Der Dritte Schlüssel des Basilius Valentinus

Aus dem Mittelhochdeutschen übertragen von S. Levent Oezkan

Durch Wasser kann Feuer gelöscht werden und wenn man viel Wasser in wenig Feuer gießt, so muss das Feuer dem Wasser gehorchen und ihm die Herrschaft der Wirkungslosigkeit gewähren.

Also muss unser feuriger Schwefel auch durch Wasser zur Kunst gemacht, überwunden und erstritten werden, wenn nach Abscheidung des Wassers das feurige Leben unseres Schwefeldampfs triumphieren und obsiegen soll. Ein Triumph bei einem solchen Vorhaben kann aber nur erzielt werden, wenn der König seinem Wasser Stärke und Kraft beigibt und ihm den Schlüssel seiner Hoffarbe übergibt, damit er dardurch zerbrochen und unsichtbar gemacht werden kann. Doch diesmal muss seine sichtbare Gestalt wieder greifbar werden, was nur geschehen kann, wenn sein einfältiges Wesen von ihm abbreche und zu großer Verbesserung seines Standes führen kann.

Ein Maler kann auf Weiß gelbe und auf Gelb rote oder purpurbraune Farbe auftragen. Selbst wenn alle Farben noch vorhanden sind, so behält doch die letzte in ihrem Grad die Überhand.

Das Selbe muss auch in unserer Meisterschaft geschehen, denn so hast Du das im Dunkeln leuchtende und doch nicht brennende Licht aller Weisheit vor Augen. Denn unser Schwefel brennt nicht und leuchtet dennoch (vermutlich ist hier anstelle von Schwefel von gelbem Phosphor die Rede).

Er färbt aber erst dann, wenn man ihn auf bestimmte Weise zubereitet und ihn mit seiner eigenen Farbe gefärbt hat, damit man ihn zum Färben der unvollkommenen, schwachen Metalle verwenden kann. Der selbe Schwefel kann aber nur dann  färben, wenn ihm solche Farbe beständig zugeführt wird. Denn der Schwache kann nicht obsiegen über den Stärkeren. Jener behält die Herrschaft über den Schwächsten, denn das Schwache muss dem Starken weichen und ihm nachgeben. Aus diesem Grund sei Dir darüber im Klaren, dass etwas Geringes etwas anderem Geringen nicht helfen kann, noch das es dazu beitragen kann es in seiner Wirkung zu fördern. Etwas Brennbares kann nicht zum Schutze etwas Brennbarem verwendet werden, ohne das es selbst verbrennt. Soll nun also ein Schutz sein, der dem Verbrennlichen beiwohnt und diesen deshalb erhält, so muss der Beschützer mehr Gewalt haben als derjenige, den er zu bewahren versucht. Er muss zuvor selbst in seinem Wesen unverbrennlich mit Wahrheit in aller Beständigkeit sich zeigen, und sich selbst beweisen können.

Wer also unseren unverbrennlichen Schwefel der Weisen bereiten will, der gehe vor mit Bedacht: er soll den Schwefel suchen in einem, der im Innern unverbrennlich ist. Dies kann aber nicht geschehen, wenn nicht das versalzene Meer den Leichnam verschlungen und wieder ausgeworfen hat. Deshalb erhöhe ihn dann in seinem Grad auf dass er alle anderen Sterne des Himmels in seiner Klarheit weit übertreffe und in seinem Wesen so blutreich geworden ist wie der Pelikan, wenn er sich in seiner Brust verwundet. Daraufhin kann er gesunden Leibes seine Jungen ausreichend ernähren und von seinem Blut speisen. Das ist die scharlachrote Rose unserer Meister und das rote Drachenblut über das soviel geschrieben wurde. Auch der Purpurmantel des höchsten Gebieters in unserer Kunst, womit die Königin des Heils bedeckt wird, kann die minderwertigen Metalle erwärmen.

Diesen Mantel der Ehre verwahre wohl mit dem astralischen Salz, welches diesem himmlischen Schwefel folgt. So ist er sicher und die fliegende Kraft des Vogels teilt ihm soviel mit, wie ihm von nöten ist. So wird der Hahn den Fuchs fressen, danach im Wasser ertrinken, durchs Feuer lebendig werden, damit gleich und gleich verglichen werde.

 

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