Die Zunge im Dhikr

In den Schriften des Sufi-Gelehrte Muhammad ibn ‘Alawi al-Maliki (1944-2004) lesen wir:

Der Prophet, Frieden und Gnade sei auf ihm, wurde bis zu einem Punkt gebracht, wo er das Kratzen der Stifte vernahm (Schreiben der göttlichen Gebote). Dort sah er einen Mann, der ins Licht des (göttlichen) Throns verschwand. Er fragte: »Wer ist das? Ist das ein Engel?« Man antwortete ihm: »Nein.« Er fragte: »Ist es ein Prophet?« Wieder aber war die Antwort: »Nein.« Er fragte: »Wer ist es dann?« Da antworte man ihm: »Dies ist ein Mann, dessen Zunge feucht war von Allahs Erinnerung in der Welt, und sein Herz war an die Moscheen gebunden, und er hat nie den Fluch seines Vaters oder seiner Mutter auf sich gezogen.«

Muhammad ibn Isa At-Tirmidhi (825-892), ein Verfechter der auf die Sunnah des Propheten Mohammed überlieferten Hadithe, schreibt dazu:

Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: »Die geeignetste Weise Allahs zu Gedenken (Dihkr) ist zu sagen: La ilaha il-Allah (Es gibt keinen Gott, außer Gott).«

Einer der Gefährten sprach, »Oh Gesandter Allahs. Im Islam gibt es Anordnungen wie ich mein Leben zu leben muss. Doch sage mir bitte etwas darüber, woran ich festhalten soll.« Er sagte: »Halte Deine Zunge stets feucht durch das Gedenken (Dhikr) Allahs.«

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