Die Arkana des Tarot enthüllen

Autor und Mentor S. Levent Oezkan - ewigeweisheit.de

Autor und Mentor

Hohepriesterin ii - ewigeweisheit.de

In der Symbolsprache der heiligen Schriften unserer Welt, in Märchenerzählungen, Mythen und Sagen finden sich Sinnbilder, die unserem menschlichen Bewusstsein helfen sich zu strukturieren. Wer schon einmal die Bilder des Tarot betrachtete, aber vermisste keine Beschreibungen, sondern erfuhr die darin ganz deutlich gezeigten Archetypen unmittelbar.

Es heißt, in alter Zeit verwandte man seine Bilder darum in den Einweihungen in die Heiligen Mysterien.

Jedes Arkanum des Tarot enthält verschlüsselte Botschaften, aus denen sich Weisheiten über Spiritualität, Mystik und unser Unterbewusstsein entziffern lassen. Die Tarot-Bilder können darum Wege andeuten, die den Interessierten zu Antworten auf seine Lebensfragen führen.

Neben den übrigen 21 Tarot-Bildern der sogenannten »Großen Arkana«, aber besitzt das Bild des Narren eine Sonderrolle. Der Narr steht für den kindlichen Geist eines Menschen, etwas das doch in jedem von uns lebendig bleiben sollte. Nur mit ihm nämlich behalten wir die Fähigkeit unsere Umgebung zu erforschen und dabei unsere eigenen Grenzen kennenzulernen.

Dieser Narr will wachsen, wenn auch unbewusst – innerlich und äußerlich. Wegen mangelnder Erfahrung aber (und daher trägt er ja als Ziffer Null) macht er zuerst viele Fehler. So doch findet er überhaupt zu seinem persönlichen Weg der Einweihung. Und das ist ein Weg auf den sich ja doch jeder Sucher begibt, der seine Charakterstärke, Selbstsicherheit und Weisheit fortentwickeln will: Er muss den Schritt ins Unbekannte, Neue, ins Unbekannte wagen.

Innere Reflexionen unseres Selbst

Durch alle Tarot-Bilder – die sich aus 22 Großen Arkana und 56 Kleinen Arkana zusammensetzen – werden innere Sinnzusammenhänge vermittelt, die jedoch nicht frei zugänglich sind und die auch nicht frei zugänglich sein sollten. Denn das Geheimnis der Einweihung steht nur Menschen offen, die einen spirituellen Zugang dazu finden und dafür auch die notwendige Verantwortung für sich mitbringen.

Zwar glauben immer mehr Menschen heute an höhere Kräfte im Universum, doch die meisten unter ihnen prägen weiterhin materialistische Weltanschauungen, wo fast immer analytische Methoden ihr Denken formen.

Viel stärker als wir glauben

Bewegt man sich durch das System der Tarot-Arkana, begegnen einem dabei Persönlichkeitsaspekte des Selbst. Und da nun die Bilder des Tarot hinweisen auf Perspektiven, die sich einem Menschen in seinem Leben eröffnen können, führt ein Betrachten der darauf zu sehenden Formen, Symbole und Farben, zu einer eher intuitiven Bewusstwerdung dessen, was man als die »Edelsten der eigenen Talente« bezeichnen könnte. Solche sind oft stärker in einem veranlagt, als man je glauben würde.

Die Kraft im Oswald-Wirth-Tarot - ewigeweisheit.de

Wegen der besonderen Kraft die vom Tarot ausgeht, aber kam es irgendwann dazu, das man das in ihnen verborgene Wissen zu schützen begann. Sonst nämlich hätten seine Arkana die Zeiten niemals überdauert. Und so kam es dass man sie als Kartenspiel verpackte, um daraus etwas Alltägliches, etwas Triviales zu machen, damit niemand auf die Idee komme, das von seinen Bildgeheimnissen faktisch eine ungewöhnliche Macht ausgeht.

Was die Sinnbilder der Tarot-Arkana zeigen sind Archetypen, derer sich auch die Traumwelt bedient. Alles was man in seinen Bildern sieht aber, ist dabei niemals nur irgendwelches Beiwerk. Alle Bilder der einzelnen Tarotkarten zeigen Seelen- und Bewusstseinszustände, die der spirituelle Adept auf einem besonderen Weg der Einweihung durchlaufen und sich dabei aus seiner Unbewusstheit erwecken kann.

Anfang und Ziel dieses Weges jedoch, sind zunächst bei jedem Menschen gleich. Was sich aber unterscheidet ist die Abfolge sowie die Dauer der Phasen des Erlebens, der von den Bildern ausgehenden Wirkungen, die jeder individuell erfährt. Alle gemachten Lernerfahrungen auf seinem inneren, spirituellen Entwicklungsweg weichen voneinander ab, sind unterschiedlich. Dabei können sich dem Betrachter aber neue Horizonte öffnen, von wo aus sich die Lebens-Situation in einem größeren, sinnvolleren Rahmen darstellt, indessen der Adept sich dabei den zyklischen Vorgängen im Kosmos bewusst wird.

Auf dem Weg durch die Arkana

Zur Beschäftigung mit dem Tarot bedarf es Zeit. Dann aber hilft das Anschauen seiner Bilder im Betrachter etwas auszulösen, sei es Gefallen oder Abneigung. Ganz gleich zunächst was er da genau sieht, erregen diese Eindrücke in ihm Empfindungen, die seinen gegenwärtigen Zustand der Entwicklung auf dieser Reise markieren.

Doch es hat das nichts zu tun mit dem Ziehen einer verdeckten Karte aus einer sogenannten »Tarot-Legung«. Viel zuverlässiger ist sich die Karten direkt als solche »aufgedeckt« und nebeneinander anzusehen, und nachzuspüren welche davon die eigene spirituelle oder emotionale Verfassung gegenwärtig am ehesten anspricht. Nur so kann jemand reine Erwartungshaltungen und damit letztendlich auch Opferrollen auflösen, und dadurch in ihm freigesetzte Energie zur eigenen Lebensgestaltung einsetzen.

Zufälle haben einen Ursprung

Alle Symbole die uns bei der Betrachtung der Tarot-Arkana begegnen, ähneln den Eindrücken die wir etwa auch in unseren nächtlichen Träumen gezeigt bekommen. Für eine tiefere Deutung dessen, was einen da anspricht, eignet sich womöglich ein Buch zur Traumdeutung. Mit so etwas aber ließe sich das Erleben bei der Betrachtung eines Tarot-Bildes sogar noch erweitern.

Lässt man sich auf solch eine Anschauung der Karten ein, erweckt man in sich Kräfte, die einen in der Entwicklung vorantreiben und dabei in Richtung eines individuell zu beschreitenden inneren Weges führen. Was einen auf diesem Weg an Problemen konfrontiert, erscheint da aber weniger als etwas, das im Außen zu lösen ist. Vielmehr lassen sich darin Wegmarken eines inneren Entwicklungsprozesses ablesen, über die man zu einer völlig neuen Lebens-Situation finden kann.

Da nun die Tarot-Karten einer festen Reihung folgen, kann sich jemand damit versichern, in welche Richtung er sein Schicksal selbst in die Hand nehmen muss oder welche Lösungen nun gefragt sind. Da wird nichts dem Zufall überlassen, und das gibt Kraft, um im Leben durchzuhalten.

Ein anderer Weg ins Wohlsein

Immer mehr Therapeuten auch verwenden die Karten in ihrer Praxis. Weniger aber als Zufallsorakel mit verdeckten Karten, als sie sie von ihren Klienten direkt betrachten und ihrem Empfinden nach aussuchen lassen.

Jeder Mensch hat ein intuitives Gespür, was sich im Außen als Sinnbild seiner inneren Befindlichkeit reflektiert. Damit kann er in seiner gegenwärtigen Lebenssituation das Bild einer passenden Karte für sich finden.

Mit den Kräften, welche durch die gezeigten Bildsymbole und Formen des Tarot im Innern des Klienten ausgelöst werden (erkennend oder emotional), lassen sich Gespräche darüber, etwa in gestalttherapeutische Verfahren überleiten. Was der Klient dabei erlebt, verwandelt sich in ihm zu etwas, das ihn wieder zurück ins Jetzt finden lässt. Es geht also nicht um eine Deutung der Symbole im Außen, die abhängig machen und in einem Menschen, der Neues für sein Leben will, Zukunftserwartungen auslösen. Stattdessen findet er in solch Betrachtung zu Erfahrungen, die seine Einstellung zum Leben im Hier-und-Jetzt ganz wesentlich widerspiegeln und sie erst damit auch in etwas Besseres verwandeln können.