Polarität

Menge und Masse: Maßstäbe der Moderne

von S. Levent Oezkan

Bei den Begriffen Quantität und Qualität handelt es sich grundsätzlich um Gegensätze. Doch auch wenn sie sich ihrer Bedeutung nach offenbar unterscheiden, besteht zwischen beiden auch eine Wechselbeziehung, die von zentraler Bedeutung ist für unsere Kultur – damals, heute und dereinst.

Wenn sie nun aber in Beziehung zueinander betrachtet werden können, besitzen Quantität und Qualität dann nicht vielleicht auch eine gemeinsame Wurzel? Sollte uns im weiteren Verlauf gelingen, dafür einen Beweis zu finden, so müsste es auch Entsprechungen zu anderen Polaritäten geben.

Fest steht: Qualität und Quantität bildeten die ersten aller kosmischen Pole, zumal alles, das sich in unserer Welt manifestierte, geprägt ist vom Wesen dieser beiden Ausdrücke – insbesondere dann, wenn es darum geht an eine Sache Anforderungen zu stellen. Nicht aber nur in der natürlichen, sondern auch in der übernatürlichen Welt metaphysischer Anschauung, bilden beide Begriffe die beiden Enden ein und der selben Wahrheit – gebildet aus dem, wofür die Worte Essenz und Substanz stehen.

Unsere moderne Welt ist Herrschaftsgebiet des menschlichen Individuums, wo es aber weniger um die essentielle Wahrheit dessen geht, worüber der Mensch Herrschaft zu erlangen sehnt. Eher geht es um des Menschen Wunsch zu besitzen, abzuzählen, Mengen zu häufen. Kurz: Das Wesentliche in seinem Leben bildet die stoffliche Welt, die »Substanz der Massen«. Die Welt des Stoffes aber bezieht sich auf das Äußere einer Exoterik. Wenn wir hier aber nun den Begriff der Tradition ins Spiel bringen, so ließe sich das Essentielle unseres Seins, auch durch die Überlieferungen einer inneren, einer esoterischen Tradition ergründen, was wir im weiteren Verlauf dieses Aufsatzes versuchen wollen.

Quantität: Anzahl und Wert

Die Quantität der Dinge in unserer Welt, bildet die Grundlagen allen sinnlichen und körperlichen Seins darin, was dem Materiellen zugeschrieben wird. Alles was uns darüber die Wissenschaft liefert, wie ihr Name ja bereits sagt, ist eben Wissen, wo manche mehr davon, andere weniger davon haben. Ein Wissenschaftler kennt die Beschreibung dessen, was wirklich ist, kennt sein Maß der Wirklichkeit. Über das darin »Wirksame« aber, die darin liegende Essenz, wissen heute nur wenige. Im Westen scheint es eben gang und gäbe zu sein, den Wert einer Sache vor allem quantitativ festlegen zu wollen und dabei zu glauben, die dahinter stehende Realität erkennen zu können, als bezifferbar – auch wenn das dabei wahrgenommene Schimmern einer vermuteten Wirklichkeit, immer wieder neue Maße beeinflussen. Wäre es da aber nicht angebrachter sich davor zurückhalten, allein durch diese, abzählbar beschriebenen Teile des Dinglichen, auf das Wesen unserer Welt schließen zu wollen?

Was als Menge abzählbar ist, lässt zwar Folgerungen über das Betrachtete zu, doch je näher man der eigentlichen Sache dabei käme, desto weiter schweifte man gleichzeitig davon ab, da sich die dabei gefundenen Details, jeweils selbst wieder, in immer feinere Abzählbarkeiten deuten lassen; man denke etwa an die physikalische Untersuchung des Mikrokosmos, mit all seinen unzähligen Kristallstrukturen, molekularen, atomaren und subatomaren Auffächerungen. Letztendlich aber käme man doch zu dem Schluss, dass sich alles Sein aus Polarem ergibt, aus positiv wie negativ »Geladenem«, aus materiell Schwerem und Leichtem, aus energetisch Starkem und Schwachen, und so weiter. Zwar ließe sich darin alles nur Erdenkliche abmessen, quantifizieren und gegeneinander abwägen, doch bliebe das so erhalten Abzählbare, dabei immer nur eine Messung des Substantiellen und damit nur Erscheinung von Maßen, die wahrscheinlich einer Wirklichkeit entsprechen, die eben nicht entzifferbar ist, sondern immer nur erfahrbar bleibt.

Qualität kennt kein Maß

Den Wert dessen liefert die Qualität des Wirklichen, die den Betrachter nicht nur zur Erkenntnis darüber befähigt, sondern ungeachtet irgendwelcher abmessbaren Fakten, ihn mitunter sogar zu inspirieren vermag. Wenn in esoterischen Kreisen oft die Rede ist von »Einweihung«, meint das kein Inkenntnissetzen, sondern ein Erfahren des Einen, dem einer geweiht wird. Die Wirklichkeit die einer dabei kennenlernt, lässt sich jedoch nicht messen, sondern allenfalls betiteln. Was darin aber wirksam ist, ist die Essenz dessen, worum es sich bei dieser Betrachtung handelt: Es ist wie ein Same aus dem ein riesiger Baum wächst, wie ein Funke der ein großes Feuer entfacht, wie eine Wahrheit, von der erfahren, ein Mensch sein Leben als solches verändern möchte, eine Ursache, die manchmal sogar über Leben und Tod eines Individuums entscheidet. Doch auch viel weniger dramatische Vorgänge, lassen sich durch nichts bemessen oder abzählen, wie das Gefühl, dass man empfindet, wenn man sich verstanden fühlt, wie die Gewissheit die man verspürt, wenn man mit etwas im Leben abgeschlossen hat, und so weiter.

Doch durch all die Betitelungen dessen, was wir hier als Qualität definieren wollen, ist eine darin wirkende Essenz, anscheinend austauschbar geworden. Das heißt, dass die Güte eines Dinges nur Menge und Zahl bewerten, doch weniger der Wert an sich, der die eigentliche Qualität von etwas begrenzt, quantifiziert. Das aber verallgemeinert seine wesentliche Sinnbedeutung, verwischt sie sogar und macht sie ungreifbar. In der Erkenntnis des innersten Wesens einer Angelegenheit aber, wird aus dem darin wirksamen »Essentiellen«, vorrangig ein Prinzip, ein Grundsatz, aus dem sich weitere Prinzipien hierarchisieren lassen.

Wenn sich also Quantität immer auf eine horizontale Sichtweise von etwas Bemessbarem oder Abwägbarem bezieht – man denke an die beiden Schalen einer Waage – so stehen die in einer Qualität wirksamen Prinzipien dazu vertikal, auch wenn man das Bessere durch Maße beziffern kann. Hierarchie und Qualität nun sind traditionell von einander untrennbare Begrifflichkeiten. Sie bildeten im Altertum die klerikalen oder aristokratischen Rangordnungen, die sich jedoch einer nach oben hin ewig weiter erstreckenden Überordnung beugten (man denke hier etwa an den Begriff des »Gottkönigtums«, dass besonders in der Esoterik ein geläufiger Begriff ist). Solch hierarchische Ordnung lässt sich aber auch auf den Mikrokosmos des menschlichen Körpers übertragen, in dem ja jedes Organ seine jeweils über- oder untergeordnete Rolle spielt.

Es ließe sich der so geschilderte, untrennbare Zusammenhang zwischen Hierarchie und Qualität symbolisch durch eine Vertikale skizzieren. Wobei das, was wir als Hierarchie andeuteten, natürlich von positiver oder negativer Qualität sein kann, so dann sich zur eben definierten Vertikalen, auch eine Horizontale ergibt, die beide im Symbol des Kreuzes zusammenlaufen. Nun ließe sich damit alles Vertikale, als Symbol des Hierarchischen der Qualität, alles Horizontale als Symbol für den Wert eines Dinges, seine positiven und negativen Aspekte betrachten.

Quantität und Qualität in Wechselbeziehung

Auch wenn im Allgemeinen Quantität und Qualität als gegenläufige Begriffe verstanden werden, widersprechen sie sich nicht wirklich. Ja sie ergänzen sogar einander gegenseitig und besitzen das Potential sich zu einen, dort wo ihre Prinzipien zusammenlaufen, sich überkreuzen. Wir hatten zuvor von einer Symbolik des Vertikalen und des Horizontalen gesprochen, wo erstere die Beschaffenheit des Qualitativen symbolisiert, letztere jene des Quantitativen. Im Symbol des Kreuzes laufen diese beiden Größen an der Stelle des Schnittpunkts zusammen. Das Spannungsfeld zwischen Rechtem und Linkem, zwischen Unten und Oben, zwischen Gut und Böse, zwischen Ursprung und Unendlichkeit, kommt in dieser Kreuzung zum Ausdruck – woraus sich ein aus vier Größen zusammengesetztes Ganzes ergibt. Wählte einer etwa nur die Quantität als Maßstab aller Dinge, entbehrte er durchaus wichtiger Hinweise auf das, was wirklich ist, was ja eben aus der Hierarchisierung des Ganzen, als Qualität hervorgeht.

Betrachten wir die Symbolik des Kreuzes, neben der berühmten Form des Symbols im Christentum, als, sagen wir, eine durch einen Kreis abgeschlossene Form, in der der rechtwinklige Achsenschnittpunkt den Kreis-Mittelpunkt bildet, ließe sich daraus eine universale Vierheit ableiten, eine »Quaternität«, die zum Beispiel für die Beschreibung der vier alchemistischen Elementen (Feuer, Wasser, Luft und Erde) ebenso griffe, wie in Betrachtungen der Gesetzmäßigkeiten der vier Jahreszeiten, bei den Lebensphasen eines Menschen und unzähligen anderen Größen, die auf einer elementaren Vierheit basieren.

Es scheint dabei aber kein Zufall zu sein, dass solche Mandalas oder Symbole der Quaternität, nicht nur in historischen Monumenten der Völker in West und Ost auftauchen, sondern ebenso in den nächtlichen Träumen ahnungsloser Menschen, deren Auffassung vom Sein ganz und gar durch die Moderne bestimmt ist. Denn diese Formen der Quaternität sind Ordnungssymbole, die sich einem Träumer vor allem in Zeiten darbieten, wo er nicht weiß wo im Leben er gerade steht oder aber erkennt, dass er sich neu erfindend orientieren muss. Und wenn sich eine Quaternität als universale Vierheit vor allem im Wachzustand dazu eignet, allgemeingültig eingesetzt zu werden, so findet eben angedeutete Orientierung doch dort statt, wo eben einer seinen inneren, individuellen Orientierungspunkt erkannt hat. Da erfindet er sich neu, um sich aus dem, was er vielleicht als Chaos im Leben satt hat, zu entfernen in Richtung des Lichts, das ja bekanntlich jeden Morgen im Osten als Sonne aufsteigt, der Richtung, die die Römer eben »Orient« nannten. Wer vom Pfade abkam, orientiert sich nach dem Licht.

Einen Richtungswechsel, eine »Neuorientierung« aber erfordert ein sich Einlassen auf diese, hier und im Folgenden gelieferte »symbolische Assistenz«. Das heißt, dass eine neue »Himmelrichtung« im individuellen Kosmos eines inneren Selbst bewusst gemacht wird, die sich jenseits dessen befindet, was moderne, technische oder digitale Hilfsmittel bieten. Denn wenn es um eine Neuentfaltung des Selbst geht, kann es sich nur im Bewusstsein eines Menschen ereignen, wodurch es seinen eigentlichen Daseinssinn wiedererlangen kann. Diesen Zugang aber versperren in unserer modernen Welt die äußeren Verbindlichkeiten, wozu aller Wunsch zur Anhäufung von Reichtümern ebenso gehört, wie das Klammern an das, was man bereits hat. Alles Sinnvolle aber, mit dem das Selbst des Individuums in diesem Körper auf Erden inkarnierte, scheint, seit jener Zeit der Aufklärung, die ja mit einer industriellen Revolution einherging, in Sinnwidriges verkehrt worden zu sein. Denn schon lange geht es nicht mehr darum, das Wesen und die Aufgabe des Selbst und die von ihm ausgehenden Botschaften zu erkennen. Eher fragt man da nach dem Sinn solcher Botschaften, da der an den modernen Massenmenschen eben besser verfüttert werden kann, in Form audiovisueller Medien. Ob dieser Sinn auch Qualität besitzt, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Eher geht es darum solche Nachrichten weitgefächert zu verbreiten.

Alles in der modernen Welt leuchtet, ist illuminiert und es scheint, im wahrsten Sinne des Wortes, als bringe uns in allen Lebensbereichen dieses Funkeln und Blinken die Umwelt so bei, wie auch wir, in unseren Händen haltend, uns selbst. Es sind darum immer mehr »Lichtträger« unterwegs. Schaut man sich die lateinische Bezeichnung dafür an, die sich aus den Wörtern »lux«, für das Licht, und »ferre«, tragen, ergibt, kommt man zum »Luziferischen«, ein Wort das die meisten unter uns mit Begriffen wie Bosheit und Arroganz assoziieren, und dabei womöglich auch Ängste in ihnen aufsteigen, die aber ohnehin schon mit immer neuen Hysterien, anscheinend in jedem von uns aufgerufen werden, mit dem Ziel den Konsum aufrecht zu erhalten, denn wer Angst hat hamstert und verbirgt sich hernach ungesehen in seinem Bau. Und wer sich dort verbrigt lässt sich besser kontrollieren.

Kontrast der Extreme von Gut und Böse

Jene Hypes und inszenierten Begeisterungen für den Wunsch sich zu fürchten, scheinen gleichzeitig eine Erwartungshaltung zu prägen, die sogar mediale Bilder von Naturkatastrophen und anderen Desastern, zu befriedigen scheinen. Alles was mit einer Moral einhergeht aber scheint als altmodisches Gewäsch nur abgewunken zu werden, zumal man solch Medien ja getrost im stillen Kämmerlein konsumiert. Das darin gezeigte Bilder aber nicht zufällig durch die Kanäle moderner Medien unser Bewusstsein mit Negativität überfluten, scheint immer zu bedenken zu geben, was vor 80 Jahren in Europa als eine in der Johannes-Offenbarung vorausgesagte Endzeit erfahren worden sein dürfte. Ereignete sich das damals auf materiellem Niveau, scheint nunmehr etwas auf Ebene des Emotionalen eingerissen zu werden, bei den meisten Menschen der Nationen, die teilnehmen an dem, was das Weltwirtschaftsforum die »Vierte industrielle Revolution« nennt.

Wesensglieder des Zweigeteilten

Werfen wir unseren Blick nun aber einmal in die ferne Vergangenheit. Da lesen wir in der Bibel über etwas, dass sich anscheinend, wie schon so häufig, gerade wieder abzuspielen scheint und die Rufe jener laut werden lässt, die auf eine Endzeit warten. So wie die Johannes-Offenbarung, am Ende des Neuen Testaments, nun auf ein Kommen des Antichristen hindeutet, soll diese Wesenheit die Macht auf Erden übernehmen – für gewisse Zeit. Und das auch nur für jene, die überhaupt aller spirituellen Tradition den Rücken gekehrt haben. Es ist eben doch die Tradition, die nicht allein den Sinn des abzählbaren Maßes von Gutem und Schlechtem, von digitaler Eins und Null, sondern sich immer auch der hierarchischen Lage dessen bewusst ist, auf der sich ein Maß vermeintlich bewertbarer Gegensätze bezieht.

Wenn wir zuvor nun aber von Qualität und Quantität sprachen, wieso kommt nun auf einmal die Sprache auf den Antichristen, den Widersacher dessen, den das Neue Testament den Christus nennt? Nun, es soll hierdurch überhaupt einmal deutlich gemacht werden, was sich im Erkennen des Hierarchischen der Qualität, für das Verständnis dessen ergibt, was man »Das Böse« nennt.

Christus und der Antichrist stehen im Verhältnis wie das Licht und der Schatten, wie die Wahrheit zur Unwahrheit, wie der Glanz zur Täuschung und letztendlich das Gute zum Bösen. Das Gute, könnte man sagen, existiert ohne Böses, denn es hat Substanz, während Letzteres substanzlos ist. Es ist – das Böse aber ist nicht. Wenn das Gute als wahrhaftig Besseres existiert, entspricht seine Fehlerhaftigkeit dem Bösen. Alles Gute trägt zur Besserung dessen bei, wovon man Gutes hält, während das Böse zur Schädigung dessen führt. Denn das Böse ist widernatürlich, schwächt und zerstört alles Natürliche.

Wenn aber, wie wir oben sagten, der Schatten als Gegenteil des Lichts angesehen wird, so kommt da aber noch der Faktor der Form ins Spiel, etwas, dass in unserer alltäglichen Welt etwa ein physisches Objekt bildet. Denn würden Licht und Schatten »gleichgültig nebeneinander« existieren, ergäbe sich Form erst durch ihr Zusammenwirken. Doch kann das überhaupt sein?

Fest steht, dass Schatten das Licht voraussetzt. Und so muss es auch eine Form geben, die den Schatten wirft, da sie das Licht verstellt. So wäre der Schatten also eine Abwesenheit des Lichts wegen der Form das es verstellt. Die Art aber, wie der Schatten dem Licht durch die Form gegenübersteht, setzt die Qualität dieser Form voraus: Ist sie perfekt, so ist auch der Schatten perfekt.

Doch all das bleibt zunächst nur philosophisches Beurteilen, das im Angesicht dessen, was etwas in den Konzentrationslagern von einst (und heute), nur wie blanker Hohn klingt, wenn da einer kommt und mit diesem Vergleich von Licht und Schatten behaupte, das Böse sei entsprechend »nur« die Abwesenheit des Guten.

Man sollte sich daher vorsehen, die eigentlichen Ebenen der Hierarchie dieser Gegensätze, auf einen Nenner bringen zu wollen. Eine abstrakte Vorstellung von Gut und Böse aber zu vergleichen mit Licht und Finsternis, wäre philosophisch durchaus denkbar. Doch wer vom Gräuel dessen weiß, was Menschen einander antun können, der wird dem Bösen keine Wesenhaftigkeit absprechen, sondern es als tatsächliche Wirkmacht ansehen, die im Feld des Guten immenses Leid zu verursachen vermag.

Es wäre daher vielleicht angebracht, die Pole von Gutem und Bösem, auf zumindest drei Ebenen im Menschsein, bewussten Hierarchien zuzuordnen, entsprechend Körper, Seele und Geist. Schaute man dabei, metaphorisch gesprochen, vom Geistigen hinab ins Körperliche, so erkannte man da eine Tendenz zu einem Dualismus von Gutem auf der einen und von Bösem auf der anderen Seite. Besonders in der modernen Kultur scheinen nur Extreme ihrer Gültigkeit gerecht zu werden, die sich allein nur zwischen Ja und Nein bewegen, zwischen Zusage und Absage, zwischen Positivem und Negativem, nur damit ihrem Wert gerecht werden. Würde man nun aber vom Körperlichen hinauf in die Geistigkeit schauen, so vielleicht ließe sich doch eine Tendenz eines Monismus des Guten erahnen – wo eben nur das Gute ist und alles was man dort Böse nennt, eben allein jener bereits angedeutete Abwesenheit des Gutem gleichkommt.

Traditionell bedeutet nicht altmodisch

Wenn hier nun die Rede ist von einer Tendenz zum Monismus, meint das gleichzeitig auch den Hinweis auf die Tradition oder Philosophia Perennis – die Ewige Weisheit. Alles was in der Moderne erscheint ist einmalig und, ganz gleich ob von hoher Qualität oder nicht, wohl auch einzigartig. Doch über das, was Tradition bedeutet, scheint man nicht mehr zu wissen, sondern allenfalls mit dem Wort »altmodisch« zu verwechseln. Was wir zuvor als Qualität definierten aber ist als hierarchische, vertikale Dimension, deren Grade sich zwischen Himmel und Erde erstrecken, ganz eng mit dem Traditionsbegriff verbunden.

Entbehrt die Moderne aber der Kenntnis dessen, was Tradition bedeutet, so neigt auch ihre Fähigkeit zum Verständnis dessen, was die ersten und eigentlichen Prinzipien unseres Seins auf Erden bedeuten. Es wäre also falsch anzunehmen, dass es sich hierbei um reine Wissenschaft handelt, sondern eher um das, was man Verstehen nennt. Was im Westen als Lernen und erfolgreiches Leben verstanden wird, ist darum nichts als ein Maß für das Erreichte, das man sich zu eigen gemacht, sich erworben hat – seien es Wissen, Geld oder Güter. Das Element der Qualität dieser Dinge aber scheint nur eine nebensächliche Rolle zu spielen. Denn wenn es um Wissen geht, zählt nur das an Statistiken messbare Quantum an Kompetenz. Kurz: Dem modernen Geist mangelt es an Qualitativem. Masse steht über Klasse, allein Quantität zählt. Und diese Feststellung bezieht sich nicht allein auf den Durchschnittsbürger oder jene, die Qualität allein in Hinsicht auf ein Funktionieren in der mengenproduzierenden Industrie oder in der Datenverarbeitungsbranche bewerten; diese Mentalität findet sich leider auch unter Geisteswissenschaftlern moderner Pädagogik. Doch selbst wenn viele unter jenen sehr viel Wissen angehäuft haben, bedeutet das keineswegs, dass auch ihr Handeln entsprechend bedachter erfolgte oder »weiser« wäre. Einer den man einen »Wissenden« nennt, ist nicht einer der viel weiß. Sein Wissen ist von höchster Güte, das geäußert keiner weiteren Erläuterungen bedarf. Die Wissensgesellschaft aber, in der wir gegenwärtig leben, legt anscheinend mehr Wert auf das Quantum an Wissbarem, dass sich jedoch oft nur aus einer langen Reihe von Informationen zusammensetzt, die ihren Sinn allenfalls in Bezug auf Äußerlichkeiten erfüllen.

Wo ist das Leben, dass wir an unseren Lebensunterhalt verloren haben?
Wo ist die Weisheit, die wir ans Wissen verloren haben?
Wo ist das Wissen, das uns in den Informationen verloren ging?

- Thomas Stearns Eliot (1888-1965)

Diese Tendenz, die Menschen seit der industriellen Revolution entwickelten, beklakte auch der amerikanische Historiker Theodore Roszak (1933-2011), in einem Essay mit dem Titel »Ethik, Ekstase und das Studium der Neuen Religionen«:

Während der vergangenen zwei Jahrhunderte, bot uns eine allgemein weltlich geprägte Meinung, viele verschiedene Lesarten über die Natur des Menschen: Darwinismus, Marxismus, Freudianismus, Behaviourismus (naturwissenschaftliche Verhaltensforschung), Positivismus, Existenzialismus oder Soziobiologie. Da brachte man uns bei, dass wir »nackte Affen« und »Maschinen aus Fleisch« sind, Kreaturen »jenseits aller Freiheit und Würde«, deren Leben gesteuert wird von Neurofeedback oder einem Reflexbogen (der für die Auslösung oder Entstehung von Nervenimpulsen oder Reflexen verantwortlich ist), Interessen der gesellschaftlichen Klasse oder sexuellen Gelüsten, gelenkt durch ökonomischen Egoismus oder genetische Programmierung, durch kulturelle Konditionierung oder historische Notwendigkeit. Ist es aber nicht merkwürdig, wie all diese Bilder dazu bestimmt zu sein scheinen, unsere tiefgehende Intuition zu entwurzeln darüber, was Freiheit und ein höherer Sinn in unserem Leben sein könnten – und wie nichts davon unserer Sehnsucht nach Erfüllung gerecht wird, etwas Höheres im Leben zu erreichen. Niemand wässert da die Samen in uns, die nach Kultivierung verlangen.

Dabei ist Lebensqualität ja die Voraussetzung, für das, was man unter dem traditionellen Kulturbegriff versteht. Nur wird die Sichtweise, dass Qualität eher über Quantität steht, in unserer säkular geprägten Gesellschaft, die vorgeblich ganz ohne religiöse oder traditionelle Spiritualität auskommt, beharrlich abgelehnt. Es wäre aber falsch gegenüber dieser Tatsache Pessimismus walten zu lassen. Denn eine integrale Sicht auf die Welt, ließe sicherlich zu, die traditionellen Vorstellungen des Qualitativen, auch in unserer heutigen Kultur zu integrieren. Voraussetzung dafür aber wäre die Grundprinzipien dessen zu kennen, von wo aus ein qualitativer Standpunkt in der Betrachtung unserer Welt eingenommen werden müsste. Damit sich das aber tatsächlich ereignet, wäre erforderlich, dass sich ein entsprechendes Bewusstsein im Menschen aus der Bildungsschicht im Westen entwickelt, dass den Wunsch auslöst, sich mit solchen uralten Werten und auch Geheimnissen zu befassen – das ja bereits bei all jenen eingesetzt haben dürfte, die zum Beispiel Therapieformen mit ganzheitlichen Ansätzen, als wirksamer erachten, als rein wissenschaftliche Herangehensweisen. Auch wenn es um die Fragen einer nachhaltigen Land-, Garten- und Forstwirtschaft geht, dürfte so ein Umdenken nachhaltigere Tendenzen im Handeln der Menschen hervorbringen.

Es scheint ebenso kein Zufall zu sein, dass sich heute viele Menschen der Moderne, eher nach Fernost richten, wenn es um die Frage der Existenz einer geistigen Welt geht und die damit zusammenhängenden, traditionellen Weltanschauungen, die auch einen direkt praxisbezogenen Anteil besitzen. Doch sollte damit eher kein Ersatz für die Traditionen des Westens geschaffen, sondern in fernöstlicher Weisheit vielmehr Inspirationsquellen recherchiert werden, die sich in ihrer Universalität auch in den alten Traditionen des Westens zu erkennen geben, es sei denn, man ist bereit dazu sie zu entdecken und hat die nötige Selbsterfahrung entwickelt, um sie als solche auch zu erkennen.

 

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Die mythische Ebene: Spiegelungen im Bewusstseinsfeld der Seele

Die mythische Ebene: Spiegelungen im Bewusstseinsfeld der Seele

Mysterien von Eleusis - ewigeweisheit.de

Heute gelten Nachrichten, Ereignisse und Aussagen nur dann als anerkannte Fakten, wenn sie einen Bezug haben zu einem Ort und einem Zeitpunkt, zumindest aber einer dieser beiden Größen. Selbst aber wenn das heute als Voraussetzung gilt, musste sich so etwas wie Raum- und Zeitbewusstsein erst entwickeln. Tausende von Jahren dauerte es, bis sich der Mensch den Mysterien von Raum und Zeit bewusst wurde.

Über das Empfinden der Bewegung seines selbst bewusst gewordenen Körpers durch die Welt, entwickelte der Mensch ein Gefühl für das, was wir heute »Raum« nennen. Dieses räumliche Wahrnehmen entfaltete sich allmählich zu einer geistigen Funktion, die irgendwann im Erleben des unendlichen Raumes gipfeln sollte. Das aber war die Voraussetzung dafür, das der Mensch schließlich ein weiteres, neues Geistesmaß entdeckte: die Zeit.

Wenn die geschichtliche Wissenschaft nun von einer Vorzeit spricht, bezeichnet dieser Ausdruck ganz deutlich das Element der magischen Bewusstseinsstruktur: Eine Vor-Zeit lag vor dem Zeit-Bewusstsein. Hiermit erübrigt sich jedoch eine Nachforschung wann es zu diesem menschlichen Empfinden der Raumzeit kam, zumal es in der Periode der magischen Bewusstseinsstruktur eben noch kein Zeitmaß gab. Womöglich aber ereignete sich diese nächste Bewusstseinsmutation in der nachatlantischen Epoche, also vermutlich vor ungefähr 12.000 Jahren.

In dieser Ära kam es zu verschiedenen, ganz maßgeblichen Veränderungen in der menschlichen Wahrnehmung. Ab einem gewissen Moment, vielleicht am Ende der letzten Eiszeit, begann man in Europa besondere jahreszeitliche Riten zu zelebrieren. Das ging einher damit, dass der Mensch begann die Bewegung der Himmelskörper voraussagen zu wollen. An den Himmelsbewegungen laß er ab, wann der Zeitpunkt für eben solche Feste gekommen war und vermerkte sie in seinen damals entwickelten Kalendern. Er wurde also einer sich verändernden Welt bewusst, worin er sich selbst wiederfand, in einem wohl als Spannungsfeld empfundenen Raum zwischen Irdischem und Himmlischem.

Was den Menschen der magischen Bewusstseinsstruktur noch in seiner Naturverflochtenheit gefangen hielt, daraus sollte er sich nun lösen, mit dem Erkennen der Rhythmen der Natur. In diesem Heraustreten aus den Verflechtungen seines eindimensionalen Empfindens aber, sollte er sich bewegen in ein Empfinden einer zunächst zyklischen Zeit.

In einer Welt sprechender Münder

Immer wieder hatte sich die Menschheit neu erfunden. In archaischer Zeit identifizierte sie sich noch als Einheit mit dem sie Umgebenden, empfand sich als Teil einer ursprünglichen Ganzheit allen Seins.

Die magischen Menschen sahen sich in der Natur verwoben, doch hatten sich darin erkannt, worin sie sich zum ersten Mal ihrer selbst bewusst wurden und begannen sich wahrzunehmen.

Jean Gebser führte nun noch eine weitere Stufe der Bewusstseinsentwicklung ein, die er als die »mythische Ebene« bezeichnete. Hierauf begab sich die Menschheit in einer Zeit, als jemand einen Anderen von Mund zu Ohr, über das Wesen des Seins unterrichtete.

Das diese neu entstandene Bewusstseinsebene, als »mythisch« angesprochen wurde, hatte einen guten Grund: das griechische Wort »Mythos« nämlich bedeutet »Rede«, »Wort« oder »Bericht« und ist auch verwandt mit dem englischen Wort »mouth«, für den Mund. Das man im Deutschen synonym für Mythos das Wort »Sage« verwendet, kommt auch nicht von ungefähr, geht es da doch eben um ein »Sagen«, ein Erzählen.

Wenn wir uns aber der Bedeutung des griechischen Wortes »Mythos« zuwenden, insbesondere der darin enthaltenen Wurzel »my« oder »mu« (Anm.: der griechische Buchstabe »y«, wird sowohl als »i«, »ü« wie auch als »u« ausgesprochen), was »laut werden« oder »ertönen« bedeutet, stoßen wir auf einen interessanten Zusammenhang: denn auch ein anderes griechisches Wort besitzt benannte Wortwurzel »my«: das Wort »myein«, was für ein »Sichschließen« steht, womit eben der geschlossene Mund gemeint ist. Im Sanskrit gibt es ebenfalls ein Wort mit dieser Wurzel, nämlich »mukas«, dass diesen Zusammenhang noch unterstreicht: da bedeutet es »stumm«. Und auch im Lateinischen begegnet man dieser Silbe »mu« mit »mutus«, das ebenfalls »stumm« bedeutet.

Im Griechischen ist die Wurzel »mu« oder »my« überdies enthalten am Anfang dieser Wörter: »Mystos«, dem Mysten, der in die geheimen Mysterien eingeweiht wurde, sowie in »Mysterion«, dem entsprechenden Mysterienkult. Beides sind Ableitungen von »myo«, dass ebenfalls die Wurzel »my« (beziehungsweise »mu«) enthält, und für den eigentlichen Grund eines geschlossenen Menschenmundes steht: Über Geheimnisse wird geschwiegen.

Aus dem griechischen Mystos entwickelte sich später dann das, was man in christlicher Zeit zur Bezeichnung für jemanden verwendete, der sich in wortloser, innerer Versenkung befand: ein Mystiker.

So sind also die Bedeutungen dieser Wortwurzel anscheinend widersprüchlich, wo es doch im Wort Mythos um das Sprechen geht und im Wort Mystos um das Schweigen. Es wäre dabei jedoch falsch sich voreilig für eine der beiden Bedeutungen entscheiden zu wollen, sind doch beide gültig. Hier nämlich kommt eine Polarität zum Vorschein, die den alten Menschen zuerst einmal bewusst werden musste.

Ihr Eingebundensein in der Welt erhielt damit eine neue, zweite Dimension. Der Mensch begann sich von da an als Subjekt zu empfinden, zu den ihn umgebenden Objekten. Und da sich in dieser Umwelt unendlich viele Objekte befanden, ließ sich damit auch die Zweidimensionalität eines Kreises aufspannen, in dem der er seine Welt räumlich wahrzunehmen begann.

Führte die archaische Struktur durch den Verlust der Ganzheit zur Einheit der magischen Struktur, und war damit ein erstes dämmerhaft zunehmendes Bewusstwerden des Menschen als einer Einzelung vorgegeben, so brachte die magische Struktur durch den in ihr sich abspielenden Befreiungskampf gegen die Natur eine Herauslösung aus der Natur und damit die Bewusstwerdung der Außenwelt. Die mythische Struktur nun führt zu einer Bewusstwerdung der Seele, also der Innenwelt. Ihr Symbol ist der Kreis, der stets auch Symbol der Seele war.

- Aus Jean Gebsers Buch »Ursprung und Gegenwart«, Kapitel »Die mythische Struktur«

War das Resultat der magischen Struktur des Menschen die Bewusstwerdung von Erde und Natur, so brachte die mythische Struktur einen Gegenpol zur Erde: den Himmel. Darin wieder taucht die Symbolik des Kreises auf. Denn der Zyklus der Gestirne, vornehmlich der Lauf von Sonne und Mond durch Tag und Nacht, repräsentiert jene angedeutete Polarität von Subjekt und Objekt, in der sich der Menschen als Beobachter befindet und bewegt.

Damit schließt sich auch der Kreis zu dem, was wir zuvor über die besagte Wortwurzel »mu« oder »my« andeuteten: Aus ihr wachsen zwei anscheinende Widersprüche – Mystos und Mythos – Schweigen und Sagen, welche in direktem Zusammenhang stehen mit der dunklen Abwesenheit und der lichtvollen Anwesenheit der Sonne. Was bedeutet das?

Um sich in der Welt zu empfinden, musste der mythische Mensch das polare Verhältnis seines Seelenseins nicht nur zu einem über-erdhaften Himmel (Berg Olymp), sondern ebenso zu einem unter-erdhaften Schattenreich (Fluss Hades) erkennen.

In diesem inneren Gewahrwerden einer neuen Dimension, worin die Pole eines Sternenzelts und einer Unterwelt, eines Himmels und einer Hölle, einen Kreis der Zweidimensionalität aufspannen, dort im Mittelpunkt dieses Kreises lernte der Mensch das Wesen seiner Seele zu empfinden. In ihr nämlich spiegelte sich sein mythisch-mystisches Sein, darin reflektierte die Doppelnatur alles Weltlichen, symbolisch-diabolisch, göttlich-teuflisch, hell-dunkel, licht-finster, gut-schlecht, überweltlich-tiefgründig.

Diese Pole im Kreis, umspannen im Leben eines Menschen den Zyklus von Werden und Vergehen – im Erkennen der Zeit.

Über die Wirksamkeit des Schweigens

Was in der Seele des Menschen zum einen als stummes Bild erscheint, erklingt daraus ein andermal durch den Mund, als tönendes Wort. Das als inneres Bild Vernommene hat seine polare, bewusst gewordene Entsprechung im ausgesagten Wort. Dabei erkennt der Mensch seine Seele, worüber er den in nächtlicher Stummheit geschauten Traum, im Wachbewusstsein sprechend hörbar macht. Indem er darüber spricht, richtet er die sich ent-sprechenden Pole von Traum und Wachheit aufeinander aus.

So ist das Wort stets Spiegel des Schweigens; so ist der Mythos Spiegel der Seele. Erst die blinde Seite ermöglicht die sehende. Und da alles Seelische vor allem auch Spiegelcharakter hat, trägt es nicht nur naturhaften Zeitcharakter, sondern ist stets auf den Himmel bezogen; die Seele ist ein Spiegel des Himmels – und der Hölle. So schließt sich der Kreis von Zeit – Seele – Mythos – Hölle und Himmel – Mythos – Seele – Zeit.

- Aus Jean Gebsers Buch »Ursprung und Gegenwart«, Kapitel »Die mythische Struktur«

Etwas zu sagen oder darüber zu schweigen obliegt die besondere Entscheidung einer Ver-Antwortung. Jemand kann das im Gesagten Geschiedene ent-scheiden und so das darin Scheidende aufheben. Darum ist es nicht notwendig beim Berichten über eine Sache, alles bis aus dem letzten Bedeutungswinkel heraus erklären zu wollen. Vielmehr macht das Nichtgesagte, das im Gesagten mitschwingt, einen Bericht oder eine Rede erst interessant. Damit nämlich erhält das Gesagte seine Tiefe und einen Gegenpol, die es in die Spannung eines wirkenden Lebens bringt.

Von daher bewirkt etwas beim Zuhörer nur anzudeuten, weit mehr als ein vollständiges und bis ins letzte Detail erfolgte Erklären. Klarheit soll sich der Zuhörer durch eben jene, in der Rede tiefer liegende, jedoch unausgesprochene Aussage, selbst verschaffen, durch seine eigene Imagination.

Bloßes Schweigen ist magische Gebanntheit; bloßes Reden ist rationaler Leerlauf.

- Aus Jean Gebsers Buch »Ursprung und Gegenwart«, Kapitel »Die mythische Struktur«