Die Welt im Tarot

Integration, Errungenschaft, Einbindung, Erfüllung

Kurzbeschreibung:

Ein nackter Hermaphrodit tanzt über der Erde einen Stab in jeder Hand haltend. Er ist umgeben von eimem grünen Blätterkranz und wird von den vier Evangelisten beobachtet. Zusammen bilden sie die fünf Elemente. Sie sind die Repräsentanten der natürlichen Welt. Die Welt repräsentiert ein Ende eines Lebenszyklus, eine Pause im Leben vor dem nächsten großen Zyklus der wieder mit dem Narren beginnt. Die Figur ist gleichzeitig männlich und weiblich, unten und oben, eingehängt zwischen Himmel und Erde. Die Karte weist auf Vollkommenheit hin und steht für den Zustand der wiederhergestellten Welt. Das Gesetz der Offenbarung soll zum höchsten Grad der natürlichen Perfektion führen.

Zahl:

Numerologie der Einundzwanzig - 21

Hebräischer Buchstabe:

ת    “Zeichen, Kreuz”

Details:

Eine jugendliche Gestalt tanzt in der Mitte eines Siegeskranzes der von vier Tierwesen umgeben ist, die uns bereits auf der 10. Karte (»Rad des Schicksals«) begegneten. Der tanzende Mensch könnte, da man wegen seines Schleiers nicht weiß ob er männlich oder weiblich ist, vielleicht ein Hermaphrodit sein. Er hält zwei Zauberstäbe die den negativen und den positiven Pol der universalen Energien anzeigen und als die Verschmelzung von Selbstbewusstsein und Unterbewusstsein erscheint. Beide führen in die Einheit mit dem Überbewusstsein. Das tanzende Mädchen befindet sich im Ruhepol des Bildes wo Vergangenheit, Zukunft, Handeln und Nichthandeln sich gegenseitig ausgleichen. In der ovalen Form des Blätterkranzes erkennen wir das »kosmische Ei der Philosophen« – Symbol für das in die Ordnung verwandelte Chaos, das die Geburt des Kosmos repräsentiert. In dieser Karte wird der Zustand der wiederhergestellten Welt – das Gesetz der Manifestation hat sich zum höchsten Punkt naturgemäßer Vollendung entfaltet. Sie ist die Karte des »Wiedergefundenen Paradieses« – nach langer, vielleicht beschwerlicher Reise hat man das Ziel erreicht. Damit wird unsere Suche mit diesem Tarotbild abgeschlossen. Es ist ein Mandala der psychischen Ganzheit auf dem Weg zur Integration des wahren Selbst in uns. Man hat seinen Platz in dieser Welt gefunden, etwas Angefangenes wird zu glücklicher Vollendung gebracht. Die 21. Karte steht für unsere Berufung – wir haben unsere Aufgabe gefunden und leben im Innern – in Glück und Einklang mit dem Außen – die uranfängliche Einheit unserer Seele ist wiederhergestellt, der Keim für ein neues Streben zu höheren Ebenen ist gepflanzt.

Wir sollten nun darauf achtgeben das wir uns nicht zu lange in diesem Zustand aufhalten, nicht nur auf das Gewonnene fixieren, sondern weiter nach höherem Streben. Verlassen wir also die festgelegten Bahnen der Vergangenheit, und bereiten uns allmählich auf die nächste Lebensreise vor.

 

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Johan von Kirschner

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