Mathematik und Numerologie

von Jana Kabir

Unser physikalisches Weltbild, ist immer nur soweit gültig, wie es der Stand der Mathematik zulässt. Also kann man sagen, dass die Kosmologie nicht ohne die Fortschritte der Zahlenlehre und Arithmetik, uns die Natur der Dinge lehren konnte. Anhand der Zahlen verstand man nach und nach die Natur immer besser. Zuerst betrachtete man den Himmel um herauszufinden, inwieweit sich astronomische Ereignisse wiederholen. Daraus lasen die Menschen ab, welchen Gesetzmässigkeiten die irdischen und kosmischen Zyklen unterlagen.

Heutzutage erscheint es abstrus, sich vorzustellen, dass die damaligen Menschen tatsächlich durch ihre Himmelsbeobachtungen lebenswichtige Vorgänge ableiten konnten. Denn durch die zunehmende Urbanisierung hat der heutige Mensch dies ganz einfach vergessen.  Es gibt kaum noch bewohnte Plätze auf der Welt, an denen einem ein »natürlicher« Nachthimmel Blicke in die Sterne bietet. Will man frei von Restlicht-Störungen die Konstellationen von Planeten und Sternen schauen, unternimmt man letztendlich eine Reise in die entlegenen Orte, Gebirge und Wüsten dieser Erde.

»Das Buch der Natur ist in Mathematik geschrieben«, so formulierte einst Galileo Galilei die Wissenschaft der Zahlen. Sie ist eine in sich abgeschlossene Wissenschaft, die zwar angewendet wird um komplexe Zusammenhänge in der Natur, der Physik und Quantenmechanik zu beschreiben, die sich aber selbst als Lehre im 20. Jahrhundert vollendet hat. Zwar wurden und werden noch immer Einzelergebnisse erzielt, doch kann man davon sprechen, dass die dadurch gewonnenen Erkenntnisse eher technologischen Anwendungen nützen, als wirkliche neue, grundlegende Verfahren des Rechnens darzustellen.

Entstehung der Zahl

Die Zahlen wurden erfunden, als sich die ersten Siedlungen bildeten, Warum? Da die Menschen Ordnungsstrukturen benötigten um Dinge zu messen, zu zählen und zu notieren. Notiert wurden Einahmen, Menschengruppen, Tiere, Schafe, Ziegen usw. Gemessen wurden Gebäude, die Anzahl von benötigtem Baumaterial oder auch wie oft ein bestimmter Vorgang vor sich ging.
Anfänglich waren die Menschen damit beschäftigt zunächst einmal Dinge zu zählen, also eine Addition durchzuführen. Dies geschah durch Punkte und Strichlisten, die auf bestimmte Materialien eingekerbt wurden. Die ersten sich dazu eignenden Materialien, waren weiche Steine und Knochen.
Später dann, als Berechnungen nötig wurden, also Zahlen wieder von der ursprünglichen Menge abgezogen werden mussten, weil z.B. ein Schaf gegen eine andere Ware ausgetauscht wurde, konnte man mit Strichlisten natürlich nicht mehr arbeiten. Es waren »lose« Stücke notwendig um Dinge zu zählen. Also erfand man die Ton- bzw. Lehmkugel, die eine bestimmte Menge beschrieb. Hatte man eine große Anzahl von solchen »Zählsteinen« gesammelt, wurden diese in einen Krug oder Korb abgelegt. Verständlicherweise, war es dann nicht mehr klar, war erst einige Zeit vergangen, wie viele Steine in einem solchen Krug vorhanden waren. Also musste man Zeichen erfinden, die dies kennzeichneten. Das war die Geburt der Buchstaben bzw. der Hieroglyphen. Problem bei dieser Art der »Notierung« war, dass der Krug zerschlagen werden musste, wenn man ihm eine bestimmte Menge an Zählsteinen entnahm, da die Bezeichnung darauf nicht mehr stimmte. Wenig später kam ein kluger Kopf zu dem Schluss, dass Zählsteine garnicht nötig waren, da man ja einfach ein Symbol aufschreiben musste und hatte sich die Zahl geändert, wurde das Zeichen auf dem entsprechenden Medium, Ton oder Papyrus oder Ähnlichem einfach »gelöscht« bzw. weggeworfen.

Es scheint aus heutiger Sicht fast schon lächerlich, dass Menschen erst einmal herausfinden mussten, dass Zählsteine zu sammeln unnötig sei.  Doch genau wie das Rad, mussten auch die Zahlzeichen erst einmal erfunden werden. Das Besondere daran ist eben die Tatsache, dass man mit dem Nachvollziehen dieses Entwicklungsvorgangs der Zahlsymbole, erst versteht, welche »Energie« einem solchen Symbol eigentlich innewohnt.
Der Begriff der Zahl, des Symbols, war damit also geboren. Und mit der Existenz dieses neuen Konzepts entwickelten sich allmählich die Hieroglyphen und die Schriftsprache in Form von Texten. Erst sehr viel später, zur Zeit Napoleons, fand man den »Rosetta«-Stein, anhand dessen die Hieroglyphen einzelnen Buchstaben zugeordnet werden konnten. Natürlich gab es auch Hieroglyphen, die einen komplexen Begriff darstellen, wie z.B. die Eigenschaften eines Gottes, aber generell wurde diese sagenumwobenen »Symbole« dazu verwendet, Geschehenes oder Anleitungen für bestimmte Vorgehensweisen der Nachwelt verfügbar zu machen. Und zwar in Form von Texten, genau wie wir sie heute kennen.

Zahlensymbole

Trotzdem mussten bestimmte Formen von Buchstaben, Symbolen und Zeichen erst einmal gefunden werden. Wie kam man darauf? Wer hat sich auf welche Vorgehensweise beim Er-Finden geeinigt? Wie ging man vor, um passende Symbole zu finden? Das sind sehr wichtige Fragen, auch deshalb, weil nicht genau gesagt werden kann, ob eine Erfindung nur dann stattfindet, wenn sie von bestimmten Schlüsselereignissen begleitet wird. An dieser Stelle erwähnt sei hier zum ersten mal der ägyptische Gott »Thoth« oder auch »Tehuti«. Er war Gott der Sprache, der Schrift und der Magie. Also behaupte ich einfach, das sein Wirken auf die Menschheit im alten Reich Ägyptens, es überhaupt erst möglich machte, dass so etwas wie Buchstaben und Zahlen entstehen konnten.

Die damaligen Menschen wurden eingeweiht in die Gesetzte des Kosmos und Thoth überbrachte ihnen, vermutlich aus Atlantis, die Grundarchetypen und kosmischen Prinzipien, anhand derer sich diese Zahlen aus Formen ergaben. Sind die Zahlen die Grundlage aller Buchstaben? Für die alten Ägypter, waren die Zahlen Symbole und Einheiten, welche den Kosmos abbildeten, da Sie die Grundform des Daseins beschrieben. Sie waren die Urtypen von Allem was im All existiert und anhand dieser Tatsache wurde hergeleitet, dass auch alles im Mikrokosmos, wie zum Beispiel im menschlichen Leben, ebenfalls Zahlprinzipien folgt. So zum Beispiel die Zahl der Jahre, also der Umkreisungen der Erde um die Sonne, die das Alter eines Menschen zählen.

Zahl ist damit nicht nur ein Symbol, sondern eine Form zur Beschreibung, ja sogar eine Form der Erkenntnis, denn so wie man die Perioden der Sterne am Himmel beobachten konnte, konnte man ebenfalls Aussagen darüber treffen, was wohl mit einem Menschen passieren mag, der an eine bestimmte Zahl von Jahren lebte. Einerseits ist dies natürlich bedingt durch die Einwirkung der Himmelskörper, wie zum Beispiel dem Mond, der die Gezeiten der Meere »regelt«. All das findet aber eben in bestimmten, abzählbaren Perioden, Häufigkeiten und Frequenzen statt. Und damit kann man die Zahl auch mit einer Schwingung vergleichen, ja sie sogar mit einer Schwingung, mit Rhythmus gleichsetzen.

Polarität der Zahl

Eine Zahl hat in der Mathematik immer zwei Aspekte: Positiv und Negativ. Die Zahl beschreibt also nicht nur eine Menge oder Quantität, sondern auch eine Qualität, nämlich die Polarität. Erst dadurch wird Schwingung überhaupt möglich: Wellenberge wechseln sich mit Wellentälern ab. Das bedeutet dass die Zahl, je nachdem wie sie verwendet wird und in welchem Intervall dies geschieht, eine gewisse »Energie« aussendet, vorausgesetzt die Erscheinungsform oder Existenz eines Dinges ist Lebendig. Schwingung ist also die Lebendigkeit der Zahlen.
Was aber sind nun die Zahlen als einzelne Werte? Haben diese eine bestimmte Qualität? Bedeuten alle Zahlen das Gleiche, oder macht es einen Unterschied, wie »hoch« eine Zahl ist?

Die Zahl als Archetyp

Durch das Wissen um die Überlieferungen aus dem antiken Ägypten, kann man davon ausgehen, dass durch den ägyptischen Gott Toth (griech. Hermes Trismegistos) bestimmte Archetypen in die Welt gebracht wurden (insgesamt 22 Grundtypen), aus welchen sich alle Zahlen ergaben. Was aber philosophisch mit den Zahlen zusammenhing wurde auch zu einem Großteil von den bekannten Mathematikern der griechischen Antike, allen voran Pythagoras von Samos, entwickelt und für jeden Menschen in eine Form gebracht, dass man die philosophische Grundbedeutung der Zahlen verstehen konnte.

In jener alten Zeit des ägyptischen Reiches verstand man die Zahlen folgendermaßen:
Die Eins stand für die Einheit, das Ganze, das ungeteilte und die Vereinigung der Gegensätze, der Wert, der in allen anderen Dingen als Grundkonstante vorhanden ist. Sie wurde in ihrer Dimension als der Punkt beschrieben, als die erste Dimension, nicht unbedingt zu verstehen als mathematische Dimension, sondern vielmehr als eine Beschreibung der Form.

Die Zwei, war die Zahl der Teilung, die Zahl des Denkens, des Analysierens aber auch die Zahl des Zweifels. Wichtig war sie auch als die Grundzahl der Weiblichkeit, denn sie war ein Prinzip, dass Teilung zulässt ohne, dass eine »Verletzung« stattfindet, denn die Eins wäre zerbrochen. Vielleicht, schaut man sich die Bibel an, ist dort die göttliche Erschaffung des Menschen ein Beispiel, da Gott ja angeblich die Eva aus Adams Rippe schnitt, also etwas teilte, und daraus etwas Neues erschuf. Die Zwei auch die Zahl der zweiten Dimension, also der Linie mit Zwei Enden. Damit natürlich ergibt sich das Thema der Polarität, während die Eins ja mit dem Selbst als auch dem All gleichgesetzt ist.

Die Zahl Drei ist die Vereinigung der ersten beiden Zahlprinzipien, denn 1 + 2 = 3. Damit ist sie also Teilung und Vereinigung, Analyse und Synthese, Tod und Wiedergeburt in dieser Zahl vereint. Auch ist sie die Zahl der Schwingung, da eine Schwingung immer aus Negativ, Nulldurchgang und Positiv entsteht. Sowohl gilt dies für die Ausbreitung von Wellen, seien es Lichtwellen oder Schallwellen.
Auch ist sie die Zahl der Zeit, da sie mit den drei kosmischen Göttern im Hinduismus beschrieben werden kann, nämlich Brahma, dem Erschaffer, Vischnu, dem Erhalter und Schiva, dem Zerstörer. Sie steht damit also für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wobei sie diese drei zeitlichen Konzepte in sich vereint und beweist, dass Zeit immer nur im Hier und Jetzt stattfindet.

Während die vorigen drei Zahlen eher die Prinzipien des Seins und des Lebens beschreiben, steht die Vier für die Festigung von Konzepten, die Materialisierung von Dingen und damit die benötigte Vernunft um etwas zu erschaffen, was eine »dingliche« Form annimmt. Die Vier ist die Zahl des Materialismus. Sie ist als die Vollendung des Schwingungsvorganges, die Festigung sozusagen, da Sie durch hinzufügen der Einheit zum Schwingungsprinzip, dieses bindet.
Aus diesen ersten vier Zahlen, kann man sämtliche anderen Zahlen durch Kombination ableiten, denn die theosophische Addition der Vier ergibt die 10 durch 1 + 2 + 3 + 4, auf der unser metrisches System beruht - 10 Finger, 10 Zehen, 10 Erzengel, usw.
Damit wären die Zahlen in Ihrer Ursprünglichkeit beschrieben.

 

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