Guido Cavalcanti

1250-1301

Für mein Denken hast du alles Wertvolle gesehen,
Alle Freude und so viel Gutes, wie ein Mensch nur wissen kann,
Wenn du in seiner Macht wärest, der hier unten
Der hier unten der Ehre gerechter Herr ist auf Erden.
Wo das Böse stirbt, da wird es auch geboren,
Dessen Gerechtigkeit aus dem Mitleid wächst.
Sanft wird er gehen zu den Schlafenden,

Und ohne Schmerz ihnen entreißen das Herz.
Dein Herz nahm er, denn er wusste wohl, ach!
Dass der Tod deine Frau zur Beute gemacht hat:
Aus Furcht davor, nährte er sie mit deinem Herzen.
Doch als er traurig zu scheiden schien,
Süß war da ihr Traum; denn durch dieses Zeichen, sage ich,
Das Gegenteil wird gewiss eintreten.

Wer ist sie, die da kommt?
Wer ist sie, die da kommt, auf die alle blicken,
Die die Luft mit Licht erbeben lässt,
Und an deren Seite die Liebe selbst ist, so dass keiner
Zu sprechen wagt, doch jedes Menschen Seufzen ist unendlich.
Ach, wie sie sich umschaut von links nach rechts,
Lass die Liebe reden: Ich darf nicht darüber sprechen.

Die Dame scheint von so hohem Segen
Die alle andern in den Augen der Menschen unwürdig macht.
Die Ehre, die ihr gebührt, kann nicht gesagt werden;
Dem alles Tugendhafte unterworfen ist,
Während alle schönen Dinge ihre Gottheit besitzen.
Niemals wurde der Geist des Menschen so edel geführt,
Und noch nie wurde uns eine solche Erlösung zuteil
Dass wir sie je vollkommen erkennen.

- Antwort an Dante Alighieri

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