Vor dem Aufdämmern einer neuen Spiritualität

In alter Zeit waren immer wieder spirituelle Wesen aufgetreten, die alle von dem sprachen, was ganz eng mit dem Grund für unsere Weltzivilisation zu tun hat. Darauf versuchen die Lehren der Sophia Perennis hinzudeuten – der „Ewigen Weisheit“.

Es waren diese spirituellen Wesen all jene, wie sie uns etwa als Hermes Trismegistos, als Krishna, als der Buddha, als Laotse, als Zarathustra, Moses, Pythagoras, Jesus Christus oder Mohammed in der Geschichte der Menschheitskultur ihre Lehren brachten. Sie sind universal anwendbar, dass sie bis zum heutigen Tag kein Wenig von Ihrer Wahrheit verloren haben.

Diese außergewöhnlichen Menschen schufen mit ihren Lehren die Fundamente für alles was in ihrer Zeit als zivilisierte Welt auf der Erde entstehen sollte und worauf später die Religionen und Weisheitsschulen ihre Geistesgebäude errichteten.

So ging von diesen spirituellen Wesen aus das, was sich als „Geistige Aussaat“ der Menschheit skulturen bezeichnen ließe. Und schauen wir auf den lateinischen Ursprung des Begriffes „Cultura“, meinte das ja immer schon was Menschen durch Aussat und Pflege aus der Erde hervorbrachten. Das schließlich wurde später dann zum Begriff der Kultur, womit man dann auch geistige Schöpfungen des Menschen zu bezeichnen begann.

Ursprünglich meinte „Kultur“ jedoch organisches Wachstum, was natürlich aus einer so entstandenen Menschheit einen eigenen Organismus werden ließ. Und dieser Organismus wurde durch die magischen und später religiösen Riten und Lehren all jener Messiasse die man überall in der Welt kennt, zu einer Realität in der wir auch heute noch leben. Doch es hat sich darin etwas vollkommen verändert – wie unschwer zu erkennen ist.

Seinen Ursprung hatte dieser spirituelle Organismus aber in einer anderen Welt. Zu dieser Welt hatten die Messiasse und Propheten Zugang. Sie brachten uns heilige, göttliche Lehren. göttliche Prinzipien von dort, in unser irdisches Leben.

Vor diesem Hintergrund aber wären damit die Zivilisationen unseres Planeten ja kein Zufall, trotz dass die meisten Historiker heute sagen, es sei „einfach so passiert“ im Laufe der angeblichen Evolution des Menschen. Doch aus solch einem Bewusstsein ist ein Blick auf die Welt entstanden, den immer undurchsichtiger werdende Nebelschleier einer Ahnungslosigkeit zu verhüllen drohen.

Seit Ende des 18. Jahrhunderts wird ein Besinnen auf unsere wahre Herkunft, von einer zunehmend anorganischen Automatisierung unseres Bewusstseins verdrängt. Was einst unsere irdische Zivilisation der Menschheit gewesen war,, scheint sich derweil „hinwegzuoptimieren“.
Doch das ist einfach nicht das, weshalb unsere Weltgemeinschaft entstanden ist.

Eigentlich war es der Jahrtausende andauernde Austausch zwischen den Heiligen auf unserem Planeten, die irgendwann wieder aus dem Osten in den Westen kamen undt mit neuen Erkenntnissen nach dorthin zurückkehrten, um sie selbst weiterentwickelt wieder auf neuen Reisen mit sich zu nehmen hin nach Westen. Diese „geistigen Gezeiten reichten wegen ihrer Intensität noch ins 20. Jahrhundert hinein – scheinen heute aber, im 21. Jahrhundert, in den Tiefen „digitaler Erinnerungsspeicher“ immer mehr zu versickern.

Verliert die eigentlich organisch geschaffene Kultur menschlichen Bewusstseins dabei nicht an Bedeutung? Denn scheinbar nur manche interessiert gegenwärtig wer wir eigentlich sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.

Wie auch soll sich ein Erwachen unseres wahren Wesens ereignen, wenn die meisten unter uns nicht einmal ihr körperliches Dasein – als Fahrzeug ihrer inkarniertenSeele – täglich bewusst erleben, sondern immer mehr den Sinnesdingen einer im Außen wachsenden „elektronischen Lichtbringerschaft“ überlassen?

Wäre es nicht sinnvoll, wenn wir uns nach innen richteten, um in uns – vermittelt durch die leeren der heiligen und weisen Kulturbringer – wieder auf den Weg einer spirituellen Tradition zu finden, auf dem wir uns dem sakralen Grund unseres irdischen Daseins nähern – während dem wir im Umgang mit unseren Mitmenschen im Einklang mit der Natur zu handeln lernen.

Das würde bedeuten, dass wir uns auch der Existenz einer „Heiligen Wissenschaft“, an eine ursprüngliche „Scientia Sacra“ erinnern, als Form des spirituellen Wissens, das den Kern der göttlichen Offenbarungen und traditionellen Wissenschaften in unsere tägliche Arbeit integrierbar werden lassen könnten. Denn die Scientia Sacra – die die Ursprünge der Geometrie, Mathematik, Medizin oder Astronomie bildet – erkennt Wissensquellen an, die über die von der modernen Wissenschaft akzeptierten hinausgehen. Sie eröffnet einem Menschen Zugang zu einem angeborenen Wissen über die Welt und Gott.

Jeder darum, der sich auf diesen Weg begibt, der wird sich auch Hierarchien der Realität bewusst, die weit jenseits der Sinnenwelt liegen, aller maschinell geschaffenen Hilfen erhaben.

Womöglich werden Diejenigen als Mitglieder einer echten, natürlichen Menschheit weiterexistieren, die sich ihrer inneren Spiritualität bewusst geworden, über alle rein materiellen Ebenen unserer technologisch diktierten Gesellschaft erheben. Und das im Sinne der Bildung einer neuen, bewusst lebenden und handelnden Menschheit.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Auch interessant