Der Stern im Tarot

Hoffnung, Inspiration, Großzügigkeit, Regenerierung

Kurzbeschreibung:

Eine nackte Frau kniet am Wasser. Ein Fuß steht im Wasser, ein Fuß steht auf dem Boden. Über ihrem Kopf scheint ein Stern. In jeder Hand hält Sie einen Krug. Aus dem einen Krug gießt sie Wasser in das Wasser vor ihr, aus dem anderen gießt Sie Wasser auf den Boden. Im Hintergrund erhebt sich der Boden und zu ihrer rechten steht ein Baum auf dem ein Vogel landet. Es ist eine Karte der Hoffnung und kann gesehen werden als Unsterblichkeit und das innere Licht. Der Stern erscheint als ein Art enthüllte Wahrheit, glorreiche und unsterbliche Schönheit, die Wasser der Seele ausgießend und sie aufwiegend mit preislosem Besitz. Die Figur verständigt sich mit den Substanzen des Himmels und der Erde.

Zahl:

Numerologie der Siebzehn - 17

Hebräischer Buchstabe:

צ    “Angelhaken”

 

Details:

Auf dieser Karte sieht man ein nacktes Mädchen das mit einem Bein auf dem Land kniet und mit ihrem rechten Bein im Wasser steht. Sie gießt das aqua nostra, das »Wasser des Lebens« aus zwei Krügen auf die Erde und in das Wasser eines Sees. Wie wir im letzten Lehrbrief gesehen haben ist diese Karte symbolisch mit dem heliakischen Siriusaufgang verbunden, und deutet als Allegorie die jährliche Nilflut an – die Muttergöttin Hathor bringt fruchtbaren Erdschlamm der sich über die Äcker ergießt. Der hebräische Buchstabe Tzaddi צ, verweist ebenfalls auf eine Wasserthematik, denn seine Hieroglyphe ist der Angelhaken und das ihm zugeordnete Sternzeichen der Wassermann – Symbol für das neue Zeitalters der Offenbarungen und dem Dienst am Nächsten – dieser Buchstabe entspricht darum der Tarotkarte »Der Stern«.

Es ist die dritte Schutzkarte im Tarot – ihr Auftreten deutet darauf, dass unser Vorhaben unter einem »guten Stern« steht. In den magischen Schriften des Mithraismus1 heißt es: »Ich bin ein Stern, der Dich begleitet und erneut aus der Tiefe scheint.«2. Darum deutet man diese Karte archetypisch für die Hoffnung im Leben und die Zuversicht auf eine glückliche Zukunft. Der Stern ist damit Anzeichen einer günstigen Entwicklung, zeigt aussichtsreiche Tätigkeiten und Erfolg an oder eine glückliche, zukunftsträchtige Verbindung mit einem anderen Menschen. Auf spiritueller Ebene ist das 17. Bild ein Hinweis für die Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern, Weitblick zu entwickeln und wichtige Einsichten zu bekommen – Einblick in zukünftige Möglichkeiten, die Erfüllung und Optimismus bieten. Die Karte »Der Stern« deutet das Vertrauen in die kosmische Ordnung an, aus dem Weisheit und Glück geboren werden.

Schattenseite der Karte ist natürlich alles Gegenteilige, wie Pech, Zweifel oder Aussichtslosigkeit,. All diese Seiten der Karte lassen sich aber auf die Starrheit im Denken des Fragers zurückführen – eine geistige Haltung, die es nicht schafft über die gewohnten Grenzen hinauszugehen. Vielleicht wegen der Selbstzweifel oder einem Mangel an Selbstvertrauen.

1 Der Mysterienkult des Mithras war seit dem 1. Jhd. n. Chr. im römischen Reich verbreitet. Der Name Mithras geht auf den altiranischen Gott Mithra zurück, einem Licht- und Sonnengott.

2 Aus einer mithraischen Liturgie, Quelle: Papyri Graecae Magicae 4.556–4.576