Versöhnung mit dem Vater

von S. Levent Oezkan

Gut möglich, dass der Held mit einer Vaterfigur konfrontiert wird. Sie muss der Held bezwingen, ein andermal vielleicht eines Besseren belehren. Es geht aber auch um die Versöhnung mit dem Vater und um die Anerkennung seiner Existenz, auch wenn es sich um eine schwierige oder komplizierte Beziehung handelt.

Wem der Held da begegnet, der kann durchaus auch eine Autoritätsperson sein. Einer der über große Mächte verfügt. Manchmal wird in Mythen und Legenden so eine Vaterfigur sogar als Gott idealisiert oder als ein unsterblicher König. Es ist sogar möglich, dass der Held keiner tatsächlichen Person begegnet, sondern "nur" auf ein Symbol, ein Ideal oder einen Leitfaden stößt.

Grundsätzlich geht es in dieser Station der Heldenreise aber um das unklare Verhältnis von Vater und Sohn. Jener Vater ist Symbol für alle Väter mit denen all ihre Söhne konkurrieren, eigentlich aber von ihnen anerkannt werden wollen. Der Vater kann seine Macht seinem Sohn verleihen, was ihn zu einem allmächtigen Helden macht. Sobald er vom Vater anerkannt wurde, kann der Held in einen höheren Zustand des Seins aufsteigen.

Auch Mädchen haben ein teils heikles Verhältnis zu ihrem Vater, da sie zu ihm mit ihrer Mutter in Konkurrenz stehen, doch da gleichzeitig das Tabu des Inzest droht.

 

Der Weg der Einweihung

Johan von Kirschner

In den Großen Mysterien des Altertums wurden die Initianden in die Geheimnisse von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt eingeweiht. Die Teilnehmer erfuhren dabei eine tiefgreifende Transformation. Sie starben in der Rolle ihres alten Lebens und wurden in ein neues Leben wiedergeboren. Aus dem Teilnehmer an den Mysterien wurde jemand, der vom Tode gekostet, die Angst davor für immer verloren hatte.

Unter Androhung der Todesstrafe waren die Eingeweihten dazu verpflichtet, über das darin erfahrene Wissen zu schweigen. So blieben die religiösen Lehren und Riten der Mysterien, Außenstehenden für immer unbekannt.

Dieses Buch lüftet die Schleier der alten Mysterientempel Ägyptens und Griechenlands, und gibt dem Leser die Chance selbst den Weg der Eingeweihten zu gehen. Es wird außerdem gezeigt, wie die alten Mysterienkulte vor 2.000 Jahren das junge Christentum beeinflusst haben könnten. Ist das Osterfest vielleicht die Fortsetzung dieser uralten Einweihungs-Riten?

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