Der Vierte Schlüssel des Basilius Valentinus

Aus dem Mittelhochdeutschen übertragen von S. Levent Oezkan

Alles Fleisch welches auf der Erde geboren wurde, muss wieder zerstört und zu Erde werden, denn war es auch zuvor Erde gewesen. Danach gibt das irdische Salz eine neue Geburt durch die himmlische Erweckung. Denn wo vorher keine Erde ist, dort kann in unserem Werk auch keine Auferstehung folgen, weil nur in der Erde der natürliche Balsam steckt und das Salz derer, welche die Wissenschaft aller Dinge gesucht haben.

Am jüngsten Tag, wird die Welt durch das Feuer gerichtet werden, welches zuvor aus nichts durch den Meister gemacht wiederum durch das Feuer zu Asche werden muss. Aus dieser Asche wird der Phoenix dann seine Jungen wieder hervor bringen. Denn in dieser Asche steckt wahrhaftig der rechte Tartarus welcher aufgelöst werden muss und nach seiner Solution damit das Schloss des köngiglichen Gemachs geöffnet werden kann.
Durch die Verbrennung, werden neue Himmel und Erden geschaffen und dann wird der neue Mensch viel herzlicher erscheinen als wie er zuvor in der ersten Welt gewesen war, denn nun ist er erleuchtet worden.

Wenn Asche und Sand durch das Feuer zur Reife gebracht und auch gekocht werden, so macht der Meister daraus ein feuerfestes Glas. Es ist dann von seiner Farbe her gleich einem durchsichtigen Stein. Und wo man keine Asche mehr erkennt, das ist dem Unwissenden eine große geheime Kunst, dem Wissenden aber nicht, denn ihm ist es durch sein Wissen und seine große Erfahrung zu einem Handwerk geworden.

Aus Steinen brennt der Meister auch Kalk, damit man ihn zur Arbeit verwenden kann. Bevor man ihn durch Feuer bereitet, ist es ein Stein wie jeder andere und kann nicht zur Verarbeitung verwendet werden. Durch das Feuer aber wird der Stein zu etwas Wertvollem verwandelt, denn er nimmt von dem Feuer die Kraft an sich, stärkt sich und daraufhin wohnt diesem Kalk ein feuriger Geist inne - mächtig und vollkommen.

Jedes Ding, hat man es erst einmal gebrannt und durch Kunst zu Asche verwandelt, ergibt ein Salz. Kannst Du nun den Schwefel und sein Mercurium von ihrer Zusammensetzung her auf besondere Art erhalten und wiederum damit in Mäßigkeit dieses Salz gekonnt ergänzen, so kann daraus wieder das werden, welches es vor der Zerstörung seiner Zusammensetzung durch das Feuer gewesen ist. Das was die Klugen dieser Welt eine Torheit nennen und als eitle Lügen erachten, damit meinen sie ein neues Geschöpf, welches Gott dem Sünder verwehrt, versteht es aber selbst nicht, dass das Geschöpf zuvor gewesen ist und der Meister allein durch den Samen der Natur seine Vermehrung und Meisterschaft beweist.
Der Meister welcher keine Asche hat, kann auch kein künstliches Salz herstellen, denn ohne Salz kann unser Werk nicht lebendig werden, weil die Erhärtung aller Dinge nur durch das Salz bewirkt wird.
Die Erhalterin aller Dinge ist gleich dem Salz und dieses bewahrt vor der Fäule. Also ist das Salz unserer Meister auch ein vollkommener Schutz der Metalle, damit sie nicht zerstört und verdorben werden. Das Salz verhindert also das der Balsam stirbt und der innewohnende, natürliche Salz-Geist entweicht, denn sonst wäre der Leib tot und man könnte daraus nichts weiter Fruchtbares herstellen. Wenn die Geister der Metalle ersteinmal entwichen sind und nur durch natürliches Absterben eine leere tote Wohnung hinterlassen wurde, so kann darin kein neues Leben mehr einziehen.

Merke dir aber noch diese meine Lehre der Hohen Kunst, dass das Salz aus der Asche viel zu bewirken vermag und viele Tugenden in ihm verborgen sind. Doch ist das Salz zu nichts nützlich, es sei denn man bringt seine innere Kraft zu Tage und kehrt diese um. Denn der Geist alleine ist es der Kraft und Leben gibt. Nur der Leib alleine vermag hier nichts zu bewirken. Bist Du also dazu im Stande, diesen Geist zu finden, so hast Du das Salz und das unverbrennliche Öl der weisen Meister gefunden wovon ich viel geschrieben habe.

Und wären der Meister noch so viel
So auf mich richten ihre Ziel'
So haben es doch wenig dahin gebracht
Dass sie ergründeten meine rechte Kraft.

 

Urheimat Arktis: Wahrheit oder Wahn?

Johan von Kirschner

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wo die indoeuropäische Kultur ihren Ursprung nahm. Ihre Nachkommen aber bilden heute eine Zivilisation, die sich mehr als 10000 Kilometer über die Nordhalbkugel unserer Erde erstreckt. Kamen die Vorfahren dieser Kultur vielleicht aus dem hohen Norden?

Blick ins Buch werfen auf Amazon.de >>

Gralssuche und Selbstfindung

Johan von Kirschner

Das Mysterium vom Heiligen Gral ist eine der faszinierendsten Legenden des Mittelalters. Seine mythisch-historische Bedeutung aber, hat sich bis zum heutigen Tage keineswegs vermindert. Im Mythos vom Gral verbergen sich ganz zentrale Schlüssel zur Erkenntnis der Welt und des Selbst.
Auf drei Erzählebenen, führt dieses Buch den Leser ein, in das Geheimnis vom Heiligen Gral: historisch, psychologisch, magisch.

Blick ins Buch werfen auf Amazon.de ►