Die Freimaurer - Eine himmlische Bruderschaft?

von S. Levent Oezkan

Nur wenige Suchende wissen, dass wenn sie sich auf den Pfad der heiligen Wahrheit begeben, sie sich damit auch zu einer neuen Verantwortung verpflichten. Wahre Geheimwissenschaft (griech. Esoterikos, "dem inneren Bereich zugehörig") ist wie ihr Titel schon andeutet etwas, das nur im geheimen behandelt und besprochen wird.

Der Suchende muss sich klar machen, dass die Heiligen Lehren der Antike auch als solche behandelt werden sollen. Jene die sich in den Kreis einer solchen Bruderschaft begeben sind verpflichtet zu schweigen.
Es gibt eine Wissenschaft der Seele, die versucht eine universale Beschreibung dafür zu geben, was man als "Göttliche Weisheit" bezeichnet - das was die Kabbalisten "Chokmah" nennen. Der Begriff "Göttliche Weisheit" wird seit jeher verwendet, um die größten Geheimnisse der heiligen Philosophie anzudeuten, in der sich die geheime Hierarchie erleuchteter Wesen zu erkennen gibt.

Das Freimaurertum widmet sich dem Studium des Kosmos ebenso, wie der Arbeit am eigenen Leben. Es hat sich zum Ziel gesetzt durch besseres Denken zur Erleuchtung des Geistes zu gelangen.
Man kann sagen, dass die Wissenschaft der Freimaurer älter ist als die Menschheit, da sich ihre Wurzeln nicht in der materiellen Welt finden lassen. Denn was wir in der Welt sehen und berühren können gleicht eher einem großen Labor in dem viele Experimente durchgeführt werden, um aus dieser Welt einen besseren Ort zu machen. In dieses irdische Laboratorium strahlen ununterbrochen kosmische Energien himmlischer Intelligenzen ein, die sich auf die Führung der Menschheit konzentrieren.
Das was aus den mystischen Hierarchien auf die Menschheit hinabstrahlt, formt das Muster um das sich das Freimaurertum vor sehr langer Zeit auf diesem Planeten gründete. Die Existenz von Mysterienschulen, lässt sich bis in die Anfänge der Zeit zurückverfolgen. Es war eine Zeit in welcher der Tempel des Sonnenmenschen erbaut wurde. In diesem Tempel wurden die wahren Mysterien niedergelegt. Er bildete die erste Loge der Eingeweihten, von der alle esoterisch arbeitenden Bruderschaften der Erde abstammen. Ihren wahren Ursprung haben die Lehren und Riten der Freimaurer haben im alten Persien und Ägypten. Zwischen Freimaurern und Sufis gibt es viele Berührungspunkte.

Diejenigen, die die alten Lehren der Freimaurer erforscht und studiert haben, haben verstanden, dass es um die Entfaltung eines dreifältigen Prinzips geht. Ihre wahren Mitglieder verstehen, dass all ihr Handeln und Tun nötig ist, um den Tempel des göttlichen Königs zu erbauen.

Illustration: Augustus Knapp

Es ist eine Verpflichtung und ein Privileg das der Suchende seiner Gottheit, seinem Nächsten und sich selbst schuldet.

Wahres Freimaurertum ist esoterisch - also geheim. Es ist nichts das von dieser Welt ist. Alles was diese Welt uns gibt sind Schlüssel die uns in das pfadlose Land der Weisheit führen können. Aus diesem Grund wird ein Freimaurer nicht in dieser Welt der Form nach Weisheit suchen, sondern nach dem was ihm aus den himmlischen Welten gegeben wird.
In den alten Mysterienschulen durchlief der Anwärter mehrere Stufen der Einweihung, bis er die Initiation in die heiligen Mysterien der Naturgesetzte erhielt.
Ein Sucher der Wahrheit versucht sich über die exoterische, äußere Welt zu erheben, um damit in die spirituellen Welten aufzusteigen. Denn dort findet er die wahre Loge - eine esoterische Bruderschaft, die viel großartiger ist als jede physische Schule auf Erden. Sie ist das Zentralfeuer aller anderen Schulen die es in der materiellen Welt gibt. Diese hohe Schule der Eingeweihten bezieht alle irdischen Formen der Weisheitsschulen mit ein, in ihr großes Werk.

Die Kuppel dieser universalen Loge befindet sich im Bereich des Himmlischen, ihre Säulen bilden die vier Weltecken, ihr schwarz-weiß gekachelter Boden deutet hin auf die sich überschneidenden Eigenschaften von Licht und Finsternis, Gut und Böse, Leben und Tod.
Auf diesem Boden von Sein und Nichtsein - dort befindet sich ein Altar: das Herz des Menschen.

 

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Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "Der Weg der Einweihung" - von Johan von Kirschner

In den Großen Mysterien des Altertums wurden die Initianden in die Geheimnisse von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt eingeweiht. Die Teilnehmer erfuhren dabei eine tiefgreifende Transformation. Sie starben in der Rolle ihres alten Lebens und wurden in ein neues Leben wiedergeboren. Aus dem Teilnehmer an den Mysterien wurde jemand, der vom Tode gekostet, die Angst davor für immer verloren hatte.

Unter Androhung der Todesstrafe waren die Eingeweihten dazu verpflichtet, über das darin erfahrene Wissen zu schweigen. So blieben die religiösen Lehren und Riten der Mysterien, Außenstehenden für immer unbekannt.

Dieses Buch lüftet die Schleier der alten Mysterientempel Ägyptens und Griechenlands, und gibt dem Leser die Chance selbst den Weg der Eingeweihten zu gehen. Es wird außerdem gezeigt, wie die alten Mysterienkulte vor 2.000 Jahren das junge Christentum beeinflusst haben könnten. Ist das Osterfest vielleicht die Fortsetzung dieser uralten Einweihungs-Riten?

Themen:

  • Einweihung in die Mysterien im Alten Ägypten
  • Die Mysterien von Eleusis und das Urchristentum
  • Christliche Ostern: Ein Planetarisches Einweihungsmysterium
  • Über den Sinn der Einweihung
  • Initiation in das Mysterium der Sonne

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