Vom Aufstieg der Seele

von S. Levent Oezkan

Den Wunsch mit göttlichen Wesen in Verbindung zu treten hegen wohl jene, die mit den Themen der Chaldäischen Orakel vertraut sind. Es wäre aber zu behaupten vermessen, die Inhalte dessen mit einem kleinen Artikel wie diesem zu umfassen. Trotzdem lohnt es sich immer, einen Auschnitt über diese zu verfassen.

Die Materie, das Körperliche, bildet in der kosmischen Hierarchie allen Seins die niedrigste Ebene, da sie von allen am unvollkommensten ist.

Jene oben angedeuteten Wesen findet aber nur, wer seine Körperlichkeit verlässt. Er kann sich ihnen dann nähern. Gefährdet dabei aber eigentlich sein Leben. Denn was geschähe, er fände den Weg nicht mehr zurück?

Die Weltseele

Alles fleischlich-leibliche verbrennt in den höheren Sphären. Zehn Sphären durchreist der Theurgist zum Höchsten - dem Vater. Aus seinem Intellekt, dem Nous, wie die Griechen sagen, geht die Weltseele hervor, die den ganzen Kosmos belebt. Sie befindet sich in den unbeschreiblichen Gefilden jenes Allseins.

Nun ist da die griechische Göttin Hekate. Die Neuplatoniker verehrten sie, verkörperte sie ihnen doch die Weltseele. Hekate vermag zu vermitteln zwischen der Welt der Götter und der Menschenwelt. Mit ihr begeben wir uns beim Aufstieg durch die zehn himmlischen Sphären.

Wie aber schon gesagt: Vorsicht ist geboten. Wer die Reise unvorbereitet antritt, bringt sich in Gefahr. Und doch glauben manche Gigantomane, sie könnten den Reisantritt improvisieren. Erneut: Diese Reise geht einher mit einer Lockerung der Stelle im Körper, woran die Seele "montiert" ist. Wer Unsinn treibt, bei dem Genuss und Sinnenlust den Ton angeben, wird sich nicht nur die Finger verbrennen. Nur ein Mensch der sich zu Tugendhaftigkeit geläutert hat und sich im Gleichgewicht befindet, kulturell, geistig, psychisch und physisch, er vielleicht darf es wagen, was im Folgenden beschrieben wird.

Doch bevor es darum geht sei noch gesagt: Nur wem es ernst ist, wer die Reise im Geiste sich wirklich vorstellen kann, darf sich verlassen. Doch auch für die folgende Erklärung gilt: Die Beschreibung ist niemals das Beschriebene! Zu lesen allein ist sinnlos.

Robbert Fludd: Mikrokosmos Mensch als Spiegelbild des Makrokosmos - ewigeweisheit.de

Mikrokosmos Mensch als Spiegelbild des Makrokosmos. Illustration von Robbert Fludd (1574-1634).

Die Reise

Sobald die Reise angetreten ist, steigt die Seele auf, entlang der Stufen auf der polaren Weltachse. Er durchquert das Reich der Sonne und der Planeten, vorbei an den Fixsternen, in die überkosmische Wirklichkeit hinaus. Hier herrscht äußerste Bewegungslosigkeit, erstarrt durch die absolute Macht "des Einen".

Um diesen Pol der Stille drehen sich der Große Bär (großer Wagen) und der Kleine Bär (kleiner Wagen) und alle darunter befindlichen Himmelssphären.

In der aufwärts und abwärts führenden Reise, legt man in jeder Sphäre die negativen Tendenzen ab, die vom jeweiligen Planeten diktiert wurden. 

Die aufwärts führende Bahn ist ein Schlangenpfad - die abwärts führende ein feuriger Blitz.

Die Reise

  1. Wir beginnen den Körper auf der Erde lassend.
  2. Sinne und Leidenschaften entlassend, bewegen wir uns durch die Atmosphäre.
  3. Unsere Geschlechtskraft bleibt in der Mond-Sphäre.
  4. Teuflische Gerätschaften bleiben in der Merkur-Sphäre.
  5. Begierden bleiben in der Venus-Sphäre.
  6. Arroganz bleibt in der Sonnen-Sphäre.
  7. Unüberlegtheit und Hast bleiben in der Mars-Sphäre.
  8. Streben nach Reichtum bleibt in der Jupiter-Sphäre.
  9. Falschheit bleibt in der Saturnsphäre. Danach verlassen wir das Sonnensystem und erheben uns über die planetarischen Kräfte hinweg.
  10. In der Sphäre des Polarsterns angelangt, empfangen wir große Macht und schließen uns denen an, die dem himmlischen Vater Hymnen singen.
  11. In der neunten Sphäre singen andere Wesenheiten Hymnen, in einer ihr eigenen Sprache.
  12. Die zehnte Sphäre schließlich ist das Heim der Seele. Es ist die Sphäre des Vaters - der Schoß Abrahams.
    Dorthin begeben sich alle Seelen nach dem Tod und von dort aus kehren sie wieder.

Amen.

 

Lehrbuch der Astrologie: Über das astrale Wesen unserer Seele

Johan von Kirschner

In der Astrologie werden die Eigenschaften von Licht, Leben, Raum und Zeit unter astrologischen, mythologischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten untersucht.

Der Begriff der kosmischen Weltseele und ihre Bedeutung für das Gefüge unserer eigenen, individuellen Astralseele, werden in diesem Buch eingehend besprochen.
Wir erfahren darin über unsere Vorfahren der fernen Vergangenheit die uns einen feinstofflich-ätherischen Körper vererbt haben. In diesem sphärisch-astralen Lichtkörper sind die Glyphen der astrologischen Geburtskonstellationen eingezeichnet, die den darin gehüllten physischen Körper formen und ihn während seines gesamten Erdenlebens begleiten. 

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