer der großen spirituellen Schulen angehören – zum Beispiel als Christ, als Muslim, als Buddhist, als Taoist oder als Schamane. Es geht hierbei um die Zugehörigkeit zu einer wirklichen Religion, einem wahren spirituellen Weg – einem Weg, der sich über Jahrhunderte, ja über Jahrtausende zu dem entwickelt hat, als was man ihm heute in seiner spiritueller Praxis folgen kann.

All die spirituellen oder religiösen Wege, nahmen ihren Anfang in den Ursprüngen dessen, woraus heute, die hinter der sinnlich erfahrbaren Natur liegenden Wahrheiten, abgeleitet werden können. Diese Wahrheiten sind das, was die Religionen als das All, die Einheit, das Einige bezeichnen – das was man im Westen mit dem Wort »Gott« bezeichnet. Eine spirituelle Tradition ist ein Weg, um zurückzufinden zu dieser Einheit, zu Gott.

Um diesem Weg nun zu folgen, ist es ratsam, ja eigentlich sogar sehr wichtig, einen Meister zu haben. Doch so ein Mensch ist weniger einer, der einem die geheimen Wahrheiten hinter den Dingen erklärt, als vielmehr jemand, der einem hilft sich selbst zu erkennen. Denn Selbsterkenntnis ist absolut notwendig, um diesen Pfad überhaupt antreten zu können. Und wenn hier vom Selbst die Rede ist, meint das den spirituellen Kern im menschlichen Selbst. Es geht darum, Gottes Gegenwart im Selbst zu finden – wobei Gott ein Name, ein Synonym für die große Kraft eines allumfassenden Geheimnisses ist.

Spirituelles Wissen in der Moderne

Selbsterkenntnis im religiösen Sinne, liegt jenseits dessen, was man heute unter dem Wort versteht. Nur wenigen Menschen geht es darum, den göttlichen Wesenskern in sich zu suchen und zu erkennen. Eher sind es Regeln und Verpflichtungen, an die man sich halten muss.

Insbesondere der moderne Fortschritt und die damit einhergehende Überlegenheit über die Natur, scheint das ultimative Bestreben der meisten Menschen geworden zu sein. Denn in der modernen Welt gilt es Herr über alles zu werden, Herr über die eigene Seele (Psyche), über den eigenen Körper, über die Körper anderer, über Tiere, über die Natur und so weiter. Letztendlich aber Herr zu werden über den eigenen Tod. Doch diese Beherrschung des Todes, ist nicht zu verstehen im eigentlichen, im traditionellen Sinne, sondern man will das ewige Leben in einem Menschenleib beherrschen.

Der Glaube daran, dass das letzt Wort der modernen Wissenschaft gehört, ist eins der größten Hindernisse, das uns davon abhält unser inneres Selbst und den in uns wirkenden wahren göttlichen Kern zu finden und zu erkennen.

Wie aber sollen wir uns auf diesen inneren Pfad der Weisheit bewegen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit stets auf die Welt der Erscheinungen im Außen richten?

Eine gesunde Vorbereitung auf das Jenseits

Unser Körper wird alt und zerfällt allmählich, bis ihn die Seele verlässt. Selbst wenn man einen Leib für viele 1000 Jahre haltbar machen könnte, wäre er niemals ewig am Leben. Doch anstatt dass sich die Menschen heute auf ihren Tod auch spirituell vorbereiten, verschieben sie diesen Zeitpunkt in weite Ferne – auch wenn jedem klar sein dürfte, dass wir jeden Augenblick sterben können. Auch jetzt.

Es gilt so früh wie möglich die spirituellen Mittel zu entwickeln, die uns auf unseren Tod vorbereiten, auf den Zeitpunkt, wenn uns unser Lebenspfad, auf jene enge und steile Brücke ins Jenseits führt. Sie sollten wir sicher passieren können, damit wir bei der Überquerung nicht in den Abgrund stürzen und dort dann eines langen, jämmerlichen Daseins fristen müssen.

Wir sollten in diesem Leben uns auf diesen Moment vorbereiten und uns weniger Belanglosem hingeben. Es lohnt sich, die Geheimnisse zu kennen, die einen sicher auf »die andere Seite« bringen.

Die Gefahr sich zu verirren, ist aber sehr groß für alle, die nicht auf den Tod vorbereitet sind.

Der Weg der Einweihung

Johan von Kirschner

In den Großen Mysterien des Altertums wurden die Initianden in die Geheimnisse von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt eingeweiht. Die Teilnehmer erfuhren dabei eine tiefgreifende Transformation. Sie starben in der Rolle ihres alten Lebens und wurden in ein neues Leben wiedergeboren. Aus dem Teilnehmer an den Mysterien wurde jemand, der vom Tode gekostet, die Angst davor für immer verloren hatte.

Unter Androhung der Todesstrafe waren die Eingeweihten dazu verpflichtet, über das darin erfahrene Wissen zu schweigen. So blieben die religiösen Lehren und Riten der Mysterien, Außenstehenden für immer unbekannt.

Dieses Buch lüftet die Schleier der alten Mysterientempel Ägyptens und Griechenlands, und gibt dem Leser die Chance selbst den Weg der Eingeweihten zu gehen. Es wird außerdem gezeigt, wie die alten Mysterienkulte vor 2.000 Jahren das junge Christentum beeinflusst haben könnten. Ist das Osterfest vielleicht die Fortsetzung dieser uralten Einweihungs-Riten?

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