Der Monomythos: Ein Weg zum wahren Selbst?

von S. Levent Oezkan

Reise des Helden - ewigeweisheit.de

Ganz gleich ob wir uns nach Westen oder Osten blickend, mit den Märchen und Mythen der Völker befassen: Sie alle vermögen uns zu faszinieren. Es ist als ob wir darin eine Geschichte von der Reise eines Helden wiedererkannten, die etwas in uns Veranlagtes anklingen lässt, nur jedes Mal in anderer Form.

Es sind darunter jene Legenden und Sagen, die man sich schon vor Jahrtausenden erzählte, doch deren Inspirationskraft seit eh und je die selbe bleibt. Wohl kaum ein Zufall das Mythen entstanden, um sich dereinst in den Kulturen der Menschheit auszubreiten – wodurch Bräuche ebenso entstanden, wie selbst die Riten unserer heutigen Religionen.

Man findet darin Symbole, die keineswegs nur etwas sind das sich Menschen nur ausdachten. Eher entstanden sie als spontane Geistesergüsse, aus den tiefen Schichten des kollektiven Unbewussten. Dennoch kann es verwundern, dass diese mythischen Erzählungen sich ähneln, trotz der so großen kulturellen Unterschiede der Völker unseres Planten. Wie kann das sein?

Zuerst einmal lässt sich feststellen, dass all diese Legenden und Mythen ganz und gar zeitlos sind. Selbst wenn man sie schon vor tausend Jahren erzählte, vermögen sie auch heute noch einen Zuhörer oder Leser zu faszinieren. Es scheint damit also, als basierten sie auf einer gewissen Logik, durch die, wenn scheinbar auch unergründlich, sich offenbar auch unsere Träumen bewegen.

Viele dieser Symbole die uns im Schlaf als Bilder erscheinen, tauchen ebenso auf in den Legenden unserer Kultur. Die moderne Psychologie spricht da von den »Archetypen«, Urformen die aus den Tiefen unserer Seelenwelt aufsteigen, um sich dabei unserem Traumbewusstsein zu zeigen.

Alle möglichen Arten von Bildern und Symbolen scheinen in unserem Unterbewusstsein darauf zu warten, durch emotional affektierte Schübe, von dort aus, durch unsere Träume zum Vorschein zu kommen. Mal sind es seltsame Wesen, ein andermal auch Gefahren oder Täuschungen, mit denen der Träumende da vielleicht konfrontiert wird.

Was im Schlafbewusstsein wie von selbst eine Realität erzeugt, aus den selben Quellen speisen sich Mythen, die uns mal jemand erzählte oder die wir wo lasen, vielleicht in einem Märchenbuch.

Der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell (1904-1987) schreibt in seinem Buch »Der Heros in tausend Gestalten« auch über die verblüffenden Ähnlichkeiten von Traum- und Mythenwelt.

In alten indigenen Übergangsriten, wo Jungen oder Mädchen in der Pubertät, in die Gemeinschaft und ihre geheimen Überlieferungen eingeweiht werden, findet man Symbole die durchaus Traumcharakter aufweisen.

Beim Stamm der Murngin-Aborigines Australiens weiht man die Jungen ein, in einem, für unser westliches Verständnis vielleicht, recht schaurigen Initiationserlebnis:

Wenn ein kleiner Junge des Murgin-Stammes beschnitten wird, erzählen ihm sein Vater und die männlichen Stammes-Ältesten: »Die große Vaterschlange wittert deine Vorhaut; sie ist ganz darauf aus.« Die Jungen glauben, dass das auch tatsächlich wahr ist und bekommen furchtbare Angst. Meistens flüchten sie sich dann zu ihrer Mutter, ihrer Großmutter oder einer anderen Frau ihres Vertrauens, denn sie wissen dass sich die Männer zusammengetan haben, sie auf ihrem Versammlungsplatz der großen, fauchenden Schlange auszuliefern. Die Frauen aber stimmen sich auf das Ereignis dann wohl selbst zeremoniell ein und fangen an um die Jungen zu jammern; so soll die Schlange davon abgehalten werden die Kleinen zu verschlingen.

Es gibt da eine interessante Parallele zur Schilderung dieses Initiationserlebnisses, in dem Buch »Wandlungen und Symbole der Libido« des schweizerischen Psychologen C. G. Jung, wo ihm ein Patient ein Traumerlebnis schildert:

»Eine Schlange schießt aus einer feuchten Höhlung hervor und beißt den Träumer in die Genitalgegend.« Dieser Traum fand statt in dem Moment, wo sich der Patient von der Richtigkeit der Analyse überzeugte und anfing, sich aus dem Banne seines Mutterkomplexes zu befreien.

Man kann durchaus davon ausgehen, dass die Symbole in den beiden hier geschilderten Erlebnissen, auf die eigentliche Wichtigkeit einer Loslösung hindeuten, im Übergang aus der Pubertät ins Erwachsenenalter. Was also einst der Mystagoge war, jener Mysterienpriester oder auch Schamane, diese Rolle sollte in der modernen Welt dereinst ein Psychotherapeut übernehmen.

Aus Sicht der therapeutische Psychologie entstehen viele Neurosen, da ein Betroffener jenen Übergang ins Erwachsensein eben noch nicht vollzogen hat, da er sich bislang weigerte solcher oder ähnlicher Art spirituelle, wirksame Hilfe in Anspruch zu nehmen.

An der eigentlichen Aufgabe, dem sehenden, träumenden Menschen die Bedeutungen seiner Erfahrungen zu verkünden, hat sich nur insofern etwas geändert, als dass das kulturell entsprechend Zeitgemäße, heute ein anderes ist.

Seit alter Zeit aber ging es darum, wie auch heute etwa in einer Psychotherapie, einem Menschen auf seinem Weg durch das Leben, Möglichkeiten zu zeigen. Abgesehen davon, wie die auf diesem Weg zu überschreitenden Schwellen aufgebaut sein mögen, geht es darum eine Transformation nicht nur im bewusst erlebten Wachbewusstsein zu vollziehen, sondern auch in den tiefen Schichten des Unterbewusstseins.

 

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Unter Androhung der Todesstrafe waren die Eingeweihten dazu verpflichtet, über das darin erfahrene Wissen zu schweigen. So blieben die religiösen Lehren und Riten der Mysterien, Außenstehenden für immer unbekannt.

Dieses Buch lüftet die Schleier der alten Mysterientempel Ägyptens und Griechenlands, und gibt dem Leser die Chance selbst den Weg der Eingeweihten zu gehen. Es wird außerdem gezeigt, wie die alten Mysterienkulte vor 2.000 Jahren das junge Christentum beeinflusst haben könnten. Ist das Osterfest vielleicht die Fortsetzung dieser uralten Einweihungs-Riten?

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