Tod im Tarot

Ende, Übergang, Auslöschung, Unaufhaltsame Kräfte

Kurzbeschreibung:

Die Karte des Todes stellt ein Skelett in Rüstung dar, welches auf einem Pferd reitet. Eingebettet in das Sterben aller Könige, Bischöfe und Bürger. In seinen Händen trägt das Skelett ein schwarzes Banner das mit einer weißen Rose verziert ist. Dies symbolisiert Leben und Wiedergeburt. Im Hintergrund sieht man die Sonne, die als aufgehend sowohl als untergehend gesehen werden kann und der Fall des Königs repräsentiert die Wichtigkeit des Lebens und Sterbens. Der Bischof steht für den Glauben im Gesicht des Todes, Glaube an den göttlichen Plan und das "Gott auf geheimnisvolle Weise wirkt". Das Mädchen scheint verzweifelt über den Fall des Königs und zeigt damit den Kummer und den großen Schmerz den der Tod mit sich bringt.

Zahl:

Numerologie der Dreizehn - 13

Hebräischer Buchstabe:

נ    “Fisch”

 

Details:

Diese Karte jagt den meisten Menschen wegen des auf ihr abgebildeten Skeletts und dem für sie verwendeten Titel einen Schrecken ein. Auch die Zahl 13 wird allgemein als unheilsvoll angesehen. Trotz das jeder weiß, dass das Leben im Körper beschränkt ist, versucht man den Tod aus dem Leben mit allen Mitteln zu verbannen. Dabei ist der Tod der beste Ratgeber: Was soll uns noch hindern wenn der Tod direkt bevorsteht? Wovor sollen wir uns noch fürchten wenn wir die Angst vorm Tod verlieren? Dann gehen wir den Weg den auch ein Krieger geht – dann gibt es kein Grübeln mehr, sämtliche Nostalgie schwindet, dann werden wir zur Handlung gezwungen – dann bestimmt alleine die Entscheidung! Gott warnte die Menschen im Paradies vom Baum der »Unterscheidung« zu kosten, da sie dann sterben müssten – wie aber können wir entscheiden ohne den Unterschied zu kennen? Wie können wir frei sein, wenn wir in Angst leben? Die weltliche Auslegung der Karte besagt, dass der Tod das Prinzip in der Natur ist, welches das Alte zerstört und damit den Boden nährt für das Wachstum neuen Lebens – der Tod ist nicht das Ende, denn aus dem Zerfallenen, in den Mutterboden zurückgekehrten Material geht nichts verloren – es ist lediglich die Form die stirbt und als neue Form wiedergeboren wird. Die Zeit verändert die Form – darum wird der griechische Gott der Zeit »Chronos« meist mit einem Stundenglas und einer Sichel dargestellt – der Sensemann.

Allgemein könnte man die Karte »Tod« auch als das »Große Loslassen« bezeichnen, mit dem wir am Ende einer Sache, einer Beziehung oder eines Vorhabens uns von der Vergangenheit verabschieden. Es ist der Tod der uns zur Einsicht führt das alles irdische durch die Endlichkeit begrenzt ist – nichts was materiell besteht ist ewig – alles was geboren ist muss auch wieder sterben. Das gilt auch für unser Selbst- und Weltbild, das es zu erneuern gilt um Platz zu schaffen. Der Tod ist der willkürliche Aspekt des Schicksals, das scheinbar grundlos etwas von uns nimmt, worauf wir vielleicht besser freiwillig verzichtet hätten.

 

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