Illustration: Augustus Knapp

Die Freimaurer: Eine himmlische Bruderschaft?

Nur wenige Suchende wissen, dass wenn sie sich auf den Pfad der heiligen Wahrheit begeben, sie sich damit auch zu einer neuen Verantwortung verpflichten. Wahre Geheimwissenschaft ist, wie ihr Titel schon andeutet, etwas das nur im Geheimen behandelt und besprochen wird.

Der Suchende muss sich klar machen, dass die Heiligen Lehren der Antike auch als solche behandelt werden sollen. Jene die sich in den Kreis einer solchen Bruderschaft begeben sind verpflichtet zu schweigen.

Es gibt nun eine Wissenschaft der Seele die versucht eine universale Beschreibung dafür zu geben, was man als “Göttliche Weisheit” bezeichnet – das was die Kabbalisten “Chokmah” nennen. Der Begriff “Göttliche Weisheit” wird seit jeher verwendet, um die größten Geheimnisse der heiligen Philosophie anzudeuten, in der sich die geheime Hierarchie der erleuchteten Wesenheiten zu erkennen gibt.

Das Freimaurertum nun widmet sich der Arbeit in der Gesellschaft wie auch einem Studium des Kosmos. Doch es geht dabei immer auch um die Arbeit am eigenen Wesen, das zu Anfangs wie ein unbehauener Stein bearbeitet werden muss, um dereinst als perfektes Glied des großen Bauwerks der Menschlichkeit integriert werden zu können.

Da sich die Wurzeln des Freimaurertums nicht in der materiellen Welt finden lassen, könnte man sagen, dass ihre Weisheiten gar älter sind als die Menschheit überhaupt. Denn was wir in der Welt sehen und berühren können, das gleicht eher einem großen Labor in dem viele Experimente durchgeführt werden, um aus dieser Welt einen besseren Ort zu machen.

In dieses irdische Laboratorium strahlen ununterbrochen kosmische Energien himmlischer Intelligenzen ein, die sich auf die Führung der Menschheit konzentrieren. Was aus diesen mystischen Hierarchien auf die Menschheit hinabstrahlt formt besondere Muster. Eines davon ist das, worum sich vor sehr langer Zeit auf diesem Planeten das Freimaurertum gründete. Zuerst waren da die Mysterienschulen, in einer Zeit in welcher der Tempel des Sonnenmenschen erbaut wurde. In diesem Tempel wurden die wahren Mysterien niedergelegt. Er bildete die erste Loge der Eingeweihten, von der alle esoterisch arbeitenden Bruderschaften der Erde abstammen. Ihren wahren Ursprung haben die Lehren und Riten der Freimaurer im alten Persien und Ägypten. Zwischen Freimaurern und den Sufi-Bruderschaften gibt es viele Berührungspunkte.

Diejenigen, die die alten Lehren der Freimaurer erforscht und studiert haben, haben verstanden, dass es um die Entfaltung eines dreifältigen Prinzips geht. Ihre wahren Mitglieder verstehen, dass all ihr Handeln und Tun nötig ist, um den Tempel des göttlichen Königs zu erbauen. Es ist darum eine Verpflichtung und ein Privileg, das der Suchende unter den Freimaurern seiner Gottheit, seinem Nächsten und sich selbst schuldet.

Illustration: Augustus Knapp

Wahres Freimaurertum ist esoterisch und damit geheim. Es ist nichts das von dieser Welt ist. Alles was diese Welt uns gibt sind Schlüssel, die uns in das pfadlose Land der Weisheit führen können. Aus diesem Grund wird ein Freimaurer nicht in dieser Welt der Form nach Weisheit suchen, sondern nach dem was ihm aus den himmlischen Welten zur Verfügung steht.

In den alten Mysterienschulen durchlief der Anwärter mehrere Stufen der Einweihung, bis er die Initiation in die heiligen Mysterien der Naturgesetze erfuhr. So ein Sucher der Wahrheit versuchte sich dann über die exoterische, äußere Welt zu erheben, um damit in die spirituellen Welten aufzusteigen. Denn dort fand er die wahre Loge – eine esoterische Bruderschaft, die viel großartiger ist als jede physische Schule auf Erden. Sie gleicht einem “Zentralfeuer”, um dass sich alle spirituellen Schulen ordnen in der materiellen Welt. Diese hohe Schule der Eingeweihten bezieht alle irdischen Formen der Weisheitsschulen mit ein in ihr großes Werk.

Man kann darum sagen, dass sich die Kuppel dieser universalen Loge im Bereich des Himmlischen befindet. Ihre vier Säulen bilden die vier Weltecken, ihr schwarz-weiß gekachelter Boden deutet hin auf die sich überschneidenden Eigenschaften von Licht und Finsternis, Gut und Böse, Leben und Tod.
Auf diesem Boden von Sein und Nichtsein – dort befindet sich ein Altar und darauf das spirituelle Herz des Eingeweihten.

 

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