Sefer Yetzirah - Buch der Formgebung - Kapitel V

Übersetzung: S. Levent Oezkan

Zwölf einfache Buchstaben, nämlich Heh, Vav, Zajin, Chet, Teth, Jod, Lamed, Nun, Samech, 'Ayin, Tzaddi und Qoph. Sie sind die Grundlagen des Gesichts, des Gehörs, des Geruchs, der Sprache, des Geschmacks, der Sexualität (Tastsinn), der Tätigkeit, des Gehens, des Zorns, des Lachens, des Denkens und des Schlafs.

2. Diese zwölf einfachen Buchstaben, definieren zwölf Richtungen im Raum: Nordost, Ost-Oben, Ost-Unten, Nord-West, Nord-Oben, Nord-Unten, Süd-West, West-Oben, West-Unten, Süd-Osten, Süd-Oben und Süd-Unten. Sie breiten sich ewig ins Unendliche aus, sind wie die Arme des Universums.

3. Diese zwölf einfachen Buchstaben, gestaltete, formte, kombinierte, wog, veränderte sie und schuf mit ihnen die zwölf Abschnitte im Sphärenkreis. Das sind die zwölf astrologischen Konstellationen, die zwölf Monate im Jahr und die zwölf wichtigsten Organe des Menschen, nämlich die Leber, die Galle, die Milz, der Darm, die rechte Niere, die linke Niere, der Mastdarm, der Magen, die rechte Hand, die linke Hand, der rechte Fuß und der linke Fuß.

4. Gott schuf das Heh im Sehen, band ihm eine Krone um und verschmolz sie miteinander. Er schuf mit ihm den Widder im Universum, den Nissan (März) im Jahr und die Leber im menschlichen Körper (männlich und weiblich).

5. Gott schuf das Vav im Hören. Er schuf mit ihm den Stier im Universum, den Iyyar (April) im Jahr und die Galle im menschlichen Körper (männlich und weiblich).

6. Gott schuf das Zajin im Riechen, band ihm eine Krone um und verschmolz sie miteinander. Er schuf mit ihm die Zwillinge im Universum, den Sivan (Mai) im Jahr und die Milz im menschlichen Körper (männlich und weiblich).

7. Gott schuf das Chet im Sprechen. Er schuf mit ihm den Krebs im Universum, den Tammuz (Juni) im Jahr und den Darm im menschlichen Körper (männlich und weiblich).

8. Gott schuf das Teth im Geschmack, band ihm eine Krone um und verschmolz sie miteinander. Er schuf mit ihm den Löwen im Universum, den Ab (Juli) im Jahr und die rechte Niere im menschlichen Körper (männlich und weiblich).

9. Gott schuf das Jod in der Sexualität. Er schuf mit ihm die Jungfrau im Universum, den Elul (August) im Jahr und die linke Niere im menschlichen Körper (männlich und weiblich).

10. Gott schuf das Lamed in der Tätigkeit, setzte oben einen Stachel hinein und verschmolz sie miteinander. Er schuf mit ihm die Waage im Universum, den Tischri (September) im Jahr und den Mastdarm im menschlichen Körper (männlich und weiblich).

11. Gott erschuf das Nun im Gehen, band ihm eine Krone um und verschmolz sie miteinander. Er schuf mit ihm den Skorpion im Universum, den Marheschewan (Oktober) im Jahr und den Magen im menschlichen Körper (männlich und weiblich).

12. Gott erschuf das Samech im Zorn. Er schuf mit ihm den Schützen im Universum, den Kislew (November) im Jahr und die rechte Hand des Menschen (männlich und weiblich).

13. Gott erschuf das 'Ayin im Lachen, band ihm eine Krone um und verschmolz sie miteinander. Er schuf mit ihm den Steinbock im Universum, den Tewet (Dezember) im Jahr und die linke Hand des Menschen (männlich und weiblich).

14. Gott erschuf das Tzaddi im Denken, band ihm eine Krone um und verschmolz sie miteinander. Er schuf mit ihm den Wassermann im Universum, den Schiwat (Januar) im Jahr und den rechten Fuß des Menschen (männlich und weiblich).

15. Gott erschuf das Qoph im Schlafen, band ihm eine Krone um und verschmolz sie miteinander. Er schuf mit ihm die Fische im Universum, den Adar (Februar) im Jahr und den linken Fuß des Menschen (männlich und weiblich).

16. Drei Mütter, sieben Doppelte und zwölf Einfache bilden die zweiundzwanzig Buchstaben aus denen Jah, JHVH Tzabaoth, der lebendige Gott, der Gott Israels, alles gegründet hat. Hoch und heilig sind er und sein Name.

17. Drei Mütter aus denen er drei Väter erschuf: Feuer, Geist und Wasser, aus denen sieben Himmel entstanden, mit all ihren englischen Heerscharen, sowie daraus die zwölf Grenzen des Universums.

Die sechs Kapitel des Sefer Yetzirah

 

Lehrbuch der Kabbala: Strukturprinzipien des Göttlichen

Johan von Kirschner

Das Wort Kabbala steht für das Empfangen einer Geheimlehre. Diese Lehre gründet auf der esoterischen Tradition der jüdischen Tora. Die Kabbala ist jedoch ein Einweihungsweg für Menschen jeden Glaubens.

Ursprünge der kabbalistischen Tradition sind Jahrtausende alt und wurzeln im alten Ägypten und Babylon. Im Mittelalter wurden die mündlichen Äußerungen der historischen Kabbala-Meister niedergeschrieben. So entstand der esoterische Textkorpus dieser universalen Lehre.

Neben ihren magischen Aspekten, ist die Kabbala eine zeitlose Weisheitslehre und ein esoterisches System zur Erkenntnis Gottes, der Natur und des Menschen.

Mit diesem Buch wird ein Gesamtwerk der Kabbala vorgelegt. Es ist ein Kompendium der zentralen Gesichtspunkte der esoterischen Tradition im Judentum. Das theoretische Gedankengebäude, wie auch die magischen Methoden der Kabbala-Tradition, werden in diesem Buch ausführlich beschrieben.

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