Dhyana: Meditation

von Johan von Kirschner

Während man sich im Dharana auf die Chakras konzentriert, ist Dhyana reine Meditation, wo sich auch das Bewusstsein der Chakras auflöst. Doch diese Stufe, auf dem Yoga-Weg, sollte keineswegs dem Dharana vorweggenommen werden. Vielmehr dient die sechste Stufe des Dharana, der eigentlichen Heilung und Harmonisierung der Chakras. So ist die Stufe von Dharana nur dann erfüllt, wenn alle Chakras vollkommen ausgewogen sind. Jeder Mensch kann diesen Zustand erreichen, um sich dann auf die Stufe des Dhyana zu erheben.

In kontinuierlicher Meditation im Dhyana, entwickelt man eine besondere Kraft, worin man in dem im Dharana erreichten Zustand verharrt. Das heißt, dass der Yogi sein Fühlen, bis an die äußersten Horizonte der Welt hin ausdehnt und das von seinem Geist umgewandelte Fühlen, als eine übersinnliche Kraft auf ihn zurückwirkt.

Das im Dharana imaginierte Bild nimmt nun spirituelle Kraft an und wird lebendig. Jetzt findet ein »geistiges Brüten« statt. Das heißt, in diesem Zustand offenbart sich dem Yogi der Geist des Lebens.

Während Dharana kann es geschehen, dass der Geist noch abschweift, denn die dabei vollzogenen Visualisierungen der Chakra-Bilder (Form, Bild, Farbe, Symbol) verursachen Assoziationen und Erinnerungen, die Ablenkungen verursachen. Wenn im Dhyana aber die Visualisierung aufhört, herrscht ein Zustand völliger Gedankenleere. Der Geist wird still.

Im Dhyana-Zustand beginnt für den Yogi die Erfahrung vollkommenen Wohlgefühls und Glücks. Er begibt sich jetzt in die Lage, die Zustände von Wachen, Träumen und traumlosem Schlaf zu transzendieren. Nun ist er erwacht in einen veränderten Bewusstseinszustand, den die Yogis Turiya nennen – der vierten Form der Welterfahrung. Was Turiya ist, lässt sich nicht in Worten beschreiben, sondern muss von jemandem selbst erlebt werden.