Goldener Schnitt

Wofür steht das Pentagramm?

von S. Levent Oezkan

Pentagramm der Planeten und des Menschen - ewigeweisheit.de

Zu den wohl wichtigsten geometrischen Figuren der Geheimwissenschaften zählt der fünfzackige Stern: Das Pentagramm. Es ist ein Symbol der Vollkommenheit, dass seit uralter Zeit in religiösen Bildern eine Rolle spielt. Wir begegnen ihm im alten China, in Indien, Mesopotamien, Persien oder dem alten Griechenland. Seit Jahrtausenden verwenden Künstler und Architekten dieses archetypische Symbol in sakraler Kunst und zur optischen Veredelung heiliger Bauwerke.

Es beinhaltet viele Eigenschaften, die sich auch auf das beziehen, was wir als Menschsein verbinden mit unserem Empfinden des Schönen.

Den alten Pythagoräern galt das Pentagramm als Symbol der »Hygieia«, einer Tochter des Asklepios, dem Gott der Heilkunst. Als ihr Symbol stand es für Sauberkeit (»Hygiene«), Gesundheit und Wohlbefinden.

Heilige Zahlen 72 und 108 im Pentagramm

Innerhalb dieser geometrischen Figur finden wir drei Winkelmaße, von denen in der Esoterik insbesondere zwei von Bedeutung sind. Die fünf Zacken des Fünfsterns stehen, mit zwei Ecken von je 72°, auf je einer der darunter verlaufenden fünf Linien. Und diese Zahl 72 ist von Bedeutung für die Kabbala, in der es 72 Heilige Namen (Shem HaMephorash) gibt, die gleichzeitig je einem damit benannten Engel entsprechen.

Pentagramm in der Alchemie – ewigeweisheit.de

Das auf der Spitze stehende Pentagramm ist ein Symbol des Teufels, doch soll es als Spiegelung des Bösen, gegen das wirken wofür es eigentlich steht.

Teilen wir den 360°-Kreis durch 72, so erhalten wir wieder die Zahl Fünf, also die Anzahl der Sternspitzen des Pentagramms. Die Ecken, die sich darin im Zentrum befinden, bilden als Pentagon (Fünfeck) fünf 108°-Winkel. Und diese Zahl nun entspricht den Perlen der Mala, einer Gebetskette die sowohl im Hinduismus wie auch im Buddhismus verwendet wird.

Der Fünfstern in Alchemie und Magie

Jeder kennt wohl die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer, sowie das fünfte Element, dass in allen enthalten ist und man als die Quintessenz (von lateinisch »quinta«, die Fünfte) bezeichnet. Das aufrecht stehende Pentagramm lässt sich als symbolische Repräsentation der Eigenschaften der Dinge verwenden. Der nach oben weisenden Spitze des Pentakels ist die Quintessenz, der »Geist«, entsprechend, während man sich entlang der fünf Achsen bewegend, dann jeweils zum dem nächst-dichteren Element gelangt: der Reihenfolge nach also Quintessenz, Feuer, Luft, Wasser und Erde (was im Geiste ersonnen, wird im Feuer geformt, dann durch die Luft ins Wasser gegeben, um auf die Erde gebracht seinen Zweck zu erfüllen).

Was sich in solch einem Pentagramm jedoch gegenüber von einander befindet, weist hin auf das, was man als die »Verhältnisse des Lebendigen« bezeichnen könnte.

Goldene Spirale – ewigeweisheit.de

Ist dieses Symbol jedoch umgekehrt, also quasi »kopfstehend« abgebildet, steht es für die Kräfte der Finsternis, schwarzmagische Zwecke, oder, man könnte sagen, die negativen Wirkungen der fünf Elemente (wie etwa sich zu verirren, zu verbrennen, zu ersticken, zu ersaufen oder begraben zu werden).

Da man hier auch die Form von zwei Hörnern, zwei langen Ohren und die eines Bartes hineininterpretieren könnte, assoziiert man mit einem so angeordneten Pentagramm auch den Namen des sogenannten »Fürsten der Hölle«.

Immer aber verwendete man das Pentagramm auch als Apotropäum, einem Symbol, dass auf oder an einem Gegenstand angebracht, diesem eine Schutzwirkung verleiht. Man denke etwa an den rot bemalten Drudenfuß (umgedrehtes Pentagramm), den die Bauleute zum Richtfest in den Dachstuhl hängen, als Symbol zur Wahrnung. Man findet aber auch an den Torbögen alter Häuser diesen Drudenfuß (siehe Abbildung).

Mephistopheles:
Gesteh’ ich’s nur! dass ich hinausspaziere, verbietet mir ein kleines Hindernis, der Drudenfuß auf eurer Schwelle.

Faust:
Das Pentagramma macht dir Pein?
Ei sage mir, du Sohn der Hölle,
Wenn das dich bannt, wie kamst du denn herein?
Wie ward ein solcher Geist betrogen?

Mephistopheles:
Beschaut es recht! es ist nicht gut gezogen:
Der eine Winkel, der nach außen zu,
Ist, wie du siehst, ein wenig offen.

- Goethe, Faust: Der Tragödie Erster Teil

Was es auf sich hat mit diesem Winkel, »der nach außen zu [...] ein wenig offen«, dazu gleich mehr.

Das Pentagramm als Maß für die harmonischen Verhältnisse in der Natur

Die Seitenverhältnisse in denen sich die Linien innerhalb des Pentagramms schneiden, bilden das sogenannte Goldene Maß (auch: »Goldener Schnitt« ). Auch die gesamte Länge einer seiner Seiten, steht im »Goldenen Verhältnis« jeweils wieder zu dem größeren Teil eines Linienabschnitts.

Drudenfuß – ewigeweisheit.de

Das auf der Spitze stehende Pentagramm ist ein Symbol des Teufels, doch soll es als Spiegelung des Bösen, gegen das wirken wofür es eigentlich steht.

Man kann dieses Verhältnis aber auch auf einen Kreis anwenden, woraus sich der sogeannnte »Goldene Winkel« ergibt: einem Bogen den ein Winkel aufspannt von 222,5°, mit einem dazugehörigen Bogen über 137,5°. Hieraus ergibt sich der Blattansatz der Rose, die aufgrund ihrer Erbveranlagung auf diese Weise die maximale Aufnahme von Sonnenlicht bewirken will. Das heißt, dass wenn man sich eine Rosenblüte von oben ansieht, erkennt, dass jedes Blütenblatt exakt denselben Abstand zu dem vorherig gewachsen Blütenblatt einhält.

Ein Pentagramm lässt sich auch leicht asspziieren, wenn man einen senkrecht stehenden Apfel halbiert und das vor einem geöffnete Kerngehäuse sieht, wo jeder Winkel dem des Pentagramms (also jeweils 72°) entspricht.

Doch es lassen sich etwa auch die Linien von Viertelkreisen so verbinden, dass man daraus eine Spirale erhält. Wie in obigem Schaubild leicht zu erkennen ist, befinden sich die Seitenlängen der Quadrate im Goldenen Verhältnis zueinander, womit sich der Bogen des Viertelkreises, jeweils entsprechend fortsetzend anlegen lässt. Auch die Quadrate darin befinden sich ihrer Größe nach in perfekter Harmonie, bis in die kleinste Unendlichkeit.

Goldenes Maß im menschlichen Körper

Eigentlich ist der Mensch mit seinem Körper, wenn er die Glieder von sich streckend dasteht, selbst eine Andeutung des Pentagramm-Symbols (siehe Titelbild).

Unsere fünf Finger aber haben auch damit zu tun. Wenn Sie nämlich beispielsweise Ihren Zeigefinger betrachten, so bildet das Verhältnis zwischen der Länge des an der Hand befindlichen Fingerglieds, mit den  beiden vorderen Fingergliedern das Goldene Verhältnis, ebenso wie das erste Fingerglied (mit dem Fingernagel) mit dem mittleren.

Wenn wir uns die Länge der Hand (Spitze des Mittelfingers bis Mitte des Handgelenks) im Verhältnis zum Unterarm ansehen, sieht man wieder das selbe Goldene Verhältnis. Auch der Unterarm mit der Hand, im Verhältnis zum Oberarm, bringt das zum Vorschein.

Das selbe Goldene Maß finden wir im Verhältnis der Länge von Bauchnabel zu Schädeldecke und der Länge zwischen Bauchnabel und Fußsohle.

Ebenfalls das Gesicht ist in dieses Maß unterteilt, wo etwa die Augenpartie dieses Verhältnis zwischen Schädeldecke und Kinn bildet.

Alles was diesem Verhältnis annähernd entspricht, empfindet unser Augenmaß als harmonisch.

Die Zahl Fünf in der esoterischen Astronomie

Wegen ihrer Sonderrolle als uneigentliche Planeten, standen in der Esoterik die Himmelskörper Sonne und Mond schon immer außerhalb der Siebenheit der klassischen Planeten. Welche davon bleiben, sind darum Saturn, Jupiter, Mars, Venus und Merkur, die gemeinsam wieder eine Fünfheit bilden, die sich um ein Pentagramm anordnen lässt (man sieht die Symbole der fünf Planeten ebenfalls im Titelbild dieses Artikel).

Position der Venus bei der unteren Konjunktion in den Jahren 2004-2012. Von CWitte. Quelle: Wikipedia

Das Venus-Pentagramm (Bild: CWitte, Own work, CC-BY-SA-3.0): »nach außen zu [...] ein wenig offen«, im Bild am 06.06.2012.

Zwischen dem geozentrischen Himmelslauf des Planeten Venus und der Symbolik des Pentagramms, gibt es einen interessanten Zusammenhang, dem außerdem hinzugefügt werden muss, dass man die Venus als Morgenstern (und Abendstern) und damit als Planeten des Zwielichts, in alter Zeit auch als »himmlischen Lichtbringer« kannte.

Schaut man sich die Venus als Planeten nun innerhalb ihrer sogenannten »synodischen Umlaufzeit« von circa 584 Tagen an, zeichnet sie am dunkel dämmernden Abendhorizont, innerhalb von 8 Jahren, mit ihren fünf erdnächsten Punkten, ein fast gleichmäßiges Pentagramm am Himmel (siehe Abbildung).

Ein sonderbarer Zufall, nich wahr? Ist doch das Goldene Maß eines der Hauptmerkmale des Schönen und Begehrendswerten, wofür doch »Aphrodite« steht: die griechische Vernus!


 

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Emblem der Edition Ewige Weisheit: Die Heilige Sophia

Im Emblem zur Webseite der Edition Ewige Weisheit, sieht man eine Frau, die Agia Sophia (Aγία Σοφία): die personifizierte Heilige Weisheit. Sophias Geist ist allgegenwärtig in allen Weisheitstraditionen der Welt. Doch nie inkarnierte sie in einem physischen Körper auf Erden.

Sie wird in der christlichen Ikonografie dargestellt als ein geflügelte Frau mit rotem Haar und roten Flügeln, mit denen sie sich fliegend durch die Äonen bewegt. Ihre Füße aber stehen immer auf einem Schemel und verweisen darauf, dass sie die irdische Welt niemals betreten wird. Griechisch- und russisch-orthodoxe Ikonen zeigen sie meist auch mit roter Haut und roter Robe. Meist sieht man sie da auch zusammen mit der Heiligen Mutter Maria und dem Täufer Johannes.

Das Rot ihrer Erscheinung steht für das Feuer, für die Macht, die Liebe und für den Lebensaft - das Blut. Rot ist die Farbe der Weisheit und der höchsten Vollkommenheit. Den geheimnisvollen "Stein der Weisen" findet derjenige, der die Rötung (Rubedo) im Großen Werk (Opus Magnum) der Alchemie erzielt.
In den Kontext der Feuersymbolik der Farbe Rot gehört auch Prometheus, ein Titan der im griechischen Mythos den Menschen das Feuer brachte. Durch seine im Feuer enthaltene Weisheit kam der Mensch zur Entwicklung der Kulturtechniken auf Erden.

Ikone der Hlg. Sophia 16. Jhd., Sophia-Kathedral, Novgorod, Russland
Sophia-Ikone aus dem 16. Jhd.
 

Die Heilige Sophia ist die weibliche Personifikation des Heiligen Geistes und der Theosophie. Nach ihr ist die große Hagia Sophia benannt - einstige Krönungskathedrale der byzantinischen Kaiser, lange Zeit die wichtigste Moschee im Osmanischen Reich und heute ein Museum in Istanbul. Nicht zufällig besitzt ihr historisches Gemäuer einen roten Anstrich (siehe Abb.).

Hagia Sophia
Die Hagia Sophia in Istanbul mit ihrem roten Anstrich.
 

Im Hintergrund des Emblems der Edition Ewige Weisheit sieht man Bäume, die von einem Dämmerlicht umgeben erscheinen und auf die Morgendämmerung und damit auf den Morgenstern Venus verweisen. Die Bäume sind eine Allegorie darauf, dass der Mensch wahre Weisheit keineswegs nur in Büchern, sondern insbesondere in natürlich erlangter Erfahrung findet.

Das esoterische Symbol der Venus

Der Stern den die Heilige Sophia an ihrer Stirn im Halbmond trägt, das ist das okkulte Zeichen der Venus - das "Gestirn der goldenen Morgenröte" - jener Planet der während der Morgendämmerung, innerhalb acht Jahren an fünf Himmelspositionen zu sehen ist.


 

Über diesen Zeitraum zeichnet die Venus, in Form des hier gezeigten, in sich verschlungenen Sterns, ein Pentagramm am Horizont der Morgenröte. Das Pentagramm steht für die esoterische, geistige Verbindung der Erde mit der Venus - ihrem Alta Ego: ♁⛥♀

Shakyamuni Buddha saß sieben Tage unter dem Boddhi-Baum (in der chaldäischen Reihe entspricht die Venus der Zahl Sieben). Als er am siebten Tag vor Sonnenaufgang im Osten den Morgenstern erblickte, da gelangte er zur Erleuchtung.

Der Venus als Morgenstern begegnen wir auch in den Büchern des Neuen Testaments:

[...] dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche, und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.

- 2. Petrus 1:19

Ich (Jesus Christus) bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, ein strahlender Morgenstern.

- Offenbarung 22:16

Auffällig im astronomischen Venus-Pentagramm ist, dass eine Ecke ein wenig offen ist (in der Grafik bei 06.06.12) und sich im weiteren Verlauf der folgenden Venuspositionen am Himmel, als solches Pentagramm immer weiter im Uhrzeigersinn dreht.

Position der Venus bei der unteren Konjunktion in den Jahren 2004-2012. Von CWitte. Quelle: Wikipedia
Das Venus-Pentagramm (Bild: CWitte, Own work, CC-BY-SA-3.0)

Zu dieser astronomischen Eigenheit der Venus, gibt es einen interessanten Hinweis in Goethes Faust: 

MEPHISTOPHELES.
Gesteh ichs nur!
Daß ich hinausspaziere,
Verbietet mir ein kleines Hindernis:
Der Drudenfuß auf Eurer Schwelle -

FAUST.
Das Pentagramma macht dir Pein?
Ei, sage mir, du Sohn der Hölle:
Wenn das dich bannt, wie kamst du denn herein?
Wie ward ein solcher Geist betrogen?

MEPHISTOPHELES.
Beschaut es recht! es ist nicht gut gezogen:
Der eine Winkel, der nach außenzu,
Ist, wie du siehst, ein wenig offen.

– Goethe - Faust, der Tragödie erster Teil, Studierzimmer

Es ist sicher kein Zufall dass das Pentagramm oft auch auf Kirchengemäuern zu finden ist, da der sogenannte "Drudenfuß" im alten Volksglauben als Bannzeichen gegen das Böse verwendet wurde.

In der vedischen Astrologie wird der Planet Venus durch die Göttin Lakshmi repräsentiert, die ebenso wie die Heilige Sophia ein rotes Gewand trägt.

Die Göttin Lakshmi - vedische Venus
Lakshmi - die Venus der vedischen Astrologie

Ewige Weisheit - Sophia Perennis

Im Buddhismus entspricht die Venus als westlicher Abendstern, dem Buddha Amitabha. Der Name "Amitabha" bedeutet "Unermessliches Licht" (sansk. अमिताभ, zusammengesetzt aus "amita", unbegrenzt, unendlich, und "abha", Licht, Schönheit; Wortwurzel von "abha" ist "bha", im Sanskrit ein Name der Venus).

Amitabha lebt im "Reinen Land" von Suhkhavati - dem Paradies im westlichen Himmel. In diesem Reinen Land leben alle Lebewesen ohne Leid. Wie auch bei Lakshmi und der Heilige Sophia, ist Rot die Farbe des Buddha Amitabha (siehe Abb.).

Buddha Amitabha in Tibetan Buddhism, traditional Thangka painting.
Buddha Amitabha

Doch sehen wir uns noch einmal das Pentagramm an: Die Linien die zwischen je zwei Spitzen des Pentagramms verlaufen, durchtrennen zwei andere Linien im Verhältnis des Goldenen Schnitts - dem Maß perfekter Harmonie. Nicht zufällig lässt sich das "Goldene Maß" in der Architektur vieler Bauwerken der Antike finden.

Dieses "Goldene Mittel" aber ist vor allem ein wichtiges Verhältnis in der Natur: sei es im Gesicht oder den Fingergliedern des Menschen, oder auch in den Spiralformen vieler Pflanzen. Überall lässt sich das Goldene Verhältnis finden. Die Blütenblätter einer Rose ordnen sich um ihre Knospe ebenfalls nach diesem Maß (Goldener Winkel Ψ ≈ 222,5° : ψ ≈ 137,5°). Auch in einem quer halbierten Apfel zeigt sich das Kerngehäuse als ausgewogenes Pentagramm.
Das Pentagramm ist auch ein Symbol des Menschen, der seine Glieder von sich streckt. In der Anthroposophie Rudolf Steiners heißt es, dass entlang der Linien des Pentagramms die ätherischen Kraftströme von der Stirnmitte zum rechten Fuß, von dort in die linke Hand, danach in die rechte Hand, von dort in den linken Fuß, um schließlich wieder zur Stirnmitte zurück zu verlaufen.


Die Rose - Ein Symbol der Mystik
 

Die mythologische Venus (griech. Aphrodite) steht für die kreative Kraft und Zeugungsfähigkeit des Menschen in der Natur. Doch nicht alleine Zeugung durch den Körper, sondern durch den aus der Weisheit (Sophia) geborenen Verstand. Weisheit entspricht dem empfangenden, weiblichen Prinzip.

Die Geburt der Venus (Sandro Botticelli) - ewigeweisheit.de
Die Geburt der Venus (Sandro Boticelli)
 

Göttinnen des Mondes

Der Venusstern ist im Emblem von einer Mondsichel umgeben. Diese Mondsichel symbolisiert auf himmlischer, irdischer und unterweltlicher Ebene das lunare Prinzip im menschlichen Bewusstsein. In der Alchemie steht das Lunare für das gerinnende, erstarrende und formgebende Prinzip.
Die drei Mondphasen Vollmond, Halbmond und Neumond entsprechen den drei griechischen Mondgöttinnen. Selene ist die Personifikation des himmlischen Mondes und Verleiherin der Fähigkeit zur Reflexion. Artemis ist die Repräsentantin des Lunaren auf Erden, allem also das mit den Gezeiten, der Geburt, dem Fluss der Lebenskräfte und dem Tod zusammenhängt. Hekate ist die Göttin der Nacht, der Zauberei, der Magie und Geomantie. Sie ist Hüterin der Schlüssel mit denen die Pforten zur Unterwelt aufgeschlossen werden. Damit ist sie die Göttin der Einweihung in die Heiligen Mysterien. Sie entspricht in der ägyptischen Mythologie der Isis.

Das Kreuz im Kreis - Symbol der Gnosis

Das goldene Sonnenrad das die Heilige Sophia vor ihrem Herzen hält steht für den ewigen Kreislauf allen Lebens - für das Ein- und Ausatmen des menschlichen Körpers, das Wachstum und Sterben in der Natur, das Drehen der Gestirne im astralen Räderwerk des Himmels.
Neben dem astrologischen Symbol für die Erde, ist das Kreuz im Kreis ein Zeichen für den ewigen Zyklus des wiederkehrenden, himmlischen Lichts. Es ist ein Zeichen für das Licht das von der Sonne während der Wintersonnenwende, dem Frühlingspunkt, der Sommersonnenwende und dem Herbstpunkt auf die Erde strahlt. Es werden in diesem Symbol die vier Lebensphasen des Menschen angedeutet: Kindheit, Jugend, Erwachsensein und Alter.

Das Kreuz im Kreis - ewigeweisheit.de

Das Kreuz im Kreis ist ein Symbol der Gnosis, und im Fall meines Emblems ein Zeichen für das zyklische Zusammenwirken der Phasen von Licht, Finsternis und Zwielicht - von Geburt, Tod und Wiedergeburt eines ewigen Lebens.

 

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