Sirius

Das indianische Medizinrad: Symbol der Unversehrtheit

von S. Levent Oezkan

Medizinrad - ewigeweisheit.de

Die Symbolelemente des Medizinrades verbinden die essentiellen Wesensmerkmale von Himmel, Mensch und Erde. Aus den vielschichtigen Bedeutungen dieses heiligen Zeichens, lassen sich die Einflüsse der Himmelsbewegungen ebenso ablesen, wie auch die Effekte ganzheitlicher Heilweisen. So beschreibt das Medizinrad, als Symbol indianischer Religion, die Eigenarten der Stammesrituale und der Lebensführung eines jeden Menschen.

Die makrokosmische Bedeutung dieses Symbols, stellt das religiöse Wesen menschlichen Zusammenlebens dar, im Einklang mit der Natur, Erde und Himmel. In seiner mikrokosmischen Bedeutung, erklärt es die Harmonie der Lebensaspekte im Individuum.

Das Wort "Medizin" im Namen aber, erstreckt sich über einen weiteren Bedeutungshorizont, als wofür wir es in unserer Sprache verwenden. Im Medizinrad nämlich verbirgt sich ein tiefgehendes System, dass im Kontext innerer Spiritualität gesehen werden muss. Das heißt, es hilft nicht allein dem Menschen bei Heilungsvorgängen, sondern führt jemanden zu erleuchtenden Erkenntnissen und Erfahrungen.

Im Folgenden wollen wir uns zuerst mit den äußeren, himmlisch-irdischen Aspekten des Medizinrades befassen, wie später dann mit den in ihm symbolisierten, inneren, menschlichen Aspekten.

Awwakkulé: Die magischen Menschen des Kleinen Volkes

Zu Ehren des Sonnengottes, begingen die amerikanischen Ureinwohner ihre Jahresfeste. Im Mittsommer fand der heilige Sonnentanz statt, an dem neue Initianden in die Geheimnisse der Medizinrades eingeweiht wurden. Das Wissen zur Durchführung dieser Initiationsriten aber, erhielten die Medizinmänner und Häuptlinge von sagenhaften Menschenwesen: den Awwakkulé. So nennt man in der Sprache der Crow, das geheimnisvolle "Kleine Volk". In verschiedenen mündlichen Traditionen werden sie als elfenartige, zwergwüchsige Menschen beschrieben.

Lange bevor die europäischen Invasoren auf den amerikanischen Kontinent kamen, erzählten sich die Arapaho, die Lakota-Sioux, die Cheyenne und die Crow, Legenden von diesem sagenhaften Kleinen Volk. Sie, so heißt es, waren Heiler mit magischen Fähigkeiten, die über eine besondere Medizin verfügten.

Zwergenmumie von San Pedro

Die Zwergmumie von San Pedro: Einst Magierin der Awwakkulé?

Begegnungen mit den Geistzwergen

Ist die Legende von den Awwakkulé aber nichts als nur ein indianisches Märchen?
Archäologische Funde weisen anscheinend auf das Gegenteil hin: 1932 stießen Goldgräber, auf eine sehr gut erhaltene, etwa 40 cm große Mumie einer Frau, die einst Mitglied dieses sagenhaften Volkes war. Man fand den kunstvoll mumifizierten Körper in einer Höhle, in den Bergen von San Pedro, im amerikanischen Bundesstaat Wyoming.

Jenen außergewöhnlichen Menschen, begegneten Anfang des 19. Jhd. aber auch Forscher einer Expedition. Auf ihrer Reise in den Westen der heutigen USA, im Jahre 1804, trafen die Offiziere Meriwether Lewis und William Clark, Angehörige des Kleinen Volkes in der Nähe eines heiligen Ortes: dem Medizinberg. Wie Lewis in seinem Tagebuch vermerkte, waren die Menschen etwa 45 cm groß, trugen riesige Köpfe auf kurzen Hälsen. Ihre kleinen Körper hatten runde Bäuche, doch ihre Arme und Beine waren außergewöhnlich muskulös. Daher die Redewendung der Crow, jemand sei "stark wie ein Zwerg".

Diese eigenartigen Zwerge beobachteten die Eindringlinge sehr genau, waren jene doch auf dem Weg, in eigentlich ihr Territorium, worin sich der heilige Medizinberg befindet. Jeden aber der sich diesem heiligen Ort zu nähern versuchte, töteten sie mit giftigem Pfeil. Das klingt recht märchenhaft, scheint aber weit mehr als eine Legende zu sein. Lewis vermerkte in seinem Tagebuch nämlich, dass die Angehörigen der Stämme der Omaha, Otoe und Lakota-Sioux, das Kleine Volk aus Angst mieden und sich überhaupt nicht erst in die Region des Medizinberges bewegten. So erzählt etwa eine Lakota-Sioux-Legende, wie einst hunderte Krieger wegen des Kleinen Volkes ihr Leben verloren, als sie versuchten sich dem Berg-Heiligtum zu nähern.

In den Volkssagen der Crow sind die Angehörigen des Kleinen Volkes, Menschen mit magischen Heilfähigkeiten. Jedes Jahr brachten darum die Crow, dem Kleinen Volk Opfergaben dar, um sie milde zu stimmen. Man wusste nämlich, dass die Menschen des Kleinen Volkes, Segnungen auf einen Günstling der Crow übertragen und ihn in die Gesetze der spirituellen Welt einweihen konnten. Darum also begaben sich Stammesmitglieder der Crow dennoch in dieses Gebiet, wo sich ein steinernes Medizinrad befindet.

In den Höhlen unterhalb dieses Medizinrades, sollen schon seit mehr als 10.000 Jahren die Angehörigen des magischen Kleinen Volkes gelebt haben. Ihre unterirdische Wohnstatt war angeblich über einen Steinhaufen im Innern des Medizinrades zugänglich.

Vom geheimnisvollen Sinn der indianischen Steinkreise

Einer der ältesten Medizinrad-Steinkreise, befindet sich im kanadischen Majorville und ist archäologischer Schätzungen nach, mehr als 5.000 Jahre alt.
Wie bei diesem befinden sich im Zentrum aller anderen Medizinräder, aufgehäufte Felsbrocken. Diesen Mittelpunkt des Medizinrades umringen Steinkreise, die strahlenförmige Steinlegungen mit dem Zentrum verbinden.

Die alten Medizinräder wurden jedoch immer wieder nachkorrigiert, verschiebt sich der Punkt der Frühlingstagundnachtgleiche doch alle 72 Jahre um 1°. Das heißt, die horizontale Position des Sonnenaufgangs rückt ganz allmählich immer weiter nach Westen.

Auf Grundlage dieser und anderer astronomischer Fakten, erforschte man die Himmelsausrichtungen einiger Medizinräder Kanadas und der USA. Dabei fand man, dass der innere Steinhaufen, der Ausrichtung des Betrachters diente, über dem er den Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende beobachten konnte. Die Speichen der Medizinräder halfen dem Betrachter dann, kurz vor Sonnenaufgang, bestimmte Sterne am Horizont zu sehen. Sie waren, wie wir im Folgenden sehen werden, wichtig für die Bestimmung sakral günstiger Zeitpunkte.

Astrotheologische Bedeutung des Medizinrades

Ein verblüffendes Detail liefert das Medizinrad von Bighorn, im amerikanischen Bundesstaat Wyoming. Dieses, wohl aus dem 13. Jhd. stammende Steinmonument, befindet sich nahe eines 3.000 m hohen Gipfels.

Gemäß indianischer Tradition begaben und begeben sich auch heute noch, die Stammesangehörigen zum Medizinberg, um an diesem heiligen Ort zu beten, Visionen zu empfangen und so mit ihren Ahnengeistern Verbindung aufzunehmen. Der Steinhaufen in der Mitte des Medizinrades, diente auch als Opferplatz. So lag dort auch der Totenschädel eines Büffels, in Richtung des Sonnenaufganges.

Medizinrad – ewigeweisheit.de

Alte Fotografie des Medizinrades

Wegen seiner Höhenlage, ist das Bighorn-Medizinrad nur in der Sommerzeit, um die Jahresmitte zugänglich. Das sind die windstillsten Monate mit den längsten Sonnenstunden. Den Rest des Jahres bedecken das Medizinrad Eis und Schnee. Dann ist dieser Ort unzugänglich.

In der warmen Phase des Jahres, konnte man dort, kurz vor Sonnenaufgang, bestimmte Sterne am Horizont aufgehen sehen. Die Ausrichtung der Linien des Medizinrades deuteten damals auf die Positionen von vier Sternen: Formalhaut, Aldebaran, Rigel und Sirius – vier der hellsten Sterne am Himmel.

Was wollten die alten Medizinmänner daran ablesen?

Genau 28 Tage vor der Sommersonnenwende, ereignete sich der heliakische Aufgang des Sternes Formalhaut (den Aufgang eines Sterns nennt man heliakisch, wenn er am Horizont erscheint, kurz bevor er vom Licht des Sonnenaufgangs überstrahlt wird). Sein morgendliches Aufleuchten war ein wichtiges, astronomisches Zeitmaß, denn wenn nach dieser 28-tägigen Periode, kurz vor Sonennaufgang, dann der Stern Aldebaran am Morgenhimmel, über dem Horizont flimmerte, wusste man: in Kürze findet die Sommersonnenwende statt.

Weitere Himmelsmarker waren dann, wiederum 28 Tage später, der heliakische Aufgang des Rigel und weitere 28 Tage später, das heliakische Erscheinen des Hundssterns Sirius. Entsprechend dieser Perioden, die also jeweils 28 Tage dauern, etwa einen lunaren Monat, erbaute man das Bighorn-Medizinrad mit seinen 28 Speichen. Diese Zeitabschnitte von jeweils 28 Tagen, markierten einen sakralen Zeitpunkt, der für die Riten der Crow von Bedeutung war: das Fest des Sonnentanzes.

Skizze des Medizinrades – ewigeweisheit.de

Skizze der Positionen des Medizinrades:
A = Aufgangspunkt Aldebaran, B = Aufgangspunkt Rigel, C = Aufgangspunkt Sirius, D = Aufgangspunkt Formalhaut, E = Standpunkt des Beobachters des Sonnenaufgangs zur Sommersonnenwende, F = Beobachtungspunkt der heliakischen Aufgänge der vier Sterne, G = Zentrum des Steinkreises

Der Sonnentanz

Kehren wir noch einmal zurück zu den sagenhaften Awwakkulé. Sie spielten im Glauben der Crow, eine ganz zentrale Rolle. Von ihnen bekamen sie das spirituelle System, dass hinter der Sonnentanz-Zeremonie steht. Und dieser sakrale Tanz, so die indianischen Weisen der Crow, gehört zu den ältesten Zeremonien der Menschheit.

Um den Sonnentanz zu feiern, baute man die sogenannten Sonnenzelte, deren Runddach 28 strahlenförmige Zeltbalken zusammenhielten – ebenso wie die 28 Steinstrahlen des Medizinrades. In dessen Mitte befand sich die zentrale Zeltstütze. Hieran banden sich die Teilnehmer fest. Dieser Stamm in der Mitt des Zeltes war ein Symbol für die Weltachse, über die die Erde mit der Welt des Himmlisch-Göttlichen verbunden ist. Die 28 strahlenförmigen Dachbalken, standen für den Zyklus von Licht und Finsternis, wie ihn der Mond reflektiert. Auch sind sie ein Abbild des heiligen Büffels, dessen Brust 28 Rippen zusammenhalten. Der Büffel bedeutete den Indianer in alter Zeit sehr viel. Er gab Nahrung und Kleidung, man stellte aus seinem Gerippe Werkzeuge und Geräte her. Aus Dankbarkeit dafür verehrte man die Seelen dieser heiligen Tiere, als Geistwesen, da sie den Indianern alles gaben, was sie zum Überleben benötigten.

Heilige Rituale im Sonnenzelt

Die Sonnenzelte nun, baute man zu Ehren der Awwakkulé. Eines der Ratsmitglieder des Sonnentanzes, war selbst Mitglied der sagenhaften Awwakkulé, durch das den Teilnehmern die Visionen und geistigen Einsichten übertragen wurden. Auch wer als bester Tänzer auserkoren wurde, oblag dem Ratsmitglied der Awwakkulé.

Diese Zeremonie aber wurde vor allem zur Sommersonnenwende gefeiert und dauerte 28 Tage lang, die man mit vier sehr intensiven Tagen des Rituals beschloss. Die darin ausgeführten Zeremonien ähnelten auch jenen anderer Stämme und waren begleitet von Tänzen, Gesängen und Trommelmusik. Man betete, meditierte und fastete.

Manche der Teilnehmer empfingen Visionen in das Geheimnis des Todes. Jene Initiationserfahrung aber war nur den Anwärtern der Krieger vorbehalten. Für die anderen Mitglieder bestand die Sonnentanz-Zeremonie überwiegend aus Gebeten, die man für sich oder einen Verwandten ausübte. Auf anderer Ebene, diente das Sonnentanzfest vor Allem der Sippe und der Erde.

Im Glauben der Crow hoffte man durch den Sonnentanz, regenerierende Himmelskräfte auf die Erde zu führen und damit das irdische Treiben, jedes Jahr zur Sommersonnenwende neu zu beleben – war das doch die Phase, in dem die Tage des Jahres wieder kürzer wurden und die Mächte des Todes wieder Einzug in das Leben von Mensch und Natur nehmen.

Indianischer Sonnentanz – ewigeweisheit.de

Indianischer Sonnentanz: ein wichtiger Bestandteil der Tradition des Medizinrades.

Eine äußerst schmerzhafte Einweihungszeremonie

Im Sonnentanz trafen die Stammesangehörigen zusammen, um ihren Glauben zu festigen. Der Sonnentanz hatte also eine spirituelle und auch soziale Bedeutung. Traditionell waren es Männer, die am Sonnentanz teilnahmen. Durch die besonderen Rituale des Sonnentanzes erkannten sie die Wesensbeschaffenheit des Universums und des Übernatürlichen.

Man erbrachte Opfer, teils durch besonders schmerzhafte Selbstkasteiungen, um sich dabei an die Todesgrenze zu führen. In einer so gesteigerten Trance, empfingen die Tänzer besondere Visionen, woraus sie Antworten auf ihre Lebensfragen erhielten. Sie durchstachen dazu ihre Haut an verschiedenen Stellen, durchzogen sie mit Schnüren und ließen sich daran aufhängen. Ziel dieser absichtlich herbeigeführten Schmerzerfahrung, war, das Leid der Frauen während der Geburt zu erleben. Man wollte so das Geheimnis des Blutes und des Schmerzes ergründen, ohne Krieg führen zu müssen.

Medizinrad der Lakota – ewigeweisheit.de

Das Medizinrad der Lakota-Sioux.

Das Medizinrad der Lakota-Sioux

Dieses Medizinrad bildet ein Kreis, der ein Kreuz umringt. Grundlegend stellt dieses Symbol den Erdkreis und die vier Himmelsrichtungen dar: Osten, Norden, Westen und Süden. Zwar stehen sich die Himmelsrichtungen gegenüber, wodurch sich das innere Kreuz bildet, doch seine Enden sind dennoch miteinander verbunden; dafür steht der äußere Kreis. Das also sind die vier Dimensionen des Medizinrades.

Würde man dieses Medizinrad horizontal legen, wiese der Kreuzungspunkte der Ost-West- und der Nord-Süd-Linien, nach oben und nach unten: die fünfte und sechste Dimension. Jene Kreuzung aber ist das Zentrum und bildet damit eine siebte Dimension. Das Medizinrad repräsentiert die Dimensionen, deren harmonisches Zusammenwirken sowohl Lebenszyklen, als auch die menschliche Gesundheit begünstigen:

  • Die vier Himmelsrichtungen,

  • das himmlische Prinzip des Vaters,

  • das irdische Prinzip der Mutter und

  • der Zauberbaum, als Symbol des Weltenpols.

Heilung mit dem Medizinrad: spirituell, psychisch, körperlich, emotional

Im Folgenden nun, wollen wir uns mit den vier ersten Dimensionen des Medizinrades befassen. Ihnen teilte man die vier Farben Gelb, Weiß, Schwarz und Rot zu. Sie stehen für die vier alten Kontinente in der Welt, die einst den Urkontinent Atlantis umgaben und heute bekannt sind unter den Namen Asien, Europa, Afrika und Amerika. Wäre die Welt heute vollkommenen, strebten die Menschen dieser Kontinente danach, sich miteinander zu verbinden. Unglücklicherweise, scheint das gegenwärtig jedoch nur schwer möglich zu sein.

Die Medizinmänner der Lakota-Sioux sagen, dass wir aus den vier Himmelsrichtungen heilige Gaben des großen Geistes (Gott) bekommen - in Form der vier Elemente Feuer, Wind, Wasser und Erde. Da nun jede dieser Himmelsachsen durch den Erdkreis miteinander verbunden sind, führen Ungleichgewichte im Süden (zum Beispiel Abholzung der Regenwälder, Störung des Erdelements) zu Ungleichgewichten im Norden (wie durch Stürme, sich als Störung des Windelements auswirkend). Und was sich im Großen abspielt, ähnelt auch dem, was im Leben eines Menschen vor sich geht: wer unter Depressionen leidet (Süden), dessen Denken (Norden) ist verwirrt.

Anmerkung:
Weiter unten im Text befindet sich eine Tabelle. Darin finden Sie die Zuordnungen der vier Himmelsrichtungen zu verschiedener Ebenen des Medizinrades. Wenn nun hinter einem Begriff oder Konzept, in Klammern eine Himmelsrichtung steht, soll Ihnen dass dabei helfen, in der Zuordnungstabelle Entsprechungen zu finden.

Das Wort Medizin im Namen dieses Symbols, steht für das menschliche Sein. Aus dem Osten strömt dem Menschen seine spirituelle Fähigkeit zu, aus dem Norden sein Intellekt, aus dem West seine Körperlichkeit und aus dem Süden seine Emotionen.

Kommt es zu einem Ungleichgewicht im Medizinrad, wird ein Mensch krank. Bei den Lakota-Sioux helfen die Medizinmänner, diese Disharmonien auszugleichen und beherrschen die große Fähigkeit, alle vier Aspekte im Gesamtzusammenhang zu betrachten und Menschen zu helfen wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Sie "entfernen" keine Krankheiten, wie es in der modernen Medizin der Fall ist, sondern helfen dem Betroffenen, seinen Symptomen entsprechend, sich aus sich selbst heraus zu heilen. So spielt der Kranke seine eigene Rolle im Heilungsprozess.

Noch immer versucht die moderne Medizin, diese verschiedenen Dimensionen menschlichen Daseins, voneinander zu trennen. Der Mensch aber steht eigentlich im Zentrum des Medizinrades und ist für die Wirkungen, die ihm aus den vier Himmelsrichtungen zuströmen, selbst verantwortlich. Dennoch glauben die meisten, dass sich andere um diese göttlichen Gaben kümmern müssen. Sie brauchen dann einen Priester oder Guru, der ihnen ihre Spiritualität (Osten) liefern soll. Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht durch einen spirituellen Lehrer schneller ans Ziel kämen, als alleine. Eher soll auf die Passivität vieler Menschen hingewiesen werden, die vollkommen von ihrer spirituellen Kraftquelle abgeschnitten sind und auch nicht glauben, dass Spiritualität zuerst in ihnen selbst empfunden werden kann.
Für psychische Probleme (Norden) ist ein Therapeut wichtig. Natürlich kann er einem helfen, die eigenen Probleme selbst zu lösen. Was aber die westliche Medizin, zumindest mir vermittelt, ist, dass man zu jemandem geht, der einem ein Problem entfernt. Aus diesem Grund wird in der Chirurgie auch viel operiert und herausgeschnitten. Es scheint einfach an Zeit zu fehlen, die Ursachen der Unausgewogenheiten im individuellen Medizinrad zu erkennen. Wem das aber gelingt, kann Mangelerscheinungen durch die eigenen Stärken harmonisieren und ins Gleichgewicht zu bringen. Voraussetzung dafür aber ist die Kenntnis der eigenen Stärken. Heutzutage sind die meisten Menschen jedoch mit allem anderen beschäftigt, haben sich und ihr innerstes Wesen aber anscheinend vergessen.

Wer körperliche Beschwerden hat (Westen) geht einfach zu einem Arzt, der einem zum Beispiel etwas gibt, dass man einnimmt – ein Mittel aus dem Außen, dass das innere Problem beseitigen muss.
Man sollte aber vorsichtig sein, einfach nur die Schulmedizin als negativ abzustempeln, was in der alternativen Heilerszene viel zu häufig geschieht. Chirurgie und Allopathie einfach zu verteufeln, ist sicherlich ein falscher Weg. Denn beide gehören zum physischen Aspekt (Westen) des Medizinrades und erfüllen durchaus ihren Sinn.

Es sind eben alle vier Aspekte des Medizinrades untereinander verbunden und weisen ganz deutlich auf das oben angedeutete Problem: die meisten Menschen fühlen sich als Opfer äußerer Umstände, da sie nicht mehr über die zeitlichen, mentalen oder emotionalen Kapazitäten verfügen, um in sich, nach den Ursachen ihrer Probleme zu suchen.
Denn auch was unsere Emotionen angeht (Süden), dafür scheinen die meisten Menschen, am liebsten ihre Freunde und Familienangehörigen verantwortlich zu machen. Steht man dann nicht vollkommen unter der Kontrolle seiner Außenwelt?

So bleibt jemand unfähig alle vier Aspekte seines Daseins zu kontrollieren. Wie auch sollte er etwas in Griff bekommen, hat er doch für jeden Aspekt andere Menschen, die sich darum kümmern. Wer aber lernt, sich selbst im Zentrum seines individuellen Medizinrades zu sehen, kontrolliert diese vier Aspekte von innen heraus und wirt dabei gleichzeitig auch positiv auf seine Umwelt.

Wer den Glauben verloren hat, findet ihn wieder im Gebet. Wer nervös, verwirrt oder ängstlich ist, dem wird Meditation helfen. Einen kranken Körper und emotionale Probleme können Pflanzen heilen.

Das Medizinrad und die Kreisläufe des Lebens

Viele von uns haben bereits die Erfahrung gemacht, dass sich geistig-nervliche Belastungen (Norden) negativ auf unser körperliches Befinden (Westen) auswirken, während körperliche Beschwerden auf die Dauer emotionale Depressionen (Süden) begünstigen (zum Beispiel bei Übergewicht). Doch wenn ein Mensch weiß, dass die vier Aspekte seines Daseins alle miteinander verbunden sind, kann er sich selbst helfen und mit einem dieser Aspekte, der am stärksten ausgeprägt ist, zur Harmonisierung der anderen Aspekte beitragen. Somit könnte eine spirituelle Ausrichtung (Osten) zur Harmonisierung des intellektuellen, emotionalen und körperlichen Wohlbefindens beitragen. Das diese Annahme berechtigt ist, zeigt uns etwa die Tatsache, dass Menschen, die sehr krank sind oder im Krankenhaus liegen, sich plötzlich öffnen und nach Rat eines Priesters suchen.

Alle vier Aspekte des Medizinrades sind also miteinander verbunden und wirken aufeinander.

Unsere Werte (Osten) sind der Maßstab für unsere Entscheidungen (Norden). Sie wiederum realisieren wir in unseren Handlungen (Westen), die uns zu bestimmten Reaktionen (Süden) bringen, woraus unsere Emotionen entstehen. Diese wiederum bestätigen oder erübrigen die Bedeutung unserer Werte (Osten). Damit schließt sich der Kreis und beginnt von Neuem. Verwenden wir also die Qualitäten, die uns aus den vier Himmelsrichtungen zuströmen auf diese, kreisläufige Weise, können wir jeder Zeit damit beginnen, unser Leben zu verändern und auch zu etwas Besserem zu führen.

Es scheint also, als wurzelte alles was wir tun, in unserer Spiritualität – dem was im Medizinrad dem Ort der aufgehenden Sonne entspricht: dem Osten. Alle Entscheidungen (Norden) die wir treffen, unsere Handlungen (Westen) und Reaktionen (Süden), entspringen unserem Wertesystem (Osten) – sei es religiös oder säkular, traditionell oder modern. Genau darum sprechen die Stammesältesten der Lakota-Sioux, von der Heiligkeit unseres Lebens und der eigentlichen Spiritualität, der all unsere Handlungen zu Grunde liegen. Sie sagen, dass wir auf unsere Gefühle hören sollten, stets unserer Werte bewusst. Damit stärken wir unsere Fähigkeit, richtige Entscheidungen zu treffen und ihnen gemäß, rechtschaffen zu handeln. So werden wir in uns selbst und in unserer Umwelt Harmonie vorfinden und zum Wohle allen Lebens beitragen.

  Rot Weiß Gelb Schwarz
Richtung Süden Norden Osten Westen
Kontinent Amerika Europa Asien Afrika
Tageszeit Mittag Mitternacht Morgen Abend
Jahreszeit Sommer Winter Frühling Herbst
Lebenszeit Jugend Alter Geburt Tod
Elemente Erde Wind Feuer Wasser
Krafttier Wolf Bison Adler Bär
Kraftpflanze Mariengras Zeder Tabak Salbei
Symbole Herz Geist Seele Leib
Empfinden Emotional Intellektuell Spirituell Körperlich
Verhalten Reaktionen Entscheidungen Werte Aktionen
Handlung Geben Empfangen Bestimmen Halten
Typus Lehrer Krieger Seher Heiler
Tugend Großzügigkeit Tapferkeit Weisheit Seelenstärke

Die mündliche Geheim-Tradition

Wir hatten uns im Verlauf dieses Textes nun mit den Wissensaspekten beschäftigt, die über das Medizinrad bekannt sind. Das magische Bild, dass die Symbolik des Medizinrades auf makrokosmischer, wie auf mikrokosmischer Ebene projiziert, zeigt ganz deutlich seinen universalen Sinngehalt. Sicher aber finden sich in den mündlichen Traditionen der noch heute lebenden Indianer, viele weitere Aspekte dieses heiligen Symbols, die für uns aber leider verborgen bleiben und vielleicht nur den Eingeweihten von Mund zu Ohr übermittelt werden.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass solch verborgenes Wissen ganz und gar nicht kompliziert sein muss, wie vielleicht manche glauben mögen. Naheliegend erscheint mir deshalb, dass es in einer mündlichen Tradition, um die Vollendung des hier vorgestellten Systems gehen könnte.

Wir sprachen ja über die verschiedenen Ebenen, die sich nach vier Himmelsrichtungen hin ausbreiten (siehe Tabelle). Was sich jedoch ausbreitet, hat einen Ursprung und bildet die Mitte. Sie ist die fünfte Himmelsrichtung im Medizinrad. Es ist eine polare Größe in der Welt: die kosmische Senkrechte. Sie durchstrahlt die unveränderlichen Wesensmittelpunkte von Himmel, Mensch und Erde. Auf der Erde repräsentiert sie die Polachse, um die sich unser Heimatplanet ununterbrochen dreht. Von der Himmelsmitte aus, erstrahlt das Licht ihres astralen Repräsentanten, ausgehend vom Hauptstern der himmlischen Konstellation des Kleinen Bären: Polaris.

Und so wie diese kosmische Senkrechte, als Weltachse Himmel und Erde durchragt, berührt ihr Strahl auch das Herz des Menschen. Dieses große Geheimnis erfahrend, wünscht sich der Initiand sein Leben mit den zyklischen Gesetzen dieser kosmischen Größen in Einklang zu bringen. Damit symbolisiert das Medizinrad den Weg des Herzens, auf dem einer zum ursprünglichen, wahren Menschsein zurückfinden kann.

Die besondere Struktur des Medizinrades ist, wie wir sehen konnten, universal, denn seit jeher verwendeten es die indianischen Weisen als Bestimmungsmittel für sakrale Zeitpunkte, Orte und Begebenheiten – zum Heil der Erde und der auf ihr lebenden Menschen. Daher vielleicht die Aussage mancher indianischer Weiser, dass das Medizinrad durch den Sonnengott vom Himmel auf die Erde kam. Schließlich bilden sich seine Symbolelemente (Kreuz, Pol und Kreis) ja genau dem kosmischen Tanz von Sonne und Erde entsprechend.

Wie wir sehen konnten, ist das Medizinrad ein universales Symbol zur Harmonisierung der Natur, eines Volkes und seiner Menschen. Seit bereits über 10.000 Jahren wird das Symbol darum zu diesen Zwecken verwendet. Wer also den Anweisungen folgt, die sich aus seiner Symbolik ablesen lassen, wird dazu befähigt, sein Leben zu Harmonie und Gleichgewicht zu führen.

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Gibt es einen geheimen Ursprung der Städtekultur?

von S. Levent Oezkan

Sirius Ackerbau - ewigeweisheit.de

Es gibt einen wichtigen Zusammenhang zwischen den alten Sternenreligionen und der frühen Ackerbaukultur. An den Sternen nämlich las man ab, zu welchem Zeitpunkt Aussaat und Ernte stattfinden mussten. Woher aber wusste man das? Kam jenes Wissen über die Sterne und die alten Kulturtechniken vielleicht sogar aus weiter Ferne?

Bis heute wurde noch keine, in sich schlüssige, wissenschaftliche Theorie darüber abgeliefert, was die frühe Menschheit dazu bewog ihr Nomadenleben aufzugeben und Ackerbau zu betreiben. Natürlich kann man annehmen, dass die Menschen zufällig herausfanden, wie man aus verschiedenen Gräsern besondere Kreuzungen herstellt, die zur Ernährung besser genutzt werden können. Die Gründe für die eigentliche Entstehung der Landwirtschaft aber, bleibt bis heute ein Rätsel.

Noch als Jäger und Sammler unterwegs, waren die Menschen viel besser ernährt und sie mussten vor allem viel weniger Zeit aufwenden, um sich von ihrer gesammelten Nahrung oder gejagten Beute zu ernähren. Mit der Entstehung von Landwirtschaft und Viehzucht, vollzog sich in der Geschichte der Menschheit jedoch ein bemerkenswerter Wandel: die Menschen wurden sesshaft, gründeten Siedlungen und schufen sich damit eine vermeintliche Sicherheit.

Erst damit, könnte man sagen, entstand auch das eigentliche Konzept dessen, was man heute unter dem Wort "Problem" versteht. Das aber ist etwas, dass den letzten, auf unserem Planeten wandernden Nomaden, bis heute etwas Fremdes geblieben ist. Nomadisch lebende Menschen nehmen die Dinge wie sie kommen, finden Auswege aus schwierigen Lebenssituationen. Ihnen bleibt ja nichts anderes übrig. Damit sind sie aber tatsächlich frei, da sie nicht an einen festen Ort gebunden sind, während Probleme sesshafter Menschen, im Extremfall in eine Sackgasse münden. Man hat sich eben auf die ewige Wiederholung des Gleichen eingestellt, im Glauben an die Sicherheit eines selbst geschaffenen Alltags. Alles unerwartet Negative, wird als Problem empfunden, weniger aber als Herausforderung, neue Wege im Leben zu gehen und dabei dazu zu lernen.

Ackerbau und Sternenkult

Ursprünglich verwendete man das lateinische cultura, als Wort zur Bezeichnung des Acker- und Landbaus, der ja unmittelbar mit der Entstehung der Siedlungen zusammenhing. Später erst charakterisierte das selbe Wort das Wesen der Gesamtheit geistiger Leistungen eines Volkes, in einer bestimmten Epoche. Im Zuge der geschichtlichen Entwicklungen, kam es zu einer allmählichen Verfeinerung der Kulturen, die von einer rein praktischen, in eine vergeistigtere Form des Schaffens sublimierte.

Im alten Sumer und Ägypten, entstanden dabei wohl die ersten Siedlungen und Städte. Die Menschen wurden sesshaft, denn ein bepflanzter Acker wollte aus einem ganz einfachen Grund gehütet werden: wilde Tiere würden das Saatgut oder die daran wachsende Frucht einfach auffressen, siedelten in ihrer Nähe keine Menschen.

Warum aber fing der Mensch an Ackerbau zu betreiben und sich von Brot zu ernähren? Gab es vielleicht einen geheimen, bisher unbekannten Grund dafür, dass die Menschen plötzlich begannen den Himmel und die Sterne anzubeten und in Siedlungen zu leben?

Im Folgenden wollen wir versuchen, einige mögliche Verbindungen, zwischen Sternenreligion, Agrar- und Städtekultur herzustellen und uns sogar mit der ungewöhnlichen Frage beschäftigen, ob das Wissen vom Bestellen der Äcker, nicht sogar von wo anders her zu uns auf die Erde kam.

Der Stern Sirius im alten Ägypten

Schaut man sich die Gebräuche der frühen Kulturen Afrikas und Asiens an, kommt man vielleicht zu der Vermutung, es bestehe eine Verbindung zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft und Kunst. Besonders markant aber, ist die kultisch-rituelle Abstimmung der landwirtschaftlichen Zyklen mit dem Lauf der Sterne. Man denke etwa an die Sirius-Mysterien im Alten Ägypten. Sirius, der hellste Stern am nächtlichen Horizont, der dem Sternbild Orion direkt nachfolgt, spielt dabei eine zentrale Rolle. In unserer gegenwärtigen Zeitepoche jedoch, sind Sirius und Orion, auf der nördlichen Halbkugel, nur in den Wintermonaten am Nachthimmel sichtbar. Im alten Ägypten war Sirius in einer anderen Jahreszeit sichtbar und kennzeichnete den Zeitpunkt der Aussaat.

Wenn sich der Sirius damals, zum ersten mal, kurz vor Sonnenaufgang am südlichen Horizont zeigte, setzte nicht lange darauf die Nilschwemme ein. Mit diesem Ereignis war ein neuer Landwirtschaftszyklus gesichert, denn vor der Aussaat, sättigte der Schlamm des Nils die Äcker mit feiner, fruchtbarer Erde.

Für die alt-ägyptische Städtekultur, war das natürlich ein sehr bedeutendes Ereignis, stand es doch in der Verantwortung der Pharaonen, die Menschen ihres Reiches mit Nahrung zu versorgen. Nicht zufällig also, gewann der Aufgang des Sirius an kultischer Bedeutung und wurde zu einem Grundpfeiler der alt-ägyptischen Sternenreligion.

Auch die Errichtung der Monumentalbauten von Gizeh (Stadt nahe Kairo), scheinen ein Versuch zu sein, diesen uralten Astralkult zu verewigen. Schaut man sich beispielsweise die Positionen der dortigen Pyramiden an, gibt es eine verblüffende Ähnlichkeit zur Anordnung der Sterne des Orion – jenem Sternbild, das in direktem Zusammenhang steht, mit dem alten Fruchtbarkeits- und Unterweltgott Osiris, denn Orion repräsentierte für die alten Ägypter die himmlische Entsprechung, eben jenes höchsten Gottes.

Orion und die Pyramiden von Gizeh - ewigeweisheit.de

Orion und die Pyramiden von Gizeh
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Das Mysterium vom wahren Ursprung des Getreides

Doch auch ein anderes Volk, das heute überwiegend im afrikanischen Mali lebt, pflegt einen ausgeprägten Sternenkult: die Dogon. Sie bewahren ein uraltes Geheimwissen, worin ein unsichtbarer Stern erwähnt wird.

Die Dogon leben in einer sehr trockenen Region, wo nur an wenigen Tagen im Jahr Regen fällt. Darum muss die Aussaat meteorologisch genau abgestimmt sein, auf diese kurze Feuchtigkeitsperiode. Hierfür ermittelt der Stammesälteste durch Beobachtung der Himmelsbewegungen von Sonne und Sirius, den genauen Zeitpunkt, an dem das Säen des Getreidesamens erfolgen muss.

Über die Kenntnis außerirdischen Wissens

Ihr Wissen um den Stern Sirius und die mit ihm zusammenhängenden Getreidemysterien, wollen die Dogon von außerirdischen Wesen erhalten haben, die einst, vor sehr langer Zeit kamen, um die Erde zu besiedeln: die Nommos - hermaphroditische, fischartige Wesen - Kreaturen mit einem menschlichen Oberkörper und dem Unterkörper eines Fisches. Die Dogon sprechen über die Nommos als "Meister der Gewässer", "die Lehrer" oder "die Wächter" (vergl. Wächter der Henoch-Tradition).

Laut den Überlieferungen der Dogon, kam einst von Sirius eine besondere Arche und landete mit tosendem Klang auf der Erde. Diesen geheimnisvollen Klang ahmen die Eingeweihten der Dogon auch heute noch nach, durch schnelles Wirbeln eines Schwirrholzes. Erklingt dieses sonderbare Instruments, bereiten sich die Eingeweihten vor auf ihr Zusammentreffen. Der eigenartige Klang erinnert in etwa an das Dröhnen eines Propellers.

Interessanterweise, erfahren wir von so gearteten Fischwesen auch aus den Überlieferungen der alten Sumerer. Sie verehrten ein als Fisch gekleidetes Menschenwesen als Gott, den sie Dagon nannten. Er soll aus dem Meer gekommen sein, um die Menschen in die Kulturtechniken einzuweihen, verschwand dann eines Tages aber im Meer, ohne jemals wiederzukehren.

Auch der indische Gottgesandte Avatara Matsya erschien auf Erden in dieser Gestalt: halb Mensch, halb Fisch.

Gewissermaßen wiederholt sich diese Fischthematik, in Verbindung mit einem Brot- beziehungsweise Getreidemysterium auch, in der Eucharistiefeier des letzten Abendmahl: Jesus Christus teilte das Brot mit seinen 12 Jüngern. Bekanntermaßen starb er, erstand auf zu neuem Leben und fuhr auf zum Himmel, an die Rechte seines Vaters. Von dort aber soll er dereinst wiederkehren. Seither verehren ihn die Christen, im heiligen Symbol des Fisches.

Auch die Dogon, erwarten die Rückkehr ihres Gesandten in der Zukunft.

Fischsymbolik und die Mitra des Papstes

Jener Dagon, von dem oben die Rede war, halb Mensch, halb Fisch, trug wie gesagt als Kleid den Körper eines Fisches. Seine Kopfbedeckung bildet in manchen Abbildungen ein Fischkopf mit offenem Maul, was verblüffend der Mitra des Papstes ähnelt – jenem Religionsoberhaupt, der an seiner Rechten des "Fischerring" trägt und Stellvertreter des "Menschenfischers" ist.

Vorgänger dieses spirituellen Oberhaupts, waren die Hierophanten in der alt-griechischen Kultur. Sie leiteten die Mysterien der Getreidegöttin Demeter. Auch ihr Kopfschmuck erinnert an eben jenen Fischkopf Dagons.

Dagon – ewigeweisheit.de

Dagon, den man im alten Babylon auch Oannes nannte, gilt als mythischer Kulturbringer der Menschheit.

Auf übergeordneter Ebene, scheint es zwischen sakraler Fischsymbolik, Getreide und Ackerbaukultur, also einen höhren Zusammenhang zu geben.

Das Sirius-Mysterium bedeutet in verschiedenen Kulturen immer eine Einweihung in die Wissenschaft des Ackerbaus – die Einweihung in ein Geheimnis, durch das dem Menschen seine Nahrungsgrundlage in Form von Brot gegeben wird.

Unser tägliches Brot gib uns Heute

- Matthäus 6:11

Für die Dogon kam das Getreide zur Erde von diesem verborgenen Stern, der Sirius umkreist. Ihn nennen sie "po tolo", den "Hirsenstern", aus dem Amma, der Schöpfergott der Dogon, das erste von acht verschiedenen Getreidesorten erschuf.

Im Schweiße Deines Angesichts

Getreide als Nahrungsgrundlage, kennen wir auch aus dem Anfang der biblischen Genesis. Nachdem sich Adam und Eva am Baum der Erkenntnis von Gutem und Bösem, wegen der Schlange versündigten, wurden sie aus dem Garten Eden vertrieben. Über diesen Garten Eden heißt es ja, dass er sich jenseits der Welt befindet. Darum spricht man auch vom "Fall Adams". Wohin aber fiel Adam, nachdem er vom verbotenen Baum aß? Kam er aus einem Himmelsbereich auf den Planeten Erde?

Osiris – ewigeweisheit.de

Osiris: alt-ägyptischer Gott der Fruchtbarkeit und der Unterwelt.

Isis und Osiris

Als himmlische Schwestergemahlin des Fruchtbarkeitsgottes Osiris, ist die ägyptische Isis gewiss eine Vorform, der griechischen Demeter andererseits auch der Heiligen Mutter Maria. Demeter etwa wurde von ihrem himmlischen Bruder begattet: vom Wettergott Zeus. So kam das Kornmädchen Persephone zur Welt. Auch sie empfing ein Kind vom Himmlischen, der zweimal geboren wurde als Dionysos. Als von himmlischer Göttlichkeit begattet, gilt ja in gewisser Hinsicht auch die christliche Maria, "Mutter Gottes".

Jener Stern Sirius auf jeden Fall, identifizierten die Hohepriester im alten Ägypten als himmlische Erscheinung der Isis. Denn ihr Erscheinen als Sirius am Osthimmel, zur Zeit der Flussschwemme des Nils, war ein wichtiges Symbol für das fruchtbar gewordene, feuchte Land, dass etwa einen Monat später durch die Aussaat des Getreides "geschwängert" wurde.

Interessant ist, dass Schwangerschaftsthematik und Getreidemysterium, auch in der biblischen Genesis eine Rolle spielen:

[…] Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären […] Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Leben lang.

- Genesis 3:16f

Die Schlange, wird in der Bibel zwar als Versucherin des Menschen bezeichnet. Sie ist gewissermaßen aber auch seine Helferin, denn durch ihre Verführung erkannte er die Polarität von Gut und Böse. Doch dafür wurde sie auf die Erde geschmettert:

[…] Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang.

- Genesis 3:14

Auch in der ägyptischen Mythologie existiert ein Schlangenwesen, das mit dem morgendlichen Aufgang des Lichts, zu tun hat: die Gottheit Apophis. Sie ist die Widersacherin der Sonne, doch wird jeden Morgen vor Sonnenaufgang erneut getötet, so dass ihr himmlisches Blut das Licht des Sonnenaufgangs rot tränkt.

Im Koran, in der nach dem Stern Sirius benannten Sure 53 ("Der Stern"), geht es auch um das Thema der Befruchtung, der Schwängerung:

Und dass er (Gott) beiderlei Geschlecht erschafft, männlich und weiblich, aus einem Samentropfen, wenn er ausgestoßen wird, […] und dass er (Gott) der Herr des Sirius ist.

- Sure 53:45f,49

Besucher aus dem All?

Sowohl also im alt-ägyptischen Mythos, wie in der Genesis, bei den Dogon und auch im Koran, stehen Fruchtbarkeitskult, Fortpflanzungsriten und damit auch die Kulturtechniken (Ackerbau und Viehzucht), in ähnlichem Kontext.

Ob es sich nun aber tatsächlich um Besucher aus dem All handelte, die den Menschen zu dem machten, was er heute ist, kann nicht abschließend festgestellt werden.

Was jedoch zu Denken gibt, ist, dass es auch in den folgenden Versen der Sure 49:50ff, um eine Bestrafung geht. Das ähnelt dem, was wir zuvor aus der Genesis zitiert hatten (Genesis 3:16f). Natürlich bedeutet das nicht, dass es einen direkten Zusammenhang gibt, zwischen den heiligen Schriften und den aus Mythologie und altem Agrarkult dargestellten Mysterien. Sicherlich aber, lässt sich überall darin, eine gewisse, vielleicht sogar gesetzmäßige Grundthematik herauslesen, die zusammenhängt mit Verführung, Sünde, Erkenntnis und dem Beginn menschlicher Kultur auf Erden.

 

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Die Siebenschläfer und der Herr des Sirius

von S. Levent Oezkan

Siebenschläfer - ewigeweisheit.de

Die Legende der "Männer der Höhle" oder "Siebenschläfer", ist im Westen seit frühchristlicher Zeit bekannt. Besonders aber Muslimen ist sie wichtig, erwähnt sie doch der Koran, in der 18. Sure Al-Khaf – "die Höhle".

Aus welcher Zeit die Geschichte aber tatsächlich stammt ist unbekannt. Es besteht jedoch Anlass zur Vermutung, dass sie sich im Zeitraum zwischen dem 3. und 7. Jhd. n. Chr. in Kleinasien ereignete beziehungsweise dort wiederholte.

Mit den Siebenschläfern sind sechs Jünglinge gemeint, die ein Schafhirte mit seinem Hund zu einem Versteck in einer Höhle führte. Sie alle waren Christen.

Viele Jahre zuvor, hatte der aus Tarsus stammende Apostel Paulus die Botschaft der christlichen Evangelien in Kleinasien verbreitet. Doch immer noch zwang man die Bürger des römischen Reichs, ihre Kaiser als Götter zu verehren und ihre Götzenbilder anzubeten. Wer sich etwa zum jungen Christentum bekannte, wurde verfolgt, gefoltert und hingerichtet.

Die Legende von der lästigen Fliege

Sechs junge Edelmänner genossen die Gunst des römischen Kaisers Decius (201-251 n. Chr.). Eines Tages saßen sie mit Gästen am Hofe des Kaisers zu Tisch, als diesen plötzlich eine lästige Fliege störte, die sich von ihm auch nicht verscheuchen ließ.

Nicht verjagen sie die Fliege.
Sie umschwärmt ihn, sticht und irret
Und verwirrt die ganze Tafel,
Kehret wieder wie des hämischen
Fliegengottes Abgesandter.

- Goethe, West-östlicher Diwan

Kaiser Decius, der sich ja selbst als Gott bezeichnete, aß und trank jedoch wie ein Mensch und geriet wegen einer kleinen Fliege in Zorn – verlor fast den Verstand. Die klugen Jünglinge sahen darin aber ein Zeichen des erhabenen Weltenschöpfers: das Insekt war ein Abgesandter des Teufels. Sie wussten: die frohe Botschaft, die der Heiligen Paulus verkündete, war die einzig wahre Religion. Im Koran heißt es dazu:

Unser Herr ist der Herr der Himmel und der Erde. Außer ihm werden wir keinen anderen Gott anbeten, sagten wir sonst doch etwas Unrechtes.

- Sure 18:14, Al Khaf, die Höhle

Sieben Heilige in der Höhle

Für ihren Glauben gaben die Edelmänner ihre hohen Stellungen auf und verzichteten auf alle Vorzüge ihres weltlichen Lebens am Hofe des Kaisers. Also entsagten sie dem Götzendienst und bekehrten sich zum Christentum. Doch weil darauf die Todesstrafe stand, mussten sie fliehen. Auf ihrer Flucht trafen sie auf einen Hirten, den ein eigenartiger Hund begleitete. Das Tier ließ sich nicht verscheuchen, wollte sein Herrchen nicht verlassen. Es schien als erfülle der Hund eine "höhere Pflicht", die darin bestand, die sieben Heiligen zu begleiten.

Der Hirte kannte die Gegend hier sehr gut und führte die Edelmänner in eine geräumige Höhle, die sich im Berg Encülüs befindet, 12 km nord-westlich der südanatolischen Stadt Tarsus, nahe des Dorfes Dedeler (deutsch: "Großväter"). Dort versteckt, beteten die Jünglinge gemeinsam zu Gott:

Unser Herr, gewähre uns Barmherzigkeit von Dir aus und bereite uns einen Weg in unserer Sache.

- Sure 18:10, Al Khaf, die Höhle

Kaiser Decius aber machte ihren Aufenthaltsort ausfindig. Auf seinen Befehl hin wurden sie dort im Jahre 251 n. Chr. eingemauert. Das aber war auch das Todesjahr des Kaisers.

Und der Fürst, dem sie entflohen,
Liebentrüstet, sinnt auf Strafen,
Weiset ab so Schwert als Feuer,
In die Höhle sie mit Ziegeln
Und mit Kalk sie lässt vermauern."

- Goethe, West-östlicher Diwan

Die sieben Heiligen fielen in einen tiefen Schlaf. Laut Koran, schliefen sie in der Höhle 309 Jahre lang. Ihr Hund aber lag wachend am Eingang.

Du könntest sie für wach halten, doch sie schlafen; und wir werden sie auf die rechte Seite und auf die linke drehen, während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckt. Hättest du sie so erblickt, würdest du dich gewiss vor ihnen zur Flucht kehren und wärest mit Grauen vor ihnen erfüllt.

- Sure 18:18, Al Khaf, die Höhle

Gewiss erinnert die Sitzhaltung des Hundes, der "seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckt", an den alt-ägyptischen Schakal Anubis – dem heiligen Wächter des Totengerichts. Der Schakal, als Verwandter des Hundes, war im alten Ägypten das Tier, dass man mit der westlichen Wüste assoziierte. Im Westen aber geht die Sonne unter, weshalb diese Himmelsrichtung seit Alters her mit dem Tod in Verbindung gebracht wird. Dort in der Unterwelt leben die Seelenführer, die in der alt-ägyptischen Mythologie eben Hunde, Schakale oder Wölfe verkörpern.

Siebenschläferhöhle – ewigeweisheit.de

Blick aus der Höhle der Siebenschläfer in Dedeler, in der Nähe der alten Stadt Tarsus (Türkei).

Das Erwachen der Siebenschläfer

Lange nachdem die sieben Heiligen in der Höhle entschlafen waren, stieß ein ansässiger Bauer auf die Höhle, deren Eingang jene alte Mauer versperrte. Er aber wollte sie als Schaftstall nutzen und entfernte darum das alte Mauerwerk. Doch da erschien den Heiligen in der Höhle, der Erzengel Gabriel und erweckte sie nach ihrem hunderte Jahre langen Schlaf. Jener Erzengel war es auch, der dem Propheten Mohammed (as) die heiligen Verse des Koran eingab. Wenn Gabriel nun, auch diese sieben Förderer der Christenheit erweckte, ist es wohl kaum verwunderlich, dass Muslime von Jesus (dem Propheten Isa ibn Maryam) mit Achtung sprechen.

Einer dieser sieben Heiligen auf jeden Fall, verließ die Höhle, um für sich und seine Gefährten Brot zu holen. Er aber fand sich selbst in der Fremde und traf auf dem Weg niemanden den er kannte. Einem Bäcker gab er eine seiner Silbermünzen, die noch eine Prägung mit dem Bild des Kaisers Decius besaß. Erstaunt darüber kamen mit dem Bäcker die Bürger des Ortes zur Höhle und fanden dort alle Heiligen lebendig. Sie erschraken aber über ihre furchterregende Erscheinung, strahlten ihre Gesichter doch hell wie das Licht der Sonne. Dann aber fielen sie erneut in tiefen Schlaf, woraus sie jedoch nie mehr erwachten.

Gemäß einer anderen Version der Sage, schliefen die sieben Heiligen dort 172 Jahre lang und erwachten im 4. Jhd. in der Regierungszeit des Kaisers Theodosius. Als der Bauer jene Mauer entfernen ließ, kamen die Heiligen zum Vorschein und segneten Kaiser und Bischof, und legten vor ihnen Zeugnis ab, über die Worte des Heiligen Paulus. Dann aber entschliefen sie erneut.

Siebenschläferhöhle – ewigeweisheit.de

Das Sternbild Großer Bär (Großer Wagen).

Astrale Geheimnisse der Siebenschläfer-Legende

Seit alter Zeit assoziierte man die sieben Sterne des Großen Bären (Großer Wagen) mit den Heiligen der Siebenschläfer-Legende. Dieses Sternbild dreht sich unentwegt um die Pol-Achse des Nordhimmels, geht also nicht auf und unter, wie etwa die 12 Sternbilder des Tierkreis. Da sie also dort stets um den Polarstern kreisen und zu jeder Jahreszeit sichtbar sind, sah man in ihren Lichtern, die Entsprechungen jener sieben christlicher Helden, die dereinst wieder erwachen, um auf Erden zu erscheinen.

Die Höhle galt den Weisen des Altertum als gleichnishaftes Bild des Weltalls. Hier weihte man die Initianten in die heiligen Mysterien ein. Die Fackeln die am Höhlengrund flackerten, standen dort an Stelle der Sterne. So war die Höhle ein inneres Weltzentrum der Einweihung. Damit kann die Höhle der Siebenschläfer durchaus als Allegorie auf den Himmel gesehen werden.

Im Mittelalter wurde die Sage der Siebenschläfer dann auch mit der Artuslegende assoziiert. Vom legendären König Artus (dessen Name bedeutet im alt-keltischen "Bär", artos) glaubte man, dass er niemals starb, sondern mit sieben seiner treuesten Ritter in einer Höhle schläft, von wo aus er dereinst wiederkehren soll.

Der Hundsstern Sirius – ewigeweisheit.de

Die Sure Al-Nadjm, "der Stern", nennt Allah (Gott) den Herrn des Sirius (Sure 53:49).

Ursprünge und Deutung

Die Legende der Siebenschläfer könnte aber sehr wohl älter sein, als die christliche oder islamische Überlieferung. Wahrscheinlich liegen ihre Ursprünge im buddhistischen oder hinduistischen Kulturkreis. Vielleicht kam die Legende später durch die alt-persische Religion der arischen Zoroastrier in den Westen (vergl. Matthäus 2). Auch in Nordeuropa war die Geschichte schon lange bekannt, bevor man sie mit jenen sieben Heiligen assoziierte. In frühchristlicher Zeit erzählte man sie darum vielleicht einfach neu.

Wenn es in Sure 18:18 nun heißt, dass "sie auf die rechte Seite und auf die linke sich drehen", lässt sich daraus ein astrales Geheimnis ablesen: das Wenden nach Rechts und Links steht für die Bewegung der Planeten. Sie sind eben keine Fixsterne, sondern bewegen sich von Rechts nach Links, das heißt, im Uhrzeigersinn durch den Tierkreis – eben genau so, wie die sieben Hauptgestirne (Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn) über den Himmel.

Der Hund ist eindeutig assoziiert mit dem Hundsstern Sirius, fährt Sure 18:18 doch fort mit: "während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckt" - das heißt, der Hund bewegt sich hier nicht, ist also fix. Schon im Altertum erkannte man in Sirius den hellsten Fixstern am Nachthimmel und nannte ihn auch den "achten Planeten".

Und er (Gott) ist es, der Herr des Sirius ist

- Sure 53: 49, Al Nadschm, Der Stern

Den alten Arabern galt der Sirius als Ursprung allen Glücks und Unglücks. Ähnliche Bedeutung maßen ihm auch die alten Ägypter zu. Nach langer Abwesenheit vom Nachthimmel, erwartete man sein Erscheinen sehnlichst. Denn mit seinem ersten Auftauchen vor Sonnenaufgang, begann die, für die alt-ägyptische Ackerbaukultur, so lebensnotwendige Nilschwemme, von der eben Glück und Unglück des gesamten Pharaonenstaates abhingen.

Sieben kosmische Urkräfte

Aus Perspektive dieser kosmischen Zusammenhänge, hat die Siebenschläferlegende gewiss auch eine hermetische Bedeutung: Das Oben entspricht dem Unteren, das Unten dem Oberen. Die makrokosmischen Geheimnisse der sieben klassischen Planeten und des Sirius am Himmel, äußern sich auf mikrokosmischer Ebene, im Mysterium der Siebenschläfer und ihrem Hund in der Höhle. Die sieben Sterne des Großen Bären bilden die spirituelle Oktave zu den sieben Planeten, während die sieben Planeten also die Oktave der Siebenschläfer sind. So stehen die Siebenschläfer, die sieben klassischen Planeten und die sieben Sterne des Großen Wagen, im Kraftstrom der sieben kosmischen Urkräfte.

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