Das ewige Leben und die Rose

von S. Levent Oezkan

Die Blätter der Rose, sie entsprechen dem äußeren Menschen. Ihre Knospe dem Inneren. Der äußere Mensch ist das was sich in der Welt verstrickt, mit all den Irreleitungen, Krankheiten, dem Streben nach Macht, der Habsucht und der Eifersucht. Das ist der alte Mensch - der Mensch der altert. Im Inneren ist der junge Mensch, der reine - der edle. So wie eine Rose ihre Blätter zur vollen Blüte bringt und ihren Duft verströmt, so zeigt sich unter Umständen auch ein Mensch im Außen und breitet aus, durch seine Wohltaten, ein gutes Gefühl. Ein Gefühl das den Menschen im Herzen Gefallen bringt.

Allmählich welken die Blätter, werden alt und fallen ab. Und an der Stelle wo einst die Rose blühte, da wächst dann eine Frucht - die Hagebutte - am Ende der Blütezeit, am Ende des Sommers, wenn sich die Sonnenbahn wieder nach Süden neigt und die Tage kürzer werden und die Dunkelheit allmählich wiederkehrt.

Zuletzt bleibt nur der Strauch selbst, der Stengel. Er wächst weiter. Und an jener Stelle dann im Frühling, schießt eine neue Knospe hervor und erneut blüht eine Rose.

So ist es mit dem inneren und dem äußeren Menschen, der sich immer wieder, von innen heraus, neu in dieser Welt inkarniert, als neues Seelenwesen.

 

Der Weg der Einweihung

Johan von Kirschner

In den Großen Mysterien des Altertums wurden die Initianden in die Geheimnisse von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt eingeweiht. Die Teilnehmer erfuhren dabei eine tiefgreifende Transformation. Sie starben in der Rolle ihres alten Lebens und wurden in ein neues Leben wiedergeboren. Aus dem Teilnehmer an den Mysterien wurde jemand, der vom Tode gekostet, die Angst davor für immer verloren hatte.

Unter Androhung der Todesstrafe waren die Eingeweihten dazu verpflichtet, über das darin erfahrene Wissen zu schweigen. So blieben die religiösen Lehren und Riten der Mysterien, Außenstehenden für immer unbekannt.

Dieses Buch lüftet die Schleier der alten Mysterientempel Ägyptens und Griechenlands, und gibt dem Leser die Chance selbst den Weg der Eingeweihten zu gehen. Es wird außerdem gezeigt, wie die alten Mysterienkulte vor 2.000 Jahren das junge Christentum beeinflusst haben könnten. Ist das Osterfest vielleicht die Fortsetzung dieser uralten Einweihungs-Riten?

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