Engel

Heilkraft aus der Geistigen Welt

von S. Levent Oezkan

Heilkraft aus der Geistigen Welt - ewigeweisheit.de

Überall auf der Welt gibt es Berichte über Heilungen, die an Wunder grenzen. Die Gesetze aber, die hinter solchen Erfolgen stehen, sind noch immer nicht vollends erforscht. Ganz gleich wer aber Heilung erfahren hat oder geben will: Er braucht Zuversicht, dass es Heilkräfte gibt, die darauf warten über ihm als Hilfesuchendem zu verströmen. Wer an höhere Geistformen glaubt, dem werden sie sich zeigen, um Nöte zu beseitigen und Heilbedürftigen zu helfen.

Gewissheit über die Möglichkeit der Heilung, eröffnet bei der Übertragung von Heilkräften geistige Kanäle. Wer mit einer intuitiven Veranlagung begabt ist, der kann sich von den hier wirkenden Geistwesen leiten lassen. So jemand kann auch anderen Menschen helfen. Es sind besonders geartete Heilkräfte von höheren, spirituellen Wesen, die auch Priestern, Therapeuten, Ärzten und Chirurgen behilflich sind. Sie kommen aus einem Bereich unserer Welt, wo es praktisch keine Begrenzungen gibt, da dort der Geist durch nichts verwirrt wird und keine Materie den Fluss von Energie behindert. Da diese Wesen nur existieren, um den göttlichen Weltprozess zu erfüllen, sind sie der Inbegriff des Mitgefühl mit allem Lebenden.

In der westlichen Tradition nennt man sie Engel, im Osten sind es die Devas. 

Heileffekte englischer Kraft

Englisch nennt man, was von den Engeln ausgeht, was aus der überirdischen Welt der himmlischen Heerscharen stammt. Zwei Effekte werden durch die Heilkraft der Engel bedient: zum einen bekommen all jene von ihnen geistigen Aufschwung, die von einem schweren Schicksalsschlag getroffen, schier unbeweglich festsitzen oder die ihre Opferhaltung gefangen hält. Zweitens soll damit jenen Linderung verschafft werden, die unter verschiedenen körperlichen Gebrechen leiden.

Die Heilkräfte der Geistwesen werden an einen sakral vorbereiteten Ort eingeladen. Es muss hier nicht auf die Details einer rituellen Raum-Reinigung eingegangen werden. Sicher aber ist, dass derjenige, der mit der englischen Welt Kontakt aufnehmen will, dann besonders empfänglich ist, wenn er einer spirituellen Tradition folgt. Jede religiöse Tradition hat ihre Wege und Mittel einen Ort sakral vorzubereiten - sei es das Sprechen der Sure Fatiha im Islam, das Vaterunser oder Herz-Jesugebet der Christen, das jüdische Sch'ma Israel oder das Om Mani Padme Hum der Buddhisten.

Gewiss auch ist eine ernsthafte Haltung angebracht, wenn man Engel oder Devas in einen Kreis von Menschen einlädt. Es wird der Heiltätigkeit damit eine gewisse Würde verliehen.

Gott heilt

In der westlichen spirituellen Tradition gilt der Name Raphael als Inbegriff geistiger Heiltätigkeit. Über diesen Erzengel erfahren wir aus dem Buch Tobit, einer apokryphen Schrift der hebräischen Tradition (um 2. Jhd. n. Chr.).

Das Buch Tobit erzählt von einem frommen und gerechten Mann namens Tobit, der mit seiner Familie im Exil lebte, am Tigris, im mesopotamischen Ninive. Der Name der Stadt ist aramäisch und bedeutet "Ort des Fischs", denn einst verehrte man hier den Fischgott Dagon.

Tobit war erfüllt von der Liebe zu seinen Nächsten. Trotzdem sah er sich Anfeindungen ausgesetzt und verlor unverschuldet sein Augenlicht. Die Ursache für seine Blindheit war sein unermüdlicher und mutiger Einsatz für das Begräbnis der Verstorbenen. Als er aber erblindete, verzweifelte er und sehnte sich nach dem Tod:

Lass meinen Geist von mir scheiden; lass mich sterben und zu Staub werden! Es ist besser für mich, tot zu sein als zu leben.

- Tobit 3:6

Auch erzählt das Buch Tobit von einer Frau namens Sara, der Tochter des Raguël, eines Verwandten Tobits. Auch sie war betrübt und sehnte sich nach dem Tod:

Nun aber, Herr, habe ich meine Augen und mein Gesicht dir zugewandt. Lass mich von dieser Erde scheiden

- Tobit 3:12-13

Sieben Männer verlobten sich nacheinander mit Sara. Jeder von ihnen aber verstarb im Brautgemach, durch den Fluch eines Dämons, der die junge Frau liebte: Aschmodai (aus dem Avestischen "Dämon des Zorns", aēschma, "Zorn" und daēva, "Dämon"). Aus Eifersucht tötete er jeden Mann der Sara zu nahe kam. Wie also Tobit, war auch Sara unverschuldet den Anfeindungen ihrer Mitmenschen ausgesetzt. Schließlich fragten sie sich, wieso all die jungen Männer in ihren Armen sterben mussten.

Was immer man über diese außerbiblische Legende denken mag: auch in unserem Leben führen Eifersucht, Ärger, Zorn und Hass, zum Entstehen von Krankheiten. Wen Groll und Kummer plagen, dessen verzerrtes Denken stört sein seelisches Gleichgewicht. Durch den damit einhergehenden, vielleicht ungesunden Lebenswandel aber, wirkt sich das auch auf die Zellen des Körpers aus. Darin liegt die tiefere Bedeutung jenes Dämons Aschmodai, der Tobit und Sara plagt. Man kann in Aschmodai eine Metapher sehen, für geistige Verwirrtheit, Zorn und böses Denken.

Erzengel Raphael und Tobias – ewigeweisheit.de

Tobias und der Engel - Gemälde des florentinischen Malers Filippino Lippi (1475-1480).

Tobias und der Erzengel Raphael

Die Geschichte aus dem Buch Tobit erzählt vom Erzengel Raphael. Den sandte Gott dem jungen Tobias (hebr. "Der Herr ist gütig") als Reisebegleiter und Berater. Tobias war der Sohn Tobits. Er wurde von seinem Vater zu Raguël gesandt, dem Vater Saras. Von ihm sollte Tobit eine Schuld eintreiben, die Tobit und seine Familie dringend für ihren Lebensunterhalt brauchten. Auf dem Weg zu Raguël begegnete ihm der Erzengel. Tobias aber wusste nicht, dass der freundliche Mann Raphael war. Ohne Raphaels Begleitung wäre Tobias einer Reihe von Gefahren ausgesetzt gewesen und hätte sein Ziel wohl nie erreicht.

Und der junge Tobias zog dahin und der Engel mit ihm, und sein Hund lief hinterher und machte sich mit ihnen auf die Reise. So zogen die beiden hinaus, und als die Nacht über sie hereinbrach, nächtigten sie am Fluss Tigris. Und Tobias stieg zum Fluss Tigris hinab, um seine Füße zu waschen; und siehe, ein großer Fisch schoss aus dem Wasser heraus und wollte den Fuß des Jungen verschlingen. Da schrie er laut. Und der Engel sagte zu ihm: Pack den Fisch und zieh ihn heraus! Und der Junge packte den Fisch und zog ihn aufs Land. Da sagte der Engel zu ihm: "Nimm den Fisch aus und behalte das Herz, die Galle und die Leber; die Eingeweide aber wirf weg. Denn Galle, Herz und Leber sind sehr gut als Arznei." Und Tobias nahm den Fisch aus und legte Galle, Herz und Leber beiseite. Den Fisch aber briet er und aß davon. Er ließ etwas übrig und legte es in Salz ein. Und die beiden zogen zusammen weiter, bis sie in die Nähe Mediens kamen. Da fragte Tobias den Engel: "Bruder Asarja, was für eine Arznei ist im Herzen und in der Leber des Fisches und in seiner Galle?" Und er antwortete ihm: "Wenn ein Mann oder eine Frau mit einem Dämon oder einem bösen Geist geschlagen ist, lass das Herz und die Leber des Fisches in Rauch aufgehen. Dann wird jede Plage von ihnen fliehen, und alle bösen Geister werden ihnen in Ewigkeit nicht schaden. Die Galle aber streiche auf die Augen eines Menschen, die mit weißen Flecken befallen sind; dann hauche gegen sie auf die weißen Flecken, und die Augen werden geheilt."

- Tobit 6:2-9

Als Tobias der schönen Sara begegnete, verliebten sich die beiden. Doch lauerte ihnen schon der eifersüchtige Aschmodai auf. Darum gebot Raphael dem jungen Tobias vor Betreten des Brautgemachs eine Fischleber und ein Fischherz zu verbrennen - der Geruch sollte den Dämon vertreiben. Und so geschah es: Aschmodai floh nach Ägypten, wo ihn ein anderer Engel gefangen nahm und fesselte. So wurde das Böse eingedämmt und Tobias blieb in der Hochzeitsnacht am Leben. Sara wurde von ihrer Besessenheit befreit und der Erzengel Raphael gab dem Tobias ein Heilmittel, dass seinen Vater wieder sehend machte: Der Engel riet ihm, seinem Vater die Galle des Fisches auf die blinden Augen zu streichen. So konnte Tobit wieder sehen.

Damit wurde aus dem Unglück des Tobit und der Sara, am Ende nun große Freude und Glück. Beide wandten sich inniglich zu Gott.

Glaube als Gewissheit

Man benötigt keine großartigen Ausbildungen und Schulungen, um selbst einen Menschen zu heilen. Was man braucht ist ein fester Glaube. In unserem teils materialistisch geprägten Zeitalter, verstehen viele Menschen unter "Glauben" eher so etwas wie ein Hoffen oder Vermuten. Ein ernst gemeintes Flehen aber, dass direkt an die himmlische Welt gerichtet wird, kann Gutes bewirken.

Bekenne einer dem andern seine Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.

- Jakobus 5:6

Als man den schweizerischen Psychologen C. G. Jung einst in einem Fernsehinterview fragte, ob er an Gott glaubt, gab er eine interessante, wenn auch nicht ganz unumstrittene Antwort:

Nein, ich glaube nicht. Ich weiß.

Wie dem auch sei, war sein Glaube aber aus einer absoluten Gewissheit geboren. Ein jeder Mensch vermag solch eine Gewissheit in sich zu erzeugen. Dabei bildet Hoffnung das Fundament des Glaubens, auf dem sich das Heim unerschütterlicher Zuversicht errichten lässt. Über der Hoffnung aber noch steht die Tat, die darin besteht, tatsächlich auch als "Gläubiger" im Gebet zu handeln. Gebete werden erhört und von den Engeln zu Gott vorgetragen - vorausgesetzt, wir wissen, dass sich unser Heilbegehren auch erfüllt. Im Koran lesen wir dazu:

Ich erhöre die Bitte des Bittenden, wenn er mich bittet

- Sure 2:186

Wer Gewissheit erlangt, dass seine Heilbitte erhört wird, ganz gleich ob als Christ, Jude oder Muslim, oder als Mensch eines anderen Glaubens, der wird auch Heilung und Linderung erzielen können: für sich selbst oder einen anderen Menschen. Dazu ruft er die Heilkraft eines Engels an, wie jene des Raphael, oder spricht ein Bittgebet (im Islam genannt Dua). So jemand legt dem Kranken dann die Hände auf und, mit aller ihm aus der göttlichen Welt verliehenen Stärke, ergießt die kosmischen Heilkräfte über dem Hilfesuchenden. Das hat nichts mit Zauberei zu tun: allein der Glaube versetzt Berge.

Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: Hebe dich und wirf dich ins Meer! und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass es geschehen würde, was er sagt, so wird's ihm geschehen, was er sagt.

- Markus 11:23

Was zählt ist die vom Glauben erfüllte Handlung an sich. Während des Handauflegens sollte die Haltung des Kranken voll Zuversicht zu dieser mächtigen Kraft sein. Vor allem er sollte glauben, dass Heilung möglich ist. Sein ganzes Wesen sollte sich den herabströmenden Einflüssen öffnen, so wie eine Blume ihren Kelch der Sonne öffnet. Beide, derjenige der die Hand auflegt und derjenige, der die Heilkräfte empfängt, sollte während dieses Vorganges, seine Gedanken allein auf das kosmische Zentrum richten - nennen wir es Gott, Allah oder "Pol kosmischer Güte". Umso mehr den Beteiligten das gelingt, umso mehr antworten die Tiefen seiner Natur auf die mitleidsvolle Gegenwart der Engel, Christi oder Allahs - und umso größer wird die Möglichkeit zur Heilung sein. So wird mit der geistigen Hilfe der englischen Welten, körperliche und seelische Heilung erzielt.

Auch wenn sich die betroffene Person in der Ferne befindet: man kann sich Engel oder Devas visualisieren, die friedvoll den Kranken umgeben und ihm Glück und Licht schenken.

Gesunden bedeutet Gedulden

Wir können nicht erwarten, dass augenblickliche Heilung erfolgt. Doch es ist möglich!

Jene "Wunderheilungen", über die sich materialistisch gesinnte Menschen lustig machen, sind nicht immer zu erwarten. Doch der Glaube daran, dass sie möglich sind, ist Voraussetzung, um tatsächlich Heilung zu erzielen.

Viele Legenden von Spontanheilungen durchziehen die christliche Bibel. Auch aus unserer Zeit gibt es Berichte von solchen Heilungen. Man denke etwa an die Heilquelle im französischen Lourdes, von wo man immer wieder von Heilungen berichtet. Dort sollen sich fast 7000 Heilungen ereignet haben, von denen die römisch-katholische Kirche 69 als Wunder anerkennt. Außergewöhnliche Heilungen können sich also durchaus ereignen. 

Wenn wir als Heilsuchende aber nocht nicht genügend mit diesen großen, kosmischen Heilkräften der Engelwelt vertraut sind, werden wir erstmal nicht in der Lage sein, die Erfolge mit Gewissheit vorauszusagen. Das bedeutet gleichzeitig aber nicht, dass sie nicht trotzdem eintreten.

Wir sollten bei all dem Gesagten jedoch nie vergessen, dass wir alleine überhaupt nichts erreichen können. Wir brauchen die Hilfe anderer Menschen, die uns bei unserem Heilvorhaben unterstützen. An erster Stelle zu nennen sind natürlich Ärzte und Therapeuten, die das ihnen Mögliche geben. Was wir zusätzlich tun können, als Laien, ist uns mit den oben gesagten Methoden, an den fließenden Heilkräften zu beteiligen.

Kirche Notre Dame de Lourdes – ewigeweisheit.de

Historische Aufnahme der Kirche Notre Dame de Lourdes (Pyrenäen) in Frankreich.

Wichtig ist auch, dass wir es nicht bei einem Mal belassen. Solch geistige Heilsitzungen sollten wir verstärken, indem wir sie dreimal, viermal, fünfmal und sechsmal wiederholen. Aber auch wenn nach der sechsten, geistigen Heilbehandlung kein sichtlicher Erfolg eintritt, bedeutet das nicht, dass diese himmlisch-kosmischen Kräfte nicht vorliegen. Viele Gründe existieren, die einen Kranken von seiner Heilung abhalten. Die Intention aber, jemandem etwas Gutes tun zu wollen, ohne sich dabei etwas für sich selbst zu erhoffen, führt an sich schon zur Heilung.

 

Bei all dem Gesagten soll aber nicht unerwähnt bleiben: egal wie drastisch eine Situation auch erscheinen mag, letztendlich kann man die wahre Natur der Dinge nur durch eine gewisse Nüchternheit erkennen und sehen was sie eigentlich bedeuten. Nur dessen Sicht frei ist, das heißt, dessen Blick nicht durch Angst oder Wut getrübt ist, versteht was wirklich ist. Dieses klare Sehen, erlangte der Buddha durch ruhige Meditation. Und auch wir können sie auf ähnliche Art erlangen. Dann erst ist uns möglich auf metaphysischer Ebene, die Lichtfelder in Raum und Zeit zu entstören und einen Menschen zur Heilung zu führen.

Ich möchte diesen Artikel schließen mit Aussprüchen des Buddha, die mir vor einiger Zeit geholfen haben, über einen eigenen Schmerz hinwegzukommen. Oft sind es ja die aus besonderen Lebenshaltungen entstandenen Einstellungen die uns krank machen. Gesundheit beginnt im Kopf!

Dein Leib ist wertvoll. Er ist das Mittel mit dem wir zur wahren Erkenntnis erwachen. Behandle ihn darum sorgsam. [...] Den Körper gesund zu halten ist (sogar) eine Pflicht. Nur so lässt sich die Leuchte der Weisheit versäubern und der Geist stärken und läutern. [...] Jedes menschliche Wesen ist Urheber seiner eigenen Gesundheit oder Krankheit. [...] Das Geheimnis geistig-seelischer und körperlicher Gesundheit besteht darin, sich den gegenwärtigen Augenblick zu vergegenwärtigen und dabei weise und aufrichtig zu leben.

- Aussprüche des Gautama Buddha

Haben auch Sie schon besondere Heilungen an Sich oder anderen erlebt?

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Lichtgestalten vom Planeten Venus

Lichtgestalten vom Planeten Venus

Es gibt eine geheimnisvolle Verbindung zwischen der Erde und unserer Nachbarin Venus. Doch wegen ihrer extrem heißen atmosphärischen Verhältnisse, bei 500 °C und einer Kohlendioxid-Konzentration von fast 97%, kann sich auf ihrer Oberfläche kein Leben entwickeln, das mit dem Leben auf der Erde vergleichbar wäre. In den Geheimlehren aber heißt es, dort lebten andere Wesen, die immer wieder auf die Erde kamen – um den Menschen die Geheimnisse der Natur zu lehren.

Seit Anbeginn der menschlichen Zivilisation, spielt die Venus eine wichtige Rolle im Glauben der Menschen. Die Babylonier verehrten sie als dritthellstes Himmelsobjekt, neben Mond und Sonne. Man nannte sie »Ishtar« – Göttin der sexuellen Liebe und des Krieges. Ihr Symboltier war der Löwe. Ishtars Planet Venus, ist außerdem ein Symbol des Zwielichts, denn sie erscheint am Himmel nur während der Morgen- oder Abenddämmerung. So symbolisiert sie die Übergänge von der Finsternis ins Licht und vom Licht in die Finsternis – so wie das auch die zwei Äquinoktien, die Tag-und-Nacht-Gleichen im Frühling und im Herbst symbolisieren. Mit den Ständen der Sonne, den Phasen des Mondes und der Bewegung des Fixsternhimmels, bewegt sich die Venus auf wunderbare Weise über den Himmelsbogen – ist in vollständiger Harmonie mit ihren astralen Gefährten. Von der Erde aus erscheint dieses himmlische Ensemble wie ein großes, kosmisches Räderwerks.

Für die Dauer von ca. 2.160 Jahren, erscheint die Venus am Morgenhimmel in einem bestimmten Tierkreiszeichen. Es ist für die selbe Dauer das Tierkreiszeichen, in dem im Osten die Sonne aufgeht, an der Tag-und-Nacht-Gleichen im Frühling (Frühlingspunkt). Diesem Aufgang der Frühlingsgestirne, maßen die Alten Menschen höchste spirituelle Bedeutung zu, so dass das jeweilige Symbol der 12 Tierkreiszeichen, die Grundlage von Symbolik und Ritus der spirituellen Tradition bildete. In der Hochphase der altägyptischen Religion, ging die Frühlingssonne im Sternbild Löwe auf. Daher die Sphinx, die einst wohl die monumentale Figur eines Löwen war, der um etwa 10.500 v. Chr. auf sein eigenes Sternbild schaute. Ziemlich wahrscheinlich wurde dieser überdimensionalen Skulptur, erst später die Büste eines Pharao (wohl von Thutmosis IV) aufgesetzt. Darauf weißt der unverhältnismäßig große Körper hin, wenn man ihn mit dem seinem Kopf vergleicht. Manche Geheimorden (Golden Dawn, Ordo Templi Orientis) sehen im Zeitalter des Löwen, überhaupt den Beginn der nach-atlantischen Zivilisation auf unserem Planeten.

Dem Löwezeitalter folgte das Krebszeitalter, dann das Zwillingezeitalter, bis im Stierzeitalter, beginnend vor etwa 6.000 Jahren, die wissenschaftlich-religiösen Hochkulturen im Industal, im Zweistromland und in Ägypten entstanden. Es war die Zeit in der wahrscheinlich auch die Große Pyramide von Gizeh errichtet wurde.

Mit dem Eintritt des Frühlingspunktes in das Zeichen Widder, begann die israelitische Epoche. Um die Zeitenwende musste der Widder einem neuen Symbol weichen. Er wurde als »Lamm Gottes« geopfert und an seine Stelle trat das Symbol des Fisches. Die Initialen seiner griechischen Bezeichnung Ichthys (griech. ἰχθύς), stehen für das Anagramm Iesous Christos Theou Yios Soter: Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser. So begann also eine 2.160 Jahre lange Epoche, wo die Frühlingssonne im Tierkreiszeichen der Fische aufstieg. Heute leben wir am Ende dieser Epoche, während ein neues Äon aufdämmert: das Wassermannzeitalter.

Altägyptische Zeit - ewigeweisheit.de

Sakrale Mathematik

Seit uralter Zeit war den Priestern bekannt, dass sich die Tag-und-Nacht-Gleiche, alle 72 Jahre um ein 1° durch den Tierkreis bewegt. Nach 25.920 Jahren haben alle Sternbilder den Osthorizont zur Tag-und-Nacht-Gleiche durchlaufen. Darum war die Zahl 72 den alten Gelehrten heilig. In ihr sahen sie ein kosmische Konstante: 72 besitzt die Teiler 2, 6 und 12. Durch 2 geteilt, erhalten wir 36 (auch der Teiler 6 ergibt 6 x 6 = 36), was ja ein Teiler des 360°-Kreises ist. Die 12 ist bekanntlich die Zahl der Sternbilder in diesem 360°-Kreis. Teilt man die Kreiszahl 360 : 72, so erhält man 5 – die Zahl des Heiligen Pentagramms – einem der wichtigsten Symbole des Okkultismus. Seine Form bildet einen Durchlass, entlang seiner 5 Strahlen, die Kräfte zwischen Himmel und Erde fließen können. Mit seinen 5 Sinnen kann der Mensch diesen Kräftefluss wahrnehmen. Mit den 5 Fingern seiner Hände, kann der Magier in diesen kosmischen Vorgang eingreifen.

Das Pentagramm ist ein Symbol des Mikrokosmos und des Menschen, da er, seine 5 Gliedmaßen von sich streckend, in diese Form hineinpasst. Es ist eine natürliche Form, woraus sich die heilige Zahl Φ (phi) ergibt, die sich aus dem Verhältnis seiner Linien-Schnittpunkte berechnen lässt. Diese Proportion nennt man das Goldene Maß (auch: Goldenes Verhältnis, Goldener Schnitt), der sich immer aus dem Verhältnis 1 : 1,6181... bildet.

Harmonie des Goldene Schnitts

Der Goldene Schnitt ist das natürliche Verhältnis der Harmonie: in der Mathematik, in der Kunst, der Architektur und in der Musik. Besonders wichtig ist das Goldene Verhältnis in der Biologie. Alles was wir in der Natur als harmonisch oder schön empfinden, dessen Maße befinden sich im Goldenen Verhältnis. Wenn wir unseren Zeigefinder betrachten, so ist das Verhältnis der beiden oberen Glieder zum unteren Glied, ebenso im Goldenen Verhältnis, wie das obere Fingerglied (mit dem Fingernagel) zum mittleren Glied. Auch wenn wir unser Gesicht im Spiegel betrachten, so teilen die Augen das Gesicht vom obersten Punkt der Stirn, bis zum untersten Punkt des Kinns, ungefähr im Verhältnis des Goldenen Maßes (auch auf dem Titelbild dieses Artikels zu erkennen). Jeder gute Fotograf oder Kameramann weiß, dass er das Zentrum des Gesichts im Goldenen Maß, auf dem Bild eines Portraits platzieren kann, um so schnell eine ausgeglichene Harmonie der Proportionen zu erzielen.

In der Pflanzenwelt wachsen im Verhältnis dieses Goldenen Maßes, die Blätter der Rose spiralförmig um den Blütenkelch. Das Goldene Maß ist das natürliche Verhältnis perfekter Harmonie und Schönheit. Nicht zufällig, ist darum das Pentagramm auch ein Symbol der Göttin Venus. Seit dem Altertum weiß man, dass ihr gleichnamiger Planet als Morgenstern, in 8 Jahren ein fast perfektes Pentagramm in den Himmel zeichnet, wenn man seine fünf erdnächsten Himmelspunkte durch Linien untereinander verbindet (Goethe deutet darauf hin im Faust I). Daher die Assoziation des Pentagramms als Symbol der Venus.

Die 72 Namen

Mit der Venus hat es noch eine andere Bewandtnis, die auf die 72 Namen der Kabbala hindeutet. Die alten Menschen nannten die Venus »Luzifer«, den Lichtbringer, da sie als Morgenstern den Tag ankündigt. Doch als astrale Personifikation des Erzengels Luzifer – dem gefürchteten Namensträger – ist die Venus ganz relevant für die Entwicklung der Erde.

Wie jeder weiß, erklärt die Bibel-Genesis, dass Adam (hebräisch אדם, adaam, »Mensch«) mit seiner Frau Eva (hebräisch חוה, hawwah, »die Leben spendende«), zuerst ganz unbewusst im Zweistromland lebten, ohne ihre Reproduktionsfähigkeit erkannt zu haben. Die esoterische Philosophie lehrt nun, dass lange vor dieser Zeit, es auf der Venus besondere Wesenheiten gab, die viel höher entwickelt waren. Im Gegensatz zum Menschen, besaßen diese Wesen aber keine Körper, sondern waren aus Licht und Feuer geformt. Die Araber nennen diese Wesen die »Dschinn«. In den den Märchen aus 1000 und einer Nacht, finden diese Dschinn (auch »Jeanie«) Erwähnung als Flaschengeister. Auch in den magischen Clavicula Salomonis (Schlüssel Salomons) kommen sie vor. Außerdem ist das Wort »Dschinn«, etymologisch verwandt mit dem, was die Römer einen »Genius« (Plural: Genien) nannten – einen Schutzgeist. Auch die Bezeichnung für einen Menschen mit natürlich angeborenen Talent – »Genie« – ist mit obigem Begriff verwandt.

Diese Dschinns auf jeden Fall, sind identisch mit den 72 Genien aus der kabbalistischen Engel-Lehre. Jeder dieser 72 Genien steht in Verbindung, auch mit einer Wesenheit aus der dämonischen Welt. So wie die 72 Genien der Herrschaft Luzifers folgen, so steht den 72 Dämonen die Große Schlange vor – jenes Wesen, das die Sünde und das Böse verkörpert und in der Bibel Satan genannt wird. Ihre beiden Wesensnaturen sind auf kosmischer Ebene, auch Aspekte der Venus. Denn die Venus rotiert, als einziger Planet unseres Sonnensystems, im Uhrzeigersinn, während die Erde und die anderen Planeten gegen den Uhrzeigersinn rotieren. So hat die physische Erscheinung des Planeten Venus, gewissermaßen auch den Charakter eines Widersachers (hebräisch שטן, satan, »Gegner«). In diesem Aspekt fuhr das Geistfeuer ihres planetarischen Regenten Venus, in die Schlange am Baum der Erkenntnis von Gutem und Bösem im Garten Eden. Die Schlange war quasi das Vehikel dieses venusischen Wesens, das die Muslime »Iblis« nennen (dieser arabische Name ist abgeleitet von der Wortwurzel بلس, balasa, »der Verzweifelte«). Dieses Lichtwesen ähnelt dem aus der Theosophie bekannten, ewig jungen »Sanat Kumara« – einem Mitglied der sogenannten Großen Weißen Bruderschaft. Hiermit begeben wir uns in einen äußerst ambivalenten Bereich, in dem der Leser mit vielen Widersprüchen und Täuschungen konfrontiert wird.
Sanat Kumara soll sich in einem ätherischen Lichtpalast, über dem mythischen Reich von Shambhala aufhalten. Man nennt Sanat Kumara auch den »Herrn der Flammen« (die »Flammen« sind ein Synonym für Heiligen, die ihn begleiten). Vor Millionen von Jahren soll er von der Venus auf die Erde gekommen sein. Gläubige der großen Religionen, sehen in ihm einen Retter der Menschheit: er ist der Skanda der Hindus, der Brahma-Sanam Kumar der Buddhisten, der »Alte der Tage« der Juden, Ahura Mazda der Zoroastrier. Manche Sufis sehen in ihm den Al-Khdir – eine viel diskutierte Figur im Islam (Sure 18:65-82).

Körperlose Wesenheiten von der Venus

Venus, der Planet der Liebenden, könnte laut theosophischer Lehre, der spirituell am weitesten entwickelte Planet unseres Sonnensystems sein. Die Wesen auf der Venus sollen unserer spirituellen Entwicklung, viele Millionen Jahre voraus sein. Manche Theosophen glauben, Sanat Kumara wäre aus der Äthersphäre der Venus vor 18 Millionen Jahren auf die Erde hinabgestiegen. Auch der Weisheitslehrer White Eagle sagt, das die Venus in jeder Beziehung fortgeschrittener ist als unsere Erde. Die »Herren der Flamme« kamen immer wieder von der Venus auf die Erde, um die ersten Menschen über die geistigen Gesetze zu unterrichten, die das Leben auf der Erde regulieren.

Erde und Venus - ewigeweisheit.de

Erde und Venus besitzen etwa den selben Radius.

Wie die Venus ist

Die Atmosphäre der Venus ist viel feinstofflicher als die der Erde und unser Planet im Vergleich zu ihr, ganz dicht und dunkel. Gemäß dieser Verhältnisse auf der Venusoberfläche, ist auch die Konstitution der Wesen, die auf der Venus leben. Doch sie besitzen geistige Fähigkeiten, die dem Menschen überlegen sind.

Das nun die Venus eine andere Atmosphäre besitzt, mag wohl auch daran liegen, dass sie als einziger Planet unseres Sonnensystems keinen Mond besitzt. Damit fehlt ihr das Androgyn, was der Erde ja mit dem Mond gegeben ist. Die Venus erhält ihr Licht also ausschließlich von der Sonne – so dass Venus und Sonne, ein rein weiblich-männliches System bilden. Doch es fehlt der Mond als Vermittler zwischen geistigen und physischen Formen, und so hat die Venus auch kein körperliches Leben auf ihrer Oberfläche hervorgebracht. Körperlichkeit kann sich nur aus dem Androgyn entwickeln, was im System von Erde-Mond und Erde-Sonne, gegeben ist. Im Menschenkörper konnte sich ein Seelenleben entwickeln, was den Venus-Wesen aus oben genanntem Grund nicht möglich war. So versuchten die Venusianer auf der Erde zu verwirklichen, was ihnen auf ihrem Heimatplaneten nicht möglich ist. Da sie weder Körper noch Seele hatten, diese aber für ihre Fortentwicklung benötigten, kamen diese Lichtwesen von der Venus auf die Erde – nicht aber nur eigennützig, denn erst durch die lichthaften Aspekte ihrer Erscheinung, ließen sie Eva und Adam ihre kreative Kraft erkennen. Jakob Böhme schreibt in seiner »Aurora Morgenröte im Aufgang«, dass nachdem Adam und Eva vom verbotenen Baum der Erkenntnis aßen, überhaupt erst ihre Zeugungsorgane hervorwuchsen: »Adam erkannte seine Frau und sie ward schwanger«, heißt es in der Genesis. Der Baum der Erkenntnis von Gutem und Bösem brachte also eine Frucht hervor, durch die der Mensch Anteil nahm, an der Weisheit dieser Lichtwesen vom Planten Venus. Von ihnen bekamen die beiden das Gesetz des »kosmischen Räderwerks«, mit dem sie Gutes und Böses hervorbringen konnten. Das sind die Wesenszüge der 72 Genien und 72 Dämonen. Mit den 72 ist es also wie mit den zwei Seiten einer Münze. Doch auf dem Rand einer Münze ist bekanntlich auch noch etwas eingraviert. Wer diese geheimnisvolle »Gravierung« entziffert, der wird scherlich verwirrt sein.

Bei Deiner Erhabenheit, ich (Iblis) will sie sicher alle in die Irre führen. Ausgenommen davon sind Deine erwählten Diener (Propheten) unter ihnen.

- Sure 38:82

Interessanterweise erwähnt der Koran diese Wesen (Dschinn), als eine neben der Menschheit lebende Gemeinschaft auf Erden.

Sprich: Ich nehme meine Zuflucht beim Herrn der Menschen,
Dem König der Menschen, dem Gott der Menschen
Vor dem Übel des Einflüsterers, der entweicht und wiederkehrt,
Der den Menschen in die Brust einflüstert,
Unter den Dschinn und den Menschen.

- Sure 114 - die Menschen

Die Sufis sagen, dass auch die Dschinn in Familien beieinander leben, uns Menschen zwar sehen können, wir sie aber nicht. Sie leben unter uns – und wenn man über sie spricht, spricht man sie an. Daher die rabbinische Tradition die 72 Namen zu rezitieren.

Sprich: Es wurde mir offenbart, dass eine Schar der Dschinn zuhörte und dann sagte: Wahrlich, wir haben einen wunderbaren Koran gehört,
Der zur Rechtschaffenheit leitet; so haben wir an ihn geglaubt, und wir werden unserem Herrn nie jemanden zur Seite stellen.
Und erhaben ist die Größe unseres Herrn. Er hat sich weder eine Gefährtin noch Kinder genommen,
Und daß die Toren unter uns abscheuliche Lügen über Allah zu äußern pflegten.
Und wir meinten, daß weder die Menschen noch die Dschinn über Allah jemals lügen würden.
Und Männer von den Menschen pflegten Zuflucht zu nehmen bei Männern von den Dschinn, doch mehrten sie so ihnen die Drangsal.

- Verse 1-6 aus der 72. Sure - die Dschinn

Interessant dass die 72. Koran-Sure den Titel trägt »Die Dschinn« – wo die 72 doch die Anzahl der Genien in der Kabbala ist!

Wir Menschen sind ihnen überlegen, da wir einen Körper haben. Wir können von diesen Lichtwesen Eigenschaften annehmen, leider aber auch von ihnen besetzt werden! Die Sache mit den Engeln und Schutzgeistern, ist also eine äußerst ambivalente Angelegenheit. Strenge Regeln herrschen in der Engelwelt. Wer sich ihnen widersetzt - wissentlich oder aus Unkenntnis, deren Seele wird von den Wächtern entsprechend behandelt. Von diesen Wächtern lesen wir im Apokryphon des Henoch (Buch der Wächter), wie auch im Koran:

Und wir suchten den Himmel, doch wir fanden ihn mit starken Wächtern und (feurigen) Sternschnuppen erfüllt.

- Sure 72:8

All das hier Gesagte mutet, fremdartig, ungewöhnlich an, scheint manchmal unglaubwürdig. Wie dem auch sei, soll betont werden, das man vermeiden sollte, über diese Dinge zu sprechen – denn die mündliche Rede, wie oben gesagt, ruft diese Wesenheiten auf den Plan. Jeder der schon einmal darüber mit anderen gesprochen hat, weiß was hiermit gemeint ist!