Buddha der Zukunft: Maitreya

Buddha Maitreya - ewigeweisheit.de

Der kommende, zehnte und letzte Avatar Vishnus, ist Kalki - mit dem geheimen Namen Maitreya. Wenn er als Nachfolger des Buddha, dereinst die Erde betritt, wird damit das Ende eines Großen Zeitzyklus besiegelt. Auf weißem Ross, so die alt-indische Prophezeiung, soll er allen sichtbar erscheinen - als Erretter der Menschheit.

Der Name Maitreya - auch genannt "Metteyya" - hat verschiedene Bedeutungen. Sinngemäß aber bedeutet der Name "Der gutwillige Freund". Man nennt Maitreya, den, der liebenden Güte, den als mitfühlend Verehrten doch Unbezwingbaren. Im Mahayana-Buddhismus gilt Maitreya als der erwartete Lehrer der Menschheit. Damit ähnelt er gewiss dem Mehdi der islamischen Schia, oder Jesus Christus, den ja sowohl Muslime, wie auch Christen, in der Endzeit erwarten.

Mit der kommenden Erscheinung des zehnten Vishnu-Avatars, so heißt es, wird Kalki das Böse auf Erden vernichten. Auf milchweißem Streitross wird er durch die Heere der Gottlosen reiten, mit gezogenem Schwert, das "dem Lohen eines Kometen" gleicht, wird er in die Flucht schlagen, die Feinde des Guten. Nach dieser letzten Schlacht endlich, wird Kalki, der Buddha Maitreya, die Reinheit in den Herzen aller Lebenden wieder herstellen.

Einem überraschend ähnlichen Reiter der Apokalypse, begegnen wir auch in der christlichen Offenbarung, in der Johannes prophezeite:

Und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen.

- Offenbarung 6:2

Es scheint, als kündeten auch die heiligen Schriften der Zoroastrier vom Kommen eines himmlischen Reiters, den man dort Saoschjant nennt - den "letzten Helden" - Heros der Endzeit.

In den heiligen Texten der Hindus heißt es, dass in den letzten Tagen dieses Yugas (Zeitalter) die Welt ihr Ende erreicht und zerstört wird. Dabei verändert die Erde ihre äußere Form, Kontinente werden versinken und sich neue Landmassen aus dem Meer erheben.

- Aus "Zeichen des Agni-Yoga", Abs. 158-159

Kalki-Avatar – ewigeweisheit.de

Der Kalki-Avatar: zehnte und letzte Inkarnation des indischen Gottes Vishnu (cc).

Über das Kommen des zukünftigen Buddha

Der Buddha Maitreya strebt als Boddhisattva nach Erleuchtung, erreicht dereinst die höchste Stufe spiritueller Vollendung. Darin begründet ist der Wunsch allen Menschen zu helfen, letztendlich das Rad des Schicksals zu verlassen: den leidvollen Pfad des Samsara. Wer so weit fortgeschritten ist, kann den scheinbar endlosen Zyklus von Tod, Leben und Wiedergeburt verlassen.

Im Hinduismus, aus der der Buddhismus hervorging, verehrt man die Avataras, als Inkarnationen des Gottes Vishnu. Zehn Avataras inkarnieren sich als Gottwesen auf der Erde. Buddha Shakyamuni war der neunte. Sein Nachfolger, so die Hindu-Texte, wird sein der "Kalki-Avatara". Er ist identisch mit dem von den Buddhisten erwarteten Buddha Maitreya.

Es heißt, Buddha Shakyamuni besuchte den Maitreya bereits damals in seinem himmlischen Wohnsitz (Tushita). Dort ermächtigte er ihn als seinen Nachfolger. 5.000 Jahre nach seinem Tod werde er auf Erden erscheinen - das heißt, von heute an, in etwas weniger als 3.000 Jahren. Er wird ein Bringer des Guten sein, magisch-moralische Kräfte aus sich hervorbringend.

Heute kann ein Mensch seine Gedanken vor allem durch seine Sprache an andere Menschen übertragen. Doch in Zukunft, soll Maitreya im Stande sein, allein durch seine Sprache seine vollkommen guten Gemütsbewegung und seine perfekte Moral, direkt in die Seelen der Menschen zu sprechen. In unserer heutigen Zeit ist das noch unmöglich. Diese Epoche der Wandlung, wird sich jedoch erst im kommenden Zeitalter des Steinbocks ereignen (gegenwärtig befinden wir uns an der Schwelle ins Wassermannzeitalter).

Von Maitreyas Kommen, kündet bereits das Visuddhi-Magga (Weg der Reinheit) - ein heiliger Text des buddhistischen Gelehrten Buddhaghosa. Es ist eines der bedeutendsten und ältesten Werke des Mahayana-Buddhismus (5. Jhd. n. Chr.). Auch der indische Maitreya-Vyakarana, "Prophezeihung Maitreyas", legt Zeugnis ab vom Kommen Maitreyas, in einer Zeit, wo alle Engel, Menschen und andere höhere Wesen, diesen hohen Gesandten verehren werden. Dann wird die Zeit gekommen sein, dass all ihre Zweifel von ihnen fallen. Der Buddha Maitreya wird sie entbinden, aus dem Lauf der Leidenschaften.

Frei von allem Kummer, werden sie Maitreyas Lehren vernehmend, den Ozean des Werdens überqueren und ein Leben in größter Heiligkeit führen. Nicht länger werden sie etwas als ihren Besitz erachten, sondern den Segen der Besitzlosigkeit erkennen. Weder Gold noch Silber, weder ein Zuhause noch Verwandte werden sie versuchen zu besitzen. Maitreya wird sie in ein Leben von Reinheit und Heiligkeit führen. Die Stränge der Leidenschaften werden zerreißen und sich in geheiligtes Denken begeben. Alles was ihnen, unter der Führung Maitreyas, in ihrem geheiligten Leben gehört, sind Glück und Zufriedenheit.

Dann erst, in diesem Bewusstsein, wird die letztendliche Neugestaltung der Welt erfolgen. Kriege, Krankheiten und Hunger werden in dieser Zeit nicht mehr existieren. Eine neue Weltgesellschaft wird entstehen, erfüllt von der Toleranz eines liebevollen Miteinanders.

Maitreya und die Lehren des Agni-Yoga

Durch Morya - den alten Meister der Weisheit - kamen die sogenannten "Lehren des Feuers" auf die Erde. Er war laut theosophischem Mythos, Meisterlehrer Helena P. Blavatskys, wie auch Helena Roerichs. Morya war angeblich ein Nachkomme der alt-indischen Maurya-Dynastie, die von 320 bis 180 v. Chr. das große Maurya-Reich beherrschte, einst das indische Kernland umfassend.

Dieser Morya auf jeden Fall, erschien an der Schwelle zum 20. Jahrhundert, in einer Übergangszeit in die "Epoche des Feuers". So lesen wir in den Büchern des Agni-Yoga ("Feuer-Yoga") der Helena Roerich:

Maitreya wird kommen, umstrahlt von all seinem Feuer. Sein Herz ist in ein Licht des Mitgefühls getaucht, das darin für die bedürftige Menschheit leuchtet. Sein Herz ist getaucht in ein Licht, mit der Bekräftigung eines neuen Bundes. [...] Der Regent Shambhalas (Buchtipp) offenbart dann der Menschheit drei Glaubenslehren: die von Maitreya offenbarte Lehre wird den menschlichen Geist einberufen, in unsere Welt des Schaffens; die von Maitreya offenbarte Lehre weiht das Unendliche im Kosmos, im Leben und in den Kenntnissen des Geistes; die von Maitreya offenbarte Lehre behütet das Wissen vom kosmischen Feuer, als die Entfaltung des Herzens, dass die Manifestation des Universums umfängt.

Das Zeitalter Maitreyas soll eine Zeit der großen Weltenmutter werden. So die Lehren des Agni-Yoga:

Die Epoche des Maitreya wird die Frauen lobpreisen. Die Erscheinung Maitreyas wird zusammenhängen mit der Einsegnung der Mutter der Welt, in der Vergangenheit, der Gegenwart und in der Zukunft.
Dann wird die Frage aufkommen "Warum nennt sich diese Zeit 'Ära der Mutter der Welt'? Wahrlich, diese Zeit muss so genannt werden. Frauen werden der Menschheit eine große Hilfe sein, nicht nur, da durch sie die Menschen zur Erleuchtung geführt werden, sondern auch durch die Anerkennung der Gleichheit (zwischen Mann und Frau).

Das kommende, neue Weltzeitalters steht unter dem Zeichen der Zusammenarbeit. Nicht etwa aber, unter Aufsicht und Anweisung, als eher durch das, was im Agni-Yoga "Direktes Denken" genannt wird. Es ermöglicht Zusammenarbeitenden große Dinge zu vollbringen, von uns heute noch unbekannten Ausmaß. Arbeit ist dann nicht mehr eine Frage des reinen Broterwerbs, sondern Arbeit im Dienste der gesamten Menschheit. Welch erhabene Perspektive!

Alle Yogas der Vergangenheit, die der Menschheit von höchster Quelle gegeben wurden, basierten auf besonderen Lebensaspekten. Nun, im aufdämmernden Zeitalter Maitreyas, muss es einen Yoga geben, der unumgänglich, einen Wesenskern des Lebens an sich umfasst. Man sollte sich an die Beispiele jener Jungen der Bibellegende erinnern, die sich tapfer aufopferten, dabei jedoch Macht erlangten. Wo Feuer ist, gibt es klare Beweise zunehmender Vollendung.

- Aus "Zeichen des Agni-Yoga", Abs. 158-159

Guru Rinpoche Padmasambhava – ewigeweisheit.de

Der tibetische Guru Rinpoche Padmasambhava.

Vor dem Auftreten Maitreyas

Bevor aber der große Weltlehrer, der kommende Buddha Maitreya, auf Erden erscheinen wird, werden Erde und Zivilisation, einen drastischen Prozess der Verwandlung durchmachen. Padmasambhava (deutsch: "Lotusgeborener"), der Guru Rinpoche und Begründer des tibetischen Buddhismus, prophezeite bereits vor über 1.200 Jahren etwas, dass offenbar bereits heute, finstere Wirklichkeit geworden ist:

Die gegenwärtigen Zeichen stehen unter dem Zeichen wundersamer Moden - traditionelle Kleidung wird kaum noch einen interessieren.
Anmaßung und ruchloses Treiben werden glorifiziert. Die Königreiche werden von Proleten regiert; Könige werden Almosen empfangen; Schlächter und Mörder werden die neuen Anführer sein; Selbstsüchtige Fanatiker, ohne jeden Skrupel, werden zu höchstem Stand erhoben.
Trunkenbolde werden vom Weg zur Erleuchtung predigen. Hinterhältige Betrüger werden behaupten, übernatürliche Kräfte zu haben.
Man wird die Lehren des Buddha verfälscht wiedergeben, wo ihre Interpretationen alleinig der Selbstrechtfertigung dienen.
Neues Gedankengut wird unvereinbar sein mit den traditionellen Lehren.
Doch es wird auch Hungersnöte geben. Frost und Hagel werden für viele ertraglose Jahre verantwortlich sein.
Krankheiten werden sich ausbreiten, schlimme Epidemien und Plagen werden wie ein verheerender Flächenbrand wüten, frappant für Mensch und Vieh.
Zur Saison wird kein Regen fallen, doch jenseits dessen, werden die Täler überflutet sein.
Erdbeben werden plötzliche Fluten auslösen, während Feuer und Tornados dem Grauen das ihrige beitragen. Dabei aber werden Tempel, Stupas und ganze Städte untergehen.

Wenn man das Tagesgeschehen der Presse verfolgt, könnte man fast meinen, Padmasambhava prophezeihte Apokalypse hätte bereits begonnen. Doch wie schon oft in der Vergangenheit, glaubten Menschen, das Ende der Welt stünde unmittelbar bevor - und weitere Jahrhunderte vergingen.

Zumindest aber sind manche der Zukunftsdeutungen, des Padmasambhava, insofern eingetreten, als dass sie uns tatsächlich auffordern zu handeln, statt uns aus Angst im stillen Kämmerlein zu verkriechen.

Wie auch andere vor und nach ihm, verkündete Padmasambhava die Wiederkehr eines Weltlehrers, der in einer wichtigen Zeit auftreten wird. Doch dieser große Meister, muss gar kein Buddhist sein oder einer anderen Religion angehören, meinte Padmasambhava. Vielleicht wird er nicht einmal mehr einen physischen Körper besitzen. Doch eben deshalb, könnte er als himmlisches Wesen, die Menschen aus den Fesseln ihrer materialistischen Gesinnung erlösen.

 

Titelfoto: http://bit.ly/2gCqplH

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