Der Kristallschädel von Copán

von S. Levent Oezkan

Im Jahr 1927 wurde im Regenwald von Honduras, in der Maya-Tempelanlage Copán, ein bemerkenswerter Fund gemacht: Bei einer Ausgrabungen tauchte da ein aus Bergkristall geformten Totenschädel auf, der in einer Art geschliffen wurde, wie man es heute selbst mit modernster Technologie kaum herzustellen weiß. Für Wissenschaftler ist darum aber umstritten ob dieser etwa fünf Kilogramm schwere Kristallschädels tatsächlich aus alter Zeit stammt oder dort als gefälschtes Artefakt auftauchte.

Man unterzog den mysteriösen Kristallschädel im Jahr 1970 darum einer Reihe von Tests. Dabei fand man dass es ungefähr 300 Jahre ununterbrochener präziser Arbeit kosten würde, den Kristallschädel ohne moderne und spezialisierte Geräte und Hilfsmittel herzustellen. Das mag sich vielleicht etwas sehr ungewöhnlich anhören, doch zu damaliger Zeit, so zumindest die archäologische Sicht, gab es nicht jene Mittel die uns eben heute zur Verfügung stehen, um solch präzise Arbeiten an Kristallen vorzunehmen.

Befasst man sich mit dem Thema Kristallschädel und seinen wissenschaftlich verblüffenden, optischen Eigenschaften, die ein phänomenales technisches Wissen voraussetzen, macht sich der Eindruck breit, dass dieses Artefakt wohl von irgend einer höherentwickelten Zivilisation hergestellt worden sein muss. Es wird auch vermutet, dass sich hinter den Kristallschädeln, eine Art holographischen Speichers verberge, auf dem Informationen über verschollene Kulturen und Zivilisationen (Atlantis, Lemuria) eingeschrieben sind.

Ohne Zweifel gehört dieser kunstvoll aus Bergkristall gefertigte Schädel zu den geheimnisvollsten Gegenständen weltweit und hat mit seinem Fund damals einiges Aufsehen erregt. Nicht zuletzt wegen seiner äusseren Gestalt eines Totenschädels, wirkt er auf viele Menschen auch ein wenig erschreckend. Ausser diesem Kristallschädel gibt es aber noch weitere Exemplare. Sie sind ausgestellt im British Museen in London.

Die Entdeckerin des ersten Kristallschädels, Anne Mitchell-Hedges, stellte dem Restaurator Frank Dorland den Kristallschädel für Forschungszwecke zur Verfügung. Als er eines Abends den Kristallschädel vor dem offenen Kaminfeuer betrachtete, machte er eine bemerkenswerteste Entdeckung: er konnte die Flammen in den Augenhöhlen des Schädels erblicken. Eingehendere Untersuchungen ließen daraufhin erkennen, dass die optischen Phänomene des Kristallschädels durch den Schliff selbst hervorgebracht werden sollten. Zum Beispiel befindet sich an der Mundunterseite ein Prisma, welches das einfallende Licht direkt durch die Augenhöhlen wieder ausstrahlt. Gleich neben dieser Prismenfläche ist eine schmale streifenförmige Oberfläche, die einen Vergrößerungseffekt erzielt und der Hinterkopfbereich des Schädels wie durch eine Lupe, das Licht wiederum in die Augenhöhlen projiziert.

Wozu aber benutzte man diese eigenartigen Schädel aus Bergkristall? Sie dienten vielleicht als Kommunikationsmittel oder als Informationsspeicher. Auch wir haben heute in unseren Computern und Uhren Quarz-Kristalle. Es könnte durchaus sein, dass wir noch nicht in der Lage dazu sind, die tatsächlich in den Kristallschädeln gespeicherten Informationen zu aktivieren. Ähnlich würde es wohl einem Menschen der frühen Maya schwerfallen, den Zweck von Computern heutiger Zeit zu erkennen.

Doch sind diese Informationen für uns heute relevant? Womöglich wird das Gedächtnis der Zukunft im holografisch beschriebenen Kristall liegen - und das nicht nur in der Science Fiction. Vielleicht ist der Kristallschädel von Copán ein perfekter multi-dimensionaler Informationsspeicher und Überbringer von alten Nachrichten, die aus sehr ferner Vergangenheit darin enthalten sind. Man hat nur noch nicht herausgefunden wie man diese gespeicherten "Daten" daraus wieder abruft.

 

Urheimat Arktis: Wahrheit oder Wahn?

Johan von Kirschner

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wo die indoeuropäische Kultur ihren Ursprung nahm. Ihre Nachkommen aber bilden heute eine Zivilisation, die sich mehr als 10000 Kilometer über die Nordhalbkugel unserer Erde erstreckt. Kamen die Vorfahren dieser Kultur vielleicht aus dem hohen Norden?

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