Sure

Die Wunder des Koran

Die Wunder des Koran

Die Suren des Koran bergen eine ganz wesentliche Kraft, deren Verse an Dichtkunst und Aussagekraft weit über dem stehen, was jemals in arabischer Sprache hervorgebracht wurde. Wenn es außerdem heißt, dass der Prophet Mohammed ein Analphabet war, dürfte sich einer noch mehr über die in den Suren enthaltenden Phänomene wundern.

Ob Reim, ob Wortwahl oder Stil: Der Originaltext des Korans gilt als sprachliches Wunder. Auch wenn es heute verschiedene Übersetzungen ins Deutsche gibt, bleiben es dennoch nur Übersetzungen. Wer aber des Arabischen mächtig ist – oder auch nur Kenntnis besitzt über die Inhalte und den Klang der Rezitation der bekanntesten Suren – den soll das heilige Buch der Muslime wahrlich bezaubern.

Sprich: Wenn sich die Menschen und die Dschinnen vereinigten, um etwas zu erschaffen, was diesem Koran ähnlich ist, so werden sie es nicht können, selbst wenn sie einander eifrig dabei unterstützen würden.

– Sure 17:88

Dieser, folgender und andere Verse belegen im Koran die Einzigartigkeit dieser heiligen Schrift:

Oder wollen sie etwa behaupten: »Er hat ihn erdichtet?« Sprich: »Dann bringt doch eine Sure bei, die ihm ähnlich ist, und ruft, wenn ihr die Wahrheit sagt, an, wen immer ihr außer Allah zu Hilfe nehmen könnt!«

– Sure 10:38

Zwar vollbrachte Mohammed als Prophet keine Wunder, wenn aber Moses die Teilung des Meeres vollbrachte, Jesus Christus Wunderheilungen und Totenerweckungen, so war das Wunder des Propheten des Islam (as), die Übermittlung des Koran. Dabei ist es durchaus bemerkenswert, dass zur Mohammeds Zeiten nur wenige Versuche unternommen wurden, die Verse des Koran zu imitieren oder gar zu parodieren. Alle Nachahmer schienen frustriert aufgegeben zu haben, da ihnen einfach nicht gelang, sowohl die Aussagekraft wie auch den Stil der Reime und Prosa in gemeinsamer Wirkkraft nachzuahmen. Vielen Übersetzern gilt das heilige Buch der Muslime darum als unübersetzbar, wo die Reime die Suren doch auf ganz einzigartige Weise gliedern, worin einzelne Namen und Wörter zu einem besonderen Rhythmus bei der Rezitation der Sätze führen. Kein Wunder, dass man etwa auch als deutschsprachiger Muslim, darum allein die arabischen Suren auswendig zitieren lernen muss, um sie im Pflichtgebet (Salaat) und bei der Anrufung Gottes (Dua) aufzusagen. Des Korans arabischer Wortlaut ist also für die Gläubigen von fundamentaler Bedeutung.

Die Zahl 19 im Koran

Laut des ägyptischen Forschers Rashad Khalifa (1935-1990) bildet die Zahl 19 einen geheimen Schlüssel im heiligen Buch des Islam. Ausgehend von folgendem Vers, untersuchte er den Koran und fand zu sehr vielen Erscheinungen dieser eigenartigen Zahl:

Neunzehn (Engel) sind (als Hüter) über sie gesetzt.

– Sure 74:30

Tatsächlich kam Khalifa zu bemerkenswerten Ergebnissen in seinen Untersuchungen, von denen hier nur einige wenige (von wahrscheinlich mehr als vierzig weiteren) aufgeführt werden sollen:

Der Vers »Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes« (arab. بسم الله الرحمن الرحيم ) besteht aus 19 Buchstaben und steht als Eröffnung vor jeder der insgesamt 114 koranischen Suren (= 6 x 19 Suren). Die von Mohammed zuerst geoffenbarte Sure (96) beginnt mit 19 Wörtern und auch die letzte offenbarte Sure (110) besteht aus 19 Wörtern, wie auch deren erster Vers aus 19 Buchstaben besteht.

Koranische Prophezeiungen und ihre Erfüllung

An vielen Stellen des heiligen Buchs der Muslime werden zukünftige Ereignisse verlautbart. Zwar gelten die meisten davon als Metaphern, während andere buchstäblich das meinen, was man da liest. In der vierten Koran-Sure heißt es etwa:

[...] Ich (Satan) will wahrlich von Deinen Dienern einen bestimmten Teil nehmen; [...] (und) will sie aufreizen, und sie werden Allahs Schöpfung verunstalten. [...]

– Sure 4:118f

Das ließe sich wohl deuten als die gegenwärtige Genmanipulation, die in der Pflanzen und Tierwelt schon Gang und Gäbe ist, was gegenwärtig auch schon teilweise mit dem menschlichen Genom getan wird.

Ein weiteres Beispiel könnte der Hinweis auf die persischen Sassaniden sein, die im Jahre 613 in der Schlacht von Antioch das byzantinische Heer schlugen. Da die Muslime jedoch mit dem christlichen Byzanz sympathisierten, waren sie darüber äußerst bestürzt. Doch Byzanz sollte zu einer Revanche ausziehen und die Perser dabei schlagen. Darauf verwies der Koran hin in Sure 30:2ff:

Besiegt sind die Byzantiner im nahegelegenen Land. Aber sie werden, nachdem sie besiegt worden sind, siegen in wenigen Jahren. Allahs ist die Herrschaft vorher und nachher – und an jenem Tage werden die Gläubigen frohlocken.

So erfüllte sich die Koran-Prophezeiung im Jahre 627.

Zu den wichtigeren Zitaten die in die Zukunft weisen, zählen sicher aber jene die auf das Fortbestehen des Koran hinweisen. Aus ihnen wird deutlich, dass das heilige Buch der Muslime Bestand hat, wie etwa in der 98. Sure mit dem Titel »Der klare Beweis«, worauf wir an anderer Stelle eingehen wollen.

 

Sure Al-Fatiha im Koran

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten (1)
Dem Allerbarmer, dem Barmherzigen (2),
Dem König am Tage des Gerichts. (3)
Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe. (4)
Führe uns den geraden Weg (5),
Den Weg derjenigen, denen Du Deine Gunst erwiesen hast, (6)
Nicht derjenigen, die Deinen Zorn erregt haben, und nicht der Irregehenden! (7)

Amen

 

بِسْمِ اللهِ الرَّحْمنِ الرَّحِيمِِ

(الْحَمْدُ للّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ (١
(الرَّحْمـنِ الرَّحِيمِ (٢
(مَالِكِ يَوْمِ الدِّينِ (٣
(إِيَّاكَ نَعْبُدُ وإِيَّاكَ نَسْتَعِينُ (٤
(اهدِنَــــا الصِّرَاطَ المُستَقِيمَ (٥
(صِرَاطَ الَّذِينَ أَنعَمتَ عَلَيهِمْ  (٦
غَيرِ المَغضُوبِ عَلَيهِمْ وَلاَ الضَّالِّينَ (٧)‏

آمين‎

Bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim

Al-hamdu li-llahi rabbi-l-'alamin (1)
Ar-rahmani-r-rahim (2)
Maliki yaumi-d-din (3)
Iy-yaka na'budu wa iy-yaka nasta'in (4)
Ihdina-s-sirat  al-mustaqim (5)
Sirata-lladhina an'amta 'alaihim (6)
Ghayri-l-maghdubi 'alaihimwa-la-d-dalin. (7)

Amin

Bedeutungen der Al-Fatiha

Man nennt die erste Sure Al-Fatiha auch den "Anfang einer Sache", etwas mit dem begonnen wird. Es heißt, der Prophet Mohammed (as) erhielt die Offenbarung dieser ersten Sure des Koran, vor der Hidschra - seiner Flucht aus Mekka nach Medina. Damit gilt sie manchen als mekkanische Sure (wie etwa dem Cousin des Propheten und einem der ältesten Koran-Exegeten: Abd Allah ibn Abbas), während sie andere als medinische Sure ansehen. Wieder andere verbinden beide Formen und sagen, sie sei Mohammed (as) sowohl in Mekka als auch in Medina offenbart worden. 

Diese Sure Al-Fatiha aber gilt manchen als die erste Sure, die Mohammed (as) in einem Mal offenbart wurde. Auch wird sie auf arabisch genannt "Fatihat-ul-Kitab", "die Eröffnende des Buches", das heißt also, die den Koran eröffnende (arab. Fatihat-ul-Quran) Sure, als quasi Einleitung oder Vorwort zum heiligen Buch. Man nennt sie auch die "Umm-ul-Kitab", die Mutter des Buches oder "Umm-al-Koran", die Mutter des Koran, folgen aus ihrer Eröffnung ja alle weiteren Suren. Sie steht jedoch auch für die Fähigkeit, den Glauben eines Menschen zu öffnen. Denn sie vermag dem Sucher die Schlüssel zum Wissensschatz dieser heiligen Schrift zu überlassen.

Die Sure Al-Fatiha ist auch der Anfang der täglichen fünf Pflichtgebete. Vor jeder Verbeugung und Niederwerfung (Raka) wird zu Anfangs die Al-Fatiha rezitiert. Alle anderen Gebets-Suren folgen ihr. Ihre Verse (Ayat) bilden Chiffren zur Eröffnung des Korans, des Gebets und damit, wie Muslime glauben, zum Guten an sich. Manche nennen die Al-Fatiha daher auch den "Diamant-Schlüssel", der die Tore zu den lichterfüllten Vorhöfen des Thrones Gottes eröffnet (entsprechend der sogenannten Merkaba der jüdischen Mystik). Mit dem Rezitieren der geheimnisvollen Verse der Al-Fatiha, soll alle Finsternis weichen und das Leben des Gläubigen mit dem Licht Allahs ausgeleuchtet werden.

Und es gibt noch einen weiteren Namen dieser Sure: Al-Kafiyya, "die genug Ausreichende", werden ihren Versen doch wichtige Antworten auf die Fragen der Menschheit zugeschrieben, wie etwa Dank, Schutz, Gerechtigkeit, Allmacht, spirituelles Königtum, Dienerschaft, Endzeit, Anfang, Hilfe, Rechtleitung, Irren, Wohlwollen, Zorn.

Al-Fatiha bildet das Fundament, "Al-Asas", des gesamten Buches, bezug nehmend auf ihre Funktion als Grundlage zum Verständnis des Koran überhaupt. Manche sehen in der Al-Fatiha darum eine Art Synthese des Koran, da sie alle metaphysischen und eschatologischen Wahrheiten (Wissen über den Jüngsten Tag) umfasst. Sie hilft dem Gläubigen als Richtschnur und ruft in sein Bewusstsein all das, was für seine Lebensrealität von Bedeutung ist.

In seinen täglichen fünf Gebeten, spricht der gläubige Muslim die Al-Fatiha 17-mal. Als erste Sure eröffnet sie dabei nicht nur den gesamten Text des Heiligen Koran, sondern wird auch am Anfang des rituellen Gebets (As-Salat), vor jeder Niederwerfung rezitiert, wäre es doch ohne die Rezitation der Al-Fatiha ungültig. Darauf verweist ein wichtiger Hadith (Ausspruch des Propheten Mohammed):

Der Prophet Allahs sprach, "Wer immer sein Gebet verrichtet ohne die Sure Al-Fatiha zu rezitieren, dessen Gebet ist gegenstandslos."

- Sahih al-Bukhari 756:10:150

Damit also ist die Al-Fatiha das zentrale Element jeden Gebets und ist von wichtigster Bedeutung im islamischen Gebet überhaupt. Sie wird aber auch zu vielen anderen Anlässen rezitiert, um etwa am Ende eines Bittgebets (Dua), dieses mit dem Segen Allahs zu versiegeln.

Herkunft des Namens Al-Fatiha und ihre Bedeutung für Koran und Gläubige

Das Wort الفاتحة Al-Fatiha hat seine Wurzel im arabischen فتح Fatah, das sowohl bedeutet etwas zu eröffnen, zu öffnen oder aber zu enthüllen und dabei zu erklären. Auch die Schlüssel die das Schloss eines Schatzes verschließen, nennt man Fatah. Hiermit ließe sich daher noch einmal unterstreichen, dass diese Sure gewiss als Zusammenfassung des gesamten Korans interpretiert werden könnte, da all die mit dem Wort Fatah zusammenhängenden Bedeutungen, das Wesen des Heiligen Buches umreißen. Aus diesem Grund wird die Sure Al-Fatiha auch gerne vor oder nach anderen, besonderen Koranversen (Ayat) rezitiert.

Al-Fatiha besteht aus sieben Versen (Ayat), 25 Wörtern und 113 arabischen Buchstaben (siehe oben). Diese sieben Verse sind ein Gebet, um von Allah Rechtleitung, Ordnung und Gnade zu erbitten.

Ein universales Gebet

Die Al-Fatiha teilt sich in zwei Hälften, die jeweils das Menschliche und Göttliche ansprichen. Sie wird als solche sowohl in alltäglichen Situationen, als auch zu verschiedensten besonderen Anlässen gebetet. Dazu gehören auch Geburten, Eheschließungen oder Todesfälle, wo man die Al-Fatiha zu Ehren der gemeinten Menschen rezitiert. Auch auf Grabsteinen findet man Hinweise auf diese Sure verzeichnet, versehen mit der Inschrift "Ruhuna fatiha", die einen Besucher bitten, die Al-Fatiha im Namen der Seele (Ruh) des Verstorbenen zu rezitieren.

Ihre Verse geben außerdem die wichtigsten Bereiche islamischer Dogmatik wieder und sind damit eine praktische Einführung in den koranischen Text. Die Verse der Al-Fatiha weisen hin auf:

  • den Lobpreis Allahs (Vers 2),
  • Allahs Barmherzigkeit (Verse 1 und 3) und
  • ist ein Hinweis auf das Kommen des jüngsten Tages (Vers 4).

Im Abendland empfand man die Al-Fatiha immer als besonders "christlich". Darum wurde sie des Öfteren auch als islamisches Äquivalent zum Vaterunser gewertet. In einem der Hadithe (Spruchsammlung des Propheten Mohammed) heißt es, dass wer die Al-Fatiha liest, es so sei, als hätte er zwei Drittel des gesamten Korans gelesen.

Nach der Ausrichtung nach Mekka (der Qibla) spricht der Betende:

Allahu akbar - Gott ist (unvergleichlich) groß.

Dann beginnt er im Stehen die Rezitation der Fatiha in arabischer Sprache. Er äußert damit ein Gotteslob und drückt danach aus, dass allein bei Allah die Zuflucht eines Menschen zu finden sei.

Es heißt nun, dass diese Sure von einem der Gefährten des Propheten Mohammed (as) in dessen Gegenwart rezitiert wurde und dieser darauf zu ihm sprach:

Durch Ihn, in dessen Hand meine Seele ist, war eine ähnliche Offenbarung wie diese, weder in der Tora, noch im Evangelium, noch in den Psalmen oder noch sogar selbst im Koran mit inbegriffen.'

Al-Fatiha steht damit für sich und ganz unabhängig von allen heiligen Schriften, die im Islam von Bedeutung sind (wie eben jene hier angeführten, vier heiligen Bücher).

Die Al-Fatiha als Heilmittel

Diese Sure gilt als Heilmittel gegen körperliche und auch geistige Beschwerden. Al-Fatiha nennt man daher auch die "Asch-Schifa'a", wörtlich "die Heilung" oder "Ar-Ruqya", das Heilmittel. Es heißt der Prophet Mohammed (as) sagte über ihre Verse:

Die Eröffnung des Buches (Koran) ist ein Heilmittel gegen alle Gifte.

Eine alte Überlieferung aus den Hadithen des Al-Bayan berichtet, wie einer der Gefährten des Propheten Mohammed (as) einen Kranken, der an einem Schlangenbiss litt, durch die Rezitation der Sure A-Fatiha heilte. 

Es ist die Al-Fatiha, die die Beziehung zwischen Allah und den Menschen lehrt. In ihr werden Eigenschaften dieser Beziehung dargelegt und durch das Aussprechen dieser Sure, und der damit einhergehenden Klärung dieses Verhältnisses, soll im Menschen eine heilsame Wirkung ausgelöst werden.

Ein anderer Hadith erzählt die Geschichte eines Gefährten des Propheten Mohammed (as). Er nämlich rezitierte die Sure Al-Fatiha, um damit ein Stammesoberhaupt zu heilen, den der Stich eines Skorpions vergiftete:

Während wir uns auf einer unserer Reisen befanden, ließen wir uns nieder, als uns ein Mädchen begegnete und zu uns sprach: Unser Oberhaupt wurde von einem giftigen Skorpion gestochen und keiner unserer Männer ist hier ihn zu heilen. Könnte ihr ihm wohl helfen? Einer von uns ging also mit ihr zu ihm. Doch keiner von uns wusste, ob er wisse, wie man so eine Vergiftung heile. Er aber rezitierte etwas und der Kranke wurde auf wundersame Weise geheilt. Zum Dank gab er uns dreißig Schafe und Milch. Als er wieder in unserer Mitte stand, fragten wir ihn: Fandest du eine geheime Formel, die du zu ihm sprachst, so dass er so schnell geheilt werden konnte? Darauf gab er zur Antwort: Nein. Alles womit ich ihn behandelte, war die Rezitation der Mutter des Buches (Umm-Al-Kitab, also Al-Fatiha). Darauf sprachen wir: bitte erzähle niemandem davon, bis wir zurückkehren und den Propheten fragen können. So erreichten wir also wieder Medina und erzählten von dem Wunder dem Propheten, auch um zu erfahren, ob das großzügige Geschenk des Oberhaupts an uns (die dreißig Schafe) recht- oder unrechtmäßig war. Doch der Prophet sprach: Woher wusste er, dass er sie (die Sure Al-Fatiha) als Heilmittel verwendet werden kann? Verteilt den Lohn den er euch überließ unter euch und überlasst auch mir etwas davon.

- Muhammad Al-Bukhari, Sahih Al-Bukhari

Es soll auch auf einen weiteren Ausspruch des Propheten Mohammed (as) hingewiesen werden, der einmal seinen Gefährten Jabir ibn Abd Allah fragte:

'Soll ich dir eine Sure beibringen, die im gesamten Koran keiner anderen gleicht?', worauf dieser antwortete: 'Ja, und mögen meine Eltern Lösegeld für dich sein, oh Prophet Allahs.' Also lehrte ihn Mohammed die Sure Al-Fatiha. Dann fragte Mohammed (as): 'Jabir, soll ich dir etwas über diese Sure erzählen?' Jabir antwortete: 'Ja, und mögen meine Eltern Lösegeld für dich sein, Gesandter Allahs.' Darauf sprach Mohammed (as): 'Sie ist ein Heilmittel für jede Krankheit außer dem Tod.'

Imam Dschafar Ibn Muhammad Al-Sadiq, der sechste der Zwölf Imame sagte einmal, das man den Schmerz einer Person heilen könne, wenn man diese Sure 70-mal an eben jenem schmerzenden Teil des Körpers rezitiere. Es heißt sogar, dass die Kraft dieser Sure so groß sei, dass wenn einer sie entsprechend oft über einen toten Körper rezitiere, sich dieser Körper auf übernatürliche Weise in Bewegung setzte.

Die Eröffnende und die Beschließende

Wie wir sehen konnten, genießt die Al-Fatiha den wichtigsten Stellenwert im Glauben der Muslime. In all ihren Bestandteilen ist sie eine wunderbare Einführung in den koranischen Text. Im Pflichtgebet rezitiert, ist sie als solche auch eine Aufforderung ihre Verse tiefgründig ‎wahrzunehmen, zumal sie dem Gläubigen in seinem Leben eine deutliche Richtung weisen soll, die ihn in seinem Leben zu Wohlergehen führt. Als solche Sure sollen sich dem Betenden dabei große Ideale des Menschseins offenbaren, als Manifeste der Gerechtigkeit und Großzügigkeit Allahs.

 

Sure An-Nas im Koran

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Sprich: Ich nehme meine Zuflucht beim Herrn der Menschen, (1)
Dem König der Menschen, (2)
Dem Gott der Menschen, (3)
Vor dem Übel des Einflüsterers, der entweicht und wiederkehrt, (4)
Der den Menschen in die Brust einflüstert, (5)
Unter den Dschinn und den Menschen. (6)

بِسْمِ اللهِ الرَّحْمنِ الرَّحِيمِِ

(قُل أَعوذُ بِرَبِّ النّاسِ (١
(مَلِكِ النّاسِ (٢
(اله النّاسِ (٣
(مِن شَرِّ الوَسواسِ الخَنّاسِ (٤
(الَّذى يُوَسوِسُ فى صُدورِ النّاسِ (٥
مِنَ الجِنَّةِ وَالنّاسِ (٦)‏

Bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim

Qul audhu bi-rabbi an-nas (1)
Maliki an-nas (2)
Ilahi an-nas (3)
Min scharri al-waswasil chanas (4)
Alladhi yu waswisu fi suduri an-nas (5)
Min al-dschinnati wa an-nas. (6)

Bedeutungen der An-Nas

An-Nas ist die 114. und letzte Sure des Heiligen Koran, dem Buch der Muslime. Ihre Verse sind kurz. Dem Propheten Mohammed (as) wurde sie in Mekka offenbart, das heißt, während den Anfängen der islamischen Religion. Auch wenn diese Sure heute den Abschluss des Koran bildet, zählt sie zu den ersten Suren, die Mohammed (as) in Mekka geoffenbart wurden.

Sie beginnt mit der Erwähnung Allahs, als "Herrn der Menschen". Dem folgen die Anrufungen als "richtendem König der Menschen" und "anbetungswürdigem Gott der Menschen".

Als letzte Sure des Heiligen Koran ist sie gewissermaßen die Antwort auf das Gebet der Al-Fatiha, der ersten Sure des heiligen Buches. Diese Antwort leitet den Gläubigen dazu an zu beten, um sich von den Einflüsterungen (Waswasa) des Schaitan zu schützen.

Herkunft des Namens der Sure An-Nas

Der Titel dieser Sure bedeutet "Menschen", "Leute" oder eben auch "Menschheit". Mit der 113. Sure Al-Falaq, bildet sie die Al-Muawwidhata: das Paar der beiden Schutzsuren.

Wirkungen der Rezitation der Sure An-Nas

Diese Sure fordert den Betenden auf, bei Allah vor den Einflüsterungen Schaitans Zuflucht zu suchen, wie auch vor üblen Einflüssen durch Dschinnen (Genien) und Menschen. Das gilt im Übrigen ebenso für die eigenen schlechten Gedanken, Gefühle und Wünsche, vor denen man in der Sure An-Nas Zuflucht bei Gott sucht.

Wie gesagt, hilft sie dem Betenden, gemeinsam mit der 113. Sure Al-Falaq, sich gegen üble Einflüsse zu schützen. Die Sure Al-Falaq schützt gegen üble Einflüsse von Außen, die Sure An-Nas schützt gegen alles Übel, dass im Innern eines Menschen aufsteigt. Diese inneren Übel sind etwa jene Gedanken

  • die den eigenen Glauben schwächen,
  • die einen Menschen an sich, am Leben und an anderen zweifeln lassen,
  • die die heiligen Schriften in Frage stellen, oder
  • die einen zu schlechten oder bösen Taten verleiten.

Insbesondere wichtig ist die Rezitation dieser beiden Suren (Al-Falaq und An-Nas) abends vor dem Einschlafen und morgens vor dem Aufstehen.

Als ich mich mit Mohammed (as) auf einer unserer Reisen befand, sprach dieser zu mir: 'O Uqbah! Möchtest Du nicht lieber reiten?' Ich aber fürchtete mich, denn es hätte ja als Ungehorsam aufgefasst werden können. Doch Mohammed (as) setzte ab und so kam es, dass ich für eine Zeit lang ritt. Dann ritt er wieder und sprach: 'O Uqbah! Wäre es angebracht, wenn ich dir zwei Suren beibrächte, die besten Suren, die jemand rezitieren kann?' Da sagte ich, 'Mohammed, natürlich!' Also lehrte er mich diese Verse: 'Ich suche Zuflucht beim Herrn der Morgendämmerung' und fügte hinzu, 'Ich suche Zuflucht beim Herrn der Menschheit.' Dann ertönte der Gebetsruf, als Mohammed (as) vorausging, um den Gläubigen vorzubeten. Da rezitierte er diese Verse im Gebet. Danach lief er an mir vorüber und sprach: 'Du solltest wissen, O Uqbah: rezitiere diese beiden Suren, wann immer du zu Bett gehst und wann immer du am Morgen dein Nachtlager verlässt.

- Imam Ahmad über Uqbah bin Amir

Wer diese Sure rezitiert, schützt sich vor den üblen Einflüssen der Dschinnen, vor Schmerz und auch vor schwarzer Magie.

- Aisha bint Abu Bakr

Mohammed (as) versuchte sich vor dem Bösen Blick der Dschinnen und der Menschen zu schützen. Als Gott ihm aber die Muawwidhata (zwei Schutzsuren) offenbarte, verwendete er diese um sich vor diesen Einflüssen und auch vor allem anderen Übel zu schützen.

- Abu Said

Diese Sure ist also gewissermaßen eine Medizin für die menschliche Seele. Denn sie hilft einem Menschen, sich vor den offenbaren und verborgenenen Einflüsterungen des Schaitans zu schützen.

 

Sure Al-Falaq im Koran

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen,

Sprich: Ich suche meine Zuflucht beim Herrn der Morgendämmerung (1)
Vor dem Übel dessen, was er erschaffen hat (2),
Und vor dem Übel der Dunkelheit, wenn sie hereinbricht (3),
Und vor dem Übel der Knotenanbläser (4)
Und vor dem Übel jeden Neiders, wenn er neidet. (5)

 

بِسْمِ اللهِ الرَّحْمنِ الرَّحِيمِِ

(قُلْ أَعُوذُ بِرَبِّ ٱلْفَلَقِ (١
(مِن شَرِّ مَا خَلَقَ (٢
(وَمِن شَرِّ غَاسِقٍ إِذَا وَقَبَ (٣
(وَمِن شَرِّ النفثت فِى ٱلْعُقَدِ (٤
(وَمِن شَرِّ حَاسِدٍ إِذَا حَسَدَ (٥‎

Bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim

Kul audhu bi-rabbi al-falak, (1)
Min scharri ma khalak, (2)
Wa min scharri ghasikin idha wakab, (3)
Wa min scharri an-naffasati fil-ukad, (4)
Wa min scharri chasidin idha chasad. (5)

Bedeutungen der Al-Falaq

Diese Sure wurde dem Propheten Mohammed (as) in Mekka offenbart, noch bevor er nach Medina floh.

In der Sure Al-Falaq wird Gott in einem Bittgebet angerufen, um den Betenden vor den Übeln der Welt und des Satans zu schützen. Sie zählt zu jenen Suren des Heiligen Koran, die sich mit der Beziehung von Mensch zu Gott, mit Spiritualität und dem islamischen Glauben an sich beschäftigen.

Herkunft des Namens der Sure Al-Falaq

"Al-Falaq" bezieht sich auf die Aufteilung der Welt in Pole, denn seine wörtliche Bedeutung ist "Trennung" oder "Spalt". Wenn im ersten Vers aber die Rede ist von einer "Dämmerung", ist das ein Hinweis auf eben solch einen "Spalt", der die Phase der Trennung zwischen Nacht und Tag bemisst. Al-Falaq steht somit für das Verschwinden der Finsternis und das Kommen des Lichts.

Im übertragenen Sinne deutet der Titel dieser Sure jedoch auch auf das Heraufdämmern der Wahrheit hin, beziehungsweise meint jene Gewissheit, das auf eine "dunkle Lebensphase" auch wieder eine Zeit des Lichts folgen wird. Wenn also die Dunkelheit der Nacht am furchterregendsten ist, dringen schon bald wieder Lichtstrahlen hindurch, die zur Dämmerung führen. Wenn also Allah als Herr der Morgendämmerung angerufen wird, ist das auch zu interpretieren als Aufruf nach dem Guten zu streben. So ließe sich die Zuflucht beim Herrn, auch gleichsetzen mit einem Streben nach Licht und Wahrheit.

In der berühmten Licht-Sure heißt es:

Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis seines Lichtes ist das einer Nische, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas gleicht einem funkelnden Stern. Das Öl der Lampe stammt von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, der nicht östlich und nicht westlich ist und dessen Öl beinahe von selbst leuchtet, ohne dass es das Feuer berührt hätte. Licht über Licht. Gott leitet zu Seinem Licht wen Er will.

- Sure 24:35

In diesem Kontext ließe sich die Nacht, als Symbol für das Nichtsein interpretieren, für den Tod und die Übel. Während der Tag jedoch für Leben und Aktivität steht. Urheber und Quell des wahren Lichts aber ist allein Allah, der alle die sich ihm nähern von den Schatten der Unwissenheit und damit von den Übeln des Aberglaubens befreit.

Wirkungen der Rezitation der Sure Al-Falaq

Gemeinsam mit der 114. Sure An-Nas (die Menschen), gehört die Sure Al-Falaq zu den sogenannten "Suren der Zuflucht". Während die Sure An-Nas dem Gläubigen hilft, bei Gott vor inneren Übeln Zuflucht zu nehmen (böse Gedanken, Neid auf andere, Hassgefühle, Rachegelüste, Selbstüberschätzung), stehen einem die Verse der Sure Al-Falaq bei, wenn man bei Gott Zuflucht sucht vor äußeren Übeln: dem Schaden durch Fremde, durch Flüche, fremdem Neid, durch den Bösen Blick und so weiter.

Es ließen sich dieser polaren Thematik, durchaus aber auch menschliche Eigenschaften und Gefühle zuordnen, wie etwa Liebe und Feindschaft. Denn wenn es im 5. Vers dieser Sure heißt

Und vor dem Übel der Knotenanbläser

Die Knotenanbläser stehen synonym für böse Hexen oder Schwarzmagier. Jene Knoten können auch verstanden werden als die Verbindung zweier Menschen. Ein böser Knotenanbläser versucht durch das Anblasen jener Verbindung (des Knotens), ein Bündnis zu lösen, Menschen zu trennen und aus dem Licht in die Finsternis hinab zu ziehen. Er will das Band der Ehe durch einen Fluch brechen.

Jener 5. Vers der Sure Al-Falaq verweist auch auf die bösen Machenschaften eines Menschen oder eines dunklen Schattenarbeiters, der, während er jemanden verflucht, mit jedem Satz einen Knoten in ein Stück Darm oder Strick flechtet und dabei festzieht. In vorislamischer Zeit gab es solche Menschen auch in Arabien. Sie machte man verantwortlich für alle möglichen Krankheiten. Um einen Fluch über eine Person zu lösen, musste aber erst das Stück Band gefunden werden, in dem sich der zu lösende Knoten befand. Sicher aber war, dass auch der Verflucher selbst, an seinen Fluch gebunden, mit dem Schicksal seines Opfers untrennbar "verknotet" war.

Wenn im 2. Vers dieser Sure der "Herr der Trennung" (oben als "Herr der Morgendämmerung" übersetzt) angerufen wird, geht es um die Suche nach Zuflucht bei Allah, der ja auch für das Aufgehen neuer, guter und fruchtbringender Resultate ist. Das gilt etwa auch für jene "Spalten" in der Erde, in denen die Saat zu keinem beginnt. Auch das dazu benötigte Sonnenlicht "spaltet" die Wolken des Himmels, die dabei ihren segnenden Regen hinabsenden. Gewiss klingen in dieser Thematik also auch die geheimen Mysterien der Landwirtschaft an, wie sie in der Antike abgehalten wurden - und zwar immer zur Tagundnachtgleiche (Frühling und Herbst).

Wer die Sure Al-Falaq im heiligen Monat Ramadan häufig rezitiert, so heißt es, dem sollen Segnungen zukommen, als befände er sich auf der kleinen (Umrah) oder großen Pilgerfahrt (Hadsch) nach Mekka.

 

Sure Al-Ichlas im Koran

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Sprich: Gott ist Einer, (1)
Ein ewig reiner, (2)
Hat nicht gezeugt und ward nicht gezeugt, (3)
Und keiner ist ihm gleich. (4)

 

بِسْمِ اللهِ الرَّحْمنِ الرَّحِيمِِ

(قُلْ هُوَ اللَّهُ أَحَد ٌ (١
(اللَّهُ الصَّمَدُ (٢
 (لَمْ يَلِدْ وَلَمْ يُولَدْ (٣
(وَلَمْ يَكُنْ لَه ُُ كُفُواً أَحَد ٌ (٤

Bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim

Qul huwa al-lahu ahad, (1)
Alllahu as-samad, (2)
Lam yalid wa lam yulad (3)
Wa lam yakun lahu kufuwan ahad. (4)

Bedeutungen der Al-Ichlas

Es ist dies die Sure der Treue, Aufrichtigkeit und Wahrheitsliebe. Sie besteht aus vier Versen und gehört damit zu den kürzesten Suren des Heiligen Koran.

Uneinigkeit besteht darüber, ob sie dem Propheten Mohammed (as) in Mekka oder in Medina offenbart wurde. Einiges aber scheint darauf hinzudeuten, dass sie medinischen Ursprungs ist. Sie entstand wohl, als man Mohammed nach der Abstammung seines Herrn fragte, worauf Allah ihm eingab, dass er eben

nicht gezeugt hat und nicht gezeugt wurde

- Sure 112:3

Herkunft des Namens der Sure Al-Ichlas

Trotz dass das Wort "Al-Ichlas" nirgends in der nach ihm benannten Sure auftaucht, beschreibt ihr Titel doch ihren Inhalt. Sie nämlich dreht sich einzig und allein um den Glauben an die ungeteilte Einheit Gottes. Man nennt sie daher auch Sure Al-Tauhid. Der Begriff "Tauhid" ließe sich wohl übersetzen als "Monotheismus". Damit steht Al-Ichlas für den wichtigsten Grundsatz islamischen Glaubens: die absolute und all-einige Einzigkeit Allahs, seine Absolutheit, die aller Andichtungen entbehrt. Darum nennen sie manche auch "Sure der Reinheit", da sie auf die Wichtigkeit anspielt, dass es neben Gott keine anderen Götter gibt, die ihm gleich sind. Auf dieser Auffassung basiert der gesamte Islam: Gott ist der Erste (Al-Awwal), Einige (Al-Ahad) und Alleinige (Al-Wahid).

Wer auch immer die vermeintliche Einfachheit dieser Sure zu durchdringen vermag und in ihrem innersten, einigen Kern verstanden hat, für den erübrigt sich aller Polytheismus (Schirk).

Wirkungen der Rezitation der Sure Al-Ichlas

Es heißt, wer diese Sure rezitiert, dem werde Allah ein Heim im Paradies schaffen. So ist sie eine Sure höchsten Lohns und größter Tugendhaftigkeit. Wer Al-Ichlas spricht, so heißt es, der empfange Gottes Segen, als hätte er ein Drittel des gesamten Koran rezitiert.

Einst fragte der Gesandte Allahs seine Gefährten: 'Seid ihr nicht alle dazu im Stande, bevor ihr zu Bett geht, ein Drittel des Korans aufzusagen?' Verwundert fragten sie ihn: 'Oh Gesandter Gottes, wer kann so etwas vollbringen?' Er sprach: 'Er ist Gott, der All-Einige und Einzige: das ist ein Drittel des Koran.'

- Hadith Abu Said

Muslime die von Armut betroffen sind, sollen diese Sure aussprechen, sobald sie ihr Heim betreten, damit ihnen Allah helfe, über ihre Nöte hinweg zu kommen. Damit ist Al-Ichlas auch eine Sure der Versorgung (Rizq) und des Lebensunterhalts. Mit ihrer Rezitation kommen dem Gläubigen sowohl materielle wie auch immaterielle Güter zu, die für sein Leben im Diesseits notwendig sind und mit denen ihn sein Schöpfer beschenkt.

Ein authentischer Hadith berichtet, dass

Wer die Sure Al-Ichlas gemeinsam mit den Versen der Zuflucht (in Suren Al-Falaq und An-Nas) nach dem Aufwachen am morgen und vor dem Einschlafen am Abend, dreimal rezitiert, dem wird an nichts fehlen.

- Hadith Al-Tirmidhi

Sahi Al-Bukhari fügte dem in einem anderen Hadith hinzu, dass

Immer wenn der Prophet Mohammed (as) abends zu Bett ging, öffnete er im Gebet seine Hände empfangend gen Himmel, sprach die Suren Al-Ichlas, Al-Falaq und An-Nas, und bließ danach über seine empfangenden Hände. Damit strich er über sich, beginnend mit dem Haupt, dann über das Gesicht und über die Vorderseite seines Leibes. Dies vollzog er dreimal.

Ein anderer Hadith sagt:

Wer immer im Bett vor dem Einschlafen, auf seiner Rechten liegend die Sure Al-Ichlas hundertmal rezitiert, dem wird Allah am Tage des jüngsten Gerichts verlautbaren: 'Mein Diener, gehe ein ins Paradies zu Deiner Rechten.'

Im arabischen Volksglauben heißt es, dass wer die Sure auf ein Schutz-Amulett geschrieben, bei sich trage, von dem werde jeder böse Blick abgleiten.