JHVH

Wie meditiert man in der Kabbala über den Namen JHVH?

von S. Levent Oezkan

Abraham Abulafia - ewigeweisheit.de

Als Gründer der Schule der ekstatischen Kabbala, verfasste Rabbi Abraham Abulafia einige Anleitungen zur Meditation. Eine davon verwendet den heiligen Namen JHVH. In der Meditation über diese vier urtümlichen Buchstabensymbole, erreichte Abulafia tief-ekstatische Zustände.

Die Buchstaben des hebräischen Alphabets, sind vervollkommnete Fortentwicklungen des phönizischen Alphabets. Sie entstanden aus Bildsymbolen, mit denen man den Anfangslaut des jeweiligen Symbols verband. Sie stammen aus einer Zeit, wo man diese, noch archaischeren Buchstaben, als magische Symbole einsetzte.

Die magische Verwendung dieser Bildsymbole, ist in etwa zu vergleichen mit dem, was in der nordischen Kultur unter Runenmagie verstanden wird.

Wer war der geheimnisvolle Rabbi Abraham Abulafia?

Abraham Abulafia (1240–1291) war einer der wohl bedeutendsten Kabbalisten im mittelalterlichen Spanien. Er bereiste den Orient, Griechenland und Italien. Abulafia war auf der Suche nach alten Geheimnissen der Magie und der ekstatischen Praktiken der Eingeweihten des Altertums.

Im katalonischen Barcelona macht er seine ersten Erfahrungen damit, was später als "prophetische Ekstase" bekannt wurde. So gewann er tiefe Einsichten in die Mysterien des Menschen und des Selbst. Über die Meditation, wie etwa über den heiligen Namen JHVH, sollte jemand auf diesem Pfad der Erkenntnis vorstoßen können, zu seinem wahren Selbst. Drum war die Ekstase für Abulafia, ein Zugang zum innersten Wesen des Menschen.

Besonders eigenartig war seine Wirken auf Papst Nikolaus III. Er stand mit dem Kirchenoberhaupt anscheinend in Kontakt und wollte ihn 1281 treffen, um ihn zum Judentum zu bekehren. Schließlich sah sich Abulafia selbst, als den lang ersehnten Messias der Juden. Doch der Papst verstarb in der Nacht vor Abulafias Ankunft. Abulafia entging nur knapp dem Scheiterhaufen, was er dem Kollegium der Franziskaner zu verdanken hatte. Im Jahr 1291 verstarb er aber - vermutlich in Barcelona.

Einziges Werk Abraham Abulafias, das heute erhalten geblieben ist, ist das "Sefer Ha-Oth" - das Buch des Zeichens (Buchstabens).

Abulafias Methode

Das System Abraham Abulafias, beinhaltet eine recht ungewöhnliche Form der Meditationspraxis. Sie zeichnet sich vor allem aus, durch ihrer Klarheit. Das heißt, auch für einen Anfänger, ist Abulafias System einfach zu verstehen. Außerdem beschreibt Abulafia in seinem Sefer Ha-Oth, warum seine Form der Meditation funktionieren muss. Er beruft sich dabei auf das Werk des jüdischen Philosophen Moses Maimonides (1135-1204), dass er ganz einzigartig in die Praxis der Kabbala-Meditation integrierte.

Abulafias Meditationstechniken zielen direkt darauf ab, auch tatsächlich besondere mystische Erfahrungen zu machen. Sie sind also weniger spekulative Versuche, die englische Welt und den Kosmos zu begreifen, als echte Anleitungen zu mystischer Erfahrung.

Gut möglich, dass sich Abulafias Formen der Meditation, etwas von jenen anderer jüdischer Eingeweihter unterscheiden. Sie gleichen eher den mystischen Traditionen anderer Religionen. So gibt es etwa in der christlichen Mystik Beschreibungen von Meditationen, die in der Ich-Form dargestellt wurden. Das heißt, einer erklärt sowohl das Meditationsrezept, wie auch die dabei gemachte Erfahrung aus der Ich-Perspektive. Gleichermaßen scheint Abulafia auch darauf hinzudeuten.

Manipulation der hebräischen Sprache

Das Besondere an den Übungen Abraham Abulafias ist, dass sie nicht allein bestimmte Bibelzitate oder Wörter verwenden, sondern es vor allem Buchstaben sind, die in seinen Übungen von zentraler Bedeutung sind. Dabei werden die Buchstaben eines heiligen Namens teils umgestellt oder mit anderen Vokalzeichen versehen. Nun muss hier hinzugefügt werden, dass das hebräische Alphabet aus 22 Konsonanten besteht. Vokale als solche, gibt es im Hebräischen eigentlich nicht. Es ist eine reine Konsonantenschrift, wobei aber, der einfacheren Lesbarkeit halber, die Buchstaben mit besonderen Vokalzeichen versehen werden. Diese Methode der Vokalisation, wurde im 8. Jahrhundert eingeführt. Die Vokalzeichen sind in etwa zu vergleichen mit den zwei Punkten auf dem Ä, dem Ö oder dem Ü, des deutschen Alphabets. In Alltagstexten werden die Vokalzeichen aber weggelassen.

Insbesondere in Abulafias Meditationspraxis, spielen die Vokalzeichen eine wichtige Rolle. In der Tora sind alle Wörter mit Vokalzeichen ausgestattet. Abulafia aber nahm nur die Konsonanten bestimmter Wörter und vertauschte darin die Vokalzeichen. Damit konnte er beim Meditieren frei assoziieren und so besondere Bilder im Geist hervorrufen.

Solche Bilder aber bleiben bedeutungslos, solange man nichts von den rezitierten Konsonantenfolgen kennt.

Gematrie: Zahlenwerte der hebräischen Buchstaben

Wegen ihrer Zahlenwerte, werden die Bedeutungen bestimmter hebräischer Wörter miteinander verglichen. Besonders dann aber, wenn die Gematrie, also quasi die Numerologie ihrer Buchstaben identisch ist, fällt auf diese Wörter ein besonderes Augenmerk.

Für Abulafia war die gematrische Äquivalenz der Begriffe "Israel" יִשְׂרָאֵל (der von Gott an den Propheten Jakob verliehene Name) und "Sechel Ha-Poal" שֵׂכֶל הופֹּ֫עַל eine Besonderheit. "Sechel Ha-Poal" ist die Bezeichnung für den aktiven Intellekt.

Jeder hebräische Buchstabe nun, hat einen bestimmten Zahlenwert. Im Falle der beiden oben genannten Begriffe, ergibt sich als Summe der Zahlenwerte, jeweils 541:

יִשְׂרָאֵל Israel: 10+300+200+1+30 = 541

שֵׂכֶל הופֹּ֫עַל Shekel Ha-Poal: 300+20+30+5+6+80+70+30 = 541

Die Gematrie ergibt sich also aus der Summe der Buchstaben eines Wortes. Dafür gibt es viele weitere Beispiele. So hat etwa das hebräische Wort für die Poesie, "Shirah" שירה, den Zahlenwert 515. Den selben Zahlenwert 515 besitzen auch das Wort "Tiflah" תפלה, das Gebet – "Wa Echatanan" ואתחנן, "ich flehte" – als auch "Yeshara" ישרה, die Aufrichtigkeit. Sicherlich bewegen sich alle diese Begriffe in einem ähnlichen Kontext.

In diesem Zusammenhang seien natürlich auch die 72 Heiligen Namen genannt, wie sie in der praktischen Kabbala von Bedeutung sind (Buchtipp).

Meditation über den heiligen Namen JHVH

Eine der einfachsten Übungen, die in Abulafias Werk genannt werden, ist die Meditation über den heiligen Namen JHVH יהוה (Jod, Heh, Vav, Heh) – auch bekannt als "Tetragrammaton". Dabei werden die einzelnen Buchstaben dieses Namens ausgerufen, während sich der Kopf im Rhythmus des Atems, auf besondere Weise bewegt.

Für diese Meditation sucht man sich einen ruhigen und sauberen Ort, an dem man auf jeden Fall ungestört ist. Die Übung wird für ungefähr 20 Minuten durchgeführt. Schließen Sie dabei ihre Augen.

Beginnen Sie mit dem ersten Buchtaben des Tetragrammaton JHWH – dem J also. Sie sprechen den Konsonanten J mit diesen vier Vokal-Lauten: Oh (kurzes O), A, Ay, E und O (langes O). Jeder dieser fünf Laute wird mit einer entsprechenden Kopfbewegung gesprochen. Der Kopf bewegt sich dabei in Übereinstimmung mit der Atembewegung: mit jedem Einatmen bewegen sie sich in eine der entsprechenden Richtungen (oben, links, rechts, unten, vorn). Mit dem Ausatmen bewegt sich der Kopf wieder zurück in Normalposition. Daraus ergibt sich also folgende Form:

  • Einatmen – Kopf bewegt sich aufwärts
  • Ausatmen – Kopf bewegt sich wieder zurück in Ruheposition, während man Joh (kurz) ausspricht.
  • Einatmen – Kopf bewegt sich nach Links
  • Ausatmen – Kopf bewegt sich wieder zurück in Ruheposition, während man Ja ausspricht.
  • Einatmen – Kopf bewegt sich nach Rechts
  • Ausatmen – Kopf bewegt sich wieder zurück in Ruheposition, während man Jay ausspricht.
  • Einatmen – Kopf bewegt sich nach unten
  • Ausatmen – Kopf bewegt sich wieder zurück in Ruheposition, während man Je ausspricht.
  • Einatmen – Kopf bewegt sich nach hinten
  • Ausatmen – Kopf bewegt sich wieder zurück, nach vorn in Ruheposition, während man Jo (lang) ausspricht.

Nachdem diese Meditation über den Buchstaben J durchgeführt wurde, setzt man sie für die übrigen drei Buchstaben des Namen JHVH fort. Das heißt also:

  • Hoh, Ha, Hay, He, Ho,
  • Voh, Va, Way, Ve, Vo,
  • Hoh, Ha, Hay, He, Ho.

Diese Übung erzielt Wirkungen auf verschiedenen Ebenen. Da man jeden der vier Konsonanten des heiligen Namens JHVH mit den fünf hebräischen Vokalen ausspricht, hat man dabei irgendwie auch den "unaussprechlichen Namen Gottes" ausgesprochen.

Vor allem aber muss man sich während der Aussprache des Namens vollkommen konzentrieren, auf Atmung und Aussprache. Damit schafft man eben das, was auch die östlichen Traditionen durch Meditation erreichen wollen: die Gedanken an Alltägliches oder Sorgen zu unterbinden.

Wer diese Form der Meditationspraxis nach einiger Zeit vervollkommnet hat, kann sie weiter ausbauen. Man kann sich dann zusätzlich die hebräischen Buchstaben des Namen JHVH, während der Meditation visualisieren:

 

י    Jod


ה    Heh


ו    Vav


ה    Heh

 

Durch diese Kombination von Meditation und Visualisierung, lassen sich bemerkenswerte Ergebnisse erzielen.

Konzentration auf die Stille

Sie sollten unbedingt vermeiden, mit dieser Meditation, zu schnell etwas erreichen zu wollen. Gier kann nur Schaden anrichten. Es ist darum wichtig, dass Sie sich mit dieser kraftvollen Meditation Zeit lassen. Beginnen Sie zum Beispiel zuerst damit, den Kopf entsprechend der obigen Raumrichtungen mit dem Atem abzustimmen. Diese Übung lässt sich täglich für 20 Minuten, über eine Woche ausführen. In der Woche danach, können Sie damit beginnen die Buchstaben leise auszusprechen. Schließlich visualisieren Sie in der Woche darauf die vier heiligen Buchstaben als Bilder.

Meditieren heißt, zur Ruhe kommen und sich auf etwas Einfaches zu konzentrieren, um dabei den Kopf frei zu kriegen. Wer mit den heiligen Namen der Kabbala arbeitet, sollte allerdings wissen, dass er bei dieser Übung, durchaus mächtige Kräfte auslöst. Das eben sind jene mystischen Erfahrungen, die Abulafia jedem versicherte, der diese kabbalistische Übung durchführt.

Doch wie mit allen Dingen im Leben, kann etwas nur zur Vollkommenheit geführt werden, wenn man es richtig übt. Die oben beschriebene Methode also, ein, zwei oder dreimal durchzuführen und zu erwarten eine außerkörperliche Erfahrung zu machen, ist zwecklos.

Wer wirklich mit seiner Meditation weiterkommen möchte, muss täglich üben. So lange bis die Übung vollkommen beherrscht wird.

Sind Sie dazu bereit?

 

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Licht, Liebe und Lebendigkeit – φως αγάπη ζωή

Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet. Angezündet wird die Lampe von einem gesegneten Ölbaum, der weder östlich, noch westlich ist, dessen Öl beinahe leuchten würde, auch wenn das Feuer es nicht berührte.

– Aus dem Koran (Sure 24:35)

Das Herz ist sowohl das organische als auch das esoterische Zentrum im Menschen. Von unserem Herzen, gehen am Tag 100.000 elektromagnetische Impulse aus, welche sich durch die quantenphysische Matrix unserer Umwelt bewegen. Diese von unseren Herzen ausgehenden Schwingungen, überlagern sich, und bilden ein Netz feinstofflich-emotionaler Informationen, durch die alle Menschen untereinander verbunden sind.

[...] wenn dein Herz weise ist, so freut sich auch mein Herz

– Aus dem Tanach

Sowohl das Herz als auch die Sonne bilden ein Zentrum in diesem System. Und da unser Leben von den Sonnenzyklen und dem gesunden Kreislauf in unserem Körper abhängt, bilden Herz und Sonne sozusagen eine esoterische Allegorie auf das "was die Welt im Innersten zusammenhält" - beide haben einen Kreislauf, emittieren magnetische Strömungen und befördern durch ihr inneres ein besonderes Metall: Das Eisen - Baustoff des Gerüsts im Mikrokosmos und Makrokosmos (Eisen hat im chemischen Periodensystem der Elemente als Ordnungszahl die 26, was exakt dem Zahlenwert der Gematrie des unaussprechlichen Namen Gottes entspricht, dem Tetragrammaton).

In der west-östlichen Mystik ist das geistige Herz, das konzentrierte Zusammenspiel spirituellen, organischen und seelischen Wirkens in der fein- und grobstofflichen Körpermitte. Dieses geistige Herz erhält die Einheit im Menschen aufrecht. In ihm verbinden und trennen sich das transzendentale (Brahman) und das individuelle Selbst (Atman) in ständigem Kreislauf - solange, wie durch die geheimnisvolle "silberne Seelenschnur" unser Körper mit dem göttlichen Selbst verbunden bleibt.

Geistiges Herz

Für das Transzendentale steht das nach oben weisende Dreieck (das göttliche Dreieck der christlichen Mystik bildet sich aus Vater, Sohn und heiligem Geist). Als Symbol steht es für das Element Feuer.
Für das Individuale steht das nach unten weisende Dreieck (menschliches Dreieck - Geist, Seele und Körper), dessen Anordnung das alchemistische Wasser symbolisiert.
In Vereinigung bilden diese beiden Dreiecke ein Hexagramm (Sechsstern), durch welches die Vereinigung der zeugenden und empfangenden Wirkprinzipien symbolisiert wird. Da Feuer und Wasser zwei alchemistische Gegenspieler sind, wird aus dem statischen Hexagramm ein lebendiges System. In der indischen Geheimlehre wird dem Herz-Chakra (Anahata) das Hexagramm symbolisch zugeordnet - denn auch im Herzen haben wir zwei Kammern, die nur getrennt voneinander zusammenspielen - ebenso muss, wollen wir Wasser erhitzen, es vom Feuer getrennt werden.

Kristall des Lichts und der Liebe

Im Mineralreich bilden sich gemäß dieser Wirkungen zwei edle Steine: der Diamant aus dem Kohlenstoff (Ordnungszahl 6 im Periodensystem der chemischen Elemente), welcher in der Erde in hexagonaler Struktur kristallisiert. Und das Gold, dem sechsten Metall der chaldäischen Reihe, das aus dem Sonnenlicht in der Erde gedeiht. Nicht allein wegen ihrer besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften, stehen Diamant und Gold für Perfektion. Sie sind in der Mystik Allegorien auf das Edle, auf die Reinheit des Körpers und des Geistes, welche beide durch das geläuterte, weise Herz harmonisiert werden.

Wie Dein Herz ist, so wird Dein Leben sein

– Aus den gnostischen Sextussprüchen

Brust und Bauch

Das Zwerchfell sitzt im Körper zwischen Brust und Bauch und trennt das zirkulatorische System (Herz, Lunge, Solarplexus) vom Verdauungssystem (Magen, Leber, Galle, Nieren und Gedärme).

YHVH Tetragrammaton Jahve

Es senkt sich beim Ausatmen und hebt sich beim Einatmen. Im Atemzyklus entspricht der Scheitelpunkt nach dem Einatmen dem Brahman (Weltseele), der Scheitelpunkt nach dem Ausatmen dem Atman (Individualseele).

Das in der Brust erzeugte geistige Licht wird in die Umgebung durch die Atembewegung ausgesendet (Atman und Atmen sind vom indogermanischen Wortstamm miteinander verwandt). Auch unsere Erde vollzieht diesen Vorgang in ihrem Umlauf um die Sonne an den Sonnenwenden im Winter (einatmen) und im Sommer (ausatmen).

Seelenvögel

In der religiösen Mystik, versinnbildlicht die weiße Taube den Seelenvogel des lebendigen Geistes. In der ägyptischen Religion ist es der Ba-Vogel, der für die Belebung des Leibes zuständig ist, und den Körper nach dem Tod verlässt.

Im Christentum ist die selbe Taube ein Symbol für die Christus-Energie des heiligen Geistes, die mit der Taufe im Jordan durch den Propheten Johannes, Jesus zum Christus machte.
Dieser heilige Geist ist Teil der Trinität - die Dreizahl ist die Zahl der Schwingung und der Lebendigkeit. Man kann auch die Schöpfungsgeschichte in Genesis 1-2 als einen Vorgang des schöpferischen Zusammenwirkens dreier, sich gegenseitig ergänzender, göttlicher Wirkprinzipien betrachten - in der jüdischen Geheimlehre bekannt als Elohim - welche das geistige Vermögen der Wirklichkeit besitzen, und so einst die Welt erschufen und bis in die Gegenwart kontinuierlich weiterformen.
Die Elohim verkörpern drei Urbilder: das Selbst (erster Logos), die Reflexion (zweiter Logos) und das Verhältnis von Selbst und Reflexion (dritter Logos) - Licht, Liebe und Lebendigkeit.
Die Vereinigung dieser sich ergänzenden Trinität, ist der zeugende, göttliche Geist, der aus dem heiligen Namen der Ewigkeit, dem mystischen Tetragrammaton emaniert.

Lebendiger Geist

So wie es nicht möglich ist eine wilde Taube mit bloßen Händen zu fangen, so unabhängig entscheidet der göttliche Geist, wann er sich uns zuwendet oder sich von uns abwendet, was eine Korrektur unserer Seele ist. Der Austausch mit dem höheren Selbst, dem Brahman, dass sich aus jenem kabbalistischen Kräftedreieck von Kether (Krone), Chokmah (Weisheit) und Binah (Intelligenz) bildet, gründet im geistigen Herzen eine verbindende Kraft von Körper (empfangendes Prinzip), Seele (vereinigendes Prinzip) und Geist (zeugendes Prinzip).


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Da diese Kontinuität der Lebendigkeit, diese Schwingung im Einheitlichen Feld auf allen Ebenen irdischen Lebens gilt, leben diese beiden geistigen Prinzipien des Austauschs in der Göttlichkeit aller Lebewesen.
Die blättrigen Olivenzweige stehen symbolisch für die drei, den Menschen umhüllenden Bewusstseinsebenen (ätherischer, astraler und physischer Körper), denn dass Öl des Olivenbaums lässt sich auf drei verschiedene Weisen verwenden: in einer Öllampe (ätherisch), als heilender Balsam (astral) und als Nährmittel (physisch).