Samadhi: Sammlung

von Johan von Kirschner

So wie die Frucht des Dharana das Dhyana ist, ist die Frucht des Dhyana das Samadhi. Dharana beruhigt den Geist des Yogis, in Dhyana erlangt er Gelassenheit. An diese Gelassenheit gewöhnt, durchdringt sein Bewusstsein die Schalen der Glückseligkeit und taucht ein ins Meer der Allwissenheit.

Wer die sieben Stufen der geistigen Reinigung vollzogen hat, erreicht tiefste Andacht: Samadhi. Man schaut dann den Vorgängen des Bewusstseins zu, erhebt sich über Denken, Fühlen, Wollen und Körperlichkeit, als vom Bewusstseinskern losgelösten Prozessen des Seins. Das bedeutet, dass der Geist des Yogi im Samadhi-Zustand, der Gemeinschaft aller Geistseelen gewahr wird, als Teil der universalen Wahrheit Gottes (Atman).

Nun hat der Yogi den Zustand völligen Gleichgewichts erreicht. Seine Erfahrung ist jetzt frei von Selbstbewusstheit, ist jenseits der Vorstellungen von Raum und Zeit. Was den Geist in den vorherigen Stufen einschränkte, ist, in dem vom Geist befreiten Samadhi, nun Teil des unendlichen Bewusstseins (Brahman).

In Samadhi vereinigen sich das weibliche und das männliche Prinzip von Shakti und Shiva, wo die Kundalini aufgerichtet ist und dabei Wurzelchakra (Muladhara) und Kronenchakra (Sahasrara) verbindet.

Jetzt ist der Yogi mit unendlicher Glückseligkeit beschenkt und es öffnen sich ihm die Tore zu göttlichem Wissen.