Buchrezension: Der verlorene Horizont - von James Hilton

Rezensent: S. Levent Oezkan

Der Romancier James Hilton (1900-1954) wurde in den Vereinigten Staaten bekannt als Autor mehrerer Bestseller - darunter das Buch "Lost Horizon" (deutsche Fassung: "Der Verlorene Horizont"). Dieser Roman, auch bekannt unter dem Titel "Irgendwo in Tibet", sollte Hiltons größter Erfolg werden: er fand viele Millionen Leser.

Zentrum der Romanhandlung ist "Shangri-La" - ein geheimnisvoller Ort, von dem einige Leser bis heute glauben, das er tatsächlich, in dieser oder ähnlicher Form, irgendwo zwischen Afghanistan und Tibet verborgen liegt.

Von Hiltons Roman inspiriert, taufte 1942 der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt seine Erholungsanlage in Maryland "Shangri-La". Heute ist der Ort unter dem Namen "Camp David" bekannt.

"Lost Horizon" wurde zweimal verfilmt (1937, und 1972 als Filmmusical) und erschien mit ähnlicher Hintergrundgeschichte 2010 sogar als Computerspiel.

Die eigentlichen Romanschilderungen sind in eine Rahmenerzählung eingebettet. Diese beginnt mit einem geheimnisvollen Treffen in Berlin-Tempelhof. Einer der Teilnehmer kommt zu sprechen auf einen britischen Konsul in Afghanistan: Hugh Conway.

Drei Männer und eine Frau fliehen vor einem Aufstand in Britisch-Indien - unter ihnen Conway. Nur knapp entrinnen sie der Gewalt der Paramilitärs und gelangen an Bord einer Propellermaschine die sie nach China ausfliegen soll. Sie sind die einzigen Passagiere. Doch auf dem Flug stellen sie schockiert fest, dass sie entführt werden. Man hatte den Piloten vor dem Start der Maschine ersetzt. Er scheint Tibeter zu sein. Conway versucht ihn von seinem Plan abzubringen, doch der Tibeter beantwortet seine Forderung, indem er ihm den Lauf einer geladenen Schusswaffe vors Gesicht hält.

Sie überqueren die Achttausender des Karakorum, bis der Pilot die Maschine auf einer Hochebene landet. Dort wird das Flugzeug von Einheimischen aufgetankt. Nach dem Start befindet sich die Maschine dann anscheinend auf Kurs in nördlicher Richtung. Tibet?
Über dem Himalaya gerät die Maschine in Turbulenzen. Es kommt zu einer Notlandung in einem unbekannten Gebirgstal. Der Pilot wird dabei schwer verletzt. In seinen letzten Atemzügen teilt er Conway mit, dass sie sich unweit des Lama-Kloster Shangri-La befänden. Dann stirbt er.

Verzweifelt beratschlagen die Insassen der entführten Maschine über ihr weiteres Vorgehen - bis aus dem Dunkel eines nächtlichen Schneesturms, plötzlich eine Rettungsexpedition auftaucht.
Im Morgengrauen machen sie sich auf nach Shangri-La - dem Paradies des ewigen Lebens - dem wahren Shambhala.

Hilton stellt in seinem Roman nicht nur die Protagonisten vor die Wahl: Wollen sie ihr Leben mit Gelassenheit und Wohlergehen in der Abgeschiedenheit verbringen, oder zurück ins weltliche Leben, das bestimmt ist von Hektik und Krankheit?

Viel zu oft glauben wir wichtige Dinge nebenher tun zu können, bis zu einem bestimmten Moment, wo wir gezwungen werden, durch schwere Krankheit oder andere Umstände, einmal wirklich innezuhalten.

 

Das Buch ist nur antiquarisch zu erhalten oder in einer Bibliothek ausleihbar:

 

Shambhala und der Polare Mythos - ewigeweisheit.de

Shambhala und der Polare Mythos

Johan von Kirschner

Shambhala - ein verborgenes Reich im Herzen Zentralasiens. In der Endzeit sollen von dort die Retter der Menschheit kommen, um das Böse in der Welt zu vernichten und das Paradies auf Erden wieder herzustellen

Die Legenden von Shambhala basieren auf sehr alten Mythen, die die Phantasie vieler Menschen in Ost und West inspiriert haben.

Immer wieder gab es Leute, die sich, im Wunsch nach spiritueller Erleuchtung, auf eine geheimnisvolle Reise begaben, mit dem Ziel das verborgene Land von Shambhala zu finden. All jene die sich in die Nähe dieses mythischen Königreichs begaben, sprachen von seltsamen Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen.

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