Aspekte alt-ägyptischer Kosmologie

von S. Levent Oezkan

Auf einem alten Sarkophag des Uresch-Nofer, einem Hohepriester der alt-ägyptischen Muttergöttin Mut, ist in die Oberseite der Grabplatte ein besonderes Bildnis eingraviert: man sieht darauf die Himmelsgöttin Nut, deren mit Sternen besetzter Körper sich über die Erde beugt - ein schönes Bild dafür, wie man im alten Ägypten den Kosmos sah.

Laut den Lehren der alten ägyptischen Eingeweihten, gab es drei große Weltkatastrophen:

  1. Zuerst trennte sich in der hyperboräischen Zeit die Erde vom Himmel. Damals ereignete sich die Trennung der Erde aus einer Ursonne.
  2. Die zweite Weltkatastrophe ereignete sich mit dem Austritt des Mondes aus der Erde. Wissenschaftler sehen das im Zusammenprall eines etwa marsgroßen Himmelsobjekts (Theia) mit der Protoerde. Dies ereignete sich in einer Zeit, als die Menschen auf dem Kontinent Lemuria lebten. Es war ein "gottgewolltes" Ereignis, denn die Erde drohte damals, durch verhärtende Kräfte in ihrer Entwicklung zu erstarren. Deshalb löste sich der Mond aus der Erde und mit ihm die dunkelsten Kräfte. Darum geht bis heute vom Einfluss des Mondes eine herabziehende Wirkung aus.
  3. Die dritte Weltkatastrophe war die Sintflut, die mit dem Untergang des Kontnents Atlantis einherging.
Die Himmelsgöttin Nut – ewigeweisheit.de

Die Himmelsgöttin Nut: Gravierung auf der Grabplatte des Hohepriesters Uresch-Nofer (378-341 v. Chr.).

Die Himmelsgöttin Nut

Nut ist Mutter des ägyptischen Pantheon. Jedem der in ihr lebenden Götter entspricht ein Gestirn - darunter Sonne, Mond, Venus, die anderen Planeten und die Fixsterne. Ihren Leib wölbte sie als Sternenhimmel schützend über die Erde, so dass dort Leben entstehen konnte. 

Der Sarkophag des Hohepriesters Uresch-Nofer (siehe Abb.) zeigt drei Sphären, die vermutlich hindeuten drei Ebenen menschlichen Bewusstseins (Geist, Seele und Körper), symbolisiert durch die drei großen Himmelslichter Sonne, Venus und Mond.

Nuts Wirbelsäule bilden die Wasser des himmlischen Nils, den man in der Milchstraße zu sehen glaubte - unserer Galaxie. Die Milchstrasse galt den Hohepriestern im alten Ägypten als ein Pfad der Seele. Über ihn kamen die Seelen auf die Erde.

Vom Erdgott Seb beschwängert, gebar die Himmelgöttin Nut die Sonne. Seit dieser Zeit vollzieht sie als Zentralgestirn jeden Tag ihren Lauf über den Horizont von Osten nach Westen. Dort aber bewegt sie sich in den geöffneten Mund der Göttin Nut und durchläuft des Nachts ihren Körper. In der Morgendämmerung schließlich steigt sie aus dem Mund der Nut hervor und wird in den neuen Tag wiedergeboren.

Auch den Mond gebar die Göttin Nut. Er formte sich aus der himmlischen Milch ihrer Brüste.

 

Der Weg der Einweihung

Johan von Kirschner

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